The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten

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Filmdaten
Deutscher Titel The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten
Originaltitel The Descendants
The-Descendants-Logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 8[2]
Stab
Regie Alexander Payne
Drehbuch Nat Faxon,
Jim Rash,
Alexander Payne
Produktion Jim Burke,
Alexander Payne,
Jim Taylor
Musik Craig Armstrong
Kamera Phedon Papamichael
Schnitt Kevin Tent
Besetzung

The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (Originaltitel: The Descendants, dt.: „Die Nachkommen“) ist eine Verfilmung aus dem Jahr 2011 des Romans Mit deinen Augen von Kaui Hart Hemming.[3] Die Hauptrolle des Dramas wird von George Clooney gespielt, Regie führt Alexander Payne.[4] Die Produktionsfirma ist Ad Hominem Enterprises, die Verleihfirmen sind in den USA 20th Century Fox und die Tochterfirma Fox Searchlight Pictures.[5] Die Filmpremiere fand am 10. September 2011 im Rahmen des Toronto International Film Festivals statt.[6][7]

Handlung[Bearbeiten]

Elizabeth King, die Frau von Matt King, hatte einen schweren Motorbootunfall und liegt seitdem im Koma. Matt, Nachfahre einer steinreichen hawaiianischen Königstochter, wacht am Bett seiner Frau. Der Arzt erklärt ihm, dass es keine Hoffnung mehr gibt und er gemäß der Patientenverfügung von Elizabeth die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen muss.

Neben dieser belastenden Situation steht Matt zusammen mit seinen Verwandten gerade vor der Entscheidung, das ererbte Land seiner Familie auf Kauaʻi zu veräußern. Er ist seit dem Tod seiner Eltern Treuhänder des Vermögens.

Matt hat zu Beginn deutliche Schwierigkeiten, sich in seine neue Rolle als alleinerziehender Vater zu finden. Seine zehnjährige Tochter Scottie stellt ihn auf die Probe, und seine 17-jährige Tochter Alexandra, die im Internat lebt, trinkt zu viel und zeigt sich abweisend gegen ihren Vater. Sie suchen Elizabeths Eltern auf: Der Vater, ein polternder Reaktionär, schlägt Alexandras Freund ein blaues Auge, die demente Mutter verwechselt ihre Tochter mit Königin Elizabeth. Nach einem Streit mit Matt wirft Alexandra ihm vor, dass er doch nichts mitbekommen habe, nicht einmal die Affäre seiner Frau. Hektisch rennt Matt aus dem Haus und stellt Elizabeths beste Freundin zur Rede. Diese bestätigt die Affäre, und ihr Mann verrät, dass es sich um einen Mann namens Brian Speer gehandelt habe. Matt und seine Kinder finden heraus, dass dieser Brian Speer Immobilienmakler ist und am Verkauf des Landes auf Kaua’i verdienen würde. Sie finden ihn mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in einem Ferienhaus auf Kauaʻi und suchen ihn dort auf unter dem Vorwand, er solle sich von seiner ehemaligen Geliebten verabschieden, in Wirklichkeit aber, um ihn zur Rede zu stellen.

Kurz darauf steht das Familientreffen der Kings an, die über den Verkauf des Landes entscheiden. Die Familie entscheidet sich mit großer Mehrheit für den hawaiianischen Bieter, bei dem auch Brian Speer profitieren würde. Allerdings weigert sich Matt, den Vertrag zu unterschreiben. Er möchte das paradiesische Stück Insel der Familie und der Allgemeinheit erhalten und verhindern, dass es mit Hotels und Supermärkten zugepflastert wird. Dass Matt nicht nur diese edlen Motive hat, sondern auch seinen Rivalen nicht noch mit einem guten Geschäft belohnen will, liegt auf der Hand.

Elizabeth ist weiter verfallen und liegt bereits wie tot auf ihrem Bett. Matt, Scottie und Alexandra sowie der Großvater und die demente Großmutter nehmen Abschied von ihr, Matt und Alexandra ersparen ihr dabei aber nicht heftige Vorwürfe. Noch jemand nimmt Abschied von ihr – Brians Frau Julie. Sie habe ihren Mann wegen seiner Affäre zur Rede gestellt, er habe sich aber geweigert, sich von Elizabeth zu verabschieden. Julie wirft Elizabeth unter Tränen vor, ihre Ehe zerstört zu haben, und wird von Matt nach draußen gebracht.

Nach dem Tod von Elizabeth verabschieden sich Matt und seine Töchter auf dem Meer von ihr, indem sie ihre Asche vor Waikiki ins Wasser streuen. Eine Einstellung zeigt das Boot und die auf dem Wasser schwimmenden Leis von unten aus der „Sicht“ der Asche gewordenen Elizabeth. Zum Schluss sitzen Vater und Töchter auf dem Sofa Eis essend vorm Fernseher, in dem Die Reise der Pinguine läuft, und decken sich gemeinsam mit dem Quilt von Elizabeths Sterbebett zu.

Soundtracks[Bearbeiten]

Nr. Titel Interpret
1. Ka Makani Kaʻili Aloha Gabby Pahinui
2. Kalena Kai Keola Beamer / George Winston
3. Hiʻilawe Gabby Pahinui
4. ʻUlili E David Kamakahi
5. Ka Loke Dennis Pavao
6. Auwe Ray Kane
7. Leahi Gabby Pahinui
8. Hawaiian Skies Jeff Peterson
9. He'eia Gabby Pahinui
10. ʻImi Au Ia ʻOe Keola Beamer
11. Kauaʻi Beauty Gabby Pahinui
12. Hiʻilawe Sonny Chillingworth
13. Wai O Ke Aniani Gabby Pahinui
14. Paka Ua Daniel Ho & Ozzie Kotani
15. Hapuna Sunset Charles Michael Brotman
16. Deep in an Ancient Hawaiian Forest Makana
17. Mom Lena Machado
18. Ka Mele Okuʻu Puʻuwai Sol Hoopiiʻs Novelty Trio

Kritik[Bearbeiten]

„Ein bewegender, ebenso trauriger wie heiterer Film über die Neuentdeckung von Familienwerten, der eindrucksvoll die komplexe Seelenlage des Vaters beschreibt. Souverän konterkariert er Tragisches mit Komischem und findet dabei stets den richtigen Ton, um die Geschichte vor naheliegenden sentimentalen Fallen zu bewahren.“

Lexikon des Internationalen Films[8]

„Vor der wunderbaren Kulisse der Strände von Hawaii inszenierte Alexander Payne […] eine wunderbare, für fünf Oscars nominierte Tragikomödie, die vor allem durch das exzellente Spiel von George Clooney meisterhaft unterhält. Mit viel sensiblem Gespür für witzige wie tragische Details im zwischenmenschlichen Zusammenleben gelingt es Payne wie bereits in seinen vorherigen Werken, seine Zuschauer schnell in den Bann der Geschichte zu ziehen.“

Prisma[9]

„Die Wahrheit, auf die hier alles hinausläuft, lautet denn auch genauso wie die in Douglas SirksWas der Himmel erlaubt‘, einem der schönsten Melodramen überhaupt. Dort heißt es: ‚Soll jeder Mensch doch nach seinem Rhythmus leben, nach der Melodie, die nur er allein vernimmt.‘ Und selig jauchzen die Hawaiigitarren.“

Spiegel Online[10]

Produktion[Bearbeiten]

  • Die Produktionskosten lagen etwas unter 20 Millionen US-Dollar. Die Einspielergebnisse Weltweit betrugen etwa 171,5 Millionen US-Dollar, (in den USA 82,5 Millionen US-Dollar – Stand: 29. August 2012).[14]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar 2012

Golden Globe Awards 2012

British Academy Film Awards 2012

Directors Guild of America Award 2012

  • Nominierung in der Kategorie Beste Regie für Alexander Payneund

Writers Guild of America Award 2012

  • Auszeichnung in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch für Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash

Screen Actors Guild Awards 2012

Broadcast Film Critics Association Awards 2012

Young Artist Awards 2012

  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Spielfilm – zehn Jahre oder jünger für Amara Miller

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 36 kB) der FSK, abgerufen am 11. Februar 2012
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission, abgerufen am 11. Februar 2012
  3. www.spielfilm.de
  4. The Descendants: Hauptrolle für Clooney im neuen Payne vom 3. November 2009 auf filmstarts.de
  5. http://www.imdb.de/title/tt1033575/companycredits
  6. http://www.imdb.de/title/tt1033575/releaseinfo Aufgerufen am 18. September 2011
  7. http://media.tiff.net/contents/stills/tiff2011printableschedule.pdf Aufgerufen am 18. September 2011
  8. The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten im Lexikon des Internationalen Films
  9. The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten, prisma.de
  10. http://www.spiegel.de/kultur/kino/oscar-kandidat-the-descendants-der-gehoernte-von-hawaii-a-811552.html
  11. http://filmmakermagazine.com
  12. http://www.imdb.de/title/tt1033575/locations
  13. http://www.omaha.com/article/20100718/ENTERTAINMENT/707189926/0
  14. http://www.moviejones.de/filme-9047/descendants/boxoffice/index.html