Wilhelm Hennis
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wilhelm Hennis (* 18. Februar 1923 in Hildesheim) ist ein deutscher Politikwissenschaftler.
Hennis wurde am 28. Februar 1952 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen mit einer Arbeit über die Souveränität promoviert. Danach studierte er ein Jahr in den Vereinigten Staaten und arbeitete sodann als wissenschaftlicher Mitarbeiter des SPD-Bundestagsabgeordneten Adolf Arndt.
Nach seiner Habilitation 1960 an der Universität Frankfurt für Politische Wissenschaft wurde er ebendort Privatdozent und nahm noch im selben Jahr einen Ruf an die Pädagogische Hochschule Hannover an. 1962 wurde er von dort als ordentlicher Professor für Politisch Wissenschaft neben Siegfried Landshut an die Universität Hamburg berufen. Von dort ging er 1967 an die Universität Freiburg, wo er bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Politische Theorie innehatte.
Am 14. Juli 2009 erhielt er den Dr. rer. pol. ehrenhalber der Universität Hamburg. Die Laudatio hielt Christine Landfried.
Er legte bedeutende Studien über Max Weber vor. Sein anspruchsvoller und unverblümter, der Verteidigung der Demokratie verpflichteter, eher normativer Wissenschaftsbegriff, den er in zahlreichen Publikationen vertreten hat, geriet häufig im Widerspruch zur vorherrschenden,, auf empirische Methodik konzentrierten Ansätzen in der Politikwissenschaft.
[Bearbeiten] Werk (kleiner Auszug)
- Das Problem der Souveränität. Ein Beitrag zur neueren Literaturgeschichte und gegenwärtigen Problematik der politischen Wissenschaften, 1951, zugl. Diss., Univ. Göttingen 1952.
- Verfassung und Verfassungswirklichkeit. Ein deutsches Problem (Antrittsvorlesung), Tübingen 1968.
[Bearbeiten] Literatur
- Schlak, Stephan: Wilhelm Hennis. Szenen einer Ideengeschichte der Bundesrepublik, Verlag C. H. Beck: München 2008
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Wilhelm Hennis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag von Hennis auf der Seite Vergleichende Politikwissenschaft
- "Nun wollte ich sehen, wie der Staat arbeitet" Interview der FAZ mit Hennis vom 18. Februar 2008 anlässlich seines 85. Geburtstags, in dem er sein Grundverständnis von Politik als praktischer Wissenschaft darlegt, S. 36.
- Hennis' Artikel in DIE ZEIT, in dem er aufrief, sich wegen der Aktenvernichtungen im Zuge des Regierungswechsels von 1998 gegen die ehemalige Regierung unter Helmut Kohl beim Generalstaatsanwalt in Köln zu beschweren
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hennis, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politologe |
| GEBURTSDATUM | 18. Februar 1923 |
| GEBURTSORT | Hildesheim |

