Bahnhof Essen-Werden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Essen-Werden
Bahnsteige des Bahnhofs Essen-Werden
Bahnsteige des Bahnhofs Essen-Werden
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Trennungsbahnhof (1877–1965)
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung EEWD
IBNR 8001915
Kategorie 5
Eröffnung Erster Bahnhof: 1. Februar 1872
S-Bahnhof: 1968
Profil auf Bahnhof.de Essen-Werden
Lage
Stadt/Gemeinde Essen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 23′ 13″ N, 6° 59′ 53″ OKoordinaten: 51° 23′ 13″ N, 6° 59′ 53″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16i16i18

Der Bahnhof Essen-Werden ist ein S-Bahnhof im Essener Stadtteil Werden. Er liegt an den VzG-Strecken 2161 (Essen-Werden – Essen Hbf) und 2400 (Düsseldorf Hbf – Hagen Hbf) und wird regelmäßig von der Linie S 6 angefahren. Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1872 steht unter Denkmalschutz und liegt südlich abseits der 1968 errichteten Bahnsteige.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Empfangsgebäude aus dem Jahr 1872

Am 1. Februar 1872 wurde das heute noch erhaltene Empfangsgebäude des Bahnhofs Werden im Stil des Historismus fertiggestellt. Es diente zunächst der an diesem Tage für den Personenverkehr eröffneten Strecke der Ruhrtalbahn von Düsseldorf über Kettwig und Werden weiter nach Kupferdreh. Anfangs fuhren täglich vier Züge in beide Richtungen. Tags darauf begann hier auch der Güterverkehr.

Die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME), eine der drei großen privaten Eisenbahngesellschaften im Ruhrgebiet, erhielt am 25. März 1872 die Konzession für die 7,85 Kilometer lange Strecke von Werden nach Essen Hauptbahnhof, die am 15. August 1877 in Betrieb ging. Die Verbindungsstrecke erhielt zwischen 1887 und 1894, nach Verstaatlichung der BME, das zweite Streckengleis.

Das Empfangsgebäude wurde um 1920 durch Anbauten ergänzt. Die Umbenennung des Bahnhofs Werden in Essen-Werden fand 1930 statt, nachdem Werden 1929 zur Stadt Essen eingemeindet worden war.

Die Deutsche Bundesbahn stellte den Verkehr von Essen-Werden in Richtung Hagen Mitte der 1960er Jahre ein.[1] Im Januar 1967 wurde der Bahnhof Essen-Werden der Dienststelle Kettwig unterstellt. In diesem Jahr wurde der heutige, etwa 250 Meter weiter nördlich gelegene Haltepunkt mit seinen zwei Bahnsteiggleisen fertiggestellt. Ein Jahr später folgte die Elektrifizierung der Strecke. Damit hatte das alte Empfangsgebäude seine Funktion als Bahnhof verloren. Am 5. Mai 1968 wurde die S-Bahn, die kurz vorher von Düsseldorf-Garath über Düsseldorf Hauptbahnhof nach Ratingen Ost eröffnet wurde, weiter über Werden nach Essen Hauptbahnhof verlängert.[2] Am 26. Mai 1974 erhielt die S-Bahn die Liniennummer S 6.

Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Betriebsstellenverzeichnis der Deutschen Bahn hat der Bahnhof das Kürzel EEWD und wird in der Bahnhofskategorie 5 als Nahverkehrssystemhalt geführt. Er wird im Schienenpersonennahverkehr heute ausschließlich von der Linie S 6 der S-Bahn Rhein-Ruhr bedient (Kursbuchstrecke 450.6). Diese ist seit 2004 bis nach Köln-Nippes verlängert.[2] Züge der Linie S 6 halten an den Bahnsteigen der durchgehenden Hauptgleise. Die übrigen Bahnhofsgleise werden für den innerbetrieblichen Verkehr sowie bei Bauarbeiten genutzt.

Im alten Empfangsgebäude, dem zeitweise der Verfall drohte, bevor es 1990 unter Denkmalschutz gestellt wurde, befinden sich seit dem Erwerb durch die Stadt Essen 1997 Räume, die vom Gymnasium Essen-Werden und der Folkwang-Musikschule genutzt werden.[3]

Linie Linienverlauf Takt
S 6 Essen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn Essen Süd E-Stadtwald E-Hügel E-Werden Kettwig Kettwig Stausee Hösel Ratingen Ost D-Rath Stadtbahn D-Rath Mitte Stadtbahn MetroBus Düsseldorf.png D-Derendorf D-Zoo D-Wehrhahn Stadtbahn Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Volksgarten D-Oberbilk Stadtbahn D-Eller Süd D-Reisholz MetroBus Düsseldorf.png D-Benrath Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn MetroBus Düsseldorf.png D-Garath D-Hellerhof Langenfeld-Berghausen Langenfeld (Rheinland) Lev.-Rheindorf Lev.-Küppersteg Leverkusen Mitte Deutsche Bahn AG-Logo.svg Lev.-Chempark K-Stammheim K-Mülheim Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn K-Buchforst K-Messe/Deutz Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn Köln Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn K-Hansaring Stadtbahn K-Nippes (– K-Geldernstraße/Parkgürtel Stadtbahn K-Longerich K-Volkhovener Weg – U K-Chorweiler Stadtbahn U K-Chorweiler Nord K-Blumenberg K-Worringen)
Nippes-Worringen nur in der HVZ
20 min

Von der S-Bahn kann zu folgenden Buslinien der Ruhrbahn umgestiegen werden.

Linie Linienverlauf
169 Essen-Margarethenhöhe1 – Bredeney2 – Werden S-Bahn-Logo.svg – Werdener Markt – Essen-Heidhausen3 – Velbert Kettwiger Straße – Velbert ZOB4
Mo–Fr: Abschnitt 2–3 alle 10 min, Abschnitte 1–2 und 3–4 alle 20 min; Sa/So: Abschnitt 2–3 alle 15 min, Abschnitte 1–2 und 3–4 alle 30 min; weitere Haltestellen auf der gesamten Strecke; Gemeinschaftsbetrieb Ruhrbahn/Rheinbahn
180 Werden S-Bahn-Logo.svg – Fischlaken – Am Schwarzen – Hespertal – Dilldorf – Kupferdreh S-Bahn-Logo.svg – Burgaltendorf Burgruine
Verkehrt ab Burgaltendorf als Linie 159 weiter. In Dahlhausen Anschluss an Linie 359 Richtung Dahlhausen Bf und Hattingen.
181 See-Linie 181:
Heisingen Baldeneysee – Stadtwaldplatz – Hügel (S-Bahnhof/Villa)/Regattahaus – Werden S-Bahn-Logo.svg – Porthoffplatz
Die See-Linie 181 ist eine reine Ausflugslinie, die nur an den Wochenenden der Sommermonate verkehrt.
190 Kettwiger Markt – Kettwig S-Bahn-Logo.svg – Schuirweg – Werden S-Bahn-Logo.svg (– Papiermühle) –Werdener Markt – Heidhausen, Ruhrlandklinik
NE8 Essen Hbf – Philharmonie – Rüttenscheider Stern – Rüttenscheid Martinstraße – Florastraße – Bredeney – Werden S-Bahn-Logo.svg – Werdener Markt – Essen-Heidhausen – Velbert-Losenburg Klinikum Niederberg – Birth – Am Berg – Velbert ZOB

Die Linie 181 Seelinie ist dabei eine reine Ausflugslinie, die nur an den Wochenenden in den Sommermonaten verkehrt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Essen-Werden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. André Joost: StreckenArchiv 2400 – Düsseldorf – Hagen. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 1. August 2014.
  2. a b André Joost: Linieninfo S6 – Köln-Worringen – Düsseldorf – Essen. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 24. April 2014.
  3. Bahnhof Essen-Werden: Tanz- und Musikhaus. In: baukunst-nrw. Abgerufen am 24. April 2014.