Aresing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aresing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aresing
Aresing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aresing hervorgehoben
Koordinaten: 48° 32′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 426 m ü. NHN
Fläche: 29,89 km2
Einwohner: 2745 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86561
Vorwahl: 08252
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Martin-Str. 16
86561 Aresing
Webpräsenz: www.aresing.de
Bürgermeister: Klaus Angermeier (CSU)
Lage der Gemeinde Aresing im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Aresing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aresing liegt in der Planungsregion Ingolstadt vier Kilometer südlich von Schrobenhausen.

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Aresing, Autenzell, Gütersberg, Hengthal, Neuhof, Niederdorf, Oberlauterbach, Oberweilenbach, Rettenbach und Unterweilenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz von Lenbach: Dorfstraße in Aresing (1856, Öl auf Leinwand)
Pfarrkirche St. Martin in Aresing
Maibaum vor dem Rathaus

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aresing gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schrobenhausen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Aresing. Durch die am 1. Juli 1972 durchgeführte Gebietsreform erfolgte die Zusammenlegung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Aresing, Lauterbach, Rettenbach und Weilenbach. Von Mai 1978 bis Dezember 1979 gehörte Aresing vorübergehend zur Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen.

Die Bischof-Sailer-Volksschule wurde nach dem 1751 in Aresing geborenen und im Ort aufgewachsenen, katholischen Theologen Johann Michael Sailer benannt, der von 1829 bis zu seinem Tod 1832 Bischof von Regensburg war. Die Erwin-Lesch-Schule (Förderschule) wurde nach dem Heilpädagogen, Ausbilder von „Hilfsschullehrern“ und Verfasser von Lehr- und Schulbüchern Erwin Lesch benannt.

Der Aresinger Maler Johann Baptist Hofner (1832–1913), der vor allem als Tiermaler bekannt wurde, war mit dem aus Schrobenhausen stammenden „Münchner Malerfürsten“ Franz von Lenbach (1836–1904) befreundet. Lenbach wohnte 1853 bei Hofner in Aresing und besuchte danach häufig den Ort, um dort gemeinsam mit Hofner und später mit anderen Studenten der Akademie der Bildenden Künste in München zu malen. Dabei schuf Lenbach unter anderem 1856 sein Ölgemälde Dorfstraße von Aresing, das sich heute in der Neuen Pinakothek in München befindet. Von Hofner stammen das Deckengemälde und der Kreuzweg in der 1859 von Grund auf erneuerten Pfarrkirche St. Martin.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Lauterbach und Rettenbach sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Weilenbach eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1690 Einwohner
  • 1970: 1857 Einwohner
  • 1987: 2341 Einwohner
  • 1991: 2541 Einwohner
  • 1995: 2740 Einwohner
  • 2000: 2773 Einwohner
  • 2005: 2707 Einwohner
  • 2010: 2684 Einwohner
  • 2015: 2745 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Klaus Angermeier (CSU). Er wurde bei den Kommunalwahlen 2014 mit 60,8 % der Stimmen gewählt. Gegenkandidaten waren Georg Haas von den Freien Wählern (31,7 %) und Hubert Mayr von der SPD (7,5 %). Sein Vorgänger war Horst Rössler (SPD). Der Gemeinderat der Amtsperiode 2014–2020 besteht aus vierzehn Mitglieder, davon stellen die CSU sieben, die SPD zwei und die Freien Wähler Aresing fünf Räte.

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 2.380 T€ (Jahr 2014); davon waren 695 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung des 1964 angenommenen Wappens: „Zweimal gespalten; vorne in Blau eine aufrechte goldene Ähre, in der Mitte in Silber ein blauer Wellenpfahl, hinten in Blau ein aufrechtes goldenes Schwert.“

Durch die zweifache Spaltung wird das Wappen in drei Felder geteilt, die auf die drei ehemaligen alten Ortsteile Weham, Sonnenham und Bauerngasse hinweisen. Die goldene Ähre stammt aus dem Wappen des in Aresing geborenen Johann Michael Sailer. Der Wellenpfahl weist auf die Lage im breiten Tal der Weilach hin. Das Schwert symbolisiert St. Martin als Patron der Pfarrkirche.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es nach der amtlichen Statistik im Ort 552 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; 1128 Einwohner der Gemeinde standen in einem pflichtigen Beschäftigungsverhältnis, so dass die Zahl der Auspendler um 575 höher war als die der Einpendler.

Im Jahr 2010 betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 1593 ha, davon waren 1312 ha Ackerland und 278 ha Dauergrünland. Es gab 58 landwirtschaftliche Betriebe.

Im Ortsteil Autenzell ist seit 2008 der Autoveredler G-Power angesiedelt, der sich vor allem mit dem Tuning von BMW-Modellen befasst.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholischer Kindergarten St. Martin, 124 Plätze, 105 Kinder (Stand 2015)
  • Bischof-Sailer-Volksschule (Grund- und Mittelschule)
  • Erwin-Lesch-Schule (Förderschule)

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Michael Sailer (1751–1832), katholischer Theologe und Bischof von Regensburg
  • Johann Baptist Hofner (1832–1913), Maler
  • Michael M. Lutz (1912–1995), Maler
  • Alois Haas (1928–2007), katholischer Theologe und Päpstlicher Ehrenprälat. Haas, gebürtig im damals noch eigenständigen Weilenbach, feierte 1955 seine Primiz in seiner Aresinger Heimatpfarrei. Sein Nachlass ist im Besitz der Gemeinde; darunter sind mehr als 3000 Bücher, alle 41 von Johann Michael Sailer verfassten Bände und 120 Fotobände.
  • Arik Braun (* 1988), Schachspieler (Deutscher Meister 2009)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aresing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien