Škoda Auto

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Skoda ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Skoda (Begriffsklärung) aufgeführt.
ŠKODA AUTO a.s.
Logo
Rechtsform Akciová společnost
Gründung 1895
Sitz Mladá Boleslav,
TschechienTschechien Tschechien
Leitung Winfried Vahland
Mitarbeiter 25.758 (2013) [1]
Umsatz 268.500 Mio. CZK (2013) [2]
Gewinn 13.539 Mio. CZK (2013) [3]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Automobilhersteller
Website www.skoda-auto.com

Škoda Auto, a.s. (Aussprache: Schkoda, [ˈʃkɔda] anhören?/i) ist ein tschechischer Automobil- und Motorenhersteller,[4] der 1895 als Laurin & Klement gegründet wurde und damit zu den ältesten Unternehmen seiner Branche gehört. Der Maschinenbaukonzern Škoda kaufte 1925 die durch den Ersten Weltkrieg geschwächte Gesellschaft auf. Der Konzern wiederum wurde 1945 verstaatlicht.

Seit 1991 gehört das damals noch als Škoda automobilová, a.s. bezeichnete Unternehmen zur Volkswagen AG, zunächst mit einem Mehrheitsanteil, später zu 100 % der Aktienanteile.

2012 verkaufte der Fahrzeughersteller mit 939.202 Einheiten so viele Autos wie nie zuvor.[5] Am 8. Februar 2013 feierte Škoda die Produktion von 15 Mio. Fahrzeugen in der gesamten Firmengeschichte.[6] 2013 lieferte Škoda weltweit 920.750 Automobile aus.[7] Der Name des Unternehmens basiert auf dem des Industriellen Emil von Škoda.

Geschichte[Bearbeiten]

Beschwerdebrief an den Fahrradhersteller Seidel & Neumann

1895 bis 1905 – Gründung von Laurin & Klement[Bearbeiten]

Hauptartikel: Laurin & Klement

Das Unternehmen wurde am 18. Dezember 1895 vom Buchhändler Václav Klement und dem Fahrradmechaniker Václav Laurin in Mladá Boleslav gegründet. Laurin war Gesellschafter der Firma Kraus & Laurin in Turnov, die Fahrräder reparierte. Die Initiative zur Gründung der Fabrik ging von Klement aus. Er hatte sich über den Dresdner Hersteller Seidel & Naumann geärgert, da dieser seine Beschwerde in tschechischer Sprache über die mangelhafte Haltbarkeit seines Fahrrades nicht berücksichtigen wollte.

Anfangs wurden Fahrräder der Marke Slavia gebaut und repariert, drei Jahre später folgten Modelle mit Hilfsmotor. 1898 wurde außerhalb von Mladá Boleslav eine kleine Fabrik errichtet, in der 40 Arbeiter tätig waren. 1899 wurden die ersten Motorräder und ab 1905 Automobile hergestellt. Ende des Jahres 1902 verließ bereits das zweitausendste Motorrad die Fabrik. Die L&K-Motorräder waren bei Wettbewerben sehr erfolgreich, bei 34 Rennen im Jahr 1903 errangen sie 32 Siege. 1905 baute L&K 19 verschiedene Motorräder mit Ein- und Zweizylindermotoren sowie die Vierzylindermaschine CCCC 5HP. Bereits 1901 hatte sich L&K mit der Entwicklung von Automobilen beschäftigt und auf der Automobilausstellung in Wien ein Fahrzeug mit Zweizylindermotor ausgestellt.

1905 bis 1914 – Anfang der Produktion von Automobilen[Bearbeiten]

1905 wurden die ersten Automobile gebaut, zuerst die Voiturette mit einem 1005 cm³ wassergekühlten sieben PS starken Zweizylinder und kurze Zeit später der Typ B mit neun PS und 1399 cm³. 1907 folgten die Typen B2 mit 2278 cm³ und 10 PS und der Typ C, ein Taxi mit 12 PS. 1907 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1912 wurde die Reichenberger Automobil Fabrik übernommen und bald war das Unternehmen der größte Automobilhersteller in Österreich-Ungarn. 1909 wurde der Konstrukteur Otto Hieronimus eingestellt, der vorher schon bei Benz und Daimler gearbeitet hatte. Dieser war auch Rennfahrer und entwickelte den Typ FCR, einen Rennwagen, der 130 km/h erreichte. Laurin & Klement baute neben Motorrädern und Automobilen auch Stationärmotoren, Nutzfahrzeuge, Omnibusse, landwirtschaftliche Maschinen und Straßenwalzen. Rund 40 Prozent der Automobile wurden nach Russland exportiert, auch nach Japan, Südamerika, Neuseeland und in die meisten europäischen Länder wurden Fahrzeuge ausgeführt. In den Jahren bis 1914 waren die Laurin & Klement-Fahrzeuge sehr erfolgreich bei Rennveranstaltungen.

1914 bis 1925 – Der Verkauf von Laurin & Klement an Škoda[Bearbeiten]

Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt, und erst 1919 konnte die Automobilproduktion wieder aufgenommen werden. Als erstes erschienen der Typ Sh und der Kleinwagen Typ T. Es folgten größere Modelle mit Sechszylinder-Motoren und Knight-Schiebersteuerung. In der Zeit von 1905 bis 1925 wurden rund 60 verschiedene Automodelle gebaut.

Am 27. Juni 1925 erfolgte der Zusammenschluss mit den Pilsener Škoda-Werken, wobei Laurin technischer Direktor blieb. Die zu diesem Zeitpunkt gebauten Automobilmodelle wurden von Škoda Auto, wie die neue Firma hieß, zunächst unter dem Namen „Laurin & Klement – Škoda“ und dann unter dem Namen „Škoda“ weitergebaut. Der Bau von Fahr- und Motorrädern wurde komplett eingestellt.

1925 bis 1945 – Erste Republik, deutsche Besatzung und Verstaatlichung[Bearbeiten]

1930 wurde die Autosparte des Großkonzerns unter dem Namen Automobilindustrie-Aktiengesellschaft Škoda (ASAP Škoda) ausgegliedert. Nach der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre gelang Škoda mit dem Popular ein neuer Durchbruch. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Škoda zum deutschen Staatskonzern Reichswerke Hermann Göring. Unter dem Druck der deutschen Besatzungsmacht stellte Škoda nun hauptsächlich verschiedene Arten von Kübel- und Geländewagen mit Allradantrieb sowie die schweren „Radschlepper Ost“ her und montierte einzelne Waffenteile. Daneben wurden für BMW und Daimler-Benz Zahnräder, Wellen und Kühler produziert. Am 9. Mai 1945 wurde die Werkshalle in Mladá Boleslav von unbekannten Bombern angegriffen. Dabei wurden die Karosseriewerkstätten, das Physik- und Chemielabor und das Konstruktionsbüro mit allen alten, archivierten Plänen zerstört. Am 10. Mai 1945 übernahm die Rote Armee die Organisation im Hauptwerk Mladá Boleslav. Am 7. Juni 1945 wurde der erste Betriebsrat gegründet. Am 24. Oktober 1945 wurde das Unternehmen verstaatlicht und schrittweise in die beginnende Planwirtschaft eingebunden. Der Betrieb wurde nach 1945 aus dem Konzern Škoda Pilsen unter Beibehaltung des Firmennamens ausgegliedert und als Nationalunternehmen weiter geführt.[8]

1945 bis 1990 – Rückschläge und Erfolge[Bearbeiten]

Škoda auf der Herbstmesse in Leipzig, 1980
Eingang 7 ins heutige Werk in Mladá Boleslav

Im Jahr 1947 wurde der Lkw-Bau ausgegliedert und zuerst von Avia, ab 1951 von LIAZ unter der Marke Škoda weitergeführt. Anfang/Mitte der 50er-Jahre kamen neue Modelle der Kompakt- und Mittelklasse heraus, darunter auch das schnittige Cabrio Felicia. Im Jahr 1956 fiel die Entscheidung für die Entwicklung eines Autos mit Heckmotor und Heckantrieb. Der schnellen Entwicklung der Technik außerhalb des Ostblocks konnte der staatliche Betrieb nicht mehr folgen und begann erst 1964 mit dem Bau des von einem Heckmotor angetriebenen Modell 1000 MB. Im August 1969 wurden große Teile des Werks in Mladá Boleslav durch einen Brand zerstört.[9] Die Fahrzeugpalette wurde ab den 60er Jahren auf die Mittelklasse beschränkt. Es folgten weitere Heckmotormodelle, 100/110 und der Typ 742 (105, 120, 125, 130, 135) von denen es als 110 R, Garde und Rapid auch sportliche Coupés gab. In der DDR zählten Škoda-Modelle damals zu den wichtigsten Importwagen und machten rund 10 % des gesamten PKW-Bestands aus.[10]

Im Jahr 1987 kehrte Škoda mit dem von Giuseppe Bertone entworfenen Škoda Favorit zurück zum Frontmotor. Schon davor in den Jahren 1969 bis 1972 versuchte Škoda mit der Konzeption einer großzügig ausgerichteten Limousine (Typ 720) mit Frontmotor, Automatikgetriebe und ABS ein innovatives Fahrzeug anzubieten, es blieb nur bei einigen Prototypen wie Kombi-, Fließ- und Stufenheckfahrzeugen mit dem Design von Giorgio Giugiaro. Der sozialistischen Führung der Tschechoslowakei wirkte das Fahrzeug als zu „westlich“, zudem müsste ein Großteil der noch neuen Produktionsmaschinen ersetzt werden. Dies erwies sich als unwirtschaftlich. Den tschechoslowakischen Bürgern wurde indirekt vermittelt, die Sowjetunion habe die Serienfertigung verhindert.

1990 bis heute – Neue Ära nach Verkauf an Volkswagen[Bearbeiten]

Im Zuge der 1990 begonnenen Privatisierung entschied sich die tschechoslowakische Regierung dafür, die damalige AZNP Mladá Boleslav (Automobilové závody, národní podnik; dt. Automobilwerke, Nationalbetrieb) an die Volkswagen AG zu verkaufen. Am 16. April 1991 wurde Škoda die vierte Marke des Volkswagen-Konzerns. Als weitere Interessenten hatten sich die Automobilhersteller Renault und BMW angeboten, jedoch erschienen deren Zukunftskonzepte weniger überzeugend als das von Volkswagen. 1991 wurde in Weiterstadt der deutsche Importeur Škoda Auto Deutschland GmbH gegründet und 1995 hundertprozentige Tochtergesellschaft von Škoda Auto, a.s. Durch das Joint Venture mit Volkswagen entstand der Škoda Felicia mit modernem Design. 1993 wurde Dirk van Braeckel neuer Chef-Designer und gestaltete die ersten Generationen der Modelle Škoda Fabia und Škoda Octavia.[11] Mit diesen Modellen erreichte Škoda wieder einen nennenswerten Marktanteil in Westeuropa.[12][13] 1998 wurde aus Škoda automobilová a.s. die Aktiengesellschaft ŠKODA AUTO a.s. und produzierte zum ersten Mal 400.000 Pkw, die in 70 Länder weltweit exportiert wurden.[14] Aufgrund der Verbindung von Škoda zum Fahrrad unterstützt Škoda den Radsport, seit 2004 unter anderem auch die Tour de France und löste damit Fiat ab.[15] Im Jahr 2008 wurden die neue Modellvariante GreenLine, eine spritsparende Version, und das Sicherheitsprogramm ESP serienmäßig eingeführt.[16] Auf dem russischen und ukrainischen Markt konnte Škoda im Jahr 2009 gute wirtschaftliche Zahlen erreichen. Im gleichen Jahr wurden die bis dato meisten Fahrzeuge der Firmengeschichte ausgeliefert, insgesamt waren es 684.226 Fahrzeuge. In China konnte Škoda die Verkaufszahlen im Jahr 2009 um 107 % auf 122.556 Fahrzeuge steigern. In Deutschland wurden 190.717 Autos ausgeliefert, ein Plus von 57,3 %.[17] Grund für diese starke Absatzsteigerung war unter anderem die staatliche Abwrackprämie in Deutschland.

2014 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellte Designstudie Škoda VisionC.

Der Verkaufserfolg der Marke führte im Frühjahr 2010 zu einem Zwist mit der VW-Zentrale über die künftige Modellpolitik.[18]

Im Jahr 2011 präsentierte Škoda auf dem Genfer Auto-Salon sein neues Corporate Design. Zeitgleich mit der Designstudie Škoda Vision D stellte der Hersteller der Öffentlichkeit auch ein neues Markenlogo vor.[19][20] Ziel für 2011/2012 sei ein günstiges „Weltauto“. Dieses soll im Preissegment von unter 8000 Euro platziert sein. Des Weiteren zeigte der Hersteller Interesse an einem größeren SUV in Form des VW Touareg und an einer Beteiligung an der Sparte von Volkswagen Nutzfahrzeuge.[21] Ende September 2011 stellte das Unternehmen den Škoda Citigo vor, einen lange vorher angekündigten Kleinstwagen auf Basis des Volkswagen up!. Kurz darauf erfolgte der Produktionsbeginn des Škoda Rapid in Pune (Indien). 2012 begann die Fertigung des europäischen Rapid. Škoda entwickelte gleichzeitig für das spanische Schwesterunternehmen Seat den neuen Seat Toledo, der mit dem Rapid weitgehend baugleich ist. Die Produktion läuft auf Bändern im Škoda-Stammwerk Mladá Boleslav.[22] Mit 939.202 ausgelieferten Fahrzeugen konnte die Marke 2012 die bisherige Bestmarke von 2009 übertreffen.[23]

2012 führte Škoda im Rahmen der Wachstumsstragie 2018 die Umweltstrategie „GreenFuture“ ein. Sie soll die Nachhaltigkeit des Unternehmens weiter verbessern. GreenFuture basiert auf drei Säulen. GreenProduct setzt sich neue Modell mit weiter gesenkten Verbrauchs- und Abgasemissionswerten zum Ziel, GreenFactory soll die Fertigung in den eigenen Produktionsstätten um 25 Prozent umweltgerechter gestalten, etwa durch deutliche Reduzierungen des Energie- und Wasserverbrauchs sowie des Abfall- und Kohlendioxid-Aufkommens. GreenRetail beschreibt einen verbesserten Umweltschutz in den Händler- und Werkstattbetrieben, der durch regelmäßige Audits überprüft werden soll.[24]

Im Februar 2013 lief der fünfzehnmillionste Škoda vom Band.[25] Es starteten die Produktion der dritten Generation des Octavia und des Rapid Spaceback, des ersten Kurzheckmodells der Marke im unteren Mittelklassesegment. Škoda präsentierte ihn auf der IAA zusammen mit dem Facelift des Yeti.

Der stärkste Absatzmarkt von Škoda war im Geschäftsjahr 2013 China mit 226.971 Auslieferungen an Kunden, gefolgt von Deutschland (136.415) und Russland (87.456). In China begann im Frühjahr 2014 die lokale Produktion des Octavia III. In Russland erfolgt seit Frühjahr 2014 die Fertigung des Škoda Rapid. Heute ist Škoda in über 100 Ländern vertreten.[26]

Absatz[Bearbeiten]

Modell 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009[27] 2010 2011[28] 2012[29] 2013[30]
Škoda Citigo 29.960 45.225
Škoda Felicia 288.458 261.127 241.256 148.028 44.963
Škoda Fabia
Ab 2007 1. und 2. Generation
823 128.872 250.978 264.641 260.988 247.600 236.698 243.982 232.890 246.561 264.173 229.045 267.000 240.470 201.989
Škoda Rapid 24.692 103.781
Škoda Octavia
Ab 2004 1. und 2. Generation
47.876 102.373 143.251 158.503 164.134 164.017 165.635 181.683 233.322 270.274 309.951 344.857 317.335 349.746 390.000 409.632 359.578
Škoda Superb
Ab 2008 1. und 2. Generation
177 16.867 23.135 22.392 22.091 20.989 20.530 25.645 44.548 98.873 117.000 109.087 94.433
Škoda Roomster 14.422 66.661 57.467 47.152 32.332 36.000 37.964 33.295
Škoda Yeti 11.018 52.604 70.000 87.397 82.449
Gesamt 336.334 365.500 385.330 435.403 460.252 445.525 449.758 451.675 492.111 549.667 630.032 674.530 684.226 762.600 879.200 939.202 920.750

Angaben für 2011 gerundet

PKW-Neuzulassungen und Marktanteile in Deutschland[Bearbeiten]

Jahr Einheiten Marktanteil
2013 159.938 5,42 %
2012 147.197 4,80 %
2011 142.611 4,50 %
2010 132.150 4,53 %
2009 190.717 5,01 %
2008 121.277 3,92 %
2007 118.682 3,77 %
2006 118.523 3,42 %
2005 102.216 3,06 %
2004 096.465 2,95 %
2003 087.402 2,70 %
2002 078.988 2,43 %
2001 075.331 2,25 %
2000 068.757 2,03 %
1999 057.875 1,49 %
1998 044.082 1,16 %
1997 030.097 0,83 %
1996 021.611 0,61 %
1995 021.458 0,62 %
1994 017.998 0,53 %
1993 020.900 0,62 %
1992 025.200 0,65 %

Quelle: Kraftfahrtbundesamt (KBA)[31]

Umsatzzahlen[Bearbeiten]

Umsatzzahlen des deutschen Škoda-Importeurs:[31]

  • 1992: 248 Mio. DM
  • 1993: 271 Mio. DM
  • 1994: 196 Mio. DM
  • 1995: 329 Mio. DM
  • 1996: 332 Mio. DM
  • 1997: 540 Mio. DM
  • 1998: 997 Mio. DM
  • 1999: 1,335 Mrd. DM
  • 2001: 1,634 Mrd. DM
  • 2002: 875 Mio. Euro
  • 2003: 933 Mio. Euro
  • 2004: 1,087 Mrd. Euro

[Bearbeiten]

Geschichte des Logos[Bearbeiten]

Nach der Übernahme durch Škoda benutzte das Automobilwerk zuerst ein ovales Unternehmenslogo mit der Inschrift „Škoda“, doch bereits 1926 wurde der traditionelle, heute noch gebräuchliche Škoda-Pfeil eingeführt. Als Vorbild für das heutige Logo könnte dabei der Federschmuck von Indianern gedient haben; in den 1920er Jahren bezeichnete man das Symbol im Volksmund als „Indianer“. Im Dezember 1923 wurde das Motiv „Pfeil mit drei Federn im Ring“ beim Amt für die Registration von Zeichen und Mustern als Warenzeichen eingetragen. Als Schöpfer des Logos gilt der damalige kaufmännische Direktor der Pilsener Škoda-Werke Tomáš Maglič.

Der Ring zeigt die Allseitigkeit der Produktion, die Vollkommenheit der Fertigung, den Erdball und die Welt. Die Feder deutet derweil auf den technischen Fortschritt, die Spannweite des Produktionsprogramms sowie den internationalen Vertrieb der Produkte hin, der Pfeil kennzeichnet die fortschrittlichen Fertigungsmethoden und hohe Arbeitsproduktivität. Das Auge weist auf die Genauigkeit der Fertigung, technischen Scharfsinn und Überblick hin. In der Verbindung des von Lorbeeren umrandeten geflügelten Pfeils akzentuiert das Symbol die 100-jährige Tradition der Firmengründer.[32]

Von 1991 bis 2011 tritt das Logo in Grün und mit der Inschrift „Škoda Auto“ anstelle der Lorbeeren auf. Das Ziel war die Unterscheidung zwischen dem Autohersteller und dem Maschinenbaukonzern. Die grüne Farbe bildet einen Verweis auf die Bemühungen um Umweltschutz und Recycling. Im Jahr 2011 stellte man auf dem Genfer Automobilsalon das neue Markenzeichen vor. Die Inschrift und die schwarze Umrandung verschwanden und wurden durch eine silberne Umrandung mit der in großen Buchstaben geschriebenen Überschrift „Škoda“ ausgetauscht. Das alte Logo wird jedoch bis 2012 verwendet. Bis dahin werden Autohäuser und Werksstandorte sich dem neuen Corporate Design anpassen. Fahrzeuge werden aber noch 2011 mit dem Logo mit schwarzer Chromoptik gebaut.[33]

Logoentwicklung[Bearbeiten]

Modelle[Bearbeiten]

1923–1945[Bearbeiten]

Škoda Popular Sport
Škoda Superb (1934)

ab 1948[Bearbeiten]