Yeah Yeah Yeah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Yeah Yeah Yeah (auch: A Hard Day’s Night)
Originaltitel A Hard Day’s Night
Aharddaysnight-logo.svg
Produktionsland UK
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1964
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Richard Lester
Drehbuch Alun Owen
Produktion Walter Shenson
Musik The Beatles und George Martin
Kamera Gilbert Taylor
Schnitt John Jympson
Besetzung

Yeah Yeah Yeah (alternativ: A Hard Day’s Night) ist ein britischer Film des Regisseurs Richard Lester aus dem Jahr 1964. Im Mittelpunkt der Spielhandlung stehen die vier Mitglieder der Beatles. Der Soundtrack wurde als Album A Hard Day’s Night veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beschreibt einen Tag im Leben der Beatles und ironisiert die sogenannte „Beatlemania“, die seit 1963 in vollem Gange war. Die „Fab Four“ werden von jungen Mädchen bestürmt, entwinden sich immer wieder den Vorgaben ihres Managers und haben mitten drin kleine Problemchen mit Pauls Großvater. Dieser ist ein Querulant, verkauft Fotos der Beatles mit nachgemachten Autogrammen und wiegelt Ringo Starr auf, die Band zu verlassen, sodass die anderen ihn vor einem Fernsehauftritt suchen müssen. Zwischendurch singen die Beatles ihre Hits.

Im Rahmen der Möglichkeiten des Filmes werden die unterschiedlichen Charaktere der vier Beatles gezeigt: John der Zyniker, Paul der Charmante, George der Zurückhaltende, Ringo der Witzbold, der aber unter seiner Rolle im Bandgefüge leidet.

Der Schwarz-Weiß-Film gibt mitunter vor, ein Bild des tatsächlichen Lebens der Beatles zu liefern und bedient sich dazu des Stils einer Mockumentary. Besonders witzig etwa, dass bei dem Fernsehauftritt die beiden letzten Songs kaum zu hören sind, da das Publikum zu laut ist.

Zudem ist er ein Dokument des Swinging London der 1960er Jahre.

Synchronfassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung des Filmes verändert mitunter den Sinn der Dialoge vollkommen. Die Beatles unterhalten sich über Die Blechtrommel von Günter Grass, zitieren deutsche Gedichte und wollen zum deutschen Film.

Rolle Darsteller Synchronstimme[1]
John Lennon John Lennon Rainer Brandt
Paul McCartney Paul McCartney Wolfgang Gruner
George Harrison George Harrison Wolfgang Draeger
Ringo Starr Ringo Starr Horst Gentzen
Pauls Großvater Wilfrid Brambell Hugo Schrader

Kritiken[Bearbeiten]

„Neuartig und richtungsweisend für spätere Musikfilme ist die authentische Wiedergabe von Lebensgefühl und Zeit-Atmosphäre, die weniger durch protokollarischen Realismus als durch schöpferische Unordnung und parodistische Stilexperimente erreicht wird.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Das Drehbuch und die Musik wurden 1965 für den Oscar nominiert.

Sonstiges[Bearbeiten]

Pattie Boyd ist in der Rolle von Jean, einem Schulmädchen, das nicht im Abspann erwähnt wird, zu sehen und lernte auf dem Set George Harrison kennen, den sie später heiratete.

Für den DDR-Machthaber Walter Ulbricht war das „Yeah Yeah Yeah“ der Beatles ein Paradebeispiel für westliche Beatmusik: „Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt, […] sollte man doch Schluss machen.“ (1965, Ankündigung des Verbots westlicher Beatmusik auf dem XI. Plenum des ZK der SED).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Synchronkartei