Škoda Auto

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Skoda ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Skoda (Begriffsklärung) aufgeführt.
ŠKODA AUTO a.s.
Logo
Rechtsform Akciová společnost
Gründung 1895
Sitz Mladá Boleslav,
TschechienTschechien Tschechien
Leitung Winfried Vahland
Mitarbeiter 25.758 (2013)[1]
Umsatz 268.500 Mio. CZK (2013)[1]
Gewinn 13.539 Mio. CZK (2013)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Automobilhersteller
Website www.skoda-auto.com
Firmenzentrale in Mladá Boleslav

Škoda Auto, a.s. (Aussprache: Schkoda, [ˈʃkɔda] anhören?/i) ist ein tschechischer Automobil- und Motorenhersteller,[2] der 1895 als Laurin & Klement gegründet wurde und damit zu den ältesten Unternehmen seiner Branche gehört. Der Maschinenbaukonzern Škoda kaufte 1925 die durch den Ersten Weltkrieg geschwächte Gesellschaft auf. Der Konzern wiederum wurde 1945 verstaatlicht.

Seit 1991 gehört das damals noch als Škoda automobilová, a.s. bezeichnete Unternehmen zur Volkswagen AG, zunächst mit einem Mehrheitsanteil, später zu 100 % der Aktienanteile.

2012 verkaufte der Fahrzeughersteller mit 939.202 Einheiten so viele Autos wie nie zuvor.[1] Am 8. Februar 2013 feierte Škoda die Produktion von 15 Mio. Fahrzeugen in der gesamten Firmengeschichte.[3] 2013 lieferte Škoda weltweit 920.750 Automobile aus.[1] Der Name des Unternehmens basiert auf dem des Industriellen Emil von Škoda.

Geschichte[Bearbeiten]

Beschwerdebrief an den Fahrradhersteller Seidel & Neumann

1895 bis 1905 – Gründung von Laurin & Klement[Bearbeiten]

Hauptartikel: Laurin & Klement

Das Unternehmen wurde am 18. Dezember 1895 vom Buchhändler Václav Klement und dem Fahrradmechaniker Václav Laurin in Mladá Boleslav gegründet. Laurin war Gesellschafter der Firma Kraus & Laurin in Turnov, die Fahrräder reparierte. Die Initiative zur Gründung der Fabrik ging von Klement aus. Er hatte sich über den Dresdner Hersteller Seidel & Naumann geärgert, da dieser seine Beschwerde in tschechischer Sprache über die mangelhafte Haltbarkeit seines Fahrrades nicht berücksichtigen wollte.

Anfangs wurden Fahrräder der Marke Slavia gebaut und repariert, drei Jahre später folgten Modelle mit Hilfsmotor. 1898 wurde außerhalb von Mladá Boleslav eine kleine Fabrik errichtet, in der 40 Arbeiter tätig waren. 1899 wurden die ersten Motorräder und ab 1905 Automobile hergestellt. Ende des Jahres 1902 verließ bereits das zweitausendste Motorrad die Fabrik. Die L&K-Motorräder waren bei Wettbewerben sehr erfolgreich, bei 34 Rennen im Jahr 1903 errangen sie 32 Siege. 1905 baute L&K 19 verschiedene Motorräder mit Ein- und Zweizylindermotoren sowie die Vierzylindermaschine CCCC 5HP. Bereits 1901 hatte sich L&K mit der Entwicklung von Automobilen beschäftigt und auf der Automobilausstellung in Wien ein Fahrzeug mit Zweizylindermotor ausgestellt.

1905 bis 1914 – Anfang der Produktion von Automobilen[Bearbeiten]

1905 wurden die ersten Automobile gebaut, zuerst die Voiturette mit einem 1005 cm³ wassergekühlten sieben PS starken Zweizylinder und kurze Zeit später der Typ B mit neun PS und 1399 cm³. 1907 folgten die Typen B2 mit 2278 cm³ und 10 PS und der Typ C, ein Taxi mit 12 PS. 1907 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1912 wurde die Reichenberger Automobil Fabrik übernommen und bald war das Unternehmen der größte Automobilhersteller in Österreich-Ungarn. 1909 wurde der Konstrukteur Otto Hieronimus eingestellt, der vorher schon bei Benz und Daimler gearbeitet hatte. Dieser war auch Rennfahrer und entwickelte den Typ FCR, einen Rennwagen, der 130 km/h erreichte. Laurin & Klement baute neben Motorrädern und Automobilen auch Stationärmotoren, Nutzfahrzeuge, Omnibusse, landwirtschaftliche Maschinen und Straßenwalzen. Rund 40 % der Automobile wurden nach Russland exportiert, auch nach Japan, Südamerika, Neuseeland und in die meisten europäischen Länder wurden Fahrzeuge ausgeführt. In den Jahren bis 1914 waren die Laurin & Klement-Fahrzeuge sehr erfolgreich bei Rennveranstaltungen.

1914 bis 1925 – Der Verkauf von Laurin & Klement an Škoda[Bearbeiten]

Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt, und erst 1919 konnte die Automobilproduktion wieder aufgenommen werden. Als erstes erschienen der Typ Sh und der Kleinwagen Typ T. Es folgten größere Modelle mit Sechszylinder-Motoren und Knight-Schiebersteuerung. In der Zeit von 1905 bis 1925 wurden rund 60 verschiedene Automodelle gebaut.

Am 27. Juni 1925 erfolgte der Zusammenschluss mit den Pilsener Škoda-Werken, wobei Laurin technischer Direktor blieb. Die zu diesem Zeitpunkt gebauten Automobilmodelle wurden von Škoda Auto, wie die neue Firma hieß, zunächst unter dem Namen „Laurin & Klement – Škoda“ und dann unter dem Namen „Škoda“ weitergebaut. Der Bau von Fahr- und Motorrädern wurde komplett eingestellt.

1925 bis 1945 – Erste Republik, deutsche Besatzung und Verstaatlichung[Bearbeiten]

1930 wurde die Autosparte des Großkonzerns unter dem Namen Automobilindustrie-Aktiengesellschaft Škoda (ASAP Škoda) ausgegliedert. Nach der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre gelang Škoda mit dem Popular ein neuer Durchbruch. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Škoda zum deutschen Staatskonzern Reichswerke Hermann Göring. Unter dem Druck der deutschen Besatzungsmacht stellte Škoda nun hauptsächlich verschiedene Arten von Kübel- und Geländewagen mit Allradantrieb sowie die schweren „Radschlepper Ost“ her und montierte einzelne Waffenteile. Daneben wurden für BMW und Daimler-Benz Zahnräder, Wellen und Kühler produziert. Am 9. Mai 1945 wurde die Werkshalle in Mladá Boleslav von unbekannten Bombern angegriffen. Dabei wurden die Karosseriewerkstätten, das Physik- und Chemielabor und das Konstruktionsbüro mit allen alten, archivierten Plänen zerstört. Am 10. Mai 1945 übernahm die Rote Armee die Organisation im Hauptwerk Mladá Boleslav. Am 7. Juni 1945 wurde der erste Betriebsrat gegründet. Am 24. Oktober 1945 wurde das Unternehmen verstaatlicht und schrittweise in die beginnende Planwirtschaft eingebunden. Der Betrieb wurde nach 1945 aus dem Konzern Škoda Pilsen unter Beibehaltung des Firmennamens ausgegliedert und als Nationalunternehmen weiter geführt.[4]

1945 bis 1990 – Rückschläge und Erfolge[Bearbeiten]

Škoda auf der Herbstmesse in Leipzig, 1980
Eingang 7 ins heutige Werk in Mladá Boleslav

Im Jahr 1947 wurde der Lkw-Bau ausgegliedert und zuerst von Avia, ab 1951 von LIAZ unter der Marke Škoda weitergeführt. Anfang/Mitte der 50er-Jahre kamen neue Modelle der Kompakt- und Mittelklasse heraus, darunter auch das schnittige Cabrio Felicia. Im Jahr 1956 fiel die Entscheidung für die Entwicklung eines Autos mit Heckmotor und Heckantrieb. Der schnellen Entwicklung der Technik außerhalb des Ostblocks konnte der staatliche Betrieb nicht mehr folgen und begann erst 1964 mit dem Bau des von einem Heckmotor angetriebenen Modell 1000 MB. Im August 1969 wurden große Teile des Werks in Mladá Boleslav durch einen Brand zerstört.[5] Die Fahrzeugpalette wurde ab den 60er Jahren auf die Mittelklasse beschränkt. Es folgten weitere Heckmotormodelle, 100/110 und der Typ 742 (105, 120, 125, 130, 135) von denen es als 110 R, Garde und Rapid auch sportliche Coupés gab. In der DDR zählten Škoda-Modelle damals zu den wichtigsten Importwagen und machten rund 10 % des gesamten PKW-Bestands aus.[6]

Im Jahr 1987 kehrte Škoda mit dem von Giuseppe Bertone entworfenen Škoda Favorit zurück zum Frontmotor. Schon davor in den Jahren 1969 bis 1972 versuchte Škoda mit der Konzeption einer großzügig ausgerichteten Limousine (Typ 720) mit Frontmotor, Automatikgetriebe und ABS ein innovatives Fahrzeug anzubieten, es blieb nur bei einigen Prototypen wie Kombi-, Fließ- und Stufenheckfahrzeugen mit dem Design von Giorgio Giugiaro. Der sozialistischen Führung der Tschechoslowakei wirkte das Fahrzeug als zu „westlich“, zudem müsste ein Großteil der noch neuen Produktionsmaschinen ersetzt werden. Dies erwies sich als unwirtschaftlich. Den tschechoslowakischen Bürgern wurde indirekt vermittelt, die Sowjetunion habe die Serienfertigung verhindert.

1990 bis heute – Neue Ära nach Verkauf an Volkswagen[Bearbeiten]

Im Zuge der 1990 begonnenen Privatisierung entschied sich die tschechoslowakische Regierung dafür, die damalige AZNP Mladá Boleslav (Automobilové závody, národní podnik; dt. Automobilwerke, Nationalbetrieb) an die Volkswagen AG zu verkaufen. Am 16. April 1991 wurde Škoda die vierte Marke des Volkswagen-Konzerns. Als weitere Interessenten hatten sich die Automobilhersteller Renault und BMW angeboten, jedoch erschienen deren Zukunftskonzepte weniger überzeugend als das von Volkswagen. 1991 wurde in Weiterstadt der deutsche Importeur Škoda Auto Deutschland GmbH gegründet und 1995 hundertprozentige Tochtergesellschaft von Škoda Auto, a.s. Durch das Joint Venture mit Volkswagen entstand der Škoda Felicia mit modernem Design. 1993 wurde Dirk van Braeckel neuer Chef-Designer und gestaltete die ersten Generationen der Modelle Škoda Fabia und Škoda Octavia.[7] Mit diesen Modellen erreichte Škoda wieder einen nennenswerten Marktanteil in Westeuropa.[8][9] 1998 wurde aus Škoda automobilová a.s. die Aktiengesellschaft ŠKODA AUTO a.s. und produzierte zum ersten Mal 400.000 Pkw, die in 70 Länder weltweit exportiert wurden.[10]

Aufgrund der Verbindung von Škoda zum Fahrrad unterstützt Škoda den Radsport, seit 2004 unter anderem auch die Tour de France und löste damit Fiat ab.[11] Im Jahr 2008 wurden die neue Modellvariante GreenLine, eine spritsparende Version, und das Sicherheitsprogramm ESP serienmäßig eingeführt.[12] Auf dem russischen und ukrainischen Markt konnte Škoda im Jahr 2009 gute wirtschaftliche Zahlen erreichen. Im gleichen Jahr wurden die bis dato meisten Fahrzeuge der Firmengeschichte ausgeliefert, insgesamt waren es 684.226 Fahrzeuge. In China konnte Škoda die Verkaufszahlen im Jahr 2009 um 107 % auf 122.556 Fahrzeuge steigern. In Deutschland wurden 190.717 Autos ausgeliefert, ein Plus von 57,3 %.[13] Grund für diese starke Absatzsteigerung war unter anderem die staatliche Abwrackprämie in Deutschland.

2014 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellte Designstudie Škoda VisionC.

Der Verkaufserfolg der Marke führte im Frühjahr 2010 zu einem Zwist mit der VW-Zentrale über die künftige Modellpolitik.[14]

Im Jahr 2011 präsentierte Škoda auf dem Genfer Auto-Salon sein neues Corporate Design. Zeitgleich mit der Designstudie Škoda Vision D stellte der Hersteller der Öffentlichkeit auch ein neues Markenlogo vor.[15][16] Ziel für 2011/2012 sei ein günstiges „Weltauto“. Dieses soll im Preissegment von unter 8000 Euro platziert sein. Des Weiteren zeigte der Hersteller Interesse an einem größeren SUV in Form des VW Touareg und an einer Beteiligung an der Sparte von Volkswagen Nutzfahrzeuge.[17] Ende September 2011 stellte das Unternehmen den Škoda Citigo vor, einen lange vorher angekündigten Kleinstwagen auf Basis des Volkswagen up!. Kurz darauf erfolgte der Produktionsbeginn des Škoda Rapid in Pune (Indien). 2012 begann die Fertigung des europäischen Rapid. Škoda entwickelte gleichzeitig für das spanische Schwesterunternehmen Seat den neuen Seat Toledo, der mit dem Rapid weitgehend baugleich ist. Die Produktion läuft auf Bändern im Škoda-Stammwerk Mladá Boleslav.[18] Mit 939.202 ausgelieferten Fahrzeugen konnte die Marke 2012 die bisherige Bestmarke von 2009 übertreffen.[1]

2012 führte Škoda im Rahmen der Wachstumsstragie 2018 die Umweltstrategie „GreenFuture“ ein. Sie soll die Nachhaltigkeit des Unternehmens weiter verbessern. GreenFuture basiert auf drei Säulen. GreenProduct setzt sich neue Modell mit weiter gesenkten Verbrauchs- und Abgasemissionswerten zum Ziel, GreenFactory soll die Fertigung in den eigenen Produktionsstätten um 25 % umweltgerechter gestalten, etwa durch deutliche Reduzierungen des Energie- und Wasserverbrauchs sowie des Abfall- und Kohlendioxid-Aufkommens. GreenRetail beschreibt einen verbesserten Umweltschutz in den Händler- und Werkstattbetrieben, der durch regelmäßige Audits überprüft werden soll.[19]

Im Februar 2013 lief der fünfzehnmillionste Škoda vom Band.[20] Es starteten die Produktion der dritten Generation des Octavia und des Rapid Spaceback, des ersten Kurzheckmodells der Marke im unteren Mittelklassesegment. Škoda präsentierte ihn auf der IAA zusammen mit dem Facelift des Yeti.

Der stärkste Absatzmarkt von Škoda war im Geschäftsjahr 2013 China mit 226.971 Auslieferungen an Kunden, gefolgt von Deutschland (136.415) und Russland (87.456). In China begann im Frühjahr 2014 die lokale Produktion des Octavia III. In Russland erfolgt seit Frühjahr 2014 die Fertigung des Škoda Rapid. Heute ist Škoda in über 100 Ländern vertreten.[21]

Absatz[Bearbeiten]

Modell 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009[22] 2010 2011[23] 2012[24] 2013[25]
Škoda Citigo 29.960 45.225
Škoda Felicia 288.458 261.127 241.256 148.028 44.963
Škoda Fabia
Ab 2007 1. und 2. Generation
823 128.872 250.978 264.641 260.988 247.600 236.698 243.982 232.890 246.561 264.173 229.045 267.000 240.470 201.989
Škoda Rapid 24.692 103.781
Škoda Octavia
Ab 2004 1. und 2. Generation
47.876 102.373 143.251 158.503 164.134 164.017 165.635 181.683 233.322 270.274 309.951 344.857 317.335 349.746 390.000 409.632 359.578
Škoda Superb
Ab 2008 1. und 2. Generation
177 16.867 23.135 22.392 22.091 20.989 20.530 25.645 44.548 98.873 117.000 109.087 94.433
Škoda Roomster 14.422 66.661 57.467 47.152 32.332 36.000 37.964 33.295
Škoda Yeti 11.018 52.604 70.000 87.397 82.449
Gesamt 336.334 365.500 385.330 435.403 460.252 445.525 449.758 451.675 492.111 549.667 630.032 674.530 684.226 762.600 879.200 939.202 920.750

Angaben für 2011 gerundet

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Geschichte des Logos[Bearbeiten]

Nach der Übernahme durch Škoda benutzte das Automobilwerk zuerst ein ovales Unternehmenslogo mit der Inschrift „Škoda“, doch bereits 1926 wurde der traditionelle, heute noch gebräuchliche Škoda-Pfeil eingeführt. Als Vorbild für das heutige Logo könnte dabei der Federschmuck von Indianern gedient haben; in den 1920er Jahren bezeichnete man das Symbol im Volksmund als „Indianer“. Im Dezember 1923 wurde das Motiv „Pfeil mit drei Federn im Ring“ beim Amt für die Registrierung von Zeichen und Mustern als Warenzeichen eingetragen. Als Schöpfer des Logos gilt der damalige kaufmännische Direktor der Pilsener Škoda-Werke Tomáš Maglič.

Der Ring zeigt die Allseitigkeit der Produktion, die Vollkommenheit der Fertigung, den Erdball und die Welt. Die Feder deutet derweil auf den technischen Fortschritt, die Spannweite des Produktionsprogramms sowie den internationalen Vertrieb der Produkte hin, der Pfeil kennzeichnet die fortschrittlichen Fertigungsmethoden und hohe Arbeitsproduktivität. Das Auge weist auf die Genauigkeit der Fertigung, technischen Scharfsinn und Überblick hin. In der Verbindung des von Lorbeeren umrandeten geflügelten Pfeils akzentuiert das Symbol die 100-jährige Tradition der Firmengründer.[26]

Von 1991 bis 2011 tritt das Logo in Grün und mit der Inschrift „Škoda Auto“ anstelle der Lorbeeren auf. Das Ziel war die Unterscheidung zwischen dem Autohersteller und dem Maschinenbaukonzern. Die grüne Farbe bildet einen Verweis auf die Bemühungen um Umweltschutz und Recycling. Im Jahr 2011 stellte man auf dem Genfer Automobilsalon das neue Markenzeichen vor. Die Inschrift und die schwarze Umrandung verschwanden und wurden durch eine silberne Umrandung mit der in großen Buchstaben geschriebenen Überschrift „Škoda“ ausgetauscht. Das alte Logo fand noch bis 2012 Verwendung. Seit 2013 erhalten Autohäuser und Werksstandorte das neue Corporate Design. Fahrzeuge wurden aber noch 2011 mit dem Logo mit schwarzer Chromoptik gebaut.[27]

Logoentwicklung[Bearbeiten]

Modelle[Bearbeiten]

1923–1945[Bearbeiten]

Škoda Popular Sport
Škoda Superb (1934)

ab 1948[Bearbeiten]

Bauzeit Baureihe Anmerkung Bild

Kleinstwagen[Bearbeiten]

seit 2011 Citigo Der Citigo basiert auf dem VW up! und ist wie dieser als Drei- und Fünftürer erhältlich. Zur Markteinführung werden zwei Motorversionen mit einem Hubraum von 999 cm³ angeboten. Seit Februar 2013 ist der Citigo auch als CNG-Erdgasversion erhältlich. 2012-03-07 Motorshow Geneva 4586.JPG

Kleinwagen[Bearbeiten]

1999–2007 Fabia I Der erste Fabia mit Dreizylinder-Motor wurde alleine von Škoda entwickelt. Es wurde eine Schrägheck-, Stufenheck- und eine Kombiversion produziert. Im Herbst 2004 erfolgte eine Überarbeitung. Zusätzlich war die sportliche Variante RS erhältlich. Škoda Fabia RichardBerry flickr.jpg
2007–2014 Fabia II Der Fabia II ist größer als die erste Generation. Im Frühjahr 2010 erhielt der Škoda Fabia ein Facelift. Gleichzeitig erschien der sportliche Fabia RS, den es als Schräghecklimousine und als Combi gibt. Skoda Fabia II Facelift front 20100515.jpg
seit 2014 Fabia III Der dritte Fabia kam im November 2014 zunächst nur in der Schrägheckversion auf den Markt, eine Kombivariante ist für Frühjahr 2015 angekündigt. 2014 Skoda Fabia III Typ NJ3 1.2 TSI Style Metall-Grau-Metallic Vorderansicht.jpg

Kompaktklasse[Bearbeiten]

1955–1971 440/445/Octavia Das vorerst letzte Auto mit Frontmotor und Namensquelle für einige Typen von heute. Die erste Ziffer stand für die Anzahl der Zylinder, die letzten beiden für die Leistung in PS.[28] ŠkodaOctavia(1959-1971)inVM9.6.2007.jpg
1964–1969 1000 MB/1100 MB Der Beginn der Ära von Autos mit Heckmotor und Heckantrieb.[29] Die Entwicklungen begannen bereits im Jahr 1957. Das MB stand für den Werksstandort Mladá Boleslav, die vierstellige Zahl für den Hubraum in Kubikzentimetern. Es gab verschiedene Prototypen für einen Kombi und ein Cabriolet. Brno, Řečkovice, depozitář TMB, Škoda 1000 MB.jpg
1969–1974 Škoda 100/110 Der S 100/110 ist ein großes Facelift des 1000/1100 MB. Die dreistellige Zahl stand für den Hubraum in Kubikdezimetern. Skoda 100-2.JPG
1976–1994 Škoda 105/120/125/130/135/136 Nach 32 Jahren endete die Montage von Autos mit Heckmotor und Heckantrieb. Skoda 105S - front.jpg
1987–1994 Favorit Der erste Škoda mit Frontmotor nach 23 Jahren. Die Motoren stammten von den Vorgängerversionen 135/136. Nach der Übernahme des Unternehmens durch VW wurden kleine technische Änderungen vorgenommen. Skoda Favorit 136 L front.jpg
1994–2001 Felicia Das erste Fahrzeug von Škoda, das dem westlichen Standard entsprach. Es war die erste Neuentwicklung unter VW. Felugara.jpg
seit 2011 Rapid Der Rapid ist ein seit Oktober 2011 im indischen Škoda-Werk Pune hergestelltes Fahrzeug. Das Fahrzeug wurde speziell für die Bedürfnisse in Schwellen- und Entwicklungsländern entwickelt. Für den europäischen, anspruchsvolleren Markt wurde ein anderer Rapid (seit 2012) entwickelt. Skoda Rapid.jpg
seit 2012 Rapid Seit Herbst 2012 wird der Rapid auch auf dem europäischen Markt angeboten. Er wird zusammen mit dem Seat Toledo IV im Werk Mladá Boleslav gebaut. Im Spätsommer 2013 kam die Steilheckvariante Spaceback hinzu. Skoda - Rapid - Mondial de l'Automobile de Paris 2012 - 001.jpg

Mittelklasse[Bearbeiten]

1952–1956 1200 Es war das erste Serienfahrzeug des Unternehmens mit einer selbsttragenden Vollstahlkarosserie in Pontonform.[30] Škoda1200 Decinfront.jpg
1954–1961 1201 Als Nachfolger für den 1200 kam der 1201, er zeichnete sich durch einen stärkeren Motor aus. MHV Škoda 1201 Estate 01.jpg
1959–1973 1202 Für lange Zeit das letzte Mittelklassefahrzeug von Škoda. Die Modelle 1200/1201/1202 waren als Limousine, Kombi, Lieferwagen sowie Krankenwagen erhältlich. Brno, Mahenova, Škoda 1202 (02).jpg
1996–2010 Octavia I Der Octavia I wurde im Herbst 1996 als Limousine eingeführt. Im Frühjahr 1998 folgte der Combi. Im Herbst 2000 erfolgte ein Facelift. Nachdem im Frühjahr 2004 der Nachfolger präsentiert wurde, verkaufte Škoda das Modell als Octavia Tour weiter. Ende 2010 wurde die Produktion eingestellt. Skoda6.jpg
2004–2013[31] Octavia II Der Octavia II kam im Frühjahr 2004 auf dem Markt. Anfang 2009 erfolgte ein starkes Facelift. Neben der Normalversion existierte auch eine allradangetriebene Version mit dem Zusatz 4×4, die Offroad-Variante Scout und die Sportvariante RS. Das Ursprungsmodell der zweiten Generation wird in manchen Ländern noch als Tour verkauft. Skoda Octavia TDI (II, Facelift) – Frontansicht, 1. April 2011, Wülfrath.jpg
seit 2012 Octavia III Im Februar 2013 kam die dritte Generation des Octavia als Limousine auf dem Markt. Der Combi folgte im Mai 2013. Inzwischen sind auch die sportliche Variante RS, die Offroad-Version Scout sowie eine CNG-Erdgasvariante erhältlich. Geneva MotorShow 2013 - Skoda Octavia Combi grey.jpg

Obere Mittelklasse[Bearbeiten]

2001–2008 Superb I Mit dem im Herbst 2001 erschienenen Superb wurde ein Traditionsname in das Programm aufgenommen, den bei Škoda bereits 1934 das damalige Modell trug. Die Präsentation des Fahrzeuges erfolgte bereits ein halbes Jahr vor Beginn der Serienfertigung auf dem Genfer Automobilsalon, wo es als Studie unter dem Namen „Montreux“ vorgestellt wurde. Skoda Superb blau.JPG
seit 2008 Superb II Die im Sommer 2008 eingeführte zweite Generation des Superb verfügt als Limousine über eine zweigeteilte Heckklappe, die Twindoor genannt wird. Auf der IAA 2009 wurde zudem eine Kombiversion vorgestellt, die seit Anfang 2010 auf dem Markt ist. Im Juli 2013 kam das überarbeitete Modell auf den Markt. Wolfsburg Jun 2012 020 (Autostadt - Škoda Superb Combi).JPG

Oberklasse[Bearbeiten]

1948–1952 VOS/VOS-L Das einzige Nachkriegsfahrzeug von Škoda, das zur Oberklasse gehört. Für wichtige politische Personen wurden gepanzerte Versionen gebaut. Skoda-vos-l.jpg

Mini-Van[Bearbeiten]

seit 2006 Roomster Der Roomster hatte als erstes Modell von Škoda fünf Sterne in der Euro NCAP-Crashtest Wertung. Der Roomster hat auch nach dem Facelift im Frühjahr 2010 die gleiche Front wie die zweite Generation des Fabia. Skoda Roomster Facelift 1.2 TSI Comfort Plus Edition front 20100529.jpg

Kompakt-SUV[Bearbeiten]

seit 2009 Yeti Der Yeti ist mit Frontantrieb wie auch mit Allradantrieb erhältlich. Seit dem Facelift in 2013 ist das Kompakt-SUV in zwei Versionen erhältlich: als Škoda Yeti und Škoda Yeti Outdoor.[32] Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 front 20100524.jpg

Coupé/Cabriolet[Bearbeiten]

1948–1952 1102 „Tudor“ Den Škoda 1102 Tudor gab es mit Cabriolet- oder Roadsterkarosserie. Škoda 1102 roadster 3.jpg
1957–1961 450/Felicia/Felicia Super Es war die Cabrioletversion des Škoda 440/Octavia. Es gab mehrere technische Neuerungen. Skoda felicia 1962 front.jpg
1966–1968 1000/1100 MBX Der 1000/1100 MBX war ein Coupé auf Basis des 1000/1100-MB-Modells. Skoda1000MBX.jpg
1970–1982 110 R Der 110 R war ein Coupé auf Basis des 110. Es hatte einen zweifachen Vergaser und somit mehr Leistung. Škoda 110R Coupé.jpg
1981–1984 Garde Es war das erste in großen Mengen produzierte Auto in der Slowakei.[33] Skoda rapid 001.jpg
1984–1990 Rapid 130/135/136 Der Rapid war eine technische Weiterentwicklung des Garde. Das Fahrzeug erhielt einen stärkeren Motor und ein modernes Erscheinungsbild. Die Produktion lief ohne Nachfolger aus. Skoda 130 Rapid.jpg

Renn- und Rallye-Fahrzeuge[34][Bearbeiten]

1949–1950 Sport/Supersport Der Rennwagen Sport konnte eine maximale Geschwindigkeit von 180 km/h erreichen.
1957–1960 1000/1100 OHC Von diesem Typ entstanden nur fünf Exemplare, drei Spider mit Kunststoffkarosserie und zwei Coupés mit Aluminiumkarosserie. Škoda 1101 OHC.jpg
1964 F3 Dieser Monoposto fuhr in der Formel 3-Kategorie und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Skoda-museum-mlada-boleslav-rr-118.jpg
1971 1500 MB Für Rundstreckenrennen wurde ein 90-PS-Motor in den 1000 MB eingebaut. Er hatte einen Hubraum von etwa 1600 cm³. Pfingsten '08 (149).JPG
1971 120 S Dieser Wagen konnte je nach Motorabstimmung und Getriebeübersetzung eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h erreichen. Skoda 120s.jpg
1975–1980 130 RS evo/Prototyp Dieser Wagen wurde mit einer Paneelkarosserie aus Alu und Kunststoff ausgestattet und fuhr max. 220 km/h. Skoda 130rs.jpg
1975–1980 180 RS/200 RS Der Wagen erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h. Es wurde ein Getriebe von Porsche verwendet. Skoda180RS front.jpg
1972–1975 Spider B5 Der erste Wagen von Škoda mit Spider-Karosserie. Skoda-museum-mlada-boleslav-rr-102.jpg
1984 130 LR Der Wagen basierte auf dem Škoda Typ 742 und hatte einen 145 PS leistenden Motor. Jürgen KayserJens Roth auf Skoda 130 LR.jpg
1989 136 L Die Rallye-Version des Favorit hatte 80 bis 125 PS bei 1289 cm³. Škoda favorit racing.jpg
1995 Felicia Kit Car Dieser Felicia hatte einen 180 PS starken Motor mit einem Hubraum von 1598 cm³. Skoda felicia kit car.jpg
1998 Octavia Kit Car 2.0 L/Octavia WRC Das frontgetriebene Octavia Kit Car besaß einen gut 340 PS starken Motor. Der allradgetriebene Octavia WRC mit dem 300-PS-Motor konnte theoretisch 250 km/h erreichen, war für seinen Einsatz im Rallye-Sport aber zumeist auf rund 200 km/h übersetzt. Bt skoda.jpg
2003 Fabia WRC Dieser allradgetriebene Fabia besaß einen 2,0 Liter großen Turbo-Vierzylinder, der gemäß Reglement nicht mehr als rund 220 kW (300 PS) leisten durfte. Die Maximalleistung stellte sich bei 5500/min ein, das maximale Drehmoment von gut 600 Nm bei 3250/min. Jani Paasonen - 2004 Rally Finland 3.jpg
2008 Fabia Super 2000 Der Nachfolger hatte seinen ersten Einsatz bei der Rallye Monte Carlo. Juho Hänninen - Rally Finland 2009.JPG

Nutzfahrzeuge[Bearbeiten]

1968–1999 1203/1500 Der Transporter wurde insgesamt 31 Jahre lang hergestellt. In der Zeit wurden leichte Neuerungen vorgenommen. Der 1500 hatte einen stärkeren Motor. TAZ Skoda 1203.JPG
1991–1995 Pick-up Der Pick-up basierte auf dem Favorit und hatte eine Lkw-Zulassung. Skoda-favorit-pickup.jpg
1995–2001 Pick-up Der Pick-up basierte auf dem Felicia und hatte eine Lkw-Zulassung. Skodafeliciapick-up.JPG
2002–2006 Praktik 2002 wurde die Nutzfahrzeugreihe in Praktik umbenannt. Die erste Version dieser Reihe basierte auf dem Fabia Combi. Fabia-praktik seitlich.jpg
seit 2007 Praktik Der Transporter basiert auf der Karosserie des Roomster, hat aber im Unterschied zu diesem keine Fenster in den Fondtüren. Skoda Praktik 1.4 TDI Brilliantsilber Heck.JPG

Weitere Modelle[Bearbeiten]

1952 Tatra 600 Um Tatras Kapazitäten für den Lkw-Bau zu nutzen, wurde die Produktion des Mittelklassewagens nach Mladá Boleslav verschoben. 1950TatraT-600Tatraplan.jpg

Prototypen und Konzepte[Bearbeiten]

  • Škoda 765 Kombi
  • Škoda Ortodox (1983)
  • Škoda 781 (1984) Kleinwagen, Prototyp für den Favorit[38]
  • 783 Favorit Coupé (1987)
  • Favorit Sedan (1987)
  • Felicia Golden Prague (1998)
  • Tudor (2002)
  • Fabia Paris Edition (2002)
  • Ahoj (2002)
  • Roomster (2003)
  • Joyster (2006)
  • Yeti II Cabriolet (2006)
  • Škoda Roadster (2009)
  • Vision D (2011)
  • MissionL (2011)
  • Škoda Octavia GreenE-Line (2012)
  • Škoda Citigo Rally (2012)
  • Škoda Rapid Sport (2013)
  • Škoda Citigo DJ Car (2013)
  • Škoda Vision C (2014)
  • Škoda CitiJet (2014)
  • Škoda Yeti Xtreme (2014)

Zeitleiste[Bearbeiten]

Zeitleiste der Škoda-Modelle von 1945 bis heute
Typ Karosserie-versionen von 1945 bis 1991 Staatsbetrieb 1991 von Volkswagen gekauft
40er 50er 60er 70er 80er 90er 2000er 2010er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
Kleinstwagen Steilheck Citigo
Kleinwagen Cabrio … 1101 Tudor/ 1102 Tudor
Schrägheck Fabia I Fabia II
Kombi
Stufenheck
Kompaktklasse Schrägheck Favorit Felicia
Kombi Forman
Untere Mittelklasse Cabrio 450 Felicia
Coupé 1100 MBX 110 R Garde Rapid
Stufenheck 440 Octavia 1000 MB/ 1100 MB 100/ 110 105/ 120/ 125/ 130/ 135/ 136 Octavia I Rapid
Rapid
Kombi Octavia Kombi
Mittelklasse Stufenheck 1200 1201 Octavia II Octavia III
Kombi 1202
Obere Mittelklasse Stufenheck Superb I Superb II
Kombi
Oberklasse Stufenheck … Superb
VOS
Hochdachkombi Roomster
Kleintransporter 1203 1203 (ab 1987: TAZ 1203) 1500 (TAZ 1500)
SUV Steilheck Yeti
Rennwagen Sport 120 S 130 RS 130 LR
Sport/ Supersport 1101 OHC F3


Modellentwicklung[Bearbeiten]

Erstes Škoda-Auto (nach den L&K-Konstruktionen) war der 422 (4 Zylinder, 16 kW/22 PS), ein typischer eckiger Pkw der 1920er-Jahre mit Grundrahmen und Holz-Karosserie. In dieser Form wurden viele Modelle gefertigt, auch 6- und 8-Zylinder. Bereits damals erschien der Typenname Phaeton, in den 1930er-Jahren tauchten erstmals auch die Modellnamen Favorit und Superb auf.

Ein gewaltiger Innovationsschub kam 1933 mit dem 420 Standard, der Reihe Popular und dem etwas größeren Rapid: Nach dem Beispiel des von Tatra elf Jahre zuvor eingeführten Konstruktionsprinzips wurde ein Zentralrohr, durch das die Kardanwelle lief, als Rahmen verwendet, an dem das Differenzial mit Pendelachse hinten und das Triebwerk und die Vorderachse vorne angeschraubt waren. Dazu kam eine moderne aufgesetzte Karosserie mit Kofferraum und ab 1938 4-ZylinderOHV-Motoren. Es wurden viele Versionen gebaut, darunter auch Rennversionen (zum Beispiel wurde ein Popular Sport Klassenzweiter bei der Rallye Monte Carlo 1936). Der Tudor (Two-Door) hatte eine gefällige (während des Kriegs geheim konstruierte) Karosserie der 1940er. Mit dem Sedan kam die Pontonform und die (bei diesem Typ viertürige) Ganzstahl-Karosserie, die jedoch nicht selbsttragend war. Es existierten auch Sonderserien für Militär und Landwirtschaft. Diese Konzeption wurde, mit diversen Karosserien, bis zum Fertigungsende ohne wesentliche Änderungen beibehalten. Drei Jahre später kam mit dem Spartak (440) die zweitürige Karosserie. Der Octavia (445) (als achter Typ der Popular-Linie) und Felicia (450, Roadster) erhielten erstmals an der Vorderachse Schraubenfedern. Der Octavia Combi wurde bis 1971 gebaut. Die Produktion des Lieferwagens 1203 wurde 1999 eingestellt.

Prototyp des 1000 MB Kombi

Für den modernen, viertürigen 1000 MB (das MB stand für den Werksstandort Mladá Boleslav) wurde ein neues Werk gebaut, das 1964 die Serienproduktion aufnahm. Gerade als sich der Frontantrieb auf breiter Front durchsetzte, erschien die weltletzte Baureihe eines Massen-Hecktrieblers (vor dem Smart Fortwo), mit neuer Mechanik und selbsttragender Karosserie, die anfangs äußerst rostanfällig war. Die Aluminiummotoren dieser Baureihe wurden später in den Favorit, die neue Felicia und auch noch in die Grundversionen der Fabia-Modelle eingebaut.

