Alina Levshin

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Alina Levshin beim Deutschen Filmpreis 2012

Alina Levshin (* 10. September 1984 in Odessa) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Alina Levshin, die Deutsch und Russisch als Muttersprachen spricht, kam als Sechsjährige mit ihren Eltern aus der damals noch zur Sowjetunion gehörenden Ukraine nach Berlin.[1] Zwischen 1991 und 2000 spielte und tanzte sie im Kinderensemble des Friedrichstadt-Palastes. Nach dem Abitur studierte sie von 2006 bis 2010 Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Sie wirkte an zahlreichen Theaterinszenierungen und Filmen ihrer Hochschule sowie an Aufführungen des Hans-Otto-Theaters Potsdam mit. Beim Schauspielschultreffen 2009 in Zürich wurde die Potsdamer Hochschulinszenierung Lügengespinst mit einem Ensemblepreis ausgezeichnet.

2009 war Alina Levshin in der Folge Das Mädchen aus Sumy der ZDF-Fernsehreihe Rosa Roth zu sehen und erhielt dafür eine Nominierung für den New Faces Award der Zeitschrift Bunte. Weitere Bekanntheit erzielte sie durch ihre Hauptrolle als ukrainische Zwangsprostituierte Jelena in Dominik Grafs 2010 gesendeter Fernsehserie Im Angesicht des Verbrechens, die sie ebenfalls noch während des Studiums spielte. Dafür wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis 2010 ausgezeichnet. Vielfach preisgekrönt wurde auch Levshins Darstellung des Neonazi-Mädchens Marisa in David Wnendts Spielfilm Kriegerin (2011). Nach der Verleihung des Förderpreises Deutscher Film 2011, wo sie von der Jury für ihre „atemberaubend[e]“ Wandelbarkeit „im Gesicht, in der Sprache und in der Körperlichkeit“ gelobt wurde,[2] folgten 2012 der Nachwuchspreis des Deutschen Schauspielerpreises, der Bambi in der Kategorie Schauspielerin National und der Deutsche Filmpreis als beste Hauptdarstellerin. Sie hoffe, dass mit Kriegerin die Aufklärungsarbeit über den Rechtsextremismus unterstützt werden könne, sagte Levshin nach ihrer Auszeichnung.[3]

2013 spielte Levshin die Titelrolle als kühle Headhunterin im Fernseh-Psychothriller Alaska Johansson. Daneben erhielt sie eine der Hauptrollen im neuen Erfurter Tatort des MDR. Als Juristin und zunächst Polizeipraktikantin, später Kommissarin, gehörte sie mit Friedrich Mücke und Benjamin Kramme zum bisher jüngsten Tatort-Ermittlerteam um die Kommissare Funck, Schaffert und Grewel. Nach der Ausstrahlung des zweiten Falls Ende 2014, der viele schlechte Kritiken erhielt, entschieden sich Alina Levshin und Friedrich Mücke aus der Krimireihe auszusteigen. Daraufhin stellte der MDR den Erfurter Tatort komplett ein.[4]

Levshin lebt mit ihrem Mann und ihrer im Dezember 2011 geborenen Tochter in Berlin.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

Musikvideo

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alina Levshin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jörg Thomann: Sie kann auch anders. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 15. Januar 2012
  2. „Kriegerin“: Alina Levshin und der Starrummel, Fluter.de, abgerufen am 9. August 2012
  3. Paul Katzenberger: „Der Reiz war, das Extreme rauszuholen“, bei Süddeutsche.de, 9. Mai 2012
  4. Nach nur zwei Folgen: Aus für Erfurter „Tatort“-Team bei Spiegel online, abgerufen am 7. Januar 2015
  5. Video Schönste Zeit im offiziellen YouTube-Kanal von Bosse, abgerufen am 22. Mai 2013
  6. Jornal da Mostra vom 4. November 2011