Stirb langsam: Jetzt erst recht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Stirb langsam: Jetzt erst recht
Originaltitel Die Hard with a Vengeance
Die hard 3 de.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 131 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
JMK 14Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie John McTiernan
Drehbuch Jonathan Hensleigh
Produktion John McTiernan,
Michael Tadross
Musik Michael Kamen
Kamera Peter Menzies Jr.
Schnitt John Wright
Besetzung

Stirb langsam: Jetzt erst recht (Originaltitel Die Hard with a Vengeance) ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1995, der in den Hauptrollen mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson besetzt ist. Nachdem bei Stirb langsam 2 der Finne Renny Harlin Regie geführt hatte, kehrte für den dritten Teil John McTiernan, der bereits den ersten Teil inszeniert hatte, auf den Regiestuhl zurück.

Handlung[Bearbeiten]

Der Polizist John McClane ist am Ende: Seine Frau hat ihn verlassen, er trinkt zu viel und ist vom Dienst suspendiert. Als plötzlich der irre Terrorist Peter Krieg bei der Polizei anruft und nur mit einem einzigen Mann reden will, nämlich McClane, ist der Haudegen plötzlich wieder mitten drin – zur falschen Zeit am falschen Ort. Krieg droht damit, eine Schule in die Luft zu jagen, hat aber eigentlich ganz andere Pläne, und macht sich einen Spaß daraus, McClane und seinen unfreiwilligen Partner Zeus auf einer makaberen Schnitzeljagd quer durch New York City zu schicken.

Vom FBI erfahren die Polizisten, dass sich hinter 'Peter Krieg' Simon Peter Gruber, der Bruder von Hans Gruber (in der deutschen Fassung 'Jack'), dem Terroristenführer aus Stirb langsam, verbirgt. Als Simon damit droht, einen Anschlag auf eine Schule in der Stadt zu verüben, werden sofort alle Beamten in der Stadt damit beauftragt, sämtliche der über 1.000 Schulen in New York City nach der Bombe zu durchsuchen. McClane und Zeus entdecken aber, dass dies nur ein Ablenkungsmanöver war, um ungestört die Goldreserven der Federal Reserve Bank zu plündern und mit einem Tanker außer Landes zu bringen.

McClane und Zeus gelangen nach einer langen Verfolgung auf den Tanker, wo sie herausfinden, dass das Gold sich nicht auf dem Schiff, sondern, verteilt auf etliche schwere Kipplaster, bereits auf dem Weg nach Kanada befindet. Die beiden werden aber von Gruber gefasst und auf einer Bombe aneinander gefesselt. Kurz bevor Bombe und Schiff explodieren, können die beiden flüchten.

Vor der kanadischen Grenze stellen sie Grubers Terroristengruppe mit einem Aufgebot der Polizei. Jedoch gibt Gruber nicht auf und jagt McClane mit seinem Helikopter. Doch gerade als Simon McClane genau ins Visier bekommt und ihn töten will, kommt der Helikopter einer Stromleitung gefährlich nahe. McClane schießt mit seinem Revolver schnell auf einen Isolator, wodurch das Kabel hinunter fällt und sich im Rotor verfängt, was schließlich den Helikopter zerstört. Gruber kommt bei der Explosion um.

Am Ende des Filmes ruft McClane seine Frau an.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein anfangs ironischer, rasch jedoch eindimensionaler Actionfilm, der Spannung mit der Anhäufung von Explosionen und Effekten verwechselt. Reizvoll allenfalls das lakonische Spiel der Darsteller, das in beabsichtigtem Kontrast zur Dramatik des Geschehens steht.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Regisseur und Produzent John McTiernan […] liefert mit diesem dritten Teil einen perfekt inszenierten, teilweise ironischen und hochspannenden Action-Film. Einmal mehr überzeugt Bruce Willis als McClane […].“

Prisma[2]

„Teil drei erreicht nicht die Spannung der Vorgänger, die Action aber lässt auch hier nichts zu wünschen übrig. Fazit: Rasantes Rätselraten mit coolem Duo.“

Cinema[3]

Hintergrund[Bearbeiten]

Besetzung[Bearbeiten]

  • Für die Rolle des Simon Gruber war ganz am Anfang Sean Connery vorgesehen, welcher aber keinen so diabolischen Terroristen spielen wollte. Dann forcierte man David Thewlis, der aber absagte und schließlich durch Jeremy Irons ersetzt wurde. Statt Samuel L. Jackson sollte ursprünglich Laurence Fishburne die Rolle des Zeus spielen. Der hatte zunächst abgelehnt, wollte später dann aber doch zusagen, allerdings war da bereits Jackson ausgewählt worden.
  • Das Zeus-Outfit kreierte Samuel L. Jackson nach Studien über Malcolm X.
  • Für die deutsche Stimme von Bruce Willis wurde Thomas Danneberg (er führte bei dem Film auch Synchronregie) und nicht wie in den vorhergehenden Filmen Manfred Lehmann eingesetzt, da Manfred Lehmann zu dieser Zeit auf Bali drehte.[4]
  • In der Rolle der stummen Katya agiert die amerikanische Popsängerin Sam Phillips. Als John McTiernan eines ihrer CD-Cover sah, erinnerte ihn das Foto von Phillips darauf an eine deutsche Terroristin, weshalb sie engagiert wurde.
  • Als Terrorist Roman agiert der Finne Tony Halme. Dieser war unter dem Namen Ludvig Borga einst ein bekannter Wrestler bei der WWE (ehem. WWF).

Dreharbeiten[Bearbeiten]

  • Ein Großteil der Dreharbeiten fand in der Gegend um Charleston und Mount Pleasant in South Carolina statt. Die Brücke, von der McClane und Zeus auf das Schiff springen und die eigentlich in der Nähe von Long Island liegen soll, ist die Cooper River Bridge, welche Charleston und Mount Pleasant miteinander verbindet. Die U-Bahn-Station entstand in einem Filmstudio in Mount Pleasant.
  • Die Tunneljagd entstand im New Yorker Water Tunnel Nr. 3, der die Stadt mit den Catskill Mountains verbindet.
  • Auf dem Schild, mit dem Bruce Willis durch Harlem lief, stand „I hate everybody“. Die im Film gesehene Aufschrift „I hate niggers“ wurde später digital eingefügt, die eigentliche Aufschrift sollte für entschärfte Fernsehversionen verwendet werden.
  • Damit der richtige Umgang mit dem Gewicht von Gold möglichst authentisch dargestellt werden konnte, wurde Bruce Willis und Samuel L. Jackson erlaubt, einen echten Goldbarren in die Hand zu nehmen.
  • Die Sexszene zwischen Gruber und Katya wurde eingefügt, da Regisseur McTiernan befand, der Film würde ohnehin eine hohe Altersfreigabe bekommen, und da würde eine weitere nicht jugendfreie Szene nicht weiter stören.
  • Der Park über der explodierten Wall Street Station war ein unbenutztes Grundstück, das in einen Park verwandelt wurde. Nach Ende der Dreharbeiten wurde es wieder zurückverwandelt.

Verbindungen zu den vorherigen Filmen[Bearbeiten]

  • Der Film spielt, anders als die beiden ersten Teile, nicht in der Weihnachtszeit und nicht wie im ersten Film in Los Angeles oder im zweiten in Washington, sondern in New York.
  • Im Film taucht kein einziges mal das typische „Jippie-Ya-Yeah, Schweinebacke“ aus den vorherigen Filmen auf, jedoch ist in der englischsprachigen Fassung das typische „Yippie-ki-yay, motherfucker“ zu hören. An dieser Stelle ist in der deutschen Version stattdessen „Happy Birthday, Schweinenase“ zu hören.
  • Anders als in den Teilen zuvor bekommt John keine Hilfe von dem Polizisten Al.
  • Als Buddy tritt diesmal Samuel L. Jackson in der Rolle des Zeus Carver in Erscheinung, während das über den ganzen Film gesuchte Objekt eine Aspirin-Tablette ist.
  • Für die deutschen Zuschauer war die Zuordnung der Personen etwas problematisch, da in der deutschen Synchronfassung der Name des Terroristen im ersten Teil der Reihe von Hans in Jack geändert wurde, im dritten Teil wurde auf ihn allerdings wieder als Hans Bezug genommen.
  • Im Film erzählt John McClane Zeus Carver, dass er vor einigen Jahren Hans Gruber aus dem 32. Stockwerk des Nakatomi-Gebäudes geworfen hat. Im ersten Film jedoch war der Ort des Geschehens im 30. Stockwerk des Gebäudes.
  • Wie auch in Teil 1 sprechen die Schauspieler der Terroristen in der Originalversion Deutsch, allerdings auch wieder sehr unverständlich.
  • Engelbert von Nordhausen, der Stammsprecher von Samuel L. Jackson, synchronisierte für die ersten beiden Teile den Polizisten Al.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Mit den gestellten Aufgaben an McClane spielt Simon Gruber das amerikanische Kinderspiel Simon Says.
  • Eines der Rätsel, die McClane und Zeus zu lösen haben, ist der Kinderreim As I Was Going to St Ives.
  • Stirb Langsam: Jetzt erst recht hatte ursprünglich den Arbeitstitel „Simon Says“, in dem Zeus als Frau konzipiert war. Das Skript sollte dann später für Lethal Weapon 4 genutzt werden. Eine andere Rohfassung des Filmskripts sah Terroristen vor, die ein Kreuzfahrtschiff in der Karibik kapern. Diese Idee wurde jedoch in Speed 2 – Cruise Control umgesetzt, der zwei Jahre später erschien.
  • Die von Simon Gruber aufgestellte Behauptung, nach der in der Federal Reserve Bank mehr Gold lagert als in Fort Knox, ist zutreffend. In Fort Knox lagern etwa 4.600 Tonnen Gold, in New York knapp 8.000 Tonnen.
  • Der Film hat ein alternatives Ende, welches auf der 2003er DVD-Version zu sehen ist. Darin sind Simon und seine Leute mit dem Gold entkommen, welches sie, umgeschmolzen in Miniaturen des Empire State Building, aus den USA geschmuggelt haben. Monate später spürt McClane diesen in Osteuropa auf, nachdem er bei der Polizei rausgeflogen ist. Beide spielen einen Mix aus Flaschendrehen und Russischem Roulette mit einem Raketenwerfer, wobei sie sich gegenseitig Rätsel stellen. Am Ende erschießt sich Gruber selbst mit dem Raketenwerfer. McClane meint zu ihm „Yippee-ki-yay, motherfucker“, ehe er verschwindet.
  • Die Melodie, die während des Überfalls zu hören ist, stammt vom Lied When Johnny Comes Marching Home, das im Sezessionskrieg bekannt wurde.
  • Bei einem Produktionsbudget von 90 Mio. US-Dollar spielte der Film weltweit 366 Mio. US-Dollar wieder ein.[5] In Deutschland sahen den Film 3.202.391 Kinobesucher.[6]
  • 2007 folgte die Fortsetzung Stirb langsam 4.0 (Originaltitel: Live Free or Die Hard).
  • Am 14. Februar 2013 startete der fünfte Teil Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben, Originaltitel: A Good Day to Die Hard in den deutschen Kinos.[7]
  • In der deutschen Version ist am Ende des Films ein Fehler unterlaufen. Als McClane und Zeus auf einer Brücke stehen unter der ein Kran-Schiff durchfährt, beträgt der Höhenunterschied zum Schiffdeck in der Originalversion 100 Fuß. In der deutschen Synchronisierung wurde diese Angabe mit Hundert Meter, anstatt korrekterweise mit 30 Meter übersetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stirb langsam: Jetzt erst recht im Lexikon des Internationalen Films
  2. Stirb langsam: Jetzt erst recht auf prisma-online.de, abgerufen am 14. Dezember 2011
  3. Stirb langsam: Jetzt erst recht auf Cinema.de, abgerufen am 22. Juni 2012
  4. Stirb langsam: Jetzt erst recht in der deutschen Synchronkartei, abgerufen am 19. Januar 2013
  5. Die Hard:With A Vengeance auf boxofficemojo.com (englisch), abgerufen am 14. Dezember 2011
  6. TOP 100 DEUTSCHLAND 1995 auf insidekino.de, abgerufen am 14. Dezember 2011
  7. http://www.filmstarts.de/kritiken/105377-Stirb-langsam-5.html, aufgerufen am 25. September 2012