Andreas Sander

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Andreas Sander Ski Alpin
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 13. Juni 1989
Geburtsort Schwelm
Größe 178 cm
Gewicht 91 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Super-Kombination
Verein SG Ennepetal
Status aktiv
Medaillenspiegel
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Formigal 2008 Super-G
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 13. März 2008
 Gesamtweltcup 31. (2015/16)
 Abfahrtsweltcup 18. (2016/17)
 Super-G-Weltcup 15. (2015/16)
 Kombinationsweltcup 25. (2015/16)
letzte Änderung: 15. März 2017

Andreas Sander (* 13. Juni 1989 in Schwelm) ist ein deutscher Skirennläufer. Er gehört derzeit dem A-Kader der deutschen Skinationalmannschaft an und ist auf die Disziplinen Abfahrt und Super-G spezialisiert.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sander wuchs im westfälischen Ennepetal-Rüggeberg auf. Mit dem Skisport begann er im Alter von zwei Jahren unter Anleitung seiner Eltern auf der heimischen Teufelswiese. Später reiste er regelmäßig mit seinen Eltern für Skiurlaube in die Alpen. Sein Talent zeigte sich frühzeitig: Er wurde in seiner Altersklasse mehrfacher Westdeutscher Meister und 2004 Deutscher Schülermeister. Nachdem die Talentsichter des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf ihn aufmerksam geworden waren, holten sie Sander zur optimalen Förderung 2004 nach Bayern an das Ski-Gymnasium Berchtesgaden. Im Herbst 2006 wechselte er an das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium Oberstdorf, welches Partner des Wintersports ist.

Schnell stellten sich erste Erfolge ein. 2006 wurde er vierfacher Deutscher Jugendmeister im Slalom, Riesenslalom, Super-G und in der Abfahrt. Im Jahr darauf Vizejugendmeister im Slalom und 2008 Vizejugendmeister im Riesenslalom. Seinen bislang größten Erfolg feierte er Ende Februar 2008, als er bei der Alpinen Juniorenweltmeisterschaft im spanischen Formigal die Goldmedaille im Super-G errang, der erste Weltmeistertitel für das Herrenteam des DSV seit 2001. Mit diesem Erfolg qualifizierte er sich für das Weltcupfinale in Bormio. Bei seinem Weltcupdebüt am 13. März 2008 schied er jedoch kurz vor dem Ziel aus.

In den zwei darauf folgenden Wintern konnte Sander diesen Erfolg vorerst nicht bestätigen. Er kam hauptsächlich im Europacup zum Einsatz, war aber nie besser als Zwölfter. Im Winter 2010/11 zeigte er jedoch eine aufsteigende Formkurve. Am 18. Dezember 2010 fuhr er in der Abfahrt von Gröden auf den 28. Platz und holte damit die ersten Weltcuppunkte. Hinzu kamen zwei Podestplätze in Europacuprennen. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen erlitt er nach dem 21. Platz im Super-G bei einem Sturz in der Abfahrt einen Innenbandriss im rechten Knie.[1] Fünf Wochen später nahm er auf derselben Piste an den Deutschen Meisterschaften teil und gewann den Abfahrts- und den Super-G-Titel.

Der Winter 2015/16 war mit sechs Top-10-Platzierungen (zweimal Abfahrt, viermal Super-G) die bisher stärkste Saison für Andreas Sander, unter anderem realisierte er hierbei sein bis dahin bestes Weltcupergebnis mit Platz 6 im Super-G von St. Moritz am 17. März 2016. Am 16. Dezember 2016, also in der Saison 2016/17, feierte er dann mit dem fünften Platz beim Super-G in Gröden sein neues bestes Weltcupergebnis.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 9 Platzierungen unter den besten 10

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2010/11 161. 4 59. 4 - - - -
2011/12 80. 72 35. 43 46. 13 32. 16
2012/13 120. 14 49. 9 52. 1 29. 4
2014/15 93. 49 37. 36 43. 13 - -
2015/16 31. 317 25. 133 15. 164 25. 20
2016/17 37. 238 18. 128 16. 110 - -

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
20. März 2015 Soldeu Andorra Abfahrt

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Innenbandriss bei Andreas Sander. Deutscher Skiverband, 12. Februar 2011, abgerufen am 12. Februar 2011