Schweitenkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schweitenkirchen
Schweitenkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schweitenkirchen hervorgehoben
48.511.616666666667533Koordinaten: 48° 30′ N, 11° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 533 m ü. NHN
Fläche: 53,01 km²
Einwohner: 5000 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85301
Vorwahl: 08444
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 152
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 29
85301 Schweitenkirchen
Webpräsenz: www.schweitenkirchen.de
Bürgermeister: Albert Vogler (CSU)
Lage der Gemeinde Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild

Schweitenkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geografie[Bearbeiten]

Schweitenkirchen liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aufham (mit Güntersdorf), Dürnzhausen, Eberstetten, Geisenhausen, Schweitenkirchen, Sünzhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schweitenkirchen soll bereits bei der Stammesbildung der Bajuwaren, also zwischen 550 bis 600 gegründet worden sein. Für das Jahr 837 ist in Freisinger Urkunden festgehalten, dass eine Frau namens „Suidmuot“ hier eine Kirche erbaute und sie mit Grund und Boden ausstattete. Im Jahre 972 wird der Ort „Suidmuotochirihun“ genannt, der ab 1315 gebräuchliche Name „Sweitmarschirchen“ ähnelt schon dem heutigen Namen. Schweitenkirchen gehörte im 17. Jahrhundert zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg des Kurfürstentums Bayern. 1660 wurde im Ortsteil Dietersdorf die Kapelle St. Magdalena errichtet. 1806 zerstörte ein großer Brand den Ort, Brandstifter soll ein gewisser Franz Dobmayr gewesen sein. Im Zuge der ersten bayerischen Landesvermessung wurde der Ort aufgrund seiner erhöhten Lage als Hauptdreiecksnetzpunkt ausgewählt und 1806 vermessen.[2] Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1841 wurde der Ort dem Landgericht Pfaffenhofen zugeteilt. Im Jahr 1998 wurde Schweitenkirchen in den Regionalplan 10 als Kleinzentrum aufgenommen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1884 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Dietersdorf eingegliedert. Am 1. April 1971 kam ein Teil von Eberstetten hinzu. Dürnzhausen folgte am 1. Juli 1971.[3] Die Eingemeindungen wurden am 1. Mai 1978 mit der Eingliederung von Aufham (mit dem im Jahr 1884 eingegliederten anderen Teil von Dietersdorf), Geisenhausen und Sünzhausen abgeschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.717, 1987 dann 3.586, im Jahr 2000 4.667 und im Jahr 2011 4.906 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Albert Vogler (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.822 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.037 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 41, im produzierenden Gewerbe 308 und im Bereich Handel und Verkehr 211 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 280 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.497. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 218 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3.567 ha, davon waren 3.066 ha Ackerfläche und 497 ha Dauergrünfläche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schweitenkirchen

  • Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Schweitenkirchen
  • Pfarrkirche St. Nikolaus in Aufham aus dem 14. Jahrhundert
  • Pfarrkirche St. Dionysius in Niederthann
  • Kirche St. Georg in Dürnzhausen, gotischen Ursprungs mit Glocken von 1443
  • Pfarrkirche St. Josef in Güntersdorf
  • Filialkirche St. Peter und Paul in Ampertshausen
  • Pfarrkirche St. Emmeram in Geisenhausen mit Plastiken aus dem 15. Jahrhundert
  • Kirche St. Koloman in Sünzhausen, nach Brand 1722 neu erbaut
  • Kapelle St. Magdalena in Dietersdorf
  • Feldkreuz zwischen Güntersdorf und Dietersdorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Georg Kronawitter (* 1928 in Oberthann), Oberbürgermeister von München (1972–1978; 1984–1993)
  • Hans Eisenmann (* 1923 in Ampertshausen, † 1987 in München), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten in Bayern (1969–1987)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Adrian v. Riedl: Hauptdreiecksnetz zum topografischen Atlas des Königreichs Bayern, 1831, Bayerische Staatsbibliothek, Mapp. XI, 57ge, München
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 587.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schweitenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien