Siquijor

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Provinz Siquijor
Offizielles Siegel der Provinz Siquijor
Basisdaten
Region: Central Visayas
Hauptstadt: Siquijor
Einwohnerzahl: 87.695
Zensus 1. August 2007
Bevölkerungsdichte: 259,8 Einwohner je km²
Fläche: 337,5 km²
Gouverneur: Orlando A. Fua Jr.
Offizielle Webpräsenz: http://siquijor.gov.ph/
Gliederung  
 – Hoch urbanisierte Städte
 – Provinzstädte
 – Stadtgemeinden 6
 – Barangays 134
 – Wahldistrikte 1
Lage der Provinz in den Philippinen
Karte
Karte mit Siquijor im südwestlichen Teil der Boholsee

Siquijor ist die kleinste der Inselprovinzen in den Visayas und nach Camiguin und Batanes die drittkleinste Provinz der Philippinen, sowohl in Bezug auf ihre Fläche als auch aufgrund ihrer Einwohnerzahl.

Politisch gehört sie dem Bezirk Central Visayas (Region VII) an. Der Hauptsitz der Provinzregierung befindet sich in der gleichnamigen Gemeinde Siquijor.

Die Spanier bezeichneten sie als Isla del Fuego (Insel des Feuers) und für viele Filipinos ist sie heute noch eine mystische Insel voller Hexen und übernatürlicher Phänomene. Unter den Filipinos ist Siquijor ebenso für seine Heiler mit wundersamen Kräften berühmt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Inselprovinz befindet sich südöstlich der großen Inseln Cebu und Negros und südwestlich von Bohol in der Mindanaosee. Im Süden erstreckt sich schließlich die Insel Mindanao.

Laut dem Zensus von 2007 leben 87.695 Menschen auf der sehr bergigen Insel mit einem Umfang von ca. 80 km leben. Die größten Orte der Insel sind Siquijor (Hauptstadt der Insel), Larena und Lazi, in denen es auch Häfen mit Verbindungen zu anderen Inseln gibt. Eine befestigte Straße führt rund um die Insel und verbindet die Orte. Die Haupterwerbszweige sind die Landwirtschaft und die Fischerei. Für den relativen Wohlstand der Insel sorgen die vielen im Ausland arbeitenden Siquijondos. Der Tourismus spielt noch keine so große Rolle auf Siquijor obgleich sich die herrlichen Buchten und Korallenriffe, traumhaften Sonnenuntergängen und Palmstrände, Wasserfälle und Höhlen ebenso sehen lassen können wie die historischen Kirchen und alten Häuser.

[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung

Siquijor unterteilt sich in 6 eigenständig verwaltete Gemeinden:

Die Gemeinden wiederum sind in insgesamt 134 Barangays (Ortsteile) untergliedert. Die Provinz ist zudem einem Kongress Distrikt zugeteilt.

[Bearbeiten] Geschichte

Als die Spanier die Insel entdeckten, gaben sie ihr den Namen Isla del Fuego (Insel des Feuers), da sie beim Vorbeisegeln ein feuriges Licht sahen. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um das Leuchten von unzähligen Glühwürmchen handelte. Der Legende nach existierte die Insel viele Millionen Jahre nur unter Wasser und erhob sich mit donnerndem Getöse und Blitzen aus dem Meer. Als Beweis werden die Fossilien von Schnecken, Muscheln und anderen Unterwasserlebewesen herangezogen, die man in den Bergen findet.

Bis zum 17. September 1971 zählte Siquijor zur Provinz Negros Oriental. Seitdem feiern die Bewohner jedes Jahr ihren Unabhängigkeitstag (Araw ng Siquijor).

[Bearbeiten] Klima

Grob unterscheidet man in den Philippinen fünf Klimazonen, Siquijor gehört zur Klimazone 2 (Kurze Trockenzeit von März bis Mai, die Regenzeit von Juni bis Februar ist zwar lang aber nicht sehr intensiv.)

Im Allgemeinen ist das Wetter auf Siquijor von September bis Mitte Mai sehr schön. Dezember und Januar ist es nachts kühl und es regnet gelegentlich. Von März bis Ende Mai ist es sehr heiß und es gibt fast keinen Regen mehr.

[Bearbeiten] Sehenswertes

Karte der Insel Siquijor

In der Nähe der Stadt Cantabon ist der höchste Berg Siquijors der 557 m hohe Mount Bandilaan, im angeschlossenen Camp Park führen Trampelpfade durch üppigen Regenwald zu verschiedenen Aussichtspunkten. Der palmengesäumte Paliton Beach, ein paar Kilometer von San Juan, ist einer der schönsten Strände der Insel. In Lazi steht gegenüber der 1884 erbauten St. Isidore Parish Kirche der älteste und größte Konvent des Landes, der St. Isidore Labradore-Konvent. Und ein paar Kilometer landeinwärts von Lazi liegt in landschaftlich schöner Umgebung der Po-ol Wasserfall, ein sehr schöner Wasserfall mit natürlichem Pool.

[Bearbeiten] Tauchen

In den letzten Jahren haben immer mehr Taucher und Schnorchler die Unterwasserwelt von Siquijor für sich entdeckt. Die meisten Tauchplätze sind vom Strand aus zu erreichen und bieten die philippinentypische Unterwasserflora und Fauna. Sanft abfallende Korallenriffe und reichlich bewachsene Steilwände prägen die Szenerie rund um Siquijor. Die meisten internationalen Resorts findet man im Süden der Insel, während man im nördlichen Teil meist zweckmäßig eingerichtete Unterkünfte vorfindet.

Siquijor wird auch von benachbarten Inseln häufig als eine Tagesausfahrt mit zwei bis drei Tauchgängen angeboten. Die angefahrenen Tauchplätze bei diesen Tagestouren liegen dann meistens im Bereich von Tambisan und Paliton. Wer ein Resort auf der Insel bezieht, hat die Möglichkeit mit einem angemieteten Fahrzeug die Tauchplätze rund um Siquijor zu erkunden. Beim Einstieg vom Strand ist vorsicht geboten, da die Seegraswiesen in flachen Gewässern oft von Seeigeln und Krebsen besiedelt sind.

[Bearbeiten] Weblinks

9.2123.5Koordinaten: 9° 12′ N, 123° 30′ O

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