Wust-Fischbeck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wust-Fischbeck
Wust-Fischbeck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wust-Fischbeck hervorgehoben
52.54861111111112.06666666666731Koordinaten: 52° 33′ N, 12° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Stendal
Verbandsgemeinde: Elbe-Havel-Land
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 68,18 km²
Einwohner: 1399 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39524
Vorwahl: 039323
Kfz-Kennzeichen: SDL, HV, OBG
Gemeindeschlüssel: 15 0 90 631
Adresse der Verbandsverwaltung: Fontanestraße 6
39524 Schönhausen (Elbe)
Webpräsenz: Wust-Fischbeck
Lage der Gemeinde Wust-Fischbeck im Landkreis Stendal
Aland Aland Altmärkische Höhe Altmärkische Wische Arneburg Bismark (Altmark) Bismark (Altmark) Eichstedt Goldbeck Hassel Havelberg Hohenberg-Krusemark Hohenberg-Krusemark Iden Kamern Klein Schwechten Klietz Osterburg Rochau Sandau (Elbe) Schollene Schönhausen (Elbe) Stendal Stendal Stendal Stendal Seehausen Seehausen Tangerhütte Tangermünde Werben (Elbe) Wust-Fischbeck Zehrental Sachsen-AnhaltKarte
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Wust-Fischbeck ist eine kreisangehörige Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, die am 1. Januar 2010 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Wust und Fischbeck (Elbe) gebildet wurde.[2]

Die Gemeinde Wust-Fischbeck gehört der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wust-Fischbeck besteht aus folgenden Gemeindeteilen:

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Fischbeck.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Wust-Fischbeck setzte sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 aus neun Vertretern zusammen, fünf von der CDU, drei von der Linken und ein Einzelbewerber.[3] Die Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land gibt im Juni 2013 eine andere Zusammensetzung an: je fünf Vertreter der CDU und der WG Wust, zwei der Linken und eine Einzelbewerberin.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Das vom Magdeburger Diplom-Designer Ernst Albrecht Fiedler gestaltete Wappen wurde am 5. Juli 2010 durch den Landkreis Stendal genehmigt.

Blasonierung: „Im Wellenschnitt schräg geteilt Gold über Blau, hinten oben eine sitzende schwarze Katze mit aufgerichtetem Schwanz, vorn unten ein nach der Teilung gestellter linkshin schwimmender goldener Fisch, an der Teilung vorn oben und hinten unten in verwechselten Tinkturen je eine von der Teilungslinie durchlaufene Gruppe von vier (2:2) sechsstrahligen Sternen, dabei der vordere untere Stern jeder Gruppe unterhalb, die restlichen drei oberhalb der Teilung.“[5]

Die Farben der Gemeinde sind – abgeleitet von den Farben der Schildteilung – Gold (Gelb) und Blau.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist gelb - blau ( 1:1 ) gestreift (Querformat: Streifen waagerecht verlaufend, Längsformat: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[5]

Kirchen[Bearbeiten]

Die Dorfkirche im Ortsteil Melkow wurde um 1200 romanisch erbaut und gehörte zum Kloster Jerichow, bis 1726 König Friedrich Wilhelm I. das Patronatsrecht an Hans Heinrich von Katte und seine Nachkommen verlieh. Die Ausstattung der Kirche ging im Dreißigjährigen Krieg durch Plünderung verloren. 1953 wurde ein vermutlich aus einer aufgegebenen Kirche stammendes, romanisches Sandstein-Taufbecken (um 1200) aufgestellt. Die Kirche gehört zur Straße der Romanik.

Die Dorfkirche im Ortsteil Briest wurde um 1300 als frühgotische, turmlose Kapelle erbaut. Seit 1985 ist sie Haus der Marionettenbühne.

Die spätromanische Dorfkirche im Ortsteil Sydow wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde eine Herrschaftsloge eingebaut. Ein ehemals hölzerner Turmaufbau wurde 1949 durch den aktuellen Turm ersetzt.

Zur Restaurierung der Dorfkirchen in Wust, Melkow und Briest trug auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bei.

Der Geschichtskreis & Marionettenbühne im Kirchspiel Wulkow/Wust (GuM) kümmert sich außer um die romanischen Dorfkirchen in den Ortsteilen Wust, Melkow und Sydow auch um die frühgotische Dorfkirche im Ortsteil Briest sowie um die romanischen Kirchen in Groß- und Kleinwulkow in der Gemeinde Wulkow. 2006 erhielt der GuM die Silbermedaille des durch den Tourismusverband Sachsen-Anhalt e. V. vergebenen Romanikpreises.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jochen Reinecke: BRIEST. In: Schlösser und Gärten in Sachsen-Anhalt, Heft 2, Berlin 2001.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  3. Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt
  4. Homepage der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land
  5. a b Amtsblatt des Landkreises Nr. 18/2010 Seite 235 (PDF; 714 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wust-Fischbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien