Mornese

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Mornese
Kein Wappen vorhanden.
Mornese (Italien)
Mornese
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Alessandria (AL)
Koordinaten 44° 38′ N, 8° 45′ OKoordinaten: 44° 38′ 25″ N, 8° 45′ 26″ O
Höhe 380 m s.l.m.
Fläche 13,30 km²
Einwohner 738 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 55 Einw./km²
Postleitzahl 15075
Vorwahl 0143
ISTAT-Nummer 006111
Volksbezeichnung Mornesini
Schutzpatron San Nicola da Tolentino

Mornese (piemontesisch Mornèis, ligurisch Morneise, im lokalen Dialekt Murneise) ist eine Gemeinde mit 738 (Stand 31. Dezember 2016) Einwohnern in der italienischen Provinz Alessandria (AL), Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama von Mornese

Die Gemeinde gliedert sich in mehrere in der Regel nach dem lange vorherrschenden Familiennamen benannte Fraktionen (Ortsteile), darunter Mazzarelli. Der Ort liegt auf einer Höhe von 380 m über dem Meeresspiegel, zwischen dem Val Lemma und dem Tal des Gorzente auf einem der letzten Ausläufer des Ligurischen Apennin, etwa 100 km südöstlich von Turin und etwa 35 km südöstlich von Alessandria.

Die Nachbargemeinden sind Bosio, Casaleggio Boiro, Montaldeo und Parodi Ligure. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Parco naturale delle Capanne di Marcarolo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Doria in Mornese

Erstmals in Urkunden von 1188 als Molanesio erwähnt, kam es unter die Herrschaft der Rossa della Volta aus Genua, die 1270 eine Burg errichteten. Von ihnen ging die Herrschaft an die Markgrafen von Montferrat und schließlich von 1330 bis 1574 an die Grafen von Doria. Der heute erhaltene Burgbau stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die Kirche Sankt Silvester in Mornese

Die Pfarrkirche war zunächst Nikolaus von Tolentino (1245–1305) geweiht, dann dem hl. Silvester. In einem Untergeschoss der Kirche befindet sich eine Krippenausstellung. Sowohl die heutige Pfarrkirche als auch die Kirche Sankt Rochus stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Der Ort gilt als spirituelles Zentrum der Don-Bosco-Familie, insbesondere der Don-Bosco-Schwestern. Er ist Geburtsort der Mitgründerin des heute größten Frauenordens der römisch-katholischen Kirche, Maria Dominica Mazzarello. Im Hof Valponasca verbrachte sie ihre Kindheit und Jugendzeit. In Mornese wurde auch das erste Kolleg der Schwestern errichtet. 1972 zum 100. Ordensjubiläum wurde von den Don-Bosco-Schwestern mit Hilfe von ehemaligen Schülerinnen aus 57 Nationen eine Kirche mit dem Patrozinium der hl. Maria Dominica Mazzarello geweiht. In der Nähe steht seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine kleine Kirche, die dem heiligen Laurentius und Maria, Hilfe der Christen geweiht ist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert kontinuierlich angestiegen, hatte die Einwohnerzahl im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts mit über 1600 Einwohnern ihr Maximum und ging seither kontinuierlich bis auf etwas über 700 Einwohner zurück.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [2])
1871 1901 1911 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2001
1.396 1.421 1.635 1.626 1.479 1.256 1.217 1.029 875 734 725 706

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitiger Bürgermeister ist seit 14. Juni 2004 Marco Giovanni Mazzarello (wiedergewählt: 2009).

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mornese werden Reben für den Dolcetto d’Ovada, einen Rotwein mit DOC Status angebaut. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Einwohnerstatistik auf comuni-italiani.it

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mornese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien