Sallèles-d’Aude

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Sallèles-d’Aude
Wappen von Sallèles-d’Aude
Sallèles-d’Aude (Frankreich)
Sallèles-d’Aude
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Narbonne
Kanton Ginestas
Gemeindeverband Agglomération de la Narbonnaise.
Koordinaten 43° 16′ N, 2° 57′ O43.262.946666666666716Koordinaten: 43° 16′ N, 2° 57′ O
Höhe 8–46 m
Fläche 12,55 km²
Einwohner 2.722 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 217 Einw./km²
Postleitzahl 11590
INSEE-Code

Église Saint-Roch (Rochuskirche)

Sallèles-d’Aude ist eine französische Gemeinde mit 2722 Einwohnern (1. Januar 2011) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon. Sie gehört zum Arrondissement Narbonne, zum Kanton Ginestas und zum Gemeindeverband Agglomération de la Narbonnaise.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sallèles-d’Aude liegt etwa zehn Kilometer nordnordwestlich von Narbonne.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Unterlaufes der Cesse bis zu deren Einmündung in die Aude, die auch die südliche Gemeindegrenze bildet. Durch den Nordwesten der Gemeinde führt der Canal du Midi, von dem der Canal de Jonction abzweigt, der in südöstliche Richtung die Verbindung zur Aude herstellt. Der Canal de Jonction liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Sallèles-d’Aude. Das überwiegend flache Gelände der Gemeinde ist bis auf die Ufer der Gewässer waldlos. In den ausgedehnten Ebenen und auf den im Nordosten bis maximal 46 m über dem Meer ansteigenden Hügeln wird hauptsächlich Wein kultiviert.

Zur Gemeinde zählt der Ortsteil Truilhas mit dem gleichnamigen Gewerbegebiet im Nordwesten. Eine Besonderheit stellt die an einem Übergang über den Canal du Midi gelegene Ortschaft Le Somail dar, deren nördlichster Zipfel zu Sallèles-d’Aude gehört.

Nachbargemeinden von Sallèles-d’Aude sind Ouveillan im Norden, Cuxac-d’Aude im Osten, Moussan im Süden, Saint-Marcel-sur-Aude und Ginestas im Westen sowie Mirepeisset und Argeliers im Nordwesten.

Canal de Jonction in Sallèles
Kanalschleuse in Sallèles

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 924 taucht Sallèles erstmals in einer schriftlichen Quelle auf. Die Besiedlung der Umgebung reicht aber viel weiter zurück, wie der archäologische Fundort Amphoralis nördlich des Kernortes belegt. Die heute überdachte und 1992 als Museum eröffnete Stätte zeigt Töpferarbeiten aus gallorömischer Zeit, die auf den reichen Tonvorkommen der Umgebung basieren. Die Töpfertradition hielt sich sehr lange in Sallèles, dessen Lage nahe der Aude und den später eröffneten Wasserstraßen Canal du Midi, Canal de Jonction und Canal de la Robine gute Transport- und Handelsmöglichkeiten für die Tonprodukte (Amphoren, Ziegel, Fliesen, Tonrohre), aber auch für Wein boten. Den Höhepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung erreichte Sallèles-d’Aude im 19. Jahrhundert, als im Ort zahlreiche Schiffer, Schleusenwärter, Handwerker für die Reparatur von Binnenschiffen, Fischer und Winzer ihrer Arbeit nachgingen.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1634 1801 1879 1842 1659 1835 2285

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben vielen Dienstleistungsbetrieben spielen die Weingüter und die Anbieter touristischer Leistungen die Hauptrolle in Sallèles. Im Gewerbegebiet Truilhas haben sich unter anderem Unternehmen der Lebensmittelbranche (Mehl, Obst) und Unternehmen mit Spezialisierung auf Geotechnik und Hydrogeologie angesiedelt.[5]

Sallèles-d’Aude ist Grundschulstandort.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Über die Nachbargemeinden Cuxac-d’Aude und Saint-Marcel-sur-Aude besteht Anschluss an den Verkehrsknotenpunkt Narbonne (A 9 und A 61). Der Personenverkehr auf der 1887 eröffneten Bahnlinie Narbonne-Sallèles-Bize wurde bereits 1939 eingestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • René Iché (1897–1954), französischer Bildhauer und Grafiker, in Sallèles-d’Aude geboren

Quellen[Bearbeiten]

  1. Une histoire riche de 2500 ans. Abgerufen am 29. Mai 2011 (französisch).
  2. Eintrag in der Base Mérimée, einer Datenbank des französischen Kulturministeriums. Abgerufen am 29. Mai 2011 (französisch).
  3. Eintrag in der Base Mérimée, einer Datenbank des französischen Kulturministeriums. Abgerufen am 29. Mai 2011 (französisch).
  4. Le site Amphoralis. Abgerufen am 29. Mai 2011 (französisch).
  5. La zone industrielle et artisanale de Truilhas. Abgerufen am 29. Mai 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sallèles-d'Aude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien