Ehekirchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ehekirchen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ehekirchen
Ehekirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ehekirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 38′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 62,79 km²
Einwohner: 3698 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86676
Vorwahlen: 08435, 08253
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 127
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bräugarten 1
86676 Ehekirchen
Webpräsenz: www.ehekirchen.de
Bürgermeister: Günter Gamisch (Freie Wähler/DG Ehekirchen)
Lage der Gemeinde Ehekirchen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Ingolstadt Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dachau Landkreis Eichstätt Landkreis Donau-Ries Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Aresing Berg im Gau Bergheim (Oberbayern) Brunnen (Bayern) Burgheim Ehekirchen Gachenbach Karlshuld Karlskron Königsmoos Langenmosen Neuburg an der Donau Oberhausen (bei Neuburg/Donau) Rennertshofen Rohrenfels Schrobenhausen Waidhofen (Oberbayern) WeicheringKarte
Über dieses Bild

Ehekirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Ortskern von Ehekirchen mit der Pfarrkirche St. Stephan

Ehekirchen liegt in der Planungsregion Ingolstadt, 13 km südlich von Neuburg an der Donau an der Staatsstraße 2035 nach Augsburg.

Die Gemeinde umfasst die Gemarkungen: Ambach, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Haselbach, Hollenbach, Schönesberg, Walda, Seiboldsdorf und Weidorf.

Gemeindeteile sind:[2]
Ambach, Anderhof, Auhof, Aumühle, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Haselbach, Heilig-Geist-Mühle, Hollenbach, Holzkirchen, Kagerhof, Kehrhof, Mochenbach, Nähermittenhausen, Probmühle, Ried, Schainbach, Schönesberg, Seiboldsdorf, Walda, Wallertshofen und Weidorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am 4. September 2010 enthüllte Metallsilhouette im Kreisverkehr soll auf die Ehekirchener Bierhochzeit hinweisen

Das 1011 gegründete Kloster Kühbach war seit seiner Gründung bis zur Säkularisation Grundherr am Ort. Ehekirchen war seit 1505 Grenzort des Herzogtums Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Neuburg; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eingemeindungen und Eingliederungen erstreckten sich über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren. Sie begannen am 1. Januar 1972 mit der Eingemeindung von Schönesberg und endeten am 1. Mai 1978 mit fünf Eingliederungen.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Ambach[3] 1. Januar 1978
Bonsal[3] 1. Januar 1975
Buch[3] 1. Oktober 1973
Dinkelshausen[4] 1. Mai 1978 Umgliederung von 63 Einwohnern (1970) nach Königsmoos
Fernmittenhausen[3] 1. Mai 1978
Haselbach[3] 1. Januar 1976
Hollenbach[4] 1. Mai 1978 Umgliederung von 85 Einwohnern (1970) nach Königsmoos
Schönesberg[5] 1. Januar 1972
Seiboldsdorf[3] 1. Mai 1978
Walda[3] 1. Januar 1978 Umgliederung von 57 Einwohnern (1970) nach Königsmoos
Weidorf[3] 1. Mai 1978

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2906, 1987 dann 3118, im Jahr 2000 3593 und im Jahr 2014 3651 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister ist Günter Gamisch (Freie Wähler Dorfgemeinschaft Ehekirchen) seit 2008. Seine Vorgänger waren Heinrich Schmalbach (1990 bis 2008) und Franz Braun (bis 1990); letzterem ist in Ehekirchen eine Straße gewidmet.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 insgesamt 2518 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 756 T€.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt „in Rot nebeneinander drei silberne Rauten, darüber eine goldene Krone, darunter ein goldener Palmzweig.“

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Katholische Pfarreiengemeinschaft Ehekirchen umfasst die Pfarreien, Filialkirchen und Kuratien Ambach, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Haselbach, Hollenbach, Holzkirchen, Nähermittenhausen, Schainbach, Schönesberg, Seiboldsdorf, Walda und Weidorf.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 404 und im Bereich Handel und Verkehr 24 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 97 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1100. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 211 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4270 Hektar, davon waren 3106 Hektar Ackerfläche und 1159 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • Kindergärten: je einer in Ehekirchen (60 Kinder) und im Ortsteil Walda (67 Kinder, ohne Mittagsbetreuung Schulkinder), beide in kirchlicher Trägerschaft
  • Volksschulen: eine mit 310 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 123.
  3. a b c d e f g h Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 601.
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 532.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ehekirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien