Rödental
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Coburg | |
| Höhe: | 342 m ü. NN | |
| Fläche: | 49,96 km² | |
| Einwohner: |
13.091 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 262 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96472 | |
| Vorwahl: | 09563 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 73 159 | |
| Stadtgliederung: | 16 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Bürgerplatz 1 96472 Rödental |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerhard Preß (CSU) | |
| Lage der Stadt Rödental im Landkreis Coburg | ||
Rödental ist eine Kleinstadt im oberfränkischen Landkreis Coburg und liegt zirka sieben Kilometer nordöstlich von Coburg. Das Gemeindegebiet bedeckt eine Fläche von 49,96 km².
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Rödental liegt in den Ausläufern des Thüringer Waldes und hat bereits einen deutlichen Mittelgebirgscharakter (306–506 m ü. NN). Bis auf Rodungsflächen wird das Gebiet von ausgedehnten Laubwäldern geprägt; in den letzten Jahrhunderten wurden im Rahmen einer intensivierten Forstwirtschaft auch größere Fichten- und Kiefernpflanzungen angelegt. Die Siedlungsgebiete erstrecken sich zum Großteil an den Flussläufen von Itz und Röden.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Rödental entstand, als am 1. Januar 1971 Einberg, Kipfendorf, Mönchröden, Oeslau, Rothenhof und Unterwohlsbach zusammengeschlossen wurden. Danach ist Rödental in mehreren Schritten durch Eingemeindungen gewachsen.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn: Schalkau, Frankenblick, Neustadt bei Coburg, Ebersdorf, Coburg, Dörfles-Esbach und Lautertal
Geschichte [Bearbeiten]
Entstehung Rödentals [Bearbeiten]
Rödental entstand am 1. Januar 1971 durch den Zusammenschluss von sechs Gemeinden im Rahmen der bayerischen Gebietsreform.[2] Einige Stadtteile können auf eine 850-jährige Geschichte zurückblicken.
In den folgenden Jahrzehnten entstand das neue Zentrum Rödental-Mitte mit diversen zentralen Einrichtungen der Großgemeinde. So wurden unter anderem 1972 ein Hallenbad, 1973 ein Feuerwehrhaus, 1977 ein Rathaus und 1978 die Franz-Goebel-Halle eingeweiht.
Am 23. September 1988 erhielt Rödental die Stadtrechte.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Liste der ehemaligen Gemeinden, jetzt bis auf Froschgrund, Lauterburg, Rosenau und Steinrod Ortsteile der Stadt Rödental:
| Ehemalige Gemeinde |
Einw. (1970) |
Datum | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Blumenrod | – | 1. Januar 1969[2] | Zusammenschluss mit Spittelstein zu Steinrod |
| Einberg | 1569 | 1. Januar 1971[2] | |
| Fischbach | 139 | 1. Januar 1971[2] | Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund |
| Fornbach | 69 | 1. Januar 1971[2] | Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund |
| Froschgrund | – | 1. Mai 1978[3] | |
| Kipfendorf | 269 | 1. Januar 1971[2] | |
| Lauterburg (†) | – | 1. Juli 1869 | Eingemeindung nach Oberwohlsbach |
| Mittelberg | 313 | 1. Januar 1971[2] | Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund |
| Mönchröden | 2521 | 1. Januar 1971[2] | |
| Oberwohlsbach | 356 | 1. Januar 1972[2] | |
| Oeslau | 4509 | 1. Januar 1971[2] | |
| Rosenau | – | 1. April 1928[2] | Eingemeindung nach Unterwohlsbach |
| Rothenhof | 385 | 1. Januar 1971[2] | |
| Schönstädt | 89 | 1. Januar 1971[2] | Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund |
| Spittelstein | – | 1. Januar 1969[2] | Zusammenschluss mit Blumenrod zu Steinrod |
| Steinrod | 356 | 1. Januar 1977[3] | |
| Unterwohlsbach | 332 | 1. Januar 1971[2] | |
| Waldsachsen | 446 | 1. Juli 1971[2] | |
| Waltersdorf | 120 | 1. Januar 1971[2] | Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund |
| Weißenbrunn vorm Wald | 355 | 1. Januar 1971[2] | Zusammenschluss mit fünf weiteren Gemeinden zu Froschgrund |
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1950[4] | 9.775 |
| 1961[3] | 10.925 |
| 1970[3] | 11.868 |
| 2004 | 13.799 |
| 2006 | 13.625 |
| 2007 | 13.473 |
| 2010[4] | 13.765 |
| 2011 | 13.091 |
Anmerkung
- Die Einwohnerzahlen beziehen sich das Gemeindegebiet von 2011.
- Mönchröden verdoppelte seine Einwohnerzahl im Zeitraum von 1950 bis 2010 von 2200 auf 4400.[4]
Politik [Bearbeiten]
Folgende Parteien sind seit 2008 im Stadtrat von Rödental vertreten:
- CSU: 8 Sitze
- SPD: 7 Sitze
- Freie Wähler: 6 Sitze
- GRÜNE: 3 Sitze
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Stadt Rödental vereint die Wappen der drei Gemeinden Oeslau, Mönchröden und Einberg, die jetzt das Zentrum Rödentals bilden. Im vorderen Feld stehen die drei roten Rosen auf silbernem Grund der Ritter von Rosenau, zu deren Besitz Oeslau einst gehörte. Das hintere Feld zeigt den Krummstab auf goldenem Grund aus dem Wappen des Klosters Mönchröden. Der rote Wellenbalken symbolisiert den durch das Gebiet fließenden Fluss Röden. In der eingeschweiften blauen Spitze ist durch die drei silbernen Monde an die Herren von Hanstein erinnert, in deren Besitz Einberg war.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Eaton/Ohio (Vereinigte Staaten), seit 1981
- Schalkau (Thüringen), seit 1990
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Die Domäne Oeslau, 1162 erstmals urkundlich erwähnt, liegt an der früheren Furt durch die Röden. Ihre Restaurierung erfolgte als bundesweites Pilotprojekt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms und wurde 1988 mit dem Konrad-Adenauer-Preis bedacht.
- Schloss Rosenau, die frühere Sommerresidenz der Coburger Herzöge, wurde 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Dort wurde Prinz Albert, der spätere Gemahl der britischen Königin Victoria, geboren.
- Die spätgotische St.-Johannis-Kirche wurde 1517 erbaut und hat das einzige Zellengewölbe im Coburger Land. 1601 erfolgte unter Herzog Johann Casimir die Stuckierung von Decke, Kanzel und Emporen in Formen der Spätrenaissance. Queen Victoria ließ ihre Hofkirche 1863 mit eigenen Mitteln gründlich renovieren, 1975 war die letzte Restaurierung.
- Burggraf Hermann von Meißen stiftete 1149 das Benediktinerkloster Mönchröden.
- Der Froschgrundsee, ein 1986 eingerichteter und von Franz Josef Strauß eingeweihter, 23 Hektar großer Stausee dient der Hochwasserregulierung der Itz und ist ein Naherholungsgebiet. Eine Besonderheit des Froschgrundsees ist, dass er sich bis zur Deutschen Einheit bei Vollstau auch auf das Gebiet der DDR erstreckte.
- Die Talbrücke Froschgrundsee, eine 2010 fertiggestellte Stahlbetonbogenbrücke, überspannt den Hochwasserspeicher auf fast 800 Meter Länge und in 60 Meter Höhe, sie ist wie die Grümpentalbrücke in Thüringen) mit 270 Meter Bogenspannweite eine der beiden größten Brücken dieser Art in Deutschland. Sie gehört zur Eisenbahn-Neubaustrecke Nürnberg–Erfurt.
- Die Lauterburg ist eine Burgruine im Stadtteil Oberwohlsbach.
- Der größte Sportverein ist die Sport-Gemeinschaft Rödental mit mehr als 1100 Mitgliedern.
Museen [Bearbeiten]
- Europäisches Museum für Modernes Glas[6] bei Schloss Rosenau
- Heinrich-Schaumberger-Museum in Weißenbrunn vorm Wald
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Das Zentrum (Oeslau, Einberg, Mönchröden) ist überwiegend industriell geprägt (Porzellan/Keramik, Spielwaren/Puppen, Kunststoffverarbeitung), aber auch der Handel ist stark vertreten. Etwa 7000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gab es 2011 in der Stadt, die unter anderem in rund 140 Gewerbe- und Handwerksbetrieben sowie 170 Handelsgeschäften angesiedelt waren.[7]
Der Stadtteil Blumenrod hat sich in den letzten Jahren mit der Deponie des Müllzweckverbandes, Wertstoffhof und -sortieranlage, Kunststoffwiederaufbereitungsanlage und weiteren Betrieben zum Zentrum für Abfallwirtschaft in West-Oberfranken entwickelt.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Überregional bekannte Wirtschaftsunternehmen mit Sitz in Rödental sind die Porzellanfabrik Goebel, der börsennotierte Puppenhersteller Zapf Creation AG und das Elektrotechnikunternehmen Wöhner. Die Goebel-Porzellanmanufaktur produziert inzwischen nicht mehr in Rödental. Die Herstellung der weltbekannten Hummelfiguren erfolgt durch die neu gegründete Gesellschaft Manufaktur Rödental.
Das 1857 errichtete Annawerk, das seit 1998 zur Saint Gobain-Gruppe gehört, stellt feuerfeste Keramik und seit kurzem auch Dieselrußpartikelfilter her. Dafür wurden ehemals stillgelegte Fabrikgebäude instand gesetzt. Saint Gobain war im Jahr 2007 mit 720 Mitarbeitern größter Arbeitgeber der Stadt. Ein großer Arbeitgeber ist auch die K&S Raumpflegeservice GmbH. Sie beschäftigte im Jahre 2009 über 600 Mitarbeiter.
Verkehr [Bearbeiten]
Der Neubau der A 73 wurde am 31. Oktober 2006 bis zur Stadtgrenze von Rödental für den Verkehr freigegeben und sorgt zusammen mit der Bundesstraße 4, der neuen Umgehungsstraße in Richtung Neustadt, für bessere Verkehrsverhältnisse.
2005 wurde Rödental bekannt durch den Bau einer Eisenbahnbrücke, der Itztalbrücke, als Teil der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt, die voraussichtlich bis Ende 2017 ungenutzt in der Landschaft stehen wird und daher von der Bevölkerung auch als Soda-Brücke bezeichnet wird.
Dialekt [Bearbeiten]
In Rödental wird Itzgründisch gesprochen, ein mainfränkischer Dialekt.
Sonstiges [Bearbeiten]
Am 13. Oktober 2012 befuhr der ICE 2774 die Strecke der Werrabahn von Lichtenfels bis Rödental. Bei einem einstündigen Aufenthalt im Bahnhof Coburg wurde der ICE unter Anwesenheit von Stadt- und DB-Prominenz auf den Namen Rödental getauft. Anschließend wurde der ICE im Bahnhof Rödental empfangen.
Die Stadt Rödental ist Teil des Tourismusverbundes Schaumberger Land. Hierzu gehören auch Schalkau und Frankenblick (Landkreis Sonneberg). Mit dem Beitritt Rödentals erweitert sich das Einzugsgebiet des Tourismusverbundes länderübergreifend nach Oberfranken. Rödental arbeitet schon seit Jahren touristisch mit Schalkau zusammen.[8]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 442.
- ↑ a b c d Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 679 und 680.
- ↑ a b c Festschrift 40 Jahre Rödental, S. 33 (PDF; 12,3 MB)
- ↑ http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=473&suchbegriff=4
- ↑ Kulturatlas Oberfranken: Museen - Europäisches Museum für Modernes Glas
- ↑ Festschrift 40 Jahre Rödental, S. 45 (PDF; 12,3 MB)
- ↑ Radio Eins
Weblinks [Bearbeiten]
- Links zum Thema Rödental im Open Directory Project
- Rödental: Wappengeschichte vom HdBG
- Rödental: Amtliche Statistik des LStDV
- Festschrift 40 Jahre Rödental (PDF; 12,3 MB)
- Bürgerplatz, 360° Bild
Ahorn | Bad Rodach | Dörfles-Esbach | Ebersdorf b.Coburg | Großheirath | Grub a.Forst | Itzgrund | Lautertal | Meeder | Neustadt b.Coburg | Niederfüllbach | Rödental | Seßlach | Sonnefeld | Untersiemau | Weidhausen b.Coburg | Weitramsdorf
