Benkhausen

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Benkhausen
Gemeinde Diemelsee
Koordinaten: 51° 19′ 57″ N, 8° 47′ 17″ O
Höhe: 393 m ü. NHN
Fläche: 5 km² [LAGIS]
Einwohner: 147 (5. Apr. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34519
Vorwahl: 05633
Karte
Lage von Benkhausen in Nordhessen
Lage von Benkhausen, Karte von 1572
Lage von Benkhausen, Karte von 1572

Benkhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Diemelsee im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten von Nordhessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benkhausen liegt im Upland im Naturpark Diemelsee an der Rhene. Östlich des Ortes verläuft die Landesstraße 3076, die Aartalstraße. Benkhausen liegt zwischen Dortmund und Kassel südlich von Paderborn, ungefähr in der Mitte eines Dreiecks mit den Eckpunkten Korbach, Brilon und Marsberg. Die dem Ort zugerechnete Gemarkungsgröße beträgt 500 Hektar.[2][3]

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumlich ist der Ort der Region „332 Ostsauerländer Gebirgsrand“ und darin dem Vorupländer Hügelland (332.61) zugeordnet.[4]

Sprachgeographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung des lokalen Sprachgebrauchs ist durch die Grenzlage zwischen Hessen und Westfalen begründet. Die Benrather Linie ist eine historische Sprachgrenze zwischen nordhessischen Dialekten und westfälische Dialekten. Weiterhin ist die Region vom Sauerländer Platt beeinflusst. Die Dat-das-Linie hat in dieser Region einen ähnlichen Verlauf. Kleinräumige sprachgeographische Grenzen zur Aussprache von Vokalen wurden um Benkhausen bis in das 20. Jahrhundert nachgewiesen.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benkhausen wurde im Jahre 1072 erstmals erwähnt. Im Verlauf der Geschichte wurde der Ort unterschiedlich benannt. Die bekannten urkundlichen Zeugnisse[2] finden sich in folgender Übersicht:

  • Beigenchusun (1072) [Kop. um 1124/25 Bauermann, Grafschafter Stiftungsurkunden, S. 12, Regesten der Erzbischöfe von Köln 1, S. 298–299, Nr. 1014]
  • Beinchusen, de (1237) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 56–57, Nr. 31]
  • Beynchusen, in (1335) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 104, Nr. 149]
  • Benkhosen, in (1350) [Paul Wigand, Einzelne Beiträge, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 6 (1834), S. 385–405, IV: Das älteste Corveyer Lehnsregister, hier S. 395, § 53]
  • Beyngenchusen, to (1383) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8528]
  • Beynchusen (1397) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 225, Nr. 458]
  • Benckhusen (1537) [HStAM Bestand 127 Nr. 3]
  • Benckhausen (1733) [HStAD Bestand P 23 Nr. 56]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen bildeten zum 31. Dezember 1971 Benkhausen und zwölf weitere Gemeinden die neue Gemeinde Diemelsee.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1541 wurde in Benkhausen eine Kapelle errichtet, der 1687 eine Kirche im Barockbaustil folgte. Die örtliche Fachwerkkirche von 1687 musste 1967 einem Neubau weichen. 1968 wurde eine neue evangelische Kirche eingeweiht. Über dem Altar befindet sich ein 2-teiliges Betonglasfenster der Bauzeit. Sechs weitere Fenster wurden 1993 von dem Glasmaler Erhardt Jakobus Klonk geschaffen. Die Kirchengemeinde gehört zum evangelischen Kirchenkreis Twiste-Eisenberg[2][7]

Benkhausen An der Klippe.jpg

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benkhausen hat eine „Klippe“, die als „ND 06 012 - Benkhausen - Felspartie "Die Heggel"“ registriert ist.[8] Weitere Naturdenkmale von Benkhausen wie eine alte Linde und andere geschützte Gebiete finden sich in der Liste der Naturdenkmäler in Diemelsee (Gemeinde).

Auszeichnungen und Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe „Höpperjugend“ aus Benkhausen wurde für ihr Engagement mit der „Verleihung des Hessischen Partizipationspreises 2017“ vom hessischen Familienminister Stefan Grüttner geehrt. Gleichzeitig wurde ein Betrag zur Förderung des örtlichen Vereinslebens, zur Infrasturkurentwicklung und zum Wohle der Städtepartnerschaft der Gemeinde Diemelsee mit Den Ham übergeben.[9]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Benkhausen gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, die Freiwillige Feuerwehr Benkhausen, eine Grillhütte und einen Spielplatz mit Kneipp-Tretbecken.
  • Durch Benkhausen führt der europäische Fernwanderweg Nordsee – Bodensee – Mittelmeer.
  • Sehenswert ist der Aussichtspunkt „Klippe“. Zu erreichen über eine der 3 Ortseinfahrten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Benkhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand: 5. April 2019 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 5. April 2019 im Internet Archive).
  2. a b c Benkhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Stand: 30.06.2016 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 12. August 2016 im Internet Archive).
  4. Land Hessen: Die Naturräume Hessens und ihre Haupteinheiten (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive)
  5. Verein für niederdeutsche Sprachforschung, Jahrbuch 1903, Diedr. Soltau’s Verlag, 1903, S. 132, S. 135 Online-Digitalisat, abgerufen am 28. Mai 2019.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408 f.
  7. Evangelischer Kirchenkreis Twiste-Eisenberg: Benkhausen (Memento vom 28. Mai 2019 im Internet Archive)
  8. ND 06 012 - Benkhausen - Felspartie "Die Heggel" (Memento vom 28. Mai 2019 im Internet Archive)
  9. Hessisches Ministerium für Soziales und Integration: Verleihung des Hessischen Partizipationspreises 2017 (Memento vom 28. Mai 2019 im Internet Archive)