Hamburger Verkehrsverbund

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Hamburger Verkehrsverbund GmbH
Logo des Hamburger Verkehrsverbundes
Rechtsform GmbH
Gründung 29. November 1965 (damals als GbR)
Sitz Hamburg, Deutschland
Leitung Lutz Aigner (Sprecher), Dietrich Hartmann
Branche ÖPNV
Website www.hvv.de

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ist ein Verkehrs- und Tarifverbund, der das Hamburger Stadtgebiet und die sechs unmittelbar an Hamburg grenzenden Kreise bzw. Landkreise der Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie den niedersächsischen Landkreis Lüneburg umfasst. Der HVV wurde am 29. November 1965 gegründet und ist damit der älteste Verkehrsverbund der Welt. Er diente zahlreichen anderen Verkehrsverbünden als Vorbild.

Zum Angebot des HVV zählen vier U-Bahn-Linien (betrieben von der Hamburger Hochbahn AG), sechs S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Hamburg GmbH), drei A-Bahn-Linien (betrieben von der AKN) sowie große Teile des Streckennetzes weiterer Regionalbahngesellschaften, 649 Buslinien (betrieben u.a. von der HHA, der VHH und der KVG Stade) sowie sechs von der HADAG betriebene Fährlinien im Hamburger Hafen und auf der Elbe.

Ende 2010 umfasste das Einzugsgebiet des HVV 8616 km² und 3,387 Millionen Einwohner. Im Verbund betreiben 30 Verkehrsunternehmen Verkehrslinien (Stand 2014)[1]. Bis zur deutschen Wiedervereinigung war es das drittgrößte einheitlich betriebene Verkehrsnetz der Welt.

Moderne HADAG-Fähre auf der Elbe

In den HVV integrierte Unternehmen[Bearbeiten]

Hamburger Hochbahn[Bearbeiten]

Die Hamburger Hochbahn AG betreibt das U-Bahn-Netz mit den Linien

  • U1Hamburg U1.svg Norderstedt Mitte – Ochsenzoll – Fuhlsbüttel Nord – Ohlsdorf – Kellinghusenstraße – Stephansplatz – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Süd – Lübecker Straße – Wandsbek Markt – Wandsbek-Gartenstadt – Farmsen – Volksdorf – Ohlstedt / – Großhansdorf
  • U2Hamburg U2.svg Niendorf Nord – Niendorf Markt – Hagenbecks Tierpark – Schlump – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner Tor – Billstedt – Mümmelmannsberg
  • U3Hamburg U3.svg Barmbek – Kellinghusenstraße – Schlump – Landungsbrücken – Rathaus – Hauptbahnhof Süd – Berliner Tor – Lübecker Straße – Barmbek – Wandsbek-Gartenstadt
  • U4Hamburg U4.svg Billstedt – Berliner Tor – Hauptbahnhof Nord – Jungfernstieg - HafenCity Universität[2]


Im Jahr 2010 (noch ohne U4) wurden mit der U-Bahn auf 100,7 km Länge und 89 Haltestellen auf 78,7 Mio. Wagenkilometern 205,9 Mio. Fahrgäste befördert.

Außerdem betreibt die HOCHBAHN 113 Buslinien (5 zuschlagpflichtige Schnellbus-, 15 Metrobus-, 15 Nachtbus-, 5 Eilbus- und 77 Stadtbuslinien) mit zusammen 1315 Haltestellen, auf denen im Jahr 2010 insgesamt 207,9 Mio. Fahrgäste befördert wurden.[3]

S-Bahn Hamburg[Bearbeiten]

Die S-Bahn Hamburg GmbH ist eine Tochter der Deutschen Bahn und betreibt die Linien:

  • S1Hamburg S1.svg Wedel – Blankenese – Othmarschen – Altona – Landungsbrücken – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Hasselbrook – Barmbek – Ohlsdorf – Hamburg Airport (Flughafen) / – Poppenbüttel
  • S11Hamburg S11.svg Blankenese – Othmarschen – Altona – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Hasselbrook – Barmbek – Ohlsdorf (– Poppenbüttel) (nur zur Hauptverkehrszeit)
  • S2Hamburg S2.svg Altona – Landungsbrücken – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Bergedorf (nur zur Hauptverkehrszeit)
  • S21Hamburg S21.svg Elbgaustraße – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Bergedorf – Aumühle
  • S3Hamburg S3.svg Pinneberg – Elbgaustraße – Altona – Landungsbrücken – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Harburg – Harburg Rathaus – Neugraben – BuxtehudeStade
  • S31Hamburg S31.svg Altona – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor / – Harburg Rathaus (– Neugraben)

Im Jahr 2009 wurden auf 67,5 Mio. Wagenkilometern etwa 220 Mio. Fahrgäste befördert. Das Netz hat seit dem 12. Dezember 2008 eine Länge von 151 km.

Deutsche Bahn[Bearbeiten]

Die Deutsche Bahn AG betreibt im Großraum Hamburg Schienenpersonenverkehr (SPNV) im Regionalverkehr mit folgenden Linien:

  • R10Hamburg R10.svg Hamburg Hbf – Bad Oldesloe – Reinfeld (nicht im HVV-Tarif:Lübeck)
  • R20Hamburg R20.svg Hamburg Hbf – Bergedorf – Büchen (nicht im HVV-Tarif:SchwerinRostock)
  • R21Hamburg R21.svg Lüneburg – Büchen – Ratzeburg (nicht im HVV-Tarif:Lübeck)
  • R31Hamburg R31.svg Lüneburg – Göhrde (nicht im HVV-Tarif:Dannenberg Ost)
  • R60Hamburg R60.svg Hamburg-Altona – Elmshorn (nicht im HVV-Tarif:Itzehoe)
  • R70Hamburg R70.svg Hamburg Hbf – Elmshorn – Dauenhof (nicht im HVV-Tarif:NeumünsterKiel / – Flensburg)

NOB[Bearbeiten]

Die Nord-Ostsee-Bahn GmbH bietet mit der Linie

  • R60Hamburg R60.svg Hamburg-Altona – Elmshorn (nicht im HVV-Tarif: Itzehoe – Heide – Husum – Westerland (Sylt))

eine direkte Fahrmöglichkeit ohne Zwischenhalte in Pinneberg, Prisdorf und Tornesch zwischen Hamburg-Altona und Elmshorn an.

AKN[Bearbeiten]

Die AKN Eisenbahn AG betreibt mit den Linien

  • A1Hamburg A1.svg Hamburg-Eidelstedt – Quickborn – Ulzburg Süd – Kaltenkirchen – Bad Bramstedt – Boostedt (nicht im HVV-Tarif: – Neumünster)
  • A2Hamburg A2.svg Norderstedt Mitte – Ulzburg Süd (– Kaltenkirchen) (im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Norderstedt)
  • A3Hamburg A3.svg Elmshorn – Barmstedt – Henstedt-Ulzburg – Ulzburg Süd

den Schienen-Regionalverkehr im Norden des HVV-Gebietes und wurde 2009 von ca. 11,5 Mio. Fahrgästen auf 6,8 Mio. Wagenkilometern genutzt.

Nordbahn[Bearbeiten]

Die NBE nordbahn Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG – gemeinsame Tochter der Hochbahn und der AKN – betreibt im Nordosten die Regionalbahnlinie

  • R11Hamburg R11.svg Bad Oldesloe – Bad Segeberg – Rickling (nicht im HVV-Tarif:Neumünster),

die 2009 im HVV-Bereich von einer Million Fahrgästen auf 0,8 Mio. Wagenkilometern genutzt wurde.

Metronom[Bearbeiten]

Im südlichen und südwestlichen Verbundgebiet (Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg sowie darüber hinaus) wurde der SPNV vom Land Niedersachsen an die metronom Eisenbahngesellschaft mbH vergeben.

  • R30Hamburg R30.svg Hamburg Hbf – Hamburg-Harburg – Winsen – Lüneburg (gehört zum Hanse-Netz, nicht im HVV-Tarif:UelzenHannover[4])
  • R40Hamburg R40.svg Hamburg Hbf – Hamburg-Harburg – Buchholz (Nordheide) – Tostedt (nicht im HVV-Tarif:Rotenburg (Wümme)Bremen, -Verbindung bis Bremen läuft ebenfalls unter der Bezeichnung Hanse-Netz)
  • R50Hamburg R50.svg Hamburg Hbf – Hamburg-Harburg – Buxtehude – Stade – Himmelpforten (nicht im HVV-Tarif:Cuxhaven)

Erixx[Bearbeiten]

Im südlichen Verbundgebiet, Landkreis Harburg sowie darüber hinaus gewährleistet die Erixx GmbH mit ihrem Angebot „Der Heidesprinter“ den Zugbetrieb auf der Strecke

  • R41Hamburg R41.svg Buchholz – Handeloh (nicht im normalen HVV-Tarif (Ausnahmen für Zeitkarteninhaber):SoltauHannover Hbf)

EVB[Bearbeiten]

Im Elbe-Weser-Dreieck betreiben die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH in Eigenregie 32 Buslinien in den Landkreisen Harburg, Stade, Rotenburg (Wümme), Osterholz sowie der Stadt Bremen (siehe teilweise auch: Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen) und die Südweststrecke

Neben dem Sommerangebot „Moorexpress“ wird teilweise die Wartung vom „metronom“ übernommen gemeinsamer Fahrzeugpool der LNVG.

Autokraft[Bearbeiten]

Die DB-Tochter Autokraft bedient zahlreiche Buslinien in Schleswig-Holstein. 2009 fuhren 12,1 Mio. Fahrgäste auf den Autokraft-Linien im HVV.

VHH[Bearbeiten]

Insbesondere im westlichen und östlichen Hamburg als auch in den Schleswig-Holsteinischen Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg betreiben die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) rund 160 Buslinien mit 2300 km Länge. 2011 beförderten sie mit rund 560 Bussen auf ca. 35 Mio. Wagenkilometern 105,7 Mio. Fahrgäste.

Die VHH waren mit der PVG von 2000 bis 2012 durch die VHH PVG Unternehmensgruppe gleichgestellt.

KVG[Bearbeiten]

Im südlichen Verbundgebiet sowie darüber hinaus (Landkreise Cuxhaven, Stade, Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis sowie in den Städten Buchholz i.d. Nordheide, Buxtehude, Bremervörde, Stade, Cuxhaven, Winsen (Luhe) und Lüneburg) fährt die KVG Stade GmbH & Co. KG mit 308 Bussen. 2009 hatte sie im HVV-Gebiet 26,6 Mio. Fahrgäste.

VGN[Bearbeiten]

Ein kurzer Abschnitt der U1 (von Garstedt nach Norderstedt Mitte) sowie daran im Anschluss die A2 (betrieben von der AKN) gehören zur Verkehrsgesellschaft Norderstedt mbH, einer Tochter der Stadtwerke Norderstedt (SN). Die VGN hatte auf 10,3 km Streckenlänge mit 18 eigenen Wagen im Jahr 2009 8,7 Mio. Fahrgäste.

HADAG[Bearbeiten]

HVV-Barkasse im Hamburger Hafen

Die HADAG Seetouristik und Fährdienst betreibt den Schiffsliniendienst im Hamburger Hafen mit einer Flotte von 22 Schiffen[5]. 22 Schiffe auf sechs Fährlinien beförderten 2008 insgesamt 7,8 Mio. Fahrgäste und sind rund eine halbe Mio. Kilometer gefahren. Die HADAG ist ebenfalls für die elbseitige Anbindung im Airbus-Werksverkehr zuständig.

Weitere Unternehmen[Bearbeiten]

Daten und Fakten[Bearbeiten]

Bahnlinien im HVV (Liniennetz)

Im ersten vollständigen Jahr des HVV-Gemeinschaftstarifes 1967 wurden auf 177 Linien mit 2181 Haltestellen 21,2 Mrd. Platzkilometer angeboten, die von 558,2 Millionen Fahrgästen (bezogen auf den Betriebszweig) genutzt wurden. 1973 waren es auf 219 Linien mit 2652 Haltestellen 23,2 Mrd. Platzkilometer, die von 607,4 Millionen Fahrgästen genutzt wurden[6].

Im Jahre 2010 ergab sich für den HVV ein Gesamtverkehrsaufkommen von rund 1,03 Milliarden Fahrgästen auf allen Strecken und allen Verkehrsmitteln. Diese Zahl entspricht rund 312 jährlichen Einzelfahrten eines jeden Einwohners des HVV-Einzugsgebietes.

Rund 60 000 Menschen nutzen werktäglich die Metrobus-Linie 5 zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Burgwedel im Stadtteil Schnelsen. Dort fahren Doppelgelenkbusse mit 25 Metern Länge und Platz für 190 Passagiere. Damit ist sie die zweitmeistgenutzte Buslinie Europas nach dem Metrobus Istanbul mit 800.000 Nutzern pro Tag.[7]

Städte und größere Gemeinden im HVV-Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Hamburg, Ahrensburg, Aumühle, Bad Oldesloe, Bad Segeberg, Bardowick, Bargteheide, Barmstedt, Barsbüttel, Büchen, Buchholz in der Nordheide, Buxtehude, Drochtersen, Elmshorn, Geesthacht, Glinde, Göhrde, Großhansdorf, Halstenbek, Harsefeld, Henstedt-Ulzburg, Horneburg, Himmelpforten, Jork, Kaltenkirchen, Lauenburg, Lüneburg, Mölln, Neu Wulmstorf, Norderstedt, Pinneberg, Quickborn, Ratzeburg, Rellingen, Reinbek, Reinfeld, Rosengarten, Schenefeld, Schwarzenbek, Seevetal, Stade, Stelle, Trittau, Tornesch, Tostedt, Uetersen, Wedel, Wentorf und Winsen (Luhe)

Veränderungen[Bearbeiten]

Der Hamburger Verkehrsverbund wurde am 29. November 1965 als Zusammenschluss von vier Verkehrsunternehmen im Hamburger Raum gegründet; bis 1996 schlossen sich einige weitere Unternehmen an. Am 1. Dezember 1966 trat der Gemeinschaftstarif des HVV in Kraft, sodass die meisten öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg und seinem Umland nun mit einem Fahrschein benutzt werden konnten. Bis 1984 waren auch die von der HHA (bzw. ab 1977 der Alster-Touristik GmbH ATG) betriebenen Alsterschiffe in den Verbund einbezogen.

1996 wurde der HVV umstrukturiert: Aus dem Verbund der Verkehrsunternehmen wurde ein Verbund der Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Gesellschafter sind heute die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie die sieben an Hamburg grenzende (Land-)Kreise.

Bis zum 14. Dezember 2002 umfasste der HVV-Bereich nur die Stadt Hamburg sowie das nähere Umland (Grenzverlauf Wedel – Elmshorn – Barmstedt – Kaltenkirchen – Kisdorf – Wilstedt – Ahrensburg – Trittau – Basthorst – Lauenburg – Seevetal – Neu Wulmstorf – Jork). Seit der Erweiterung des Verbundgebietes am 15. Dezember 2002 umfasst das Gebiet im Norden die Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg vollständig; es reicht jetzt bis kurz vor Neumünster und Lübeck. Im Zuge dieser Erweiterung wurden auch mehrere Regionalbahnlinien in den HVV integriert.

Im Dezember 2004 trat mit dem Winterfahrplan 2004/2005 die Erweiterung des Verbundgebietes im Süden um die niedersächsischen Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg in Kraft. Für die zum Landkreis Lüneburg gehörende rechtselbische Gemeinde Amt Neuhaus, die keine durchgehende öffentliche Verkehrsverbindung mit dem restlichen HVV-Gebiet besitzt, wurde eine Sonderregelung dahin gehend beschlossen, dass HVV-Zeitkarten in dortigen Bussen anerkannt werden, nicht jedoch Einzel- und Tageskarten.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 wurde gleichzeitig eine einjährige Probephase gestartet, während der die Schnellbahnen und die wichtigsten Buslinien in den Wochenendnächten im Stadtgebiet von Hamburg durchfahren. Nachdem es in der Probephase zu einer Verdreifachung der Fahrgäste in den Wochenendnächten kam, wird die Nachtdurchfahrt von U- und S-Bahn unbefristet weitergeführt.

Im Dezember 2007 wurde die Linie S3 („Harburger S-Bahn“) von Neugraben über Buxtehude bis Stade (siehe: Niederelbebahn) verlängert.

Seit 1. Januar 2008 gelten bis und ab Soltau die Wochen-, Monats- und Jahreskarten des HVV.

Seit Dezember 2008 fahren Züge der Linie S1 vom Hauptbahnhof in 25 Minuten zum Flughafen Fuhlsbüttel, wobei die Züge an der Haltestelle Ohlsdorf geflügelt werden: der vordere Teil des Zuges fährt zur Haltestelle Hamburg Airport (Flughafen), der hintere Teil fährt nach Poppenbüttel. Die bisherige Airport Express genannte Buslinie 110 ist nun entfallen, wird aber in den Wochenendnächten teilweise durch die neue Linie 274 ersetzt. Die neue Strecke der S1 Ohlsdorf – Airport wird nachts nicht betrieben, dagegen wurde der durchgehende Nachtbetrieb auf den Schnellbahnlinien auf die Strecke Ochsenzoll – Norderstedt Mitte der U1 ausgedehnt.

U-Bahn im Bahnhof Jungfernstieg, einem der zentralen Knotenpunkte des Schnellbahnnetzes

Am Montag, den 29. Juni 2009 wurden die östlich verlaufenden Äste der U-Bahn Linien U2 und U3 getauscht. Jetzt verläuft die Linie U3 von Barmbek auf der alten Ringlinie nach Barmbek. Die U2 verläuft von Niendorf Nord nach Mümmelmannsberg. Seit dem 29. November 2012 verkehrt die Linie U4.

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Mitarbeiter des HVV beobachten ständig das Verkehrsaufkommen der im Gemeinschaftstarif bedienten Linien (Fahrgastzählung). Auf Basis der dabei gewonnenen Daten wird der Fahrplan des Folgejahres erstellt.

Die von den beteiligten Verkehrsunternehmen gesammelten Fahrgelder wurden bis 1996 entsprechend der vom jeweiligen Unternehmen geleisteten Platzkilometer aufgeteilt („angebotsorientiert“), seit 1997 erfolgt eine Aufteilung nach Fahrgastzahlen („nachfrageorientiert“). Die durch Fahrgeldeinnahmen nicht gedeckten Aufwendungen der Verkehrsunternehmen sind von den Aufgabenträgern zu übernehmen.

Ein Nebeneffekt dieser Aufgabenteilung zwischen den Verkehrsunternehmen und dem Verkehrsverbund ist, dass betriebsbedingte Ein- und Aussetzfahrten nicht im veröffentlichten Fahrplan erscheinen. Die hierbei angebotenen Platzkilometer sind durch die Bedarfsermittlung nicht legitimiert und werden auch nicht abgerechnet. Beispiele sind die Fahrten der S11 zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel sowie die Fahrten der U3 (ausgeschildert als U1) zwischen Wandsbek-Gartenstadt und Farmsen.

Daten und Fakten (2010)[Bearbeiten]

Gesamt[Bearbeiten]

  • 689 Linien
  • 10 575 Haltestellen
  • 12 654 km Streckenlänge
  • 16 292 km Linienlänge
  • 3763 Fahrzeuge
  • 1,03 Mrd Fahrgäste

Bus/Fähre[Bearbeiten]

  • 662 Linien
  • 10 294 Haltestellen
  • 11 812 km Streckenlänge
  • 15 225 km Linienlänge
  • 2017 Fahrzeuge
  • 412,4 Mio. Fahrgäste auf den Linien[3]

Schnell- und Regionalbahn[Bearbeiten]

  • 27 Linien
  • 281 Stationen
  • 842 km Streckenlänge
  • 1067 km Linienlänge
  • 1746 Fahrzeuge
  • 620,4 Mio. Fahrgäste auf den Linien[3]

Gemeinschaftstarif[Bearbeiten]

Tarifgebiet[Bearbeiten]

Fahrpreisanpassung 2013/2014, auf zwei Einzelfahrscheinen erkennbar.
HVV-Ausdehnung seit Dezember 2004

Das Tarifgebiet des HVV ist in fünf Tarifringe (A bis E) unterteilt, die wiederum aus einzelnen Zonen bestehen. Der Fahrpreis richtet sich bei Einzelfahrkarten und Tageskarten nach der Anzahl der durchfahrenen Ringe und bei sonstigen Zeitkarten nach der Anzahl der durchfahrenen Zonen. Für Kurzstrecken- und Nahbereichskarten gelten wiederum festgelegte Zahlgrenzen, die nicht zwingend mit den Zonengrenzen übereinstimmen.

Am Fahrkartenautomaten zu beachten: Die Nummern der Tasten geben die Preisstufen an. Aus historischen Gründen tragen die Preisstufen immer eine um 1 höhere Nummer als die Anzahl der Ringe, für die die Fahrkarte gilt. Die Preisbereiche 1 und 2 gelten ausschließlich innerhalb des Großbereichs Hamburg für Kurzstrecken- respektive Nahbereichskarten. Karten für einzelne Ringe werden nicht angeboten.

Eine Besonderheit des HVV ist, dass im Gegensatz zu den meisten deutschen Verkehrsverbünden Fahrkarten ab Kauf gültig sind und vor Fahrtantritt nicht gesondert entwertet werden. Der HVV bietet daher auch keine abstempelbaren Mehrfahrtenkarten o.ä. an, ebenso sind Vorratskäufe nicht möglich.

Großbereich Hamburg[Bearbeiten]

Der Großbereich umfasst das Bundesland Hamburg und den engeren Verflechtungsraum Hamburgs (Ring A+B). Das U-Bahn-Netz liegt vollständig innerhalb des Großbereichs, das S-Bahn-Netz größtenteils.

Gesamtbereich[Bearbeiten]

Der Gesamtbereich umfasst den Großbereich Hamburg (HH) sowie

die niedersächsischen Landkreise:

Harburg (WL), Lüneburg (LG), Landkreis Stade (STD)

und die schleswig-holsteinischen Kreise:

Herzogtum Lauenburg (RZ), Segeberg (SE), Stormarn (OD) und Pinneberg (PI).

1. Klasse/SchnellBus-Zuschlag[Bearbeiten]

Die Bezahlung eines Aufschlages berechtigt zur Nutzung der 1. Klasse in Regionalverkehrszügen sowie der Schnellbusse.[8]

Bewertung[Bearbeiten]

Der ADAC führte 2001 einen Test durch, bei dem der ÖPNV in 20 europäischen Städten (10 davon in Deutschland) untersucht wurde. Dabei wurde der HVV als bester deutscher Verkehrsverbund mit der Note „Gut“ ausgezeichnet. Lediglich Barcelona und Brüssel erhielten die Note „Sehr gut“. Bei einem 2009 durchgeführten Test in 23 europäischen Städten konnte sich der Hamburger Verkehrsverbund mit einer guten Wertung auf dem fünften Rang platzieren.[9]

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Krause: Der Hamburger Verkehrsverbund von seiner Gründung 1965 bis heute, Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-2353-4
  • Erich Staisch: Hamburg und sein Stadtverkehr, ISBN 3-89136-279-X
  • Ralf Heinsohn: Schnellbahnen in Hamburg – Die Geschichte von S-Bahn und U-Bahn, 1907–2007, Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-5181-5

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg S-Bahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Hamburg U-Bahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HVV: Service und Information, Stand 1. Januar 2014, S. 3. Siehe: HVV Service Information 1-2014 (PDF, 2,25 MB)
  2. http://www.hochbahn.de/wps/portal/de/home/hochbahn/panorama/130807+baakenhafenfest?WCM_PORTLET=PC_7_QI5C5I930GON002FVCDEUT00Q4000000_WCM&WCM_GLOBAL_CONTEXT=/wps/wcm/connect/de/home/hochbahn/panorama/130807+baakenhafenfest
  3. a b c Quelle: HHA Geschäftsbericht 2010« (im .PDFormat hier herunter ladbar)
  4. Von und nach Hannover täglich nur jeweils eine Fahrt am Abend, siehe Fahrplan Hamburg-Uelzen (PDF; 745 kB)
  5. http://www.hadag.de/flotte.php
  6. Der Hamburger Verkehrsverbund, Wissenswertes in Kurzfassung. Prospekt 1974
  7. Birger Hamann: Wo Hamburg ganz weit vorn liegt. Welt am Sonntag, 13. Juni 2010, abgerufen am 25. Oktober 2012.
  8. http://www.hvv.de/fahrkarten/anschlussfahrten-umland/laender-ticket/
  9. Hamburg/Deutschland. ÖPNV in Europa 2010. ADAC, abgerufen am 25. Oktober 2012.