Aresing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Autenzell)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aresing
Aresing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aresing hervorgehoben

Koordinaten: 48° 32′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 426 m ü. NHN
Fläche: 29,89 km2
Einwohner: 2852 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86561
Vorwahl: 08252
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 113
Gemeindegliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Martin-Str. 16
86561 Aresing
Website: www.aresing.de
Erster Bürgermeister: Klaus Angermeier (CSU[2])
Lage der Gemeinde Aresing im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
IngolstadtLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis DachauLandkreis EichstättLandkreis Donau-RiesLandkreis Pfaffenhofen an der IlmAresingBerg im GauBergheim (Oberbayern)Brunnen (Bayern)BurgheimEhekirchenGachenbachKarlshuldKarlskronKönigsmoosLangenmosenNeuburg an der DonauOberhausen (bei Neuburg/Donau)RennertshofenRohrenfelsSchrobenhausenWaidhofen (Oberbayern)WeicheringKarte
Über dieses Bild

Aresing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Ingolstadt, vier Kilometer südlich von Schrobenhausen.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 10 amtlich benannte Gemeindeteile:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz von Lenbach: Dorfstraße in Aresing (1856, Öl auf Leinwand)
Pfarrkirche St. Martin in Aresing
Maibaum vor dem Rathaus

Aresing gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schrobenhausen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Aresing. Durch die am 1. Juli 1972 durchgeführte Gebietsreform erfolgte die Zusammenlegung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Aresing, Lauterbach, Rettenbach und Weilenbach. Von Mai 1978 bis Dezember 1979 gehörte Aresing vorübergehend zur Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen.

Die Bischof-Sailer-Volksschule wurde nach dem 1751 in Aresing geborenen und im Ort aufgewachsenen, katholischen Theologen Johann Michael Sailer benannt, der von 1829 bis zu seinem Tod 1832 Bischof von Regensburg war.

Der Aresinger Kunstmaler Johann Baptist Hofner (1832–1913), der vor allem als Tiermaler bekannt wurde, war mit dem aus Schrobenhausen stammenden „Münchner Malerfürsten“ Franz von Lenbach (1836–1904) befreundet. Lenbach wohnte 1853 bei Hofner in Aresing und besuchte danach häufig den Ort, um dort gemeinsam mit Hofner und später mit anderen Studenten der Akademie der Bildenden Künste in München zu malen. Dabei schuf Lenbach unter anderem 1856 sein Ölgemälde Dorfstraße von Aresing, das sich heute in der Neuen Pinakothek in München befindet. Von Hofner stammen das Deckengemälde und der Kreuzweg in der 1859 von Grund auf erneuerten Pfarrkirche St. Martin.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Lauterbach (bestehend aus den Orten Oberlauterbach, Hengthal und Niederdorf), Rettenbach (mit Ortsteil Autenzell) sowie aus der aufgelösten Gemeinde Weilenbach die Orte Gütersberg, Neuhof, Oberweilenbach und Unterweilenbach eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2364 auf 2855 Einwohner bzw. um 20,8 %.

  • 1961: 1690 Einwohner
  • 1970: 1857 Einwohner
  • 1987: 2341 Einwohner
  • 1991: 2541 Einwohner
  • 1995: 2740 Einwohner
  • 2000: 2773 Einwohner
  • 2005: 2707 Einwohner
  • 2010: 2684 Einwohner
  • 2015: 2745 Einwohner
  • 2018: 2855 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Klaus Angermeier (CSU). Er wurde bei den Kommunalwahlen 2014 mit 60,8 % der Stimmen gewählt. Gegenkandidaten waren Georg Haas von den Freien Wählern (31,7 %) und Hubert Mayr von der SPD (7,5 %). Angermeier wurde am 15. März 2020 mit 92,8 % (ohne Mitbewerber) im Amt bestätigt. Sein Vorgänger war Horst Rössler (SPD).

Der Gemeinderat der Amtsperiode 2020–2026 besteht aus vierzehn Mitgliedern, davon stellen die CSU fünf, die SPD zwei und die „Freien Wähler Einigkeit Aresing“ sieben Räte.

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 3477 T€ (Jahr 2017); davon waren 1519 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen und 1612 T€ Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Aresing.svg
Blasonierung: „Zweimal gespalten; vorne in Blau eine aufrechte goldene Ähre, in der Mitte in Silber ein blauer Wellenpfahl, hinten in Blau ein aufrechtes goldenes Schwert.“[5]

1964 angenommen.

Wappenbegründung: Durch die zweifache Spaltung wird das Wappen in drei Felder geteilt, die auf die drei ehemaligen alten Ortsteile Weham, Sonnenham und Bauerngasse hinweisen. Die goldene Ähre stammt aus dem Wappen des in Aresing geborenen Johann Michael Sailer. Der Wellenpfahl weist auf die Lage im breiten Tal der Weilach hin. Das Schwert symbolisiert St. Martin als Patron der Pfarrkirche.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es nach der amtlichen Statistik im Ort 635 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; 1189 Einwohner der Gemeinde standen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis, so dass die Zahl der Auspendler um 554 höher war als die der Einpendler. 2016 gab es 48 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt eine Fläche von 1509 ha bewirtschafteten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde bestehen folgende Einrichtungen:

  • Katholischer Kindergarten (und Kinderkrippe) St. Martin mit 125 Plätzen; am 1. März 2018 wurden 115 Kinder betreut.
  • Bischof-Sailer-Grundschule mit sechs Lehrkräften und 102 Schülern (Schuljahr 2019/2020)[6]
  • Mittelschule Aresing mit elf Lehrkräften und 96 Schülern (Schuljahr 2019/2020; räumlich und organisatorisch mit der Grundschule verbunden)[7]
  • Außenstelle Aresing der Dr.-Walter-Asam-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum Neuburg an der Donau;[8] die Bezeichnung „Erwin-Lesch-Schule“ für die Aresinger Einrichtung ist seit 1. August 2005 gegenstandslos durch Eingliederung in das Neuburger Zentrum.[9]

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Michael Sailer (1751–1832), katholischer Theologe und Bischof von Regensburg[10]
  • Johann Baptist Hofner (1832–1913), Maler
  • Michael M. Lutz (1912–1995), Maler
  • Alois Haas (1928–2007), katholischer Theologe und Päpstlicher Ehrenprälat. Haas, gebürtig im damals noch eigenständigen Weilach, feierte 1955 seine Primiz in seiner Aresinger Heimatpfarrei. Sein Nachlass ist im Besitz der Gemeinde; darunter sind mehr als 3000 Bücher, alle 41 von Johann Michael Sailer verfassten Bände und 120 Fotobände.
  • Werner Zuber (* 1964), römisch-katholischer Theologe, Kirchenmusiker und Organist
  • Arik Braun (* 1988), Schachspieler (Deutscher Meister 2009)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aresing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Aresing: Bürgermeister. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  3. Gemeinde Aresing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. September 2019.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.
  5. Eintrag zum Wappen von Aresing in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Grundschule in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 1. November 2020.
  7. Mittelschule Aresing in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 1. November 2020.
  8. Dr.-Walter-Asam-Schule Neuburg an der Donau in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 1. November 2020.
  9. Ministerialschreiben vom 25. Juni 2014
  10. http://www.aresing.de/index.php?id=228