Färöische Fußballmeisterschaft

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Effodeildin
Voller Name Effodeildin
Verband Fótbóltssamband Føroya
Erstaustragung 1942
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 10
Meister HB Tórshavn
Rekordmeister HB Tórshavn (22)
Website www.football.foVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite

Die Färöische Fußballmeisterschaft wird in der 1. Liga der Männer im Fußball auf den Färöern ausgespielt. Gegründet wurde sie 1942 und hieß bis 1975 Meistaradeildin (deutsch Meisterliga), von 1976 bis 2004 1. Deild (deutsch: 1. Liga) und von 2005 bis 2008 Formuladeildin nach ihrem Hauptsponsor, dem färöischen IT-Unternehmen Formula. Von 2009 bis 2011 fungierte Vodafone als Namensgeber der Vodafonedeildin.[1] Nach dem Ausstieg des Hauptsponsors[2] wurde am 27. Februar 2012 das Energieunternehmen Effo als neuer Sponsor bekanntgegeben, so dass die Liga ab der Saison 2012 für die nächsten drei Jahre den Namen Effodeildin trägt.[3]

Neben der Effodeildin gibt es die 1., 2. und 3. Deild (entspricht der 2., 3. und 4. Liga) sowie die 1. und 2. Deild der Frauen.

Entwicklung[Bearbeiten]

Der Heimplatz des Zweitligisten Skála ÍF in Skáli.

In der 1942 gegründeten Meistaradeildin wurde der Meister in den Anfangsjahren in Ausscheidungsspielen ermittelt, im Jahre 1943 spielte mit zwölf Mannschaften die Höchstzahl mit[4]. Regelmäßige Teilnehmer waren B36 Tórshavn, HB Tórshavn, KÍ Klaksvík, MB Miðvágur, SÍF Sandavágur und TB Tvøroyri sowie ab 1943 SÍ Sørvágur und VB Vágur. Erst 1947 wurde eine geschlossene Amateurliga etabliert, an der bis auf TB Tvøroyri alle zuvor genannten Mannschaften teilnahmen. Hierbei spielte jedes Team jeweils einmal gegen jedes andere, der Auf- und Abstieg war in der Meistaradeildin noch nicht geregelt. 1948 nahmen MB Miðvágur, SÍF Sandavágur und SÍ Sørvágur nicht mehr am Spielbetrieb teil, bei der letztgenannten Mannschaft kam der Spielbetrieb aufgrund des in den Sommermonaten betriebenen Fischfangs fast zum Erliegen, weshalb regelmäßige Spiele nicht mehr gewährleistet werden konnten. Stattdessen nahmen die B-Mannschaften von B36 Tórshavn und HB Tórshavn teil, bei HB auch noch im Folgejahr. Ab 1949 war TB Tvøroyri wieder ständiges Mitglied der Liga, so dass ab 1950 fünf Mannschaften erstmals jeweils zwei mal gegeneinander spielten, um den Meister zu ermitteln. Dieser Modus sowie die Ligazusammensetzung wurde bis 1970 weitestgehend aufrechterhalten. Ausnahme bildeten hierbei die Jahre 1951, 1953–55 sowie 1960–65, in denen VB Vágur nicht am Ligabetrieb teilnahm. 1964 gab es nach dem Rückzug von KÍ Klaksvík sogar nur drei Teilnehmer, die jeweils einmal gegeneinander antraten. Ab 1971 nahm erstmals ÍF Fuglafjørður teil, so dass in der Liga nun sechs Mannschaften um den Titel spielten.

