Alfiano Natta
| Alfiano Natta | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Provinz | Alessandria (AL) | |
| Koordinaten | 45° 3′ N, 8° 13′ O | |
| Höhe | 280 m s.l.m. | |
| Fläche | 13,16 km² | |
| Einwohner | 668 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Fraktionen | Cardona, Casarello, Casa Paletti, Sanico | |
| Postleitzahl | 15021 | |
| Vorwahl | 0141 | |
| ISTAT-Nummer | 006004 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Alfianesi | |
| Schutzpatron | San Marziano | |
| Website | www.comune.alfianonatta.al.it | |
Alfiano Natta (piemontesisch Alfian) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Alessandria, Region Piemont, mit 668 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).
Geographie
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Die Gemeinde Alfiano Natta liegt 44 km von der Provinzhauptstadt Alessandria und 19 km nördlich von Asti entfernt. Das Gemeindegebiet umfasst mit den vier Fraktionen Cardona, Casarello, Casa Paletti und Sanico eine Fläche von etwas mehr als 13 km².
Die Nachbargemeinden sind Calliano Monferrato (AT), Castelletto Merli, Moncalvo (AT), Odalengo Piccolo, Penango (AT), Tonco (AT) und Villadeati.
Etymologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsname leitet sich aus zwei Familiennamen zusammen. Nach Dante Olivieri ist der erste Teil des Namens eine Ableitung aus dem römischen Gentilnamen Alfius, dem das Suffix -anus angehängt wurde. Er nimmt wahrscheinlich Bezug auf einen römischen Grundbesitzer. Der Gentilname lässt sich laut CIL an verschiedenen Orten in Norditalien nachweisen, unter anderem in Turin und Tortona. Der zweite Name Natta entlehnt sich aus dem Namen der Feudalherren, denen der Ort und seine Umgebung unterstanden. Das Toponym ist erstmals 867 in der Form Alfianus belegt und 1305 in der Form Alphianus.[2]
Geschichte
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Bei Alfiano Natta handelte sich um ein mittelalterliches Lehen, das zu den ältesten in der Gegend gehörte. Ursprünglich gehörte es zum Besitz der Markgrafen von Monferrato, die es später einigen einheimischen Familien überließen. Seine Bedeutung wuchs ab dem Ende des 10. und Anfang des 11. Jahrhunderts, als es von Friedrich Barbarossa zugunsten des Markgrafen Wilhelm IV. von Monferrato belehnt wurde, wie aus einem Diplom aus dem Jahr 1164 hervorgeht.[3]
Ab dem Jahr 1531 wurde es verliehen an die Familie Natta, die es bis 1900 besaß und deren erster Herr Giovanni Giacomo war. Die Burg, die sie bewohnten, ist noch immer auf dem Hügel über dem alten Dorf zu sehen, wenn auch nur teilweise, da sie heute in Trümmern liegt.
Im 16. Jahrhundert ging es an das Haus Savoyen über.
Bevölkerungsentwicklung
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Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde hatte zusammen mit Tonco eine Haltestelle an der Bahnstrecke Castagnole-Asti-Mortara, deren Betrieb aber 2012 eingestellt wurde.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Kirche San Marziano aus dem 17. Jahrhundert, in der Gemälde des Malers Guglielmo Caccia bewundert werden können.
- Die Kapelle San Defendente, in der sich auch ein Gemälde von Caccia befindet.
- Die Kirche Sant’Eusebio, an deren Seite zwei römische Büsten stehen.
- Das Schloss Razzano, heute Sitz eines landwirtschaftlichen Anwesens.
Kulinarische Spezialitäten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Alfiano Natta werden Reben der Sorte Barbera für den Barbera d’Asti, einen Rotwein mit DOCG Status angebaut.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
- ↑ Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. S. 19.
- ↑ Geschichte auf www.italiapedia.it
