Volkswagen R

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Volkswagen R GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 16. März 2010
Sitz Wolfsburg
Leitung Ulrich Riestenpatt gt. Richter
Mitarbeiter 350
Branche Automobil
Website volkswagen-r.de

Die Volkswagen R GmbH ist ein Tochterunternehmen der Volkswagen AG und Automobilhersteller der Volkswagen-R-Modelle mit Sitz in Wolfsburg. Die Produkte der Volkswagen R GmbH werden in etwa 70 Ländern angeboten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im März 2010 als Sportlabel des Unternehmens gegründet.[1] Sie ersetzt die bis dahin bestehende, im Frühjahr 2003 gegründete Volkswagen Individual GmbH.

Bei der Volkswagen R GmbH werden unter anderem Volkswagen-Automobile der Modelle Golf, Passat und Scirocco individualisiert. Angeboten werden neben den R-Modellen zusätzlich die Marken Volkswagen Exclusive und R-Line, wobei Volkswagen Exclusive für eine individuelle und R-Line für eine sportliche Ausstattung steht.

Modelle und Marken[Bearbeiten]

R[Bearbeiten]

Logo der R-Reihe

Die R-Modellreihe begann 2003 mit dem Golf IV R32 (177/241 PS). Seitdem sind R-Modelle die Top-Performance-Fahrzeuge der Marke Volkswagen (analog beispielsweise zu den S-Modellen von Audi).

Aktuell bietet Volkswagen folgende R-Modelle an:

  • Golf R
  • Golf R Cabrio
  • Scirocco R
  • Polo R WRC (Rallyefahrzeug, nicht für Endverbraucher)

Golf R[Bearbeiten]

Die aktuelle Auflage des VW Golf R basiert auf dem aktuellen VW Golf VII. Sie feierte Premiere auf der IAA 2013.[2] Angetrieben wird die vierte „R-Generation“ von einem turboaufgeladenen, 221 kW (300 PS) starken Reihenvierzylinder, der wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sechs Stufen gekoppelt werden kann. Serienmäßig ist im Golf R das hauseigene 4Motion-Allradsystem verbaut.

Auf der Auto China 2014 wurde der R400, eine Konzeptvariante des Golf R, mit 294 kW (400 PS) gezeigt, die wahrscheinlich in Serie gehen wird.[3]

Golf R Cabrio[Bearbeiten]

Das aktuelle VW Golf R Cabrio basiert momentan noch auf dem VW Golf VI. Es ist mit einem Reihenvierzylinder mit 195 kW (265 PS) erhältlich. Es ist jedoch weder ein Allradantrieb, noch ein Handschaltgetriebe erhältlich und so kann das Golf R Cabrio nur mit Frontantrieb und DSG geordert werden.

Scirocco R[Bearbeiten]

Auf dem Genfer Autosalon 2014 wurde zusammen mit dem Scirocco-Facelift direkt auch der neue Scirocco R vorgestellt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wurde die Leistung des turboaufgeladenen Zweiliter-Vierzylinders um 11 auf 206 kW (280 PS) angehoben. Wie auch sein Vorgänger schickt der Scirocco R die gesamte Kraft an die Vorderräder. Zur Markteinführung ist das Fahrzeug nur mit einem Sechsgang-DSG lieferbar.

Polo R WRC[Bearbeiten]

Der VW Polo R WRC (Rallyefahrzeug) auf dem Genfer Auto-Salon
Hauptartikel: VW Polo R WRC

Der VW Polo R WRC ist ein World Rallye Car. Dieses Fahrzeug wird bei der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt und entstand bei Volkswagen Motorsport.

Um jedoch dem FIA-Reglement zu entsprechen, muss in Kleinserie ein seriennahes und straßenzugelassenes sogenanntes Homologationsmodell gebaut werden, aus welchem sich dann das Wettbewerbsfahrzeug ableitet.[4] Dieses vom VW Polo V abgeleitete Modell wurde von Volkswagen als Polo R WRC Street verkauft. Es ist auf 2.500 Exemplare limitiert, was der von der FIA vorgegebenen Mindestanzahl entspricht. Das Fahrzeug holt 162 kW (220 PS) aus seinem turboaufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder. Geschaltet wird ausschließlich manuell.[5]

Die Rallyeversion und die Street-Version haben nur noch wenig gemeinsam: Motor, Antriebsstrang, Fahrwerk, Karosserie und vieles mehr wurden im Rahmen des FIA-Reglements verändert und angepasst. Die Karosserie beispielsweise basiert zwar auf der Street-Version, wurde jedoch gemäß dem Reglement verstärkt. Das Rallye-Fahrzeug holt aus ebenfalls zwei Litern Hubraum jedoch 232 kW (315 PS) und schickt diese an ein Allrad-Antriebssystem.[4]

Frühere Modelle[Bearbeiten]

Zwischen 2007 und 2009 bot Volkswagen mit dem 257 kW (350 PS) starken R50 auch ein R-Modell für den Touareg an. Zwischen 2008 und 2010 war mit dem R36 eine 221 kW starke R-Variante für den Passat erhältlich. Ab Juni 2006 wurde zusätzlich zum Polo GTI die nochmals leistungsstärkere Variante GTI Cup Edition mit 132 kW (180 PS) angeboten. Deren optisches Erscheinungsbild mit aggressiver Front- und Heckschürze, verbreiterten Seitenschwellern, markantem Dachkantenspoiler und 17-Zoll-Leichtmetallrädern leitet sich direkt von den im ADAC Volkswagen Polo Cup eingesetzten Fahrzeugen ab. Technisch basiert der Polo GTI Cup Edition jedoch auf dem normalen Polo GTI. Größter Unterschied neben der veränderten Optik ist die an die gestiegene Leistung angepasste Bremsanlage mit einem Bremsscheibendurchmesser von 312 Millimeter an der Vorderachse.

R-Line[Bearbeiten]

Logo der R-Line-Reihe

Die R-Line-Ausstattungen setzen sowohl im Innenraum wie auch am Exterieur des Fahrzeugs auf das Design der R-Modelle, bieten jedoch keine leistungsgesteigerte Motorisierung. Die R-Line-Ausstattungen sind momentan für die Modelle Scirocco, Golf, Golf Variant, Beetle, Tiguan, Passat, CC und Touareg erhältlich.

Volkswagen Exclusive[Bearbeiten]

Mit Volkswagen Exclusive übernimmt VW die Aufgabe der ehemaligen Volkswagen Individual GmbH. Die Sparte umfasst die individuelle Gestaltung von Fahrzeugen und die Auswahl der Ausstattung. Exclusive-Ausstattungen sind momentan für den Beetle und das entsprechende Cabrio, den Eos, den Passat und den Passat Variant, den Touareg und das Golf Cabriolet erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. auto-motor-und-sport.de, VW R GmbH - VW gründet Sportlabel
  2. autoscout24.de, R-tüchtigt, Vorstellung: VW Golf 7 R
  3. auto-motor-und-sport.de, auto-motor-und-sport.de Kompaktsportler Neuheiten
  4. a b stern.de, Yin und Yang, Rallye-Homologationsfahrzeug: der stärkste Polo aller Zeiten
  5. autobild.de, VW Polo R WRC, „Das kostet der Über-Polo“

Weblinks[Bearbeiten]