Veltheim (Ohe)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Veltheim (Ohe)
Veltheim (Ohe)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Veltheim (Ohe) hervorgehoben
52.21972222222210.684444444444130Koordinaten: 52° 13′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Sickte
Höhe: 130 m ü. NN
Fläche: 8,44 km²
Einwohner:

1.054 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38173
Vorwahl: 05305
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Kamp 12
38173 Sickte
Bürgermeister: Alexander von Veltheim (CDU)
Lage der Gemeinde Veltheim (Ohe) im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Goslar Landkreis Helmstedt Landkreis Hildesheim Landkreis Peine Salzgitter Am großen Rhode Barnstorf-Warle Voigtsdahlum Voigtsdahlum Baddeckenstedt Börßum Börßum Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) Cramme Cremlingen Dahlum Dahlum Denkte Dettum Dorstadt Elbe (Niedersachsen) Erkerode Evessen Evessen Flöthe Gielde Haverlah Hedeper Heere Heere Heiningen (Niedersachsen) Hornburg Hornburg Kissenbrück Kneitlingen Kneitlingen Ohrum Remlingen (Niedersachsen) Roklum Schladen Schöppenstedt Sehlde Semmenstedt Sickte Uehrde Vahlberg Veltheim (Ohe) Werlaburgdorf Winnigstedt Wittmar WolfenbüttelKarte
Über dieses Bild
Veltheim um 1654/1658, Stich von Matthäus Merian

Veltheim (Ohe) ist ein Ort und eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel in (Niedersachsen). Zur Gemeinde gehört neben Veltheim noch der Ort Klein Veltheim. Die Gemeinde Veltheim ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Sickte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Name

Der Dorfname Veltheim, früher auch Veltem oder Veltum, bedeutet Heim auf dem Felde. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass das Wolfenbütteler Veltheim aus der fränkischen Zeit zwischen 500 und 900 nach Christus stammt, als die Franken bei der Christianisierung an strategisch günstigen Punkten Kirchdörfer anlegten.

[Bearbeiten] Burg und Gutshof

Die heutigen Besitzer des Gutes, die Familie von Veltheim wird 1196 erstmals urkundlich erwähnt. Sie erbauten die Wasserburg Veltheim. 1430 wurde die Burg von Bürgern aus Braunschweig erheblich zerstört, die gegen die Behinderung ihrer Handelswege nach Osten kämpften. Um 1494 wurde die zerstörte Burg an die Familie von Honrodt verkauft. 1537 wurde Ernst von Honrodt vom Braunschweiger Herzog Heinrich der Jüngere mit der Burg, dem Gericht, dem Kirchenpatronat und den Waldungen belehnt. Er gestaltete die Wasserburg 1555 in ein Schloss um. 1832 erwarb die Familie Veltheim, unterdessen in Bartensleben bei Helmstedt ansässig, ihr Stammgut zurück. Bis heute genießt sie die Achtung der Ortsbewohner, zumal sich die Burgherren stets sehr volksnah zeigten. So verfügt die Gutsherrschaft seit über 400 Jahren über das Kirchenpatronat. Heute ist der Landwirt Alexander von Veltheim gleichzeitig Bürgermeister der Gemeinde.

Auf dem Weg zur Burg liegt der Cuntercamp. Auf einer Grabplatte in der Kirche wird an den Tod der Junker Hans und Christoph von Honrodt anno 1531 am Tage der Himmelfahrt erinnert. Diese sollen sich um ein Bauernmädchen gestritten haben, bis beide in ihrem Blute liegen blieben. Auch die wuchtigen Mauern der Veltheimer Wasserburg sind der Anlass zahlreicher Sagen, in denen von "bösen Geistern" die Rede ist.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat, der am 10. September 2006 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

[Bearbeiten] Besonderes

Eine Besonderheit Veltheims sind die beiden Erdfälle in der Feldmark, in denen sich Quellteiche gebildet haben. Ein Erdfall bildete sich am 7. September 1949. Er ist ebenso schwierig zu finden wie der kleine im Wald versteckte Veronikasee. Einer Sage zufolge soll Napoleon an der historischen Straße zwischen Braunschweig und Magdeburg oder am Verlauf des Ohe-Baches einen Goldschatz versteckt haben.

[Bearbeiten] Veronikasee

Der Veronikasee im Herbst 2011

Der Veronikasee liegt etwas nördlich von Veltheim (Ohe) im Wald. Er wurde 1972 durch die Aufstauung des Flüsschens Ohe gebildet und ist knapp 2 Hektar groß. Am westlichen Rand des Sees liegt der ehemalige Mühlteich der Veltheimer Mühle.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans Adolf Schultz: Burgen und Schlösser des Braunschweiger Landes, Braunschweig 1980, ISBN 3-87884-012-8
  • Ernst Andreas Friedrich: Wenn Steine reden könnten. Band IV, Landbuch-Verlag, Hannover 1998, ISBN 3-7842-0558-5
  • Herbert Wolff: Veltheim (Ohe) 1160-2010 - Ortschronik zur 850-Jahr-Feier 2010, Veltheim (Ohe) 2010

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Veltheim (Ohe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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