Heringhausen (Diemelsee)

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Heringhausen
Gemeinde Diemelsee
Koordinaten: 51° 21′ 49″ N, 8° 43′ 53″ O
Höhe: 389 (381–482) m ü. NHN
Fläche: 6,08 km² [LAGIS]
Einwohner: 395 (2017)[1]

393 (2016)[2]
380 (2015)[3]
354 (2014)[4]

Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahlen: 34519,
34431 (Kotthausen)
Vorwahlen: 05633,
02963 (Kotthausen)
Luftbild (2013)
Luftbild (2013)
Blick auf Heringhausen

Heringhausen ist Luftkurort und Ortsteil der Gemeinde Diemelsee im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten von Nordhessen (Deutschland) mit knapp 400 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heringhausen liegt zwischen Dortmund und Kassel südlich von Paderborn, ungefähr in der Mitte eines Dreiecks mit den Eckpunkten Korbach, Brilon und Marsberg[5] im Naturpark Diemelsee. Alle Ortsteile liegen direkt am Ufer des Diemelstausees. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3078.[6][7]

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lage von Heringhausen lässt sich mit folgenden Regionen und deren Unterteilungen beschreiben: Als größere geologisch-geografische Einheit ist das Rheinische Schiefergebirge mit dem Rothaargebirge zu nennen. Darin ist die naturräumliche Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr. 33) und in der Haupteinheit der Ostsauerländer Gebirgsrand (332). Die Zuordnung gliedert sich weiter in die Naturräume Vorupländer Hügelland (332.61; Großteil des Ortes) und die Untereinheit Vorupländer (Adorfer) Bucht (332.6). Teile der nördlichen Gemarkung von Heringhausen zählen zur Padberger Schweiz (332.70). Der gesamte Itterarm mit Kotthausen zählt zur Untereinheit Diemelbergland (332.70).[7]

Administrative Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kurzform beschreibt die Kette Adorf, Korbach, Kassel, Wiesbaden die administrative Zuordnung. Heringhausen liegt im Gebiet der Gemeinde Diemelsee, die in Adorf ihre Verwaltung hat. Die Kreisverwaltung für den Landkreis Waldeck-Frankenberg ist in Korbach. In Kassel wird der Regierungsbezirk Kassel geführt und in Wiesbaden ist die Hessische Landesregierung. Das nächste Amtsgericht ist in Korbach, wo ebenfalls die nächste Polizeidienststelle ist. Die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg hat eine Außenstelle in Korbach. Der Nordhessische Verkehrsverbund ist Träger des öffentlichen Personennahverkehrs. Die ländliche Entwicklung wird über die Gemeinde koordiniert und von der „LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck“ gestützt.[8]

Historische Gebietszuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch befindet sich das Dorf im Ittergau (auch als „Nitherga“ bekannt). Die politischen Grenzen und religiösen Zuordnungen in dieser Region haben sich mehrfach verschoben. Noch etwa 700 n. Chr. war die Region sächsisch, bis das fränkische Austrasien die Vormachtstellung übernahm. Heringhausen befand sich am Verlauf der Grenzregion zwischen dem Herzogtum Sachsen im Norden und dem Herzogtum Franken im Süden. Gleichzeitig haben die Benrather Linie, die eine historische Sprachgrenze zwischen nordhessischem Dialekt und westfälische Dialekten wie dem Sauerländer Platt kennzeichnet, und die dat-das-Linie in dieser Region einen ähnlichen Verlauf. Kleinräumige sprachgeographische Grenzen zur Aussprache von Vokalen wurden um Heringhausen bis in das 20. Jahrhundert nachgewiesen.[9] Zeitweilig war der Ort dem westfälischen Paderborn mit dem Fürstbistum Paderborn angeschlossen. Teilweise parallel war die Gebietzugehörigkeit in den ehemaligen Waldecker Grafschaften und dem späteren Fürstentum Waldeck. Nach der Auflösung des Freistaates Waldeck im Jahr 1929 wurde Heringhausen durch die Zuordnung nach Hessen-Nassau preußisch. Nach 1945 war in der amerikanischen Besatzungszone die Region Groß-Hessen zunächst unter amerikanischer Verwaltung, bis das Bundesland Hessen die Gebietszugehörigkeit für Heringhausen übernahm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal

Am 14. Januar 1023 wird der Ort als Hardinghuson in den Güterverzeichnissen des Klosters Kaufungen urkundlich als Schenkung Kaiser Heinrichs II. an dieses Kloster erwähnt.[10][11] Die Reformation wurde um 1542 von Pfarrer Johann Pistor und ab 1550 durch Pfarrer Daniel Dillen (1550 bis 1601) eingeführt. Im Jahr 1822 erwähnt Johann Gunther Friedrich Cannabich, dass es in Heringhausen 206 Einwohner, eine Pulvermühle und einen „Waffenhammer“ gibt.[12] Per Wahlgesetz vom 23. Mai 1849 wurde der Ort durch Emma Fürstin zu Waldeck und Pyrmont (I.) dem Wahlkreis VIII. des Reichsfürstentums Waldeck-Pyrmont zugeordnet.[13] Aufgrund der Volkszählung mit Stand vom 1. Dezember 1885 wurden folgende Zahlen für den Ort festgehalten: 32 Wohngebäude mit 33 Haushaltungen, 113 männliche und 99 weibliche Einwohner, 211 evangelisch und 1 Person mit katholischer Konfession. Zum Ort wurden 3 Wohnplätze notiert. Neben dem Hauptort wurden Kotthausen mit 2 Wohngebäuden und 8 Einwohnern sowie Reuemühle mit einem Haus und 8 Personen aufgeführt.[14]

Im Rahmen der Kinderlandverschickung wurde das Gasthaus Giesing zum KLV-Lager Ku 023. Kinder der Volksschulen von Ihringshausen und Sandershausen waren im Herbst 1944 dort untergebracht.[15] Am 31. Dezember 1971 bildeten Heringhausen und zwölf weitere Gemeinden die neue Gemeinde Diemelsee.[16]

Historische Ortsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Urkunden des Klosters Kaufungen sind die Ortsnamen Hardinghuson (1023), Herdinchußen, Herdynckhusen, und Hertighusin als frühe Ortsnamen belegt.[11] In anderen Urkunden kommt Heriwardeshuson (1043)[17] vor. Auf der ältesten Kirchenglocke findet sich neben der Jahreszahl 1674 der Verweis auf den Ortsnamen „Herdinghausen“. Ein weiterer Hinweis auf diesen ehemaligen Ortsnamen steht auf einem Denkmal. Im 20. und 21. Jahrhundert findet sich gelegentlich die Fehlschreibung des Ortsnamens „Heringshausen“.

Siedlungsbereiche und Wüstungen in der Gemarkung Heringhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Heringhausen gibt es mehrere historische Siedlungsbereiche und Wüstungen. Teilweise sind diese Stellen noch heute unbewohnt; teilweise finden sich Bebauung und Besiedlung aus dem 20. Jahrhundert sowie Hinweise auf die alten Siedlungen durch die Flur- oder Straßennamen.

Giffelde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giffelde bezeichnet eine ehemalige Wüstung, auf der heute ein Campingplatz angelegt ist. Auf sie weist der Straßenname „Im Giffeld“ hin. Bodenrechtlich befindet sich das Areal heute in der Gemarkung von Stormbruch.[18] Varnhargen erwähnt 1825 als Gebietsbezeichnung „im Giffelde“.(Varnhagen S. 47)[19] Georg Landau erwähnt 1836 den Gutsnamen Hiuelde als Verweis zu möglichen Vorgängern der Wüstung.[20]

Kotthausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kotthausen (Luftbild 2013)
Itter-Pegel Kotthausen III, („Itter zur Diemel, 377,68 m ü. NHN, Kilometer: 3,40“)

Kotthausen ist der Name der ehemaligen Wüstung, die im 21. Jahrhundert mit den Siedlungsbereichen Kotthausen I,[21] Kotthausen II,[22] und Kotthausen III[23] bekannt ist. In Kotthausen I liegen die in Karten als Schirrhof verzeichnete Betriebstätte des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden, das den Diemelsee bewirtschaftet, sowie die Siedlung Am Fresenberg. In Kotthausen II gibt es einen Campingplatz und einen Bauernhof. Kotthausen III hat einen Bauernhof, die Siedlung Voßhol und den Pegel des Itterzuflusses zur Diemeltalsperre.[6] Die Siedlungsgeschichte von Kotthausen als Wohnplatz ist lang. Im Jahr 1194 und am 11. August 1309 ist Kotthausen (auch Cozhausen, Cothusun, Cothusen, Kothausen) in Urkunden des Klosters Flechtdorf erwähnt.[24][25] Im Jahr 1497 wird Kotthausen als Wüstung genannt. Den Aufzeichnungen Johann Varnhagens ist zu entnehmen: „Die Heringhäuser haben Wiesen zu Kothausen, und die Herren zu Padberg tragen einen Hof zu Kothausen von dem Hause Waldeck zu Lehen.“ (Varnhagen S. 52)[19] Hier kam es mehrfach zu Grenzstreitigkeiten zwischen Kurköln und den Waldecker Grafen, die sich entschieden gegen den Einfluss Kurkölns auf ihrem Territorium zur Wehr setzten. Für das späte 19. Jahrhundert kann für den zuvor als Wüstung genannten Ortsteil von Heringhausen eine geringe Besiedlung belegt werden. Die Volkszählung mit Stand vom 1. Dezember 1885 weist für den Wohnplatz Kotthausen 2 Wohngebäude und 8 Einwohner aus.[14] Kotthausen ist seit 1968 über die Landesstraße 3393 erreichbar und durch Ortshinweistafeln gekennzeichnet. Der Bereich dieser Siedlungen grenzt in voller Länge an das benachbarte Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Ratmaringhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ratmaringhausen (Ratmerckhusen, Rattmigkhausen, Ratmigkusen) ist eine Wüstung, die sich am Westhang des Schörenbergs im Bereich des Diemeleinlaufes in den Diemelsee befand. Siedlungsreste sind nicht mehr erkennbar.[26] Varnhagen nennt 1825 eine Mühle zu „Ratmerckusen zwischen Heringhausen und Gieberinghausen: Die Gieberinghäuser geben noch heutigentags Ratmaringhäuser- und Holzhäuser Zehnten und Ratmaringhausen wird also mit Holzhausen nächst zusammen liegen. Die Mühle zu Rattmigkhausen oder Ratmigkusen kommt 1637 vor. Sie stehet an der Dimel, nach Heringhausen hin und ist die Heringhäusermühle.“(Varnhagen S. 56)[19]

Ortsrandbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch historische Gegebenheiten und die Lage am Diemelsee existieren neben dem Zentrum mehrere Siedlungsbereiche, die keine direkte Anschlussbebauung zum Ortskern haben. Durch den nordöstlichen Ortsteil In der Florenbicke am Eisenberg fließt die Florenbeck, die in einen kleinen Arm des Diemelsees mündet. Dieser Diemelarm wird ebenfalls Florenbicke genannt. Oberhalb der Brücke nach Stormbruch ist der Siedlungsbereich Am Rasenberg.[27]

Die Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Barbara-Kirche

Die St.-Barbara-Kirche ist eine kleine Gewölbebasilika mit Westturm. Sie zählt zur Gruppe der frühromanischen Kirchen im Waldecker Land. Weitere Zuordnungen als frühchristliche Basilika und Wehrkirche ergeben sich durch die Bauart und Entstehungszeit um 1180. Sie war zuerst dem römisch-katholischen Bistum Paderborn angegliedert und hatte ab 1357 einen Pleban (Leutpriester, Pfarrer). Mit Bekenntniswechsel der Kirche wird um 1542 Johann Pistor als erster evangelischer Pfarrer genannt; ihm folgte Pfarrer Daniel Dillen (1550 bis 1601). Trotz der Konversion der Kirche ist für eine Zeit nach 1602 dokumentiert, dass der Bredelarer Abt Caspar Croll sich bemühte „den Gottesdienst der alten katholischen Kirche und Religion gemäß“ weiterzuführen. Zeitweilig war in den 1610er-Jahren das katholische Bontkirchen dem Kirchspiel Heringhausen angeschlossen.[28] Die Nachbarorte Ottlar und Stormbruch waren Filialkirchen des Kirchspiels Heringhausen.[12][29][30]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert
  • „Die längste Bank Hessens“, eine Bank aus einem Douglasienstamm mit einer Länge von 26,42 Metern[31]
  • „Visionarium Diemelsee“, eine Dauerausstellung mit wechselnden Inhalten

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussichtspunkte Wandern und Radfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heringhausen im Naturpark Diemelsee hat Aussichtspunkte und Wanderstrecken in Kombination mit Radwandern und Fährschiffwandern. Etwas südlich vom Gipfel der Eisenberg-Nebenkuppe St. Muffert (524,9 m) liegt der Aussichtspunkt St. Muffert (ca. 500 m; ) mit Schutzhütte.[36][37] Von dessen Klippen ergibt sich ein Talblick auf den Diemelsee (376,2 m; bei Vollstau); nach diesem Seeblick benannt ist das auf dem Stausee verkehrende Fahrgastschiff MS Muffert.[38] Vom „Gipfelkreuz St. Muffert“, dem Aussichtspunkt, der sich auf dem Westhang des Berges etwas westlich unterhalb einer Wendeschleife (; 493,4 m) beim Ende eines im Wald gelegenen Stichweges befindet, fällt der Blick auf den Itterarm und den staumauernahen Teil des Diemelsees sowie auf die Staumauer.[37] Der Eisenberggipfel ist ausschließlich auf Wander- und Waldwegen zu erreichen. Über die Gipfelregion verläuft der Rundwanderweg Drei-Seen-Weg (Edersee–Diemelsee–Twistesee) und eine Variante dieses Weges um den Diemelsee. Vorbei am Aussichtspunkt St. Muffert und über den Südhang führt der Rundwanderweg Diemelsteig.

Blick vom Aussichtspunkt St. Muffert über den Diemelsee: links Heringhausen am Diemelarm, mittig Stormbruch vor dem Koppen am Horizont, rechts der Itterarm

Übersicht der Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Rund um den Diemelsee“ ist die alternativreichste Strecke für Wanderer und Radfahrer mit geringen Steigungen. Die Strecke wird an mehreren Stellen von einem Fährschiff bedient. Man kann die Strecke verkürzen und mit einer Rundfahrt auf dem Diemelsee verbinden. Die Wege sind an mehreren Stellen an das Netz der Fernwanderwege angeschlossen. Die Wanderwege eignen sich für kurze Spaziergänge bis zu ausgedehnten Wanderungen. Teilstrecken vor Ort werden zum Winterwandern geräumt. Falls nicht anders vermerkt, führen die Wege durch Heringhausen. Neben den hier benannten Strecken werden zusätzliche Strecken mit zum Teil organisierten Touren angeboten. Nähere Beschreibungen und Kennzeichen[39] siehe Liste der Wegzeichen des Sauerländischen Gebirgsvereins und Einzelnachweise oder Weblinks mit Streckenplanung.

Rundwege Heringhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rundwege in und um Heringhausen sind kleinere Strecken in Ortsnähe. Für Heringhausen sind folgende Strecken ausgewiesen:[39]

  •  H6  „Rund um den Diemelsee“, 12,7 km bis 18 km oder verkürzt mit Fährschiff s. o.
  •  PW  „Panoramaweg“, 9,8 km [40]
  •  H4  „Rund um die Kleine Eschenseite“ 5,4 km
  •  H3  „Rund um den Schörenberg“ 4,9 km
  •  H2  „Siekesweg“ 4,4 km
  •  Squirrel icon.svg „Eichhörnchenweg“, ca. 2,5 km Kinderwanderweg mit Erlebnisstationen, vom Haus des Gastes rund um den Estenberg

Nordic-Walking-Strecken Heringhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nordic-Walking-Strecken sind ausgesuchte Wege des „Nordic Walking Parks“ im Waldecker Land. Für Heringhausen sind folgende Strecken ausgewiesen:[39]

  • Nordic-Walking-Route Nr. 67 - 5,5 km
  • Nordic-Walking-Route Nr. 68 - 7,8 km
  • Nordic-Walking-Route Nr. 69 - 11,0 km

Weiterführende Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Fernwanderwege haben ihre Anfangs- bzw. Endpunkte in Heringhausen. Teilweise verlaufen sie als Durchgangswanderstrecke auch in Außenbereichen am Diemelsee. Näheres in Einzelbeschreibungen:

  •  𝔇  Diemelsteig, ca. 63 km, durch Heringhausen und Kotthausen, parallel mit Hessenweg 1 von Heringhausen bis Flechtdorf[41]
  •  X1  „Sternweg“, ca. 144 km, Startpunkt Heringhausen, Endpunkt Hoherodskopf im Vogelsberg, Fortsetzung mit X1 Plackweg (Endpunkt Hagen), teils parallel mit Diemelsteig und Hessenweg 1
  •  X15  „Uplandweg“, ca. 177 km, Startpunkt Salzkotten, Endpunkt Dillenburg
  • Hessenweg 1.svg Hessenweg 1, ca. 319 km, Kennzeichen s. Bildleiste, Startpunkt Heringhausen, Endpunkt Eltville am Rhein, Etappe 15 parallel mit dem Diemelsteig von Heringhausen bis Flechtdorf
  • 𝑊   Sauerland-Waldroute, Waldrouten-Etappen: „Marsberg - Diemeltalsperre“ (24,8 km) und „Diemeltalsperre - Petersborn“ (16,8 km)
  •  E1  Europäischer Fernwanderweg E1, Kennzeichen alternativ Tafel s. Bildleiste (Nordkap bis Sizilien) Anschluss in Deisfeld und Adorf

Übersicht der Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Rund um den Diemelsee“ ist die alternativreichste Strecke für Radfahrer, die kaum Steigungen aufweist. Die Strecke wird an mehreren Stellen von einem Fährschiff bedient. Man kann die Strecke verkürzen und mit einer Rundfahrt auf dem Diemelsee verbinden. Die Wege sind an das Netz der Fernradwege angeschlossen. Die Radwege mit unterschiedlichen Geländeprofilen sind je nach Strecke für Kinder und Senioren, für mittlere Anforderungen oder für Sportler mit Mountainbikes geeignet.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Heringhausen um 1866 (Kartenausschnitt)

Historische Zahlen zur Statistik der Einwohnerzahlen:

  • 141 Einwohner im Jahr 1770 [29]
  • 206 Einwohner im Jahr 1822 [12]
  • 240 Einwohner im Jahr 1834 [29]
  • 238 Einwohner im Jahr 1840 [29]
  • 243 Einwohner im Jahr 1846 [29]
  • 246 Einwohner im Jahr 1852 [29]
  • 262 Einwohner im Jahr 1858 [29]
  • 277 Einwohner im Jahr 1864 [29]
  • 240 Einwohner im Jahr 1871 [29]
  • 245 Einwohner im Jahr 1875 [29]
  • 289 Einwohner im Jahr 1885 [29]
  • 299 Einwohner im Jahr 1895 [29]
  • 260 Einwohner im Jahr 1905 [29]
  • 272 Einwohner im Jahr 1910 [29]
  • 249 Einwohner im Jahr 1925 [29]
  • 222 Einwohner im Jahr 1939 [29]
  • 349 Einwohner im Jahr 1946 [29]
  • 292 Einwohner im Jahr 1950 [29]
  • 265 Einwohner im Jahr 1956 [29]
  • 248 Einwohner im Jahr 1961 [29]
  • 255 Einwohner im Jahr 1967 [29]

Einwohner mit Hauptwohnsitz in Heringhausen seit 2010:

  • 384 Einwohner im Jahr 2010 [42]
  • 382 Einwohner im Jahr 2011 [43]
  • 360 Einwohner im Jahr 2012 [44]
  • 358 Einwohner im Jahr 2013 [45]
  • 354 Einwohner im Jahr 2014 [4]
  • 380 Einwohner im Jahr 2015 [3]
  • 393 Einwohner im Jahr 2016 [2]
  • 395 Einwohner im Jahr 2017 [1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Bockshammer, Ältere Territorialgeschichte der Grafschaft Waldeck, Seiten 38 und 42, Schriften des Hessischen Amts für geschichtliche Landeskunde, Marburg 1958.
  • Thomas Klein (Hrsg.), Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn,
    Reihe B: Mitteldeutschland (außer Preußen), Band 16: Mitteldeutschland (Kleinere Länder), Teil V: Waldeck, 1981, ISBN 3-87969-131-2.
  • Gottfried Ganßauge, Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel. 3. Kreis des Eisenberges, Kassel, 1939 Seiten 87 bis 90.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heringhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Diemel-Radweg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Zahlen und Fakten“ aktuell im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee, abgerufen am 8. März 2017.
  2. a b Stand: 30.06.2016 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 12. August 2016 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  3. a b Stand: 31.08.2015 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 25. Oktober 2015 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  4. a b Stand: 30.06.2014 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 31. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  5. Heringhausen 1:200.000 online, abgerufen am 8. März 2017.
  6. a b Heringhausen Lagis 1:50.000 online, abgerufen am 8. März 2017.
  7. a b Hessisches Landesamt für Naturschutz: Die Naturräume Hessens und ihre Haupteinheiten  u. a. Hochsauerland und Rothaargebirge Umweltatlas Hessen online, abgerufen am 8. März 2017.
  8. LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck (Memento vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2017.
  9. Verein für niederdeutsche Sprachforschung,  Jahrbuch 1903, Diedr. Soltau’s Verlag, 1903, S. 132, S. 135 Online-Digitalisat, abgerufen am 10. März 2017.
  10. Deutsche Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz Schenkungsurkunde 1023 online, abgerufen am 8. März 2017.
  11. a b Hermann von Roques, Urkundenbuch des Klosters Kaufungen in Hessen 1900, Seite 20, Urkunde online, abgerufen am 8. März 2017.
  12. a b c Johann Guntherfriedrich Cannabich, Neueste Kunde von Baden, Nassau, Hohenzollern, Lippe, Waldeck, Anhalt der Schwarzburgischen und Reußischen Länder (1827), Seite 397, Online-Digitalisat, abgerufen am 8. März 2017.
  13. A. Rauch, Parlamentarisches Taschenbuch enthaltend die Verfassung ..., Erlangen, 1849, Seite 200 bis 201 Online-Digitalisat, abgerufen am 8. März 2017.
  14. a b Königlich Statistisches Bureau: Gemeindelexikon,Verlag des Königlich statistischen Bureaus, Berlin, 1887, Anhang: Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont Online-Digitalisat, abgerufen am 6. März 2017.
  15. Kinderlandverschickung 1944 Heringhausen, KLV-Lager Ku 023, Gasthaus Giesing. Topografie des Nationalsozialismus in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS)., abgerufen am 8. März 2017.
  16. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408 und 409.
  17. Abt „Trutmar von Corvei“, in Horhusen (Marsberg), Urkunde MXLIII (1043)  Online-Digitalisat, abgerufen am 10. März 2017.
  18. Giffelde, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). abgerufen am 8. März 2017.
  19. a b c Johann Varnhagen, Grundlage der Waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Band 1, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1853 Online-Digitalisat, abgerufen am 8. März 2017.
  20. Georg Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Band 3, S. 25 Online-Digitalisat, abgerufen am 8. März 2017.
  21. Kotthausen 1, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). abgerufen am 8. März 2017.
  22. Kotthausen 2, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). abgerufen am 8. März 2017.
  23. Kotthausen 3, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). abgerufen am 8. März 2017.
  24. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Westfälische Zeitschrift, 1845, Seite 63 Online-Digitalisat, Latein, abgerufen am 6. März 2017.
  25. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Regesta historiae Westfaliae, 1864, Seite 84 Online-Digitalisat, Deutsch, abgerufen am 6. März 2017.
  26. Ratmaringhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). abgerufen am 8. März 2017.
  27. Heringhausen Ortskern Lagis 1:25.000 online, abgerufen am 8. März 2017.
  28. Heinrich Kampschulte: Geschichte der Einführung des Protestantismus, Seite 379 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 8. März 2017.
  29. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen: Historisches Ortslexikon, Lagis online, abgerufen am 6. März 2017.
  30. Friederich Bleibaum (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel, Bärenreiter-Verlag zu Kassel, 3. Band, 1939, S. 87 Online-Digtalisat, abgerufen am 6. März 2017.
  31.  Touristinformation Diemelsee, Längste Bank Hessens (Memento vom 11. August 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2017.
  32. (Archiv) Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 25. Februar 2014: Schwimmbad in Heringhausen schließt ab März wegen Umbau (Memento vom 4. März 2014 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2017.
  33. (Archiv) DerWesten, 23. August 2016, Schwimmbad Heringhausen wiedereröffnet (Memento vom 6. März 2017 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2017.
  34. (Archiv) Waldeckische Landeszeitung, 27. Oktober 2016, Neue Wetterstation am Haus des Gastes in Heringhausen sendet ihre Daten (Memento vom 28. Oktober 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2017.
  35. (Archiv) Nordhessischer VerkehrsVerbund, 27. Oktober 2016, Fahrplanänderung Upland-Diemelsee (Memento vom 29. September 2014 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2017.
  36. Aussichtspunkt St. Muffert, bei openstreetmap.org, abgerufen am 10. März 2017.
  37. a b Gipfelkreuz St. Muffert in Aussichtspunkte von naturparkdiemelsee.de (Memento vom 20. Dezember 2016 im Internet Archive), abgerufen am 10. März 2017.
  38. Fahrplan der MS Muffert mit Angabe des Schiffnamens, abgerufen am 28. August 2013
  39. a b c Kennzeichen der Wege am Diemelsee (Memento vom 11. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 10. März 2017.
  40. Panoramaweg am Diemelsee (Memento vom 11. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 10. März 2017.
  41. Diemelsteig, Wanderweg (Memento vom 11. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 10. März 2017.
  42. Stand: 17.05.2010 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 28. Juni 2010 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  43. Stand: 15.11.2010 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 29. April 2011 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  44. Stand: 15.08.2012 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 15. April 2012 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  45. Stand: 01.12.2013 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 16. März 2014 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.