Als Nachfolger für den 1000 MB sollte der 4,30 Meter lange Prototyp 720 dienen. Dieser wurde zwischen 1967 und 1971 heimlich bis zum Prototyp entwickelt und hatte einen Frontmotor und Frontantrieb. Die Reihe sollte Vierzylinder-OHC-Motoren mit Hubräumen von 1250 bis 2000 cm³ erhalten. Daneben war eine Automatik-Schaltung, ABS und eine Kombiversion geplant. Im Interieur befanden sich Anzeigegeräte, die in späteren Modellen vorkamen. Die Fertigung wurde jedoch wegen der sozialistischen Planwirtschaft nicht realisiert.

Mit dem Favorit begann 1987 die Ära der Fronttriebler. Der neue Felicia (diesmal kein Cabrio) wurde später mit VW-Motoren ausgestattet, bevor 1996 mit dem neu entwickelten Octavia der erste VW-Škoda folgte, der auf Teilen des VW Golf IV basierte. Im Sommer 2004 folgten dessen Neuauflage Octavia II und Anfang 2005 das dazugehörige Kombimodell. 2013 lief die Produktion des Octavia III an, der seit Mai 2014 auch in einer bivalenten Erdgasvariante zur Wahl steht. Sein Vorgänger wurde noch bis Ende 2013 weitergefertigt.

Zwischenzeitlich löste 1999 der Fabia die Felicia-Baureihe ab. Der Fabia war das erste Fahrzeug aus dem VW-Konzern, das die Plattform PQ24 nutzte, auf der wenig später auch VW Polo 9N und Seat Ibiza gebaut wurden. Diese Plattform entwickelte Škoda als Dienstleister für Volkswagen. Durch die vorgezogene Markteinführung bei Škoda erhielten die anderen Konzernmarken Zeit, von Škoda gesammelte Erfahrungen in die Entwicklung der Schwestermodelle einfließen zu lassen. 2006 kam der Škoda Roomster auf den Markt. Ab 2008 wird der Škoda Superb II hergestellt. Mitte 2009 kam der Škoda Yeti, das erste SUV der Marke, hinzu.

Ende 2011 erweiterte Škoda das Modellprogramm nach unten und stellte den 3,56 Meter kurzen Škoda Citigo vor. Der Kleinwagen teilt sich die technische Basis mit seinen Schwestermodellen VW up! und Seat Mii. Neben den beiden 1,0 Liter großen Dreizylindern mit 44 kW (60 PS) oder 55 kW (75 PS) ist seit Oktober 2012 unter dem Namen Citigo G-TEC auch eine Erdgasvariante erhältlich. Die CNG-Version leistet 50 kW (68 PS) und emittiert im EU-Durchschnitt 79 g/km Kohlendioxid.

Im Jahr 2012 startete die Kompaktlimousine Škoda Rapid auf dem europäischen Markt. Ein Jahr später folgte der Rapid Spaceback, das erste Kurzheckmodell von Škoda im unteren Mittelklassesegment.

Die Konzernmutter Volkswagen behält sich die Genehmigung für Modelle, die ansonsten von Škoda entsprechend der Konzern-Richtlinien eigenständig entwickelt werden, vor. Das war vor der Wende nicht anders. Damals gab die Sowjetunion Vorgaben für Fahrzeuge, deswegen hat Škoda viele unrealisierte Prototypen von damals und heute, die nicht realisiert wurden. In Kooperation mit Wartburg und Trabant entstand zum Beispiel das RGW-Auto entwickelt, das niemals in Serie ging.

Werke[Bearbeiten]

In acht Ländern werden Fahrzeuge der Marke Škoda hergestellt.

Fahrzeuge der Marke Škoda laufen weltweit in fünf Ländern vom Band: in Tschechien, Slowakei, Russland, Indien und China.[39]

Insgesamt produziert Škoda in elf Werken, wobei im tschechischen Vrchlabí ausschließlich Getriebe hergestellt werden. Die drei Hauptwerke befinden sich in Tschechien und haben insgesamt 25.758 Mitarbeiter:[1]

  • Mladá Boleslav (Fabia, Fabia Combi, Rapid, Rapid Spaceback, Octavia, Octavia Combi, Octavia Combi 4x4, Octavia Scout, Octavia RS; Motoren, Getriebe, Komponenten, Gießerei)
  • Kvasiny (Superb, Superb Combi, Yeti, Yeti Outdoor, Roomster, Praktik)
  • Vrchlabí (Getriebe)

In Bratislava in der Slowakei wurde lange Zeit der Octavia hergestellt, früher befand sich dort das Werk BAZ (Bratislavské automobilové závody, n. p.) von Škoda. Dort wurde das erste Serienfahrzeug auf slowakischem Gebiet in großen Stückzahlen, der Škoda Garde, gebaut. Heute läuft in Bratislava der Škoda Citigo gemeinsam mit dem VW up! und dem Seat Mii vom Band. In Trnava befand sich seit 1981 das Werk für den Škoda 1203, das nach der Aufteilung der Tschechoslowakei in die Selbständigkeit entlassen wurde, aber keine weiteren Fahrzeuge von Škoda mehr herstellte.

Im Werk Aurangabad von Skoda Auto India lässt die tschechische Marke neben anderen Konzernmodellen den Octavia (Verkaufsname: Laura), Superb und Yeti herstellen. In Pune laufen Fabia und Rapid vom Band.

Zugleich laufen weitere Automobile von Škoda unter der Leitung von Shanghai Volkswagen Automotive Company in China vom Band. Dabei produziert das Werk Shanghai (Anting) den Škoda Fabia Jingrui, Škoda Octavia Mingruie, Škoda Superb Haorui sowie den Škoda Yeti. In Yizheng kommt der Škoda Rapid Xin Rui hinzu, auch in Ningbo lässt Škoda den Octavia Mingruie und den Superb Haorui fertigen.

Im russischen Werk Kaluga fertigt die Volkswagen Group Rus auch Škoda Fabia, Rapid und Octavia. Dort werden auch andere Fahrzeuge von Konzernschwestern montiert. In Nischni Nowgorod produziert Škoda zudem die Modelle Octavia und Yeti.

Zu den ehemaligen Werken der Marke zählen Volkswagen Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Solomonowo bei Uschgorod in der Ukraine sowie Azia Avto in Kasachstan.

Museen[Bearbeiten]

Das Škoda Muzeum ist in Mladá Boleslav für Besucher zugänglich. Als historisches Museumsgebäude dient eine der früheren Werkshallen von Laurin & Klement, in der noch bis in die 1970er-Jahre produziert wurde. Škoda hat das Museum 2011 im Rahmen des neuen Corporate Designs umgebaut und umgestaltet. Auch Werksbesichtigungen sind möglich. Ein weiteres Škoda-Museum befindet sich auf dem Gelände des Schlosses Krengerup auf der Insel Fünen in Dänemark. In der Autostadt steht der Škoda-Pavillon. In ihm sind die aktuellen Modelle vertreten.

Hochschule[Bearbeiten]

Zum Unternehmen gehört die im Jahr 2000 gegründete Hochschule Škoda Auto Vysoká škola.

Literatur[Bearbeiten]

  • René Mario Cedrych, Lukáš Nachtmann: Škoda – auta známá i neznámá, 2. Auflage, Grada, Praha 2007, ISBN 978-80-247-1719-7 (tschechisch).
  • Wolfgang Finke, Bertel Schmitt: Škoda Octavia, das Buch zum Auto. Graf Bertel Buczek, 2006
  • Bernd-Wilfried Kießler: Škoda Automobile. Zukunft durch Tradition, Delius Klasing 1998, ISBN 3-7688-0902-1.
  • Petr Kožíšek, Jan Králík: L&K – Škoda 1895–2003, I. + II. MotoPublic pro Škoda Auto 2003, Teil 1 ISBN 80-239-1849-4, Teil 2 ISBN 80-239-1949-0 (tschechisch).
  • Jan Králík, Lukáš Nachtmann: 100 Jahre Škoda-Werbung von L&K bis zur Gegenwart. Druckwerbung des Automobilwerks L&K – Škoda, herausgegeben für Škoda Auto. MotoPublic 2006.
  • Katrin Thoß, Michael Kirchberger: Škoda – Bewegte Geschichte. Plexus, Miltenberg 2006, ISBN 3-937996-09-5
  • Jan Tuček: Zapomenuté vozy Škoda, 1960–1990. Grada Publishing, Praha 2007, ISBN 978-80-247-2012-8 (tschechisch).
  • Jan Králík, Josef Vrátil: Století nejrychlejších vozů Škoda. km publicity, 2002, ISBN 80-238-9845-0 (tschechisch).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Annual Reports – ŠKODA. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  2. Škoda Auto feiert 110 Jahre Motorenbau in Mladá Boleslav. Abgerufen am 1. Dezember 2010.
  3. Skoda feiert 15 Millionen, abgerufen am 11. Februar 2013
  4. Die Škoda Zeitreise. Škoda Österreich, abgerufen am 3. März 2011.
  5. 110 Jahre bewegte Geschichte. Škoda Auto Deutschland, abgerufen am 3. März 2011.
  6. Peter Kirchberg: Plaste, Blech und Planwirtschaft, Nicolai-Verlag (2000)
  7. Dirk van Braeckel. In: businessweek. Bloomberg, abgerufen am 3. März 2011 (englisch).
  8. Škoda. In: carautoportal. Abgerufen am 3. März 2011 (englisch).
  9. ŠKODA (Československo, ČR, 1925 …). In: AUTA 5P. Abgerufen am 3. März 2011 (tschechisch).
  10. Rund um Škoda > Tradition > 1991–2004. In: Škoda Österreich. Škoda Österreich, abgerufen am 3. März 2011.
  11. Škoda neuer Sponsor. In: auto-motor-und-sport.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, abgerufen am 3. März 2011.
  12. Rund um Škoda > Tradition > 2008–2009. In: Škoda Österreich. Škoda Österreich, abgerufen am 3. März 2011.
  13. Škoda erzielt 2009 einen Verkaufsrekord. In: Škoda Auto Deutschland. Škoda Auto Deutschland, abgerufen am 15. Januar 2010.
  14.  Dietmar Hawranek: Wettkampf der Schwestern. In: Der Spiegel. Nr. 10, 2010 (online).
  15. Škoda Vision D: Klare Kante, neues Logo. n-tv, 2. März 2011, abgerufen am 3. März 2011.
  16. Škoda modernisiert Designsprache. In: Handelsblatt. Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH & Co. KG, 1. März 2011, abgerufen am 3. März 2011.
  17. VW-Tochter Škoda plant Weltauto – Verkaufsstart im kommenden Jahr. In: Handelsblatt.de. G+J Wirtschaftsmedien GmbH & Co. KG, 1. März 2011, abgerufen am 3. März 2011.
  18. n-tv.de: Ganz viel Auto für wenig Geld: Škoda-Rapid – einer für alle. (abgerufen am 24. Juni 2012)
  19. ŠKODA will noch grüner werden. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  20. 15 Millionen SKODA Fahrzeuge seit 1905 produziert (BILD). Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  21. Publikationen. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  22. Králík Jan, Nachtmann Lukáš: 100 Jahre Škoda-Werbung von L&K bis zur Gegenwart, Druckwerbung des Automobilwerks L&K – Škoda, herausgegeben für Škoda Auto, MotoPublic 2006
  23. ŠKODA erfolgreich auf Wachstumskurs vom 21. März 2012
  24. Key Financial Data Škoda 2013
  25. Key Financial Data Škoda 2013
  26. Škoda Logoentwicklung. Škoda Tradition, abgerufen am 2. Juni 2012.
  27. Škoda Werke mit neuem Logo ausgestattet. In: presseportal.de. news aktuell GmbH, 1. März 2011, abgerufen am 3. März 2011.
  28. AutoBild, 20. März 2009: 50 Jahre Skoda Octavia — Ein Typ für alle Fälle, vom 20. März 2009, aufgerufen 10. September 2012
  29. Kaufberatung für den Škoda 1000 MB (PDF)
  30. Škoda 1200
  31. Skoda Octavia 1Z Daten – autobild.de. Archiviert vom Original am 17. Juni 2013, abgerufen am 21. Oktober 2014.
  32. Kompakt-SUV mit zwei Gesichtern. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  33. Škoda Auto – Garde (Version vom 27. Februar 2009 im Internet Archive)
  34. Škoda im Motorsport
  35. Bild und Infos über Prototyp 1100 MB Kombi
  36. Video über Prototypen
  37. Video über Prototypen
  38. Škoda Favorit Felicia history 1980–2001 – historie Škody 781 prototypy a vyráběné modely
  39. http://www.skoda-auto.com/en/company/production-plants