Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON)
Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (VON) GmbH
ZVON-Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung ZVON: 28. Juni 1995
VON: 1. Juli 2005
Sitz Bautzen, Deutschland
Leitung Hans-Jürgen Pfeiffer
Branche ÖPNV
Website www.zvon.de

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) ist ein Verkehrsverbund des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in der Region Oberlausitz-Niederschlesien in Sachsen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ZVON wurde am 28. Juni 1995 in Niesky gegründet. Seine Tätigkeit nahm er mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr im Freistaat Sachsen vom 14. Dezember 1995 auf. Das Gebiet des Verkehrsverbundes erstreckt sich auf den östlichen Landkreis Bautzen und den gesamten Landkreis Görlitz. Am 1. Juli 2005 wurden durch die Gründung des Tochterunternehmens Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (VON) GmbH alle nicht-hoheitlichen Aufgaben des ZVON auf den VON übertragen.[1]

Seit 2004 vertreibt der ZVON das Euro-Neiße-Ticket.

Seit dem 12. Dezember 2010 bieten der ZVON und der Nachbarverbund VVO Übergangstarife für Zeitkarten an. Somit ist für diese Karten kein DB-Tarif-Ticket zwischen Arnsdorf und Großharthau mehr nötig.[2] Der Landkreis Bautzen, dessen Gebiet auf diese beiden Verkehrsverbünde aufgeteilt ist, strebt seit 2013 eine Fusion von ZVON und VVO an.[3] Der Landkreis Görlitz sperrte sich bisher (Stand 3/2014) gegen diesen Wunsch, da man einen geringeren Einfluß auf den fusionierten Verbund fürchtet.[4]

Verkehrsunternehmen im ZVON[Bearbeiten]

Dem Verkehrsverbund gehören folgende Unternehmen an:

Stand: 19. November 2014[5]

Bahnstrecken[Bearbeiten]

Im Bereich des ZVON werden auf folgenden Strecken Schienenpersonennahverkehrs-Leistungen erbracht (Stand 14. Dezember 2014):

Kursbuchstrecke Streckenführung Bahnstrecken Linien Verkehrsunternehmen
220 Zittau – Görlitz – Weißwasser – Cottbus Bahnstrecke Zittau–Hagenwerder, Bahnstrecke Görlitz–Seidenberg, Bahnstrecke Berlin–Görlitz OE65 ODEG
229 Hoyerswerda – Görlitz Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau, Bahnstrecke Berlin–Görlitz OE64 ODEG
230 Dresden – Bischofswerda – Bautzen – Görlitz Bahnstrecke Görlitz–Dresden TLX1, TL60, OE60V Vogtlandbahn („Trilex“), ODEG
235 Dresden – Bischofswerda – Ebersbach – Zittau Bahnstrecke Görlitz–Dresden, Bahnstrecke Neukirch West–Bischofswerda, Bahnstrecke Oberoderwitz–Wilthen, Bahnstrecke Zittau–Löbau TLX2, TL61 Vogtlandbahn („Trilex“)
236 Rybniště / Seifhennersdorf – Varnsdorf – Großschönau (Sachsen) – Zittau – Hrádek nad Nisou – Liberec Bahnstrecke Mittelherwigsdorf–Varnsdorf–Eibau (Mandaubahn), Bahnstrecke Liberec–Zittau TL70 Vogtlandbahn („Trilex“)
238 Zittau – Olbersdorf – Bertsdorf – Kurort Jonsdorf / Kurort Oybin Zittauer Schmalspurbahn SOEG Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft

Die ODEG gewann im März 2007 in einem gemeinsamen Vergabeverfahren des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg die Verkehrsleistungen im Spree-Neiße-Netz. [6][7] Der Verkehrsvertrag wurde am 7. August 2007 unterzeichnet. [8] Am 14. Dezember 2008 übernahm die ODEG den Betrieb auf den folgenden Linien von der Lausitzbahn sowie der DB Regio:

Die Vogtlandbahn betreibt die Kursbuchstrecke (KBS) 236 seit dem 12. Dezember 2010 als Nachfolgeunternehmen der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahngesellschaft. Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 verkehrt die Vogtlandbahn auch auf den KBS 230 sowie 235 und löste damit DB Regio Südost ab. Zudem verkehrten in Kooperation der České dráhy und der DB Regio Südost bis 11. Dezember 2010 an Wochenendtagen mehrere grenzüberschreitende Zugpaare Rumburk–Ebersbach (damalige KBS 237.1) ins ZVON-Gebiet.

Quellennachweis[Bearbeiten]

  1. Infoseite zum VON mit Vorgeschichte
  2. ZVON:"Fahrten aus dem Verbundsraum"
  3. Radio Lausitz: [1], 4. Oktober 2012
  4. Sächsische Zeitung: „Risse in der Oberlausitzer Einheit“, 13. März 2014
  5. zvon.de - Verkehrsunternehmen im ZVON, abgerufen am 19. November 2014
  6. PM: Zuschlag für Spree-Neiße-Netz jetzt an ODEG erteilt, PDF
  7. ODEG erhielt Zuschlag für Spree-Neiße-Netz. Eurailpress, 29. März 2007, abgerufen am 22. Dezember 2014.
  8. PM: Verkehrsvertrag über 10 Jahre unterzeichnet

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]