Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich

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Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich
Strecke der Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich
Streckennummer: 2555 (Aachen Nord–Jülich)
2556 (Mariagrube–Emil Mayrisch)
Kursbuchstrecke (DB): 454 (1980) (Aachen Nord–Jülich)
453 (1983) (Mariagrube–Emil Mayrisch)
Streckenlänge: 27,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Linnich
   
von Mönchengladbach
Bahnhof, Station
27,59 Jülich
   
nach Düren
   
nach Stolberg
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26,0 Abzw. Rübenstraße JKB von Jülich Nord (ab 1992)
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Rur
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25,1 Kirchberg (b Jülich)
   
Jülicher Kreisbahn nach Puffendorf
   
23,1 Bourheim
   
20,6 Aldenhoven-Ost
   
19,56 Aldenhoven
   
18,5 Niedermerz
   
17,1 Schleiden
   
14,2 Hoengen
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BSicon exKHSTa.svgBSicon exSTR.svg
5,8 Siersdorf Grube Emil Mayrisch (zuletzt Anst)
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4,9 Siersdorf
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1,9 Hoengen Nord
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0,0
11,93
Mariagrube
   
Verbindung zur Strecke nach Alsdorf
   
Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath
   
Verbindung zur Strecke von Stolberg
   
9,9 Alsdorf-Ofden
   
8,3 Euchen
   
nach Kohlscheid
   
5,8 Würselen
   
nach Stolberg
   
5,0 Würselen Mitte
   
3,7 Kaisersruh
   
von/nach Aachen-Rothe Erde
   
1,6 Haaren (b Aachen)
Dienst-/Güterbahnhof – Streckenende
0,0 Aachen Nord Anschluss Talbot

Die Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich ist eine größtenteils stillgelegte Eisenbahnstrecke im westlichen Nordrhein-Westfalen. Die Strecke wurde durch die 1871 gegründete Aachener Industriebahn Actiengesellschaft in den 1870er Jahren gebaut und in den 1980er Jahren stillgelegt.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Bahnhof Jülich[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Jülich
Rurtalbahn in Jülich
alter Bf Jülich

Jülich hatte von allen Bahnhöfen in der Region den größten mit der Bahnhofskategorie 3 in den 1960er Jahren und bildeten den Endpunkt mit dem Streckenkilometer 27,59 für die Bahnstrecke nach Aachen Nord. Nach dem Rückbau in den 1980er Jahren führt die Strecke nur noch bis Kirchberg (b Jülich). Auf dem Abschnitt Kirchberg (b Jülich) – Abzw. Rübenstraße wurde zuletzt das Streckengleis der Jülicher Kreisbahn genutzt. Das Gleis 16, an dem die Züge einst in Richtung Aachen Nord starteten, ist heute von einer Speditionsfirma überbaut. Bis zur Stilllegung der meisten Strecken in den 1980er Jahren war Jülich ein Bahnknotenpunkt, wenn auch alle Strecken als Nebenstrecken klassifiziert waren. Bis in die achtziger Jahre war der Bahnhof Jülich mit umfangreichen Anlagen für Personen- und Güterverkehr versehen. Es gab ein eigenes Betriebswerk. In sieben verschiedene Richtungen verkehrten von Jülich aus Züge. Nachdem jedoch alle, bis auf die Dürener Strecke, an Jülich angeschlossenen DB-Strecken eingestellt wurden, ließ die Bedeutung des Bahnhofs Jülich massiv nach. Heute verkehrt auf zwei dieser Strecken die Rurtalbahn GmbH. Sie fährt auf der Bahnstrecke Jülich–Düren Richtung Süden und auf der ehemaligen Bahnstrecke Jülich–Dalheim Richtung Norden bis Linnich. Die Strecke der ehemaligen Jülicher Kreisbahn existiert zwar noch, wird aber nicht mehr befahren. Alle weiteren Bahnstrecken sind mittlerweile in der Jülicher Region abgebaut:

Als Ersatz gibt es mehrere Buslinien, die Jülich mit den umliegenden Dörfern und Städten verbinden. Mit der Buslinie SB11 existiert zudem eine Verbindung nach Aachen als Langzeitersatz für die Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich. Das Bahnhofsgebäude wird heute als Kulturbahnhof (Kuba) für Kino-, Musik- und Kleinkunstveranstaltungen genutzt. Der Bahnhof hat noch Anschlussgleise zum ehemaligen Ausbesserungswerk Jülich, heute Eigentum der Bundeswehr, und zur Zuckerfabrik Jülich. Dieser Anschluss wurde in den 1980er Jahren während des großen Abrisses entfernt, da die Rübenlieferungen billiger per Traktor und Lastwagen erfolgen konnten. Erst 2005 wurde die Verbindung zur Belieferung des hauseigenen Kohlekraftwerks der Zuckerfabrik wiederhergestellt.

Bahnhof Kirchberg (b Jülich)[Bearbeiten]

Kurz hinter der Rurbrücke begannen die Bahnhofsanlagen des Bahnhofs Kirchberg (b Jülich) am Streckenkilometer 25,1. Genaugenommen handelte es sich bis 1980 um zwei Bahnhöfe mit umfangreichen Gleisanlagen und zwei Empfangsgebäuden. Der Bahnhof Kirchberg (b Jülich) Nord der Jülicher Kreisbahn (Richtung Ortsausgang) und der Bahnhof Kirchberg (b Jülich) der Deutschen Bundesbahn (Richtung Ortsmitte). Die eben erwähnten Gleisanlagen gingen ineinander über, weil Kirchberg (b Jülich) ursprünglich zwei Strecken miteinander verband: Die Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich (einst von der Aachener Industriebahn Actiengesellschaft, später: Aachen-Jülicher Eisenbahn, in Betrieb genommen) und die 1911 eröffnete Jülicher Kreisbahn, die zuerst nur von Puffendorf bis nach Kirchberg (b Jülich) verlief. Vom Bahnhof Kirchberg (b Jülich) Nord bestand ein Anschluss zum benachbarten Bahnhof Kirchberg (b Jülich) der Staatsbahn Aachen Nord – Kirchberg (b Jülich) – Jülich; am 14. September 1912 folgte das Reststück Jülich Nord – Kirchberg (b Jülich) Nord, das teilweise parallel zur Staatsbahn verlief.

Die JKB hatte ein Unterstellhäuschen (Königshütte), das heute noch in marodem Zustand vorhanden ist. Der Bahnhof hatte für die JKB eine besondere Bedeutung, weil er bis 1992 als Übergabebahnhof zur Bundesbahn diente. Aus diesem Grund befanden sich hier großzügigere Gleisanlagen als an den anderen Bahnhöfen der Strecke. Zeitweise standen hier bis zu drei Gleise zur Verfügung, die von der JKB und der DB gemeinsam genutzt werden konnten. Die DB besaß ein Umfahrgleis, das direkt an den Bahnsteig des DB-Bahnhofs angeschlossen war, und ein großes Empfangsgebäude auf Seite der Aachen-Jülicher Bahngesellschaft, das Anfang 2000 aufgrund seines starken Verfalls abgerissen werden musste. Heute gehört das Areal zu einer Firma und ist eingezäunt, die Gleistrasse der DB wurde in eine Fahrradtrasse umgewandelt. Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Kirchberg (b Jülich) stand bis 2009 noch ein stark verfallener Waggon unbekannter Herkunft.

Nach dem Rückzug der Bundesbahn aus Kirchberg (b Jülich) sind lediglich drei Gleise (inklusive des Streckengleises) der Jülicher Kreisbahn übriggeblieben. Bis auf das Streckengleis sind die Gleise stark überwuchert. Neben den Gleisanlagen ist das Wartehäuschen der Jülicher Kreisbahn erhalten geblieben. Auch die Gleiswaage des JKB-Bereiches wurde bislang nicht entfernt. Im Bereich des DB-Bahnhofe erinnert lediglich die Bahnsteigkante daran, dass sich hier früher ein Bahnhof befand.

Wenige Meter hinter dem Bahnhof befindet sich die Wellpappenfabrik Eichhorn. Zur Zeit der DB besaß die Firma Eichhorn einen Anschluss über das DB-Gleis. Der Anschluss erfolgte über ein Lade-/Anschlussgleis. Ein Gleis versorgte einen Güterschuppen, dessen Ladetor dem DB-Gleis zugewandt war. Der Güterschuppen ist heute noch erhalten. Die Firma verfügte über zwei weitere Gleise, bei denen eine Umfahrmöglichkeit durch zwei Weichen gegeben war. Mit dem Rückzug der DB wurde das Anschlussgleis der Fa. Eichhorn direkt an das Streckengleis der JKB angeschlossen. Seit Jahren wird die Firma Eichhorn nicht mehr über die Schiene bedient, der Warentransport erfolgt seitdem per LKW.

Haltepunkt Bourheim[Bearbeiten]

Der Bahnsteig existiert heute noch und liegt am Kilometerpunkt 23,1. Dieser Haltepunkt hatte keinen Unterstand; heute ist er stark verwildert. Ein Fahrradweg führt heute daran vorbei.

Bahnhof Aldenhoven[Bearbeiten]

Bahnsteigreste des Bahnhofs Aldenhoven (vorne links) an der ehemaligen, heute als Radweg genutzten Trasse (2010)

Die Gemeinde Aldenhoven hatte früher einen Bahnhof (km 19,56) mit Empfangsgebäude, auf dessen Grundstück heute die Feuerwache steht. Im Gegensatz zu den Bahnhöfen Hoengen und Schleiden war jedoch mit der Eisenhandlung Sieger ein regelmäßiger Güterkunde vorhanden. 1985 wurde das Empfangsgebäude gleich nach der Stilllegung abgerissen. Man kann an der Stelle heute noch die stark überwucherte Bahnsteigkante erkennen.

Haltepunkt Aldenhoven Ost[Bearbeiten]

Ebenso gab es im Ort den Haltepunkt Aldenhoven-Ost (Streckenkilometer 20,6) an der ehemaligen B 56 (Markfeststraße), direkt vor der Kreuzung mit dem Urweg. Dieser Haltepunkt hatte Holzschwellen als Bahnsteigkante und kein Wartehäuschen.

Haltepunkt Niedermerz[Bearbeiten]

Dieser Haltepunkt Niedermerz lag am Streckenkilometer 18,5 und hatte ein kleines Steinhäuschen als Witterungsschutz. Aufgrund der Demontage der Strecke 1985, ist heute nichts mehr davon zu sehen. Der Haltepunkt lag an der Kreuzung einer kleinen Straße, die von der L 136 nach Niedermerz führt. Heute ist dort eine Bushaltestelle.

Bahnhof Schleiden[Bearbeiten]

Der Bahnhof Schleiden war ein kleiner Unterwegsbahnhof am Kilometerpunkt 17,1 mit zwei Umfahrgleisen ohne großes Güteraufkommen für einen nahegelegenen Landhandel. Er hatte ein Empfangsgebäude, das nach der Stilllegung umgebaut wurde und sich heute in Privatbesitz befindet.

Bahnhof Hoengen Ost[Bearbeiten]

Trasse an der Goethestraße am Bahnhof Hoengen
Bahnhof Hoengen Ost 2007

Der Bahnhof Hoengen war nur ein kleiner Bahnhof mit einem Empfangsgebäude, der heute privat genutzt wird. Der Personenverkehr wurde schon 1962 eingestellt. Er lag am Streckenkilometer 14,2 an der Goethestraße gegenüber der Thomas-Mann-Straße.

Haltepunkt Hoengen[Bearbeiten]

Ehemalige Eisenbahnbrücke zwischen Hoengen und Mariadorf

Dieser Haltepunkt übernahm den Personenverkehr vom Bahnhof Hoengen Ost. Er lag an der Kreuzung Jülicher Straße mit Am Müschekamp/Weißstraße beim Streckenkilometer 13,7. Vor der Stilllegung und Demontage hatte der Haltepunkt einen Seitenbahnsteig und ein Wartehäuschen. Das Wartehäuschen wurde schon kurz vor der Stilllegung entfernt. Heute erinnert nichts mehr an den Haltepunkt von einst.

Bahnhof Mariagrube[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Mariagrube
Trasse bei Mariadorf

Nördlich des Ortes Mariadorf am Bahnhof Mariagrube kreuzen sich die beiden Bahnstrecken Herzogenrath–Alsdorf–Stolberg mit dieser Strecke höhenfrei am Kilometerpunkt 11,93. Ferner war am Bahnhof die Stichstrecke zur Grube Emil Mayrisch in Siersdorf angeschlossen, ebenso wie die zwei verschiedenen Verbindungskurven zur Strecke Herzogenrath – Stolberg. Weiterhin war im Bahnhof die Mariadorfer Grube Maria angeschlossen. Für die Grube war ein großer Rangier- und Verladebahnhof beheimatet. Um Verwechslungen mit dem ersten Bahnhof des Ortes Mariadorf zu vermeiden, wurde der im Kreuzungsbereich der Strecken eingerichtete zweite Bahnhof nach der Grube Maria Bahnhof Mariagrube genannt. Die Gebäude in der Nähe dieses Bahnhofes und die Zeche Maria Hauptschacht gehörten immer zu Mariadorf, waren aber durch eine Bahnlinie vom Dorf getrennt. Damit bestand für die Bergleute endlich eine nahegelegene Haltestelle zur Grube Maria. Bis zur Eröffnung des Haltepunktes mussten sie den mehrere hundert Meter langen Weg vom Bahnhof Mariadorf bis zur Grube in Kauf nehmen. Von US-amerikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg wurde diese Gegend deshalb als eigene Ortschaft Mariagrube wahrgenommen. Im Dezember 2011 wird der obere Teil des Turmbahnhofs für die Euregiobahn reaktiviert. Derzeit finden Bauarbeiten an der Strecke statt.

Haltepunkt Alsdorf-Ofden[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Alsdorf-Ofden wurde am Streckenkilometer 9,9 etwa im Jahr 1953 errichtet. Er existiert heute nicht mehr.

Bahnhof Euchen[Bearbeiten]

Dieser Bahnhof war nur ein kleiner Unterwegsbahnhof am Streckenkilometer 8,3 für den Landhandel. Eine Ausnahme bildete die Zeit ab dem 10. Dezember 1897, als von Euchen aus eine Stichstrecke zu Grube Gemeinschaft in Duffesheide bestand. Zu dieser Zeit wurden die Gütertransporte der Grube über den Bahnhof Euchen abgewickelt. Diese Transporte wurden nur kurzfristig durchgeführt, da in der Grube Gemeinschaft keine Kohle gefördert wurde. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs steht heute noch und ist in Privatbesitz. Es steht am Westausgang des Orts Euchen an der Broicher Str. (L 223). Kurioserweise hat sich auf einem Landwirtschaftweg hinter dem Empfangegebäude und dem Ortsausgang ein Bahnübergang in Form eines Gleises zum Bahnhof gehalten.

Bahnhof Würselen[Bearbeiten]

Der Bahnhof Würselen lag am km 5,8 und besaß früher ein Empfangsgebäude. Das ursprünglich große Empfangsgebäude des Kreuzungsbahnhofes Würselen wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1952 durch einen kleineren Neubau ersetzt. Das Gebäude ist heute noch erhalten und wird als Kino und Kinderhort genutzt. Im Bahnhof Würselen kreuzte früher die Bahnstrecke Kohlscheid–Stolberg der Aachener Industriebahn. Diese Strecke Stolberg – Morsbach diente ursprünglich zum Anschluss der Zechen Teut und Gouley, und wurde später bis Kohlscheid verlängert. Demzufolge waren die Gleisanlagen sehr umfangreich. Würselen hatte neben einem Empfangsgebäude zwischen 1875 und 1950 ein Bahnbetriebswerk und zwei Stellwerke.

Nach dem Abriss der Bahnanlagen in den 1980er und 1990er Jahren wurde das Bahnhofsgelände mit einer Umgehungsstraße, der K30 (Willy-Brandt-Ring) überbaut. Auf dem ehemaligen Gelände des Bahnbetriebswerks steht heute das Freizeitbad Aquana.

Haltepunkt Würselen Mitte[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Würselen Mitte lag im Bereich Markt/Kaiserstraße beim Streckenkilometer 5,0 und existiert heute nicht mehr. Er besaß ein Wartehäuschen. An dieser Stelle befinden sich heute Parkbuchten.

Haltepunkt Kaisersruh[Bearbeiten]

Bei Streckenkilometer 3,74 lag der Haltepunkt Kaisersruh, etwa 800 nordwestlich des Gutes Kaisersruh. Er wurde schon 1973 außer Betrieb genommen. An der Stelle befindet sich heute eine Schutzhütte.

Bahnhof Haaren (bei Aachen)[Bearbeiten]

Dieser ehemalige Bahnhof Haaren (bei Aachen) am Streckenkilometer 1,6 war Abzweigbahnhof der Verbindungsstrecke zum Bahnhof Aachen-Rothe Erde. Die Strecke Aachen Nord–Jülich streifte ihn lediglich im Bereich des zum Bahnhof gehörigen Gleisdreiecks, über das in beide Richtungen auf die Verbindungsstrecke gewechselt werden konnte.

Bahnhof Aachen Nord[Bearbeiten]

Der Bahnhof Aachen Nord, 1875 von der Aachen-Jülicher-Eisenbahn für Personal- und Materialtransport durch die Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier errichtet, war ein Kopfbahnhof mit 3 Gleisen (2 für den Personenverkehr). Ihm war ein Güterbahnhof vorgelagert. Bereits vor der Stilllegung des Personenbahnhofs wurde das Empfangsgebäude von einem Autohändler genutzt. Die Bahnsteigüberdachung wurde zwischen 1978 und 1980 abgerissen. Nach der Stilllegung Mitte 1980 wurden die Gleise im Bereich des Personenbahnhofes entfernt. Heute ist das Areal mit einer Mauer umfriedet und nicht mehr zugänglich. Im ehemaligen Empfangsgebäude befindet sich heute ein Getränkemarkt. Der Güterbahnhof wird heute noch genutzt, dort befindet sich der Gleisanschluss der Waggonfabrik Talbot. Der Bahnhof besitzt noch das Anschlussgleis zum Bahnhof Rothe Erde.

Heutiger Zustand[Bearbeiten]

Die Strecke ist mittlerweile bis auf drei kurze Abschnitte abgebaut. Bei den verbliebenen Abschnitten handelt es sich um

Von diesen drei Abschnitten wird jedoch nur noch der Abschnitt von Aachen Nord nach Haaren und weiter über die Verbindungsstrecke nach Rothe Erde regelmäßig – zur Bedienung des Gleisanschlusses der Waggonfabrik Talbot – befahren.

Die Trasse ist teilweise heute noch zu erkennen, beispielsweise anhand des Radwegs Feldstraße – Marienstraße – Pützdrieschstraße – Wirthstraße – Jülicher Straße – Am Müschekamp zwischen Mariadorf und Hoengen in Alsdorf. Zwischen Alsdorf und Jülich wurde die Trasse zum Radweg ausgebaut.

Zukunft[Bearbeiten]

Seit Ende der 1990er Jahre ist eine teilweise Reaktivierung der Strecke im Zuge des euregiobahn-Konzepts in Planung. Dieses sieht vor, dass die Züge von der Ringbahn bei Merzbrück auf die dann wieder aufgebaute Bahnstrecke Stolberg–Kohlscheid fahren und kurz vor dem ehemaligen Würselener Bahnhof auf die Trasse der Strecke nach Aachen Nord wechseln werden. Von Aachen Nord soll die euregiobahn schließlich als Diesel-Straßenbahn nach den Regeln der BOStrab bis zum Aachener Bushof weiterfahren.

Da es in Würselen jedoch Proteste aus der Bevölkerung gab, die teilweise die Lärmbelastung fürchtet, und die Geldmittel für den öffentlichen Personennahverkehr in den Jahren seit Beginn der Planungen gekürzt wurden, kam es immer wieder zu Verzögerungen beim Ausbau der euregiobahn und ist es immer noch fraglich, ob diese Pläne realisiert werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd Franco Hoffmann: Stillgelegte Bahnstrecken im Rheinland. Sutton-Verlag, Erfurt 2014, ISBN 978-3-95400-396-9.

Weblinks[Bearbeiten]