Nachdem 1976 die 1. Deild mit sieben Mannschaften und einem festen Absteiger eingeführt wurde, wobei jede Mannschaft weiterhin jeweils zwei Mal gegen jede andere spielte, erfolgte drei Jahre später die Aufstockung auf acht Mannschaften. Deswegen gab es 1978 auch keinen Absteiger. 1988 wurde die nächste Erweiterung auf zehn Mannschaften mit zukünftig zwei festen Absteigern vollzogen, weshalb der Abstieg im Jahr zuvor abermals ausgesetzt wurde. In der Saison 1991 konnten sich die Vereine über die Liga- und Pokalplatzierung erstmals für den Europapokal, welcher 1992/93 ausgespielt wurde, qualifizieren. 1995 wurde in der 1. Deild die Drei-Punkte-Regel eingeführt, zudem gab es ab dieser Saison ein Relegationsspiel des Neuntplatzierten gegen den Zweitplatzierten der 2. Deild. 2001 wurde bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zwischen den beteiligten Mannschaften als erstes Entscheidungskriterium eingeführt, 2006 jedoch wieder abgeschafft. Seitdem gelten wie zuvor auch Tordifferenz sowie erzielte Tore als erste Kriterien. Ab 2005, zeitgleich mit der Umbenennung in Formuladeildin nach dem neuen Hauptsponsor, wurde die Anzahl der Ligaspiele auf 27 erhöht, so dass jede Mannschaft jeweils drei Mal gegen jede andere spielt. Im Jahr darauf wurde zudem das Relegationsspiel abgeschafft und es gibt seitdem erneut zwei feste Absteiger. 2009 erfolgte die Umbenennung in Vodafonedeildin nach einem Wechsel des Hauptsponsors. Die Namensrechte wurden vorerst für die nächsten drei Jahre vergeben.[5] 2012 folgte nach dem Ausstieg von Vodafone die Umbenennung in Effodeildin ebenfalls für die nächsten drei Jahre.[3]

Saison Mannschaften Modus Anzahl Spiele Abstiegsregelung
194200000 9 Ausscheidungsspiele 13
194300000 12 17
194400000 keine Austragung
194500000 7 Ausscheidungsspiele 10
194600000 8 13
194700000 7 Halbrunde 21 keine
1948–1949 6 15
195000000 5 Einfachrunde 20
195100000 4 12
195200000 5 20
1953–1955 4 12
1956–1959 5 20
1960–1963 4 12
196400000 041 081
196500000 4 12
1966–1970 5 20
1971–1975 6 30
1976–1977 7 42 1 Absteiger
197800000 0 Absteiger
1979–1986 8 56 1 Absteiger
198700000 0 Absteiger
1988–1994 10 90 2 Absteiger
1995–2004 1 Absteiger,
1 Relegationsteilnehmer
200500000 1,5fachrunde 135
2006–0000 2 Absteiger
1 KÍ Klaksvík zog sich nach zwei Spielen zurück.[6]

Aktueller Modus[Bearbeiten]

In der Effodeildin spielt jede Mannschaft an 27 Spieltagen jeweils drei Mal gegen jede andere. Hierbei tragen die fünf punktbesten Teams aus der Vorsaison 14 Heimspiele aus, die anderen Mannschaften 13. Die punktbeste Mannschaft zu Saisonende ist Meister dieser Liga, die letzten beiden Mannschaften steigen in die 1. Deild ab. Sollte hierbei Punktgleichheit bestehen, wird zunächst nach der Tordifferenz und dann nach den erzielten Toren entschieden. Sofern danach immer noch Gleichstand vorherrscht, wird ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz ausgetragen. Aufgrund der Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung ist der Meister für die Qualifikation zur Champions League sowie der Tabellenzweite und -dritte für die Qualifikation zur UEFA Europa League berechtigt. Zudem nimmt der Pokalsieger ebenfalls an der Qualifikation zur UEFA Europa League teil. Wird dieser zugleich färöischer Meister, nimmt stattdessen der Pokalfinalist an der Qualifikation zur UEFA Europa League teil. Liegt der Pokalsieger zum Abschluss der Meisterschaft auf dem zweiten oder dritten Platz, rückt der Viertplatzierte in die UEFA Europa League auf.

Gelbe und Rote Karten[Bearbeiten]

Erhält ein Spieler im Laufe einer Saison fünf Gelbe Karten, erfolgt eine Sperre für das nächste Ligaspiel. Bei jeweils zwei weiteren Gelben Karten erfolgt erneut eine Sperre für die Liga. Sieht ein Spieler in einem Ligaspiel die Rote Karte, wird je nach Schwere des Vergehens eine Sperre für mindestens ein Pflichtspiel ausgesprochen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich bei der nächsten Begegnung um ein Liga- oder ein Pokalspiel handelt.

Transferfenster[Bearbeiten]

Bis 2007 konnten die Vereine jederzeit Spieler verpflichten. Seit 2007 sind die Vereine an zwei Transferfenster gebunden. Das erste endet Ende Februar, das zweite findet in der Sommerpause zwischen Ende Juni und Ende Juli statt. [7]

Nationalitäten[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

2010 waren 87% der insgesamt 232 eingesetzten Spieler Färinger. Den größten Anteil der ausländischen Spieler stellte Serbien mit zehn Akteuren. Dahinter folgten Dänemark mit vier sowie die Elfenbeinküste, Senegal und Ungarn mit jeweils drei Teilnehmern. 2011 lag der Anteil der färöischen Spieler an der Gesamtzahl der 242 eingesetzten Spieler bei 86%. Die stärkste ausländische Nation war erneut Serbien mit nun sechs Akteuren, dahinter folgten Senegal mit fünf und Dänemark sowie Polen mit jeweils drei Spielern. Je zwei Teilnehmer kamen aus Brasilien, der Elfenbeinküste, Ghana, Ungarn, Island und Nigeria.

Trainer[Bearbeiten]

Seit 1987 wurden die Mannschaften der ersten Liga von 116 verschiedenen Trainern betreut, davon waren mit 59 knapp die Hälfte (51 %) Färinger. Das größte ausländische Kontingent stellten die Dänen mit 24 Trainern (21 %), gefolgt von den Serben beziehungsweise Jugoslawen mit 13 Trainern (11 %). Des Weiteren fungierten sechs Engländern (5 %), fünf Polen (4 %), vier Isländer (3 %), zwei Schweden (2 %) sowie jeweils ein Bulgare, Litauer und Rumäne (jeweils 1 %) als Trainer einer färöischen Erstligamannschaft.

Teilnehmer Saison 2013[Bearbeiten]

Fernsehrechte[Bearbeiten]

2009 wurden die Fernsehrechte für die nächsten vier Jahre für die Rekordsumme von 64 Mio. DKK an die Sportrechteagentur Kentaro vergeben. Zuvor lagen die Rechte bei Sportfive, welche ca. 11 Mio. DKK bezahlten.[8]

Zuschauer[Bearbeiten]

Durchschnittlich werden die Spiele von ungefähr 500 Zuschauern besucht. Bestimmte Derbys erzeugen ein erhöhtes Zuschaueraufkommen, beispielsweise zwischen B36 Tórshavn und HB Tórshavn. Spiele von B36 Tórshavn, HB Tórshavn sowie EB/Streymur gegen KÍ Klaksvík und Spiele von EB/Streymur und NSÍ Runavík gegen HB Tórshavn sowie generelle Spitzenspiele ziehen in der Regel ebenfalls zwischen 1000 und 2000 Zuschauer an, in Ausnahmefällen auch bis zu 3000. [9]

Schiedsrichter[Bearbeiten]

In der Regel leiten einheimische Schiedsrichter die Spiele. Die aktiven Schiedsrichter mit den meisten Einsätzen in der ersten Liga sind mit Stand Saisonende 2012 Eiler Rasmussen (191 Spiele), Petur Reinert (172) und Dagfinn Forná (171). Seit 2005 werden in jeder Saison einzelne Spiele von ausländischen Schiedsrichtern gepfiffen, welche bis auf dem auf den Färöern lebenden brasilianischen Referee Alex Troleis ausschließlich aus den nordischen Ländern stammen. Zuvor war dies bereits 1991 der Fall.

Torschützenkönige (seit 1980)[Bearbeiten]

Jahr Spieler Mannschaft Tore
1980 Olgarsson TB Tvøroyri 18
1981 Jacobsen HB Tórshavn 14
1982 Jacobsen HB Tórshavn 09
1983 Petur Hans Hansen B68 Toftir 10
1984 Aksel Højgaard B68 Toftir 10
1985[10] Símun Petur Justinussen GÍ Gøta 10
1986[11] Jesper Wiemer B68 Toftir 13
1987 Símun Petur Justinussen GÍ Gøta 12
1988[12] Jógvan Petersen B68 Toftir 09
1989 Egill Steinþórsson VB Vágur 16[13]
1990[14] Per Dalheim GÍ Gøta 09
Gunnar Mohr HB Tórshavn
Jens Erik Rasmussen MB Miðvágur
Jón Pauli Olsen VB Vágur
1991 Símun Petur Justinussen GÍ Gøta 15
1992 Símun Petur Justinussen GÍ Gøta 14
1993 Uni Arge HB Tórshavn 11
1994 John Petersen GÍ Gøta 21
1995 Súni Fríði Barbá (geb. Johannesen) B68 Toftir 24
1996 Kurt Mørkøre KÍ Klaksvík 20
1997 Uni Arge HB Tórshavn 24
1998 Jákup á Borg B36 Tórshavn 20
1999 Jákup á Borg B36 Tórshavn 17
2000 Súni Fríði Barbá (geb. Johannesen) B68 Toftir 16
2001 Helgi L. Petersen GÍ Gøta 19
2002 Andrew av Fløtum HB Tórshavn 18
2003 Hjalgrím Elttør KÍ Klaksvík 13
2004 Sonni L. Petersen EB/Streymur 13
2005 Christian Høgni Jacobsen NSÍ Runavík 18
2006 Christian Høgni Jacobsen NSÍ Runavík 18
2007 Sylla Amed Davy B36 Tórshavn 18
2008 Arnbjørn T. Hansen EB/Streymur 20
2009 Finnur Justinussen Víkingur Gøta 19
2010 Arnbjørn T. Hansen EB/Streymur 22
Christian Høgni Jacobsen NSÍ Runavík
2011 Finnur Justinussen Víkingur Gøta 21
2012 Páll A. Klettskarð KÍ Klaksvík 22
Clayton Nascimento ÍF Fuglafjørður
2013 Klæmint A. Olsen NSÍ Runavík 21

Seit 1980 konnten Símun Petur Justinussen (1985, 1987, 1991, 1992) und Christian Høgni Jacobsen (2005, 2006, 2010) den Titel des Torschützenkönigs am Häufigsten erringen. Ebenfalls mehrmals erfolgreich waren Jacobsen (1981, 1982), Uni Arge (1993, 1997), Súni Fríði Barbá (1995, 2000), Jákup á Borg (1998, 1999), Arnbjørn T. Hansen (2008, 2010) sowie Finnur Justinussen (2009, 2011). Die meisten Tore konnten Súni Fríði Barbá und Uni Arge mit jeweils 24 bei 18 Spielen erzielen (1995 beziehungsweise 1997). 1982, 1988 und 1990 reichten bereits 9 Tore für den Titel, 1982 wurden allerdings nur 14 Spiele pro Mannschaft absolviert. Des Weiteren sind der Isländer Egill Steinþórsson, der Ivorer Sylla Amed Davy sowie der Brasilianer Clayton Nascimento mit den 1989, 2007 beziehungsweise 2012 errungenen Titeln die bisher einzigen ausländischen Spieler, welche Torschützenkönig werden konnten.

Bei den Mannschaften konnte GÍ Gøta mit sieben Titeln am häufigsten den Torschützenkönig stellen. Die weiteren mehrfach erfolgreichen Mannschaften sind B68 Toftir und HB Tórshavn mit jeweils sechs, NSÍ Runavík mit vier, B36 Tórshavn, EB/Streymur und KÍ Klaksvík mit jeweils drei sowie VB Vágur und Víkingur Gøta mit jeweils zwei Titeln.[15]

Bisherige Meister[Bearbeiten]

2 Unter der britischen Besetzung herrschte ein Mangel an Fußbällen, weshalb keine Meisterschaft ausgespielt werden konnte. [16]

Rekordmeister[Bearbeiten]

Titel Mannschaft Saisons
22 HB Tórshavn 1955, 1960, 1963, 1964, 1965, 1971, 1973, 1974, 1975, 1978, 1981, 1982, 1988, 1990, 1998, 2002, 2003, 2004, 2006, 2009, 2010, 2013
17 KÍ Klaksvík 1942, 1945, 1952, 1953, 1954, 1956, 1957, 1958, 1961, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1972, 1991, 1999
09 B36 Tórshavn 1946, 1948, 1950, 1959, 1962, 1997, 2001, 2005, 2011
07 TB Tvøroyri 1943, 1949, 1951, 1976, 1977, 1980, 1987
06 GÍ Gøta 1983, 1986, 1993, 1994, 1995, 1996
03 B68 Toftir 1984, 1985, 1992
02 EB/Streymur 2008, 2012
01 SÍ Sørvágur 1947
01 ÍF Fuglafjørður 1979
01 B71 Sandur 1989
01 VB Vágur 2000
01 NSÍ Runavík 2007

Erwähnenswertes[Bearbeiten]

  • HB Tórshavn ist der einzige Verein, der bisher jedes Jahr in der 1. Liga (einschließlich Meistaradeildin) spielte.
  • Daneben musste GÍ Gøta (Aufstieg 1980) ebenfalls keinen Abstieg hinnehmen. Diese Mannschaft ging 2008 allerdings nach einer Fusion in Víkingur Gøta auf.
  • Von 1966 bis 1970 gewann KÍ Klaksvík fünf Meisterschaften in Folge.
  • Die knappste Meisterschaft ging 1952 an KÍ Klaksvík, die sich aufgrund des besseren Torquotienten gegen TB Tvøroyri durchsetzten. Nur ein Tor gab hierbei den Ausschlag.
  • Der amtierende Meister stieg bisher zwei Mal aus der ersten Liga ab. 1988 traf es TB Tvøroyri, 1990 B71 Sandur.
  • Am häufigsten Vizemeister wurde HB Tórshavn (20 Mal), gefolgt von B36 Tórshavn (15), KÍ Klaksvík (11) und TB Tvøroyri (10).
  • Die beste Platzierung als Aufsteiger wurde 1989 erzielt, als B71 Sandur auf Anhieb den Meistertitel errang. 1988 erreichte B36 Tórshavn als Aufsteiger den dritten Platz. Den vierten Platz belegten in ihrer Aufstiegssaison GÍ Gøta (1980), B68 Toftir (1981), ÍF Fuglafjørður (1988) und MB Miðvágur (1990).
  • ÍF Fuglafjørður wechselte am häufigsten zwischen der ersten und zweiten Liga die Klasse. Jeweils sechs Mal stand ein Auf- oder Abstieg zu Buche. Dahinter folgen NSÍ Runavík, TB Tvøroyri und B71 Sandur mit jeweils fünf Auf- und Abstiegen.
  • Bisher gab es in elf Jahren Relegationsduelle um den Auf- und Abstieg zwischen dem Neuntplatzierten der ersten Liga und dem Zweitplatzierten der zweiten Liga, zuletzt 2005. Die meisten davon bestritt B71 Sandur mit vier und verlor sie alle. Insgesamt war der Erstligist neunmal siegreich, der Zweitligist lediglich zweimal.

Punkt- und Torrekorde[Bearbeiten]

Punkte[Bearbeiten]

  • Vier Mannschaften gelang es, eine Saison lang verlustpunktfrei zu bleiben. Dies waren in der Meistaradeildin TB Tvøroyri 1949, KÍ Klaksvík 1969 sowie HB Tórshavn 1973 und 1975. HB gab hierbei jeweils in zehn Spielen keinen Punkt ab. 1973 blieb HB zudem in allen Pokalspielen siegreich. Die beste Saison nach Einführung der 1. Deild 1976 spielte ÍF Fuglafjørður 1979. In 14 Spielen blieb die Mannschaft ungeschlagen und konnte 25:3 Punkte bei einem Torverhältnis von 34:9 erreichen. 1980 erreichte TB Tvøroyri zwar ebenfalls 25:3 Punkte bei einem Torverhältnis von 52:10, allerdings stand hierbei eine Niederlage zu Buche. Ungeschlagen blieben ansonsten noch HB Tórshavn 1978, welche 20:4 Punkte und 25:13 Tore erzielen konnten, sowie B71 Sandur 1989 mit 31:5 Punkten und 37:13 Toren.
  • Die höchste Punktzahl nach Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 erzielte bei 18 Spieltagen B36 Tórshavn 1997 mit 48. Bei 27 Spieltagen liegt der Rekord bei 67 Punkten, ebenfalls aufgestellt von B36 Tórshavn im Jahre 2011.
  • Fünf Mannschaften holten in einer Saison keinen einzigen Punkt. Dies waren in der Meistaradeildin MB Miðvágur 1947, B36 Tórshavn II 1948, VB Vágur 1949 und TB Tvøroyri 1963 sowie nach Einführung der 1. Deild NSÍ Runavík 1976. NSÍ bestritt hierbei mit zwölf die größte Anzahl an Spielen und erzielte dabei ein Torverhältnis von 6:47.

Tore[Bearbeiten]

  • Die meisten Tore mit 6,00 im Schnitt erzielte HB Tórshavn 1971 (60 Tore in 10 Spielen), nach Einführung des Ligaspielbetriebs 1976 steht der Rekord bei 3,71 Toren im Schnitt (52 Tore in 14 Spielen), aufgestellt von TB Tvøroyri 1980.
  • Die wenigsten Gegentore kassierte mit 0,17 im Schnitt VB Vágur 1947 (1 Gegentor in 6 Spielen), nach 1976 liegt die Bestmarke bei 0,5 Gegentoren im Schnitt, aufgestellt von B68 Toftir 1985 (7 Gegentore in 14 Spielen)
  • Die beste Tordifferenz wies mit +5,00 im Schnitt HB Tórshavn 1971 auf (+50 bei 10 Spielen), nach 1976 hält die Bestleistung seit 1980 TB Tvøroyri mit +3,00 pro Spiel (+42 bei 14 Spielen)
  • Nur 0,20 Tore im Schnitt gelangen B36 Tórshavn II 1948 (1 Tor in 5 Spielen), nach 1976 liegt der niedrigste Schnitt bei 0,50 Toren pro Spiel, aufgestellt NSÍ Runavík 1976, Fram Tórshavn 1977 (jeweils 6 Tore in 12 Spielen) sowie von LÍF Leirvík 1989 (9 Tore in 18 Spielen).
  • 5,80 Gegentore im Schnitt kassierten B36 Tórshavn II 1948 (29 Gegentore in 5 Spielen) sowie ÍF Fuglafjørður 1971 (58 Gegentore in 10 Spielen), nach 1976 kassierte die meisten mit einem Schnitt von 4,22 pro Spiel FS Vágar 2001 (76 Gegentore in 18 Spielen).
  • B36 Tórshavn II hält mit einer durchschnittlichen Tordifferenz von −5,60 (−28 bei 5 Spielen), aufgestellt 1948, auch in dieser Sparte die negative Bestmarke. Nach 1976 liegt der Negativrekord bei −3,42 pro Spiel (−41 bei 12 Spielen), aufgestellt von NSÍ Runavík 1976.

UEFA-Fünfjahreswertung[Bearbeiten]

Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung (in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kürzel CL und EL hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2014/15 der Champions League bzw. der Europa League an.

  • 49. −2 (47) EstlandEstland Estland (Liga, Pokal) – Koeffizient: 2,208CL: 1, EL: 3
  • 50. ±0 (50) ArmenienArmenien Armenien (Liga, Pokal) – Koeffizient: 1,750CL: 1, EL: 3
  • 51. ±0 (51) FaroerFäröer Färöer (Liga, Pokal) – Koeffizient: 1,583CL: 1, EL: 3
  • 52. +1 (53) San MarinoSan Marino San Marino (Liga, Pokal) – Koeffizient: 0,666CL: 1, EL: 2
  • 53. −1 (52) AndorraAndorra Andorra (Liga, Pokal) – Koeffizient: 0,500CL: 1, EL: 2

Stand: Ende der Europapokalsaison 2012/13[17]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Besta deildin eitur nú Vodafonedeildin (färöisch: „Beste Liga heißt nun Vodafone-Liga“. Vodafone hat im Mai 2008 den privaten färöischen Mobilfunkanbieter Kall übernommen), 26. Februar 2009
  2. New name for the top league (englisch), 16. Januar 2012. Abgerufen am 4. Februar 2012.
  3. a b Besta deildin eitur nú Effodeildin (färöisch: „Beste Liga heißt nun Effo-Liga“), 27. Februar 2012. Abgerufen am 28. Februar 2012.
  4. Insgesamt nahmen 15 Mannschaften teil. Von diesen spielten zwölf in der Meistaradeildin um den Titel, drei weitere von der Insel Suðuroy spielten in der zweitklassigen Meðaldeildin (Suni Merkistein: Teir reystastu dreingir í Norðum. Tórshavn 2010, S. 180).
  5. Formula Division becomes Vodafone Division (englisch), 28. Februar 2009
  6. Übersicht der Teilnehmer 1964 auf rsssf.com (englisch), 2. Januar 2005. Abgerufen am 14. Juni 2011.
  7. New Transfer-window (englisch), 28. Februar 2007. Abgerufen am 2. August 2011.
  8. Football Association earns 64 million DKK on TV rights (englisch), 28. Februar 2009
  9. Basierend aus einer Auswertung der unter faroesoccer.com abrufbaren Spielberichte für die Jahre 2009, 2010 und 2011.
  10. Torschützenliste 1985 auf FaroeSoccer.com (färöisch)
  11. Torschützenliste 1986 auf FaroeSoccer.com (färöisch)
  12. Torschützenliste 1988 auf FaroeSoccer.com (färöisch)
  13. Torschützenliste 1989 auf FaroeSoccer.com (färöisch)
  14. Torschützenliste 1990 auf FaroeSoccer.com (färöisch)
  15. Faroe Islands – List of Topscorers (englisch)
  16. Faroe Islands – List of Champions (englisch)
  17. Bert Kassies: Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung 2013. Abgerufen am 16. Mai 2013 (englisch).