Eppendorf (Bochum)

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Wappen von Bochum
Eppendorf
Stadtteil von Bochum
Lage von Eppendorf im Wattenscheid
Koordinaten 51° 27′ 18″ N, 7° 10′ 26″ OKoordinaten: 51° 27′ 18″ N, 7° 10′ 26″ O
Höhe 104 m ü. NHN
Fläche 2,95 km²
Einwohner 9539 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 3234 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 44869
Bezirk Wattenscheid
Quelle: [1][2]
Eppendorfer Zentrum vor dem Bau des Kreisverkehr

Eppendorf ist ein südlicher Stadtteil des Stadtbezirks Wattenscheid von Bochum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eppendorf geht zurück auf eine alte Bauerschaft namens Abbingthorpe, die durch zwei große Höfe (Thiemann und Beckhaus) und einige Kotten geprägt war. Der Abt des Klosters Werden besaß den Zehnten und verteilte die Holzgerechtsame in der Eppendorfer Mark.

Eppendorf zählte im Mittelalter zum Amt Bochum und war Standort einer der drei Hinrichtungsstätten (Galberg) des Amtes am Thie, dem alten Versammlungsplatz.

Um 1816 wurde Eppendorf Teil des Amtes Wattenscheid in der preußischen Provinz Westfalen. Eine Volkszählung ergab 1838, dass sich Eppendorf zu einem Ort mit 713 Einwohnern und 195 Häusern entwickelt hatte. 1887 wurde die heutige Grundschule eröffnet. Am 29. Juli 1891 gründeten 39 Gemeindemitglieder die Freiwillige Feuerwehr Eppendorf.

Mit der Auflösung des Landkreises Bochum durch das Gesetz über die Neuregelung der kommunalen Grenzen im rheinisch-westfälischen Industriebezirke wurde Eppendorf am 1. April 1926 auf die kreisfreien Städte Wattenscheid (2,95 km2) und Bochum (1,33 km2) aufgeteilt.[3] Mit der Eingemeindung Wattenscheids am 1. Januar 1975 kam Eppendorf ganz zur Stadt Bochum, wird aber nach wie vor über den Stadtbezirk Wattenscheid (Stadtbezirk 2) verwaltet.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2021 lebten 9.530 Einwohner in Eppendorf.

Strukturdaten der Bevölkerung in Eppendorf:

  • Minderjährigenquote: 13,3 % [Bochumer Durchschnitt: 14,9 % (2021)]
  • Altenquote (60 Jahre und älter): 36,2 % [Bochumer Durchschnitt: 28,9 % (2021)]
  • Ausländeranteil: 4,7 % [Bochumer Durchschnitt: 15,2 % (2021)]
  • Arbeitslosenquote: 4,5 % [Bochumer Durchschnitt: 8,9 % (2017)]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute verfügt Eppendorf über eine gut ausgeprägte Infrastruktur für Güter des täglichen Bedarfs und zählt zu den guten Wohnlagen in Bochum. Das Ortszentrum bildet die Straße Am Thie.

Im Ortsteil verkehren die Buslinien 344, 345, 346, 352, 355 und 365 der Bogestra. Haupthaltestelle für die meisten Linien ist Eppendorf Mitte; die Linien 346 und 365 tangieren den Ort lediglich am westlichen Ortsrand.

Linie Verlauf Takt (Mo–Fr)
344 BO-Wattenscheid Freiheitstr. – August-Bebel-Platz – Wattenscheid Bf RWB Bahnhof.svg – Höntrop Kirche – WAT-Höntrop S-Bahn – Eppendorf – BO-Weitmar – Querenburg, Ruhr-Universität Stadtbahn – Querenburg, Hustadt Stadtbahn – Hochschule Bochum 30 min
345 Bochum-Dahlhausen S-Bahn-Logo.svg – Dahlhausen Im Berge – Oberdahlhausen – Eppendorf Mitte – Stahlhausen Wattenscheider Str. – Bochumer Verein/Jahrhunderthalle – Bochum West Bf RWB Bahnhof.svg – Bochum Rathaus Stadtbahn – Bochum Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Oskar-Hoffmann-Str. Stadtbahn – Wasserstr. Stadtbahn – Altenