Euregiobahn

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Dieser Artikel befasst sich mit der Euregiobahn in der Region Aachen. Für die RB 64 Euregio-Bahn in der Region Münster siehe Bahnstrecke Münster–Enschede.
RB 20 euregiobahn
Strecke der Euregiobahn
Streckennummer (DB): 2543, 2550, 2570,
2571, 2572, 2600
Kursbuchstrecke (DB): 482
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Verkehrsunternehmen: DB Regio AG, Region NRW
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Zuglauf
Kopfbahnhof – Streckenanfang
Stolberg (Rheinl) Hbf RE
   
Merzbrück (geplant)
Bahnhof, Station
Eschweiler-St. Jöris
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Poststraße
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Mariadorf
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Kellersberg
Bahnhof, Station
Alsdorf-Annapark
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Busch
Haltepunkt, Haltestelle
Herzogenrath August-Schmidt-Platz
Haltepunkt, Haltestelle
Herzogenrath-Alt-Merkstein
Bahnhof, Station
Herzogenrath IC, RE
Bahnhof, Station
Kohlscheid
   
Richterich (geplant)
Bahnhof, Station
Aachen West RE
Haltepunkt, Haltestelle
Aachen Schanz RE
Bahnhof, Station
Aachen Hbf ICE, IC, RE
Bahnhof, Station
Aachen-Rothe Erde RE
Haltepunkt, Haltestelle
Eilendorf
Bahnhof, Station
Stolberg (Rheinl) Hbf (Flügelung) RE
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Stolberg (Rheinl) Hbf (Gleis 27)
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Stolberg-Schneidmühle
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Stolberg Mühlener Bahnhof
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Stolberg-Rathaus
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Stolberg-Altstadt
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Eschweiler-Aue (geplant)
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Eschweiler-West
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Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisenplatz
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Eschweiler-Nothberg
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Eschweiler-Weisweiler
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Langerwehe RE
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Düren RE, ICE, IC

Die Euregiobahn ist eine Regionalbahnlinie (RB 20) im Bereich des Aachener Verkehrsverbundes, betrieben durch die DB Regio AG, Region NRW auf eigenen Gleisen bzw. auf Infrastruktur der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich geplantes Netz der Euregiobahn

Historischer Vorläufer der Euregiobahn waren die zunächst zweistündlich verkehrenden StadtExpress-Züge Aachen – Heerlen, welche seit dem 31. Mai 1992 die Züge auf der Bahnstrecke Sittard–Herzogenrath ersetzten. (Millionenlinie). Als erste eigentliche Ausbaustufe des Regionalbahnsystems Euregiobahn wurde im Juni 2001 die Relation von Heerlen über Herzogenrath, Kohlscheid und Aachen nach Stolberg Altstadt in Betrieb genommen. Dabei wurde der Streckenabschnitt Stolberg Hauptbahnhof–Stolberg Altstadt für den Personenverkehr reaktiviert. Der Bahnhof Stolberg-Altstadt (der frühere Bahnhof Stolberg (Rheinl) Hammer wurde auf Wunsch des Stadtrates umbenannt) sowie die Haltepunkte Stolberg Rathaus, Stolberg Mühlener Bf und Stolberg Schneidmühle entstanden neu, wobei gleichzeitig am Haltepunkt Stolberg Mühlener Bf ein Busbahnhof auf dem Gelände des abgerissenen Mühlener Bahnhofs entstand.

Als zweite Ausbaustufe gingen im September und Dezember 2004 die Eschweiler Talbahn von Stolberg Hauptbahnhof über Eschweiler-West, Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisen-Platz, Eschweiler-Nothberg nach Eschweiler-Weisweiler sowie der Abschnitt von Herzogenrath über Herzogenrath Alt-Merkstein bis Herzogenrath August-Schmidt-Platz in Betrieb. Im Dezember 2005 wurde auch die Strecke über Alsdorf-Busch bis Alsdorf-Annapark befahren. Schließlich bedient die Euregiobahn seit Dezember 2007 die beiden neuen Haltepunkte Heerlen-De Kissel und Eygelshoven-Markt zwischen Herzogenrath und Heerlen.

Auf Grund der drastisch gekürzten Landesmittel konnten die Strecken zunächst nur beschränkt ausgebaut werden. Mit der Neubaustrecke Eschweiler-Weisweiler–Langerwehe wurde im Sommer 2007 begonnen, sie wurde am 14. Juni 2009 eröffnet. Die Züge fahren nunmehr von Eschweiler-Weisweiler nach Langerwehe und seit Dezember 2009 stündlich bis Düren weiter. Da Eschweiler-Nothberg und Langerwehe nun auch Anschluss über die Euregiobahnstrecke haben, ist der Haltepunkt Nothberg an der Hauptstrecke Köln–Aachen im Dezember 2009 geschlossen worden.

Am 11. November 2011 fand die erste Testfahrt auf dem nächsten Ausbauabschnitt des Ringschlusses, dem Streckenabschnitt Alsdorf-Annapark – Kellersberg – Poststraße, statt. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte am 9. Dezember 2011, an dem um 18:02 Uhr eine Sonderfahrt der Euregiobahn nur für geladene Gäste ab Alsdorf-Annapark die Strecke eröffnete. Am 11. Dezember 2011 begann der planmäßige Fahrgastbetrieb. Am 12. Juni 2016 wurde der letzte fehlende Abschnitt des Ringschlusses von Eschweiler-St. Jöris bis Stolberg Hauptbahnhof reaktiviert.

Reaktivierte Strecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleis 27 in Stolberg (Rheinl) Hbf Richtung Altstadt

Folgende Strecken wurden für den Betrieb der Euregiobahn durch den Infrastrukturbetreiber EUREGIO Verkehrsschienennetz (EVS) modernisiert oder reaktiviert:

  • 10. Juni 2001: Stolberg Hbf – Stolberg-Hammer (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Walheim)
  • 11. September 2004: Stolberg Hbf – Eschweiler-Weisweiler (Eschweiler Talbahn)
  • 11. Dezember 2004: Herzogenrath – Herzogenrath August-Schmidt-Platz (Merkstein) (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 11. Dezember 2005: Herzogenrath August-Schmidt-Platz – Alsdorf-Annapark (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 9. Dezember 2011: Alsdorf-Annapark – Alsdorf Poststraße (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 15. Juni 2014: Alsdorf Poststraße – Eschweiler-St. Jöris (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 12. Juni 2016: Eschweiler-St. Jöris – Stolberg Hbf (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)

Streckenneubauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weisweiler – Langerwehe

Flügelzugkonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine betriebliche Besonderheit ist das Kuppeln und Flügeln der mit einer automatischen Scharfenbergkupplung ausgestatteten Züge. Die aus Aachen kommenden Züge werden im Stolberger Hauptbahnhof getrennt; der erste Zugteil fährt über Eschweiler-Weisweiler weiter nach Langerwehe, der hintere Zugteil nach Stolberg-Altstadt. In Gegenrichtung werden die Züge in einem entsprechend ausgerüsteten Gleis (Beifahranlage) im Stolberger Güterbahnhof vereinigt und fahren gemeinsam über Aachen Hauptbahnhof und Aachen Schanz nach Herzogenrath. Ab dort wird (ohne Flügelung) abwechselnd Heerlen/NL oder über Merkstein und Alsdorf-Annapark die Station Eschweiler-St. Jöris erreicht. Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 verkehren die Triebwagen halbstündlich bis Alsdorf-Annapark, seit 2016 (Ringschluss) stündlich weiter bis Stolberg Hbf.

Montags bis freitags werden morgens einzelne Züge (je zwei Fahrten pro Richtung) ab Aachen Hauptbahnhof weiter auf der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach über Herzogenrath hinaus bis Geilenkirchen anstelle in Richtung Alsdorf angeboten.

Euregiobahn in Heimbach

Seit Frühjahr 2004 gibt es an Sonntagen in den Sommermonaten einen direkter Zug zwischen Heerlen bzw. Alsdorf und Heimbach (Eifel), welcher sich speziell unter touristischen Gesichtspunkten eignet.

Fahrzeuge der Euregiobahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DB Regio NRW setzt 24 zweiteilige Dieseltriebzüge der Bauart Bombardier Talent ein. Sie wurden in Aachen gebaut. In der Anfangszeit der Euregiobahn rollten jedoch auch Einheiten der dreiteiligen Version als Baureihe 644. Die heute eingesetzten Züge Baureihe 643.2 verfügen neben einer Indusi-Vorrichtung für die deutschen Gleissysteme auch über das niederländische Zugsicherungssystem ATB.

Für Kritik sorgte das Fehlen von WC-Anlagen in den Triebzügen, weshalb zwischenzeitlich mit Hinweisen an den Fahrzeugtüren auf diesen Umstand aufmerksam gemacht wurde.

Für die erwogene künftige Weiterführung der Euregiobahn im Straßenraum bis in die Aachener Innenstadt sind einige der bisher beschafften Triebwagen für den Betrieb nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab) mit besonders leistungsfähigen Bremsen, Blinkern und Rückspiegeln ausgerüstet worden.

Die Verträge mit der DB Regio laufen bis Ende 2016. DB Regio gewann 2015 auch die Ausschreibung für den Zeitraum Dezember 2016 bis Dezember 2020 und wird die Euregiobahn in diesem Zeitraum weiter mit den bereits vorhandenen Fahrzeugen betreiben. Ende 2020 soll die Elektrifizierung abgeschlossen sein, nach der Neuausschreibung sollen dann Elektrozüge zum Einsatz kommen.[1]

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zukünftig soll die Euregiobahn wie der restliche Schienenpersonennahverkehr in der Region ausschließlich unter Fahrleitung betrieben werden. Dazu müssen die restlichen 40 % der Linien elektrifiziert werden. Dies betrifft die Verbindungen, welche nicht im Besitz der DB sind: Die Ringbahn Herzogenrath – Alsdorf – Stolberg, die Strecken von Stolberg Hbf über Eschweiler-Weisweiler nach Langerwehe sowie jene zwischen Stolberg Hbf und Stolberg Altstadt. Von der Elektrifizierung soll sich eine Kostenersparnis bei Beschaffung und Betrieb der Fahrzeuge, eine Reduzierung der Schadstoff- und Lärmemissionen sowie eine Verbesserung der Fahrdynamik ergeben. Dies würde auch die Einführung weiterer Halte ermöglichen, insbesondere eine Verlängerung in Stolberg bis Breinig.[2][1] Anfang 2015 wurde bekannt, dass selbst mit der Elektrifizierung die Wendezeiten nicht ausreichen, um Breinig mit den vorhandenen Zugumläufen anzubinden. Für einen weiteren Zug stehen jedoch derzeit keine Mittel zur Verfügung. Zudem wurde festgestellt, dass eine Elektrifizierung der Strecke, die sich in der Einflugschneise des Flugplatz Merzbrück befindet, gar nicht zulässig ist. Eine Elektrifizierung ist daher von der Verlängerung und Verschwenkung der Landebahn abhängig, die zwar geplant sei, deren Finanzierung jedoch ungeklärt ist.[3][4] EVS-Beiratsvorsitzender Axel Wirtz geht jedoch davon aus, dass die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf eine Verlegung der Start- und Landebahn im Herbst zustimmen wird, so dass einer Elektrifizierung bis 2019 nichts mehr im Wege stünde.[5]

Ringbahn Herzogenrath – Alsdorf – Stolberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Dezember 2005 fährt die Euregiobahn im Stundentakt bis Alsdorf-Annapark und seit Dezember 2011 über Alsdorf-Annapark hinaus bis Alsdorf-Poststraße. Seit 15. Juni 2014 wird Eschweiler-St. Jöris erreicht. Die Euregiobahn verkehrt seit Dezember 2015 statt nach Heerlen halbstündlich bis Alsdorf-Annapark und weiter stündlich nach Eschweiler-St. Jöris.[4] Der Ringschluss über Würselen-Merzbrück bis Stolberg Hauptbahnhof wurde ab dem 12. Juni 2016 mit einer stündlichen Verbindung realisiert.[6] Ein 30-Minuten-Takt ist wegen der derzeitigen Lage der Überholstellen an der eingleisigen Strecke der Zeit nicht möglich. Zur Verbesserung der betrieblichen Situation ist eine weitere Ausweichstelle im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Merkstein zwischen den Haltestellen Alsdorf-Busch und Herzogenrath-August-Schmidt-Platz in Planung.

Herzogenrath – Heerlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Abschnitt von Herzogenrath ins niederländische Heerlen übernimmt seit Dezember 2015 ein Regional-Express mit der Liniennummer RE 18, der in Herzogenrath einen kurzen Anschluss an den RE 4 nach Aachen Hbf bietet.[4] Ab Dezember 2018Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren soll dieser Regional-Express von Aachen über Herzogenrath, Heerlen und Maastricht nach Lüttich unter dem Markennamen LIMAX bzw. RE 18 verlängert werden. Voraussetzung ist die Elektrifizierung des grenzüberschreitenden Abschnitts Herzogenrath–Heerlen.[7][8] Der Betrieb wurde in einer Ausschreibung an Arriva vergeben.[9] Als Fahrzeuge sollen Mehrsystemfahrzeuge vom Typ Stadler Flirt 3 eingesetzt werden.

Stichstrecke Würselen – Aachen Zentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Endausbau soll die Strecke der Euregiobahn über Alsdorf-Begau, Würselen-Merzbrück und das Würselener Zentrum bis in die Aachener Innenstadt geführt werden. Dabei würden weitgehend die Trassen vorhandener und stillgelegter Strecken genutzt. Der Abschnitt zwischen Aachen Nord und Aachen Bushof müsste dabei straßenbahnmäßig trassiert werden. Entgegen früheren Planungen werden keine der bereits für den Innenstadtverkehr zertifizierten Talent-Dieseltriebzüge die Aachener Innenstadt befahren. Hier wird auf zukünftige Zuggenerationen gesetzt, die im Hinblick auf Lärm- und Abgasentwicklung den Anforderungen für die Innenstadt entsprechen. Im innerstädtischen Verkehr wäre auch eine Einstiegshöhe von deutlich weniger als 80 Zentimetern erforderlich, um hier Barrierefreiheit zu ermöglichen.

Langfristige Ausbaupläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Halt Eschweiler-Aue sollte bereits 2004 reaktiviert werden. Aus finanziellen Gründen wurde dies trotz Bürgerprotesten in Eschweiler bisher nicht verwirklicht. Der Haltepunkt ist im Förderprogramm bis 2017 nicht enthalten.[10]

Auch der an der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach von Bürgern geforderten Haltepunkt in Richterich ist bisher nicht realisiert worden.[11]

Geplant ist außerdem, für einen dichteren Takt die Schnellfahrstrecke Köln–Aachen zwischen Düren und Langerwehe auszubauen.

Auch eine Verlängerung des Stolberger Streckenastes nach Stolberg-Breinig und später über Walheim nach Eupen durch die Reaktivierung der bestehenden Strecke wird diskutiert. Dies ist frühestens 2019 möglich, da der Zweckverband Nahverkehr Rheinland die Anträge der EVS auf eine Bezuschussung dieser Maßnahme nicht beschieden hat und daher erst zur Förderperiode ab 2019 ein neuer Antrag gestellt werden kann.[12]

Ebenfalls war eine Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Zechenanschlussbahn von Mariadorf nach Siersdorf, eine daran anschließende Neubaustrecke von Siersdorf bis Ederen und die Reaktivierung der früheren Jülicher Kreisbahn von Ederen bis Jülich in der Diskussion. Allerdings wurde von der Dürener Kreisbahn als Eisenbahninfrastrukturunternehmen im Jahr 2007 die Stilllegung der ehemaligen Strecke der Jülicher Kreisbahn beantragt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Züge der Euregiobahn nutzen auf den nicht von DB Netz betriebenen Strecken die Infrastruktur der EUREGIO Verkehrsschienennetz (EVS) in Stolberg. Diese wurde 1999 von der BSR Naturstein-Aufbereitungs-GmbH gegründet und hat am 12. Oktober 2000 einen Großteil der heute von der Euregiobahn befahrenen Strecken von der Deutschen Bahn AG übernommen.

Sonderfahrten nach Stolberg-Breinig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderfahrt in Breinig

Zum jährlichen Stadtfest in Stolberg, das meist an einem Wochenende im September stattfindet, fährt die Euregiobahn über ihren Endpunkt Stolberg-Altstadt hinaus bis Breinig. Sie verkehrt zwischen Stolberg Hbf und Breinig von Samstagnachmittag bis Sonntagabend im Stundentakt und kann zum Kinderfahrpreis genutzt werden. Zwischen Stolberg-Altstadt und Breinig benutzt die Euregiobahn den sonst planmäßig nicht befahrenen Streckenabschnitt der Bahnstrecke Stolberg–Walheim. Wegen fehlender Signaltechnik und Sicherungseinrichtungen fährt der Zug dort im Schritttempo. Die nicht mit Schranken oder Lichtzeichenanlagen gesicherten Bahnübergänge in Breinig werden von Verkehrshelfern beaufsichtigt. Für die Fahrt von Breinig nach Stolberg-Altstadt benötigt die Euregiobahn zwölf Minuten.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Euregiobahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b DB Regio gewinnt Ausschreibung der Linie RB20. In: avv.de. Aachener Verkehrsverbund, 27. August 2015, abgerufen am 28. August 2015.
  2. Jürgen Lange und Karl Stüber: Euregiobahn steht ab 2017 unter Strom. In: Aachener Nachrichten. 11. Mai 2012, abgerufen am 1. Juli 2014.
  3. Jutta Geese: 100 Jahre Flugplatz: Wird Merzbrück erweitert? Und wer zahlt? In: Aachener Nachrichten. 28. August 2014, abgerufen am 16. März 2015.
  4. a b c Jürgen Lange: Der Ringschluss bleibt im Sumpf stecken. In: Aachener Nachrichten. 6. März 2015, abgerufen am 16. März 2015.
  5. Jürgen Lange: Elektrifizierung ist in Sicht für die Euregiobahn. In: Aachener Nachrichten. 13. Juli 2015, abgerufen am 20. Juli 2015.
  6. Karl Stüber: Euregiobahn: 5500 Betonschwellen auf dem Weg bis St. Jöris. In: Aachener Zeitung. Zeitungsverlag Aachen, 20. August 2013, abgerufen am 9. Januar 2014.
  7. NVR 20.Verbandsversammlung, Betriebskonzepte im SPNV. Nahverkehr Rheinland, 6. Juni 2014, abgerufen am 14. Dezember 2015 (PDF-Datei; 100 kB).
  8. NVR 5.Verbandsversammlung, SPNV-Trassenanmeldung für den Jahresfahrplan 2016. Nahverkehr Rheinland, 11. Juni 2015, abgerufen am 4. Dezember 2015 (PDF-Datei; 380 kB).
  9. DB Arriva gewinnt Verkehrsvertrag im Wert von über zwei Milliarden Euro in den Niederlanden. DB Mobility Logistics AG, 9. Juni 2015, archiviert vom deutschebahn.com Original am 21. Juni 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  10. Haltepunkt Aue wird erst nach 2017 Thema. In: Aachener Zeitung. 30. Juni 2014, abgerufen am 1. Juli 2014.
  11. Neuer Bahnhof in Richterich: Die Bürger sind gefragt. In: Aachener Zeitung. Zeitungsverlag Aachen GmbH, 21. Juni 2013, abgerufen am 21. Oktober 2013.
  12. Jürgen Lange: Euregiobahn fährt nicht vor 2019 nach Breinig. In: Aachener Zeitung. Zeitungsverlag Aachen GmbH, 7. Juli 2014, abgerufen am 12. Januar 2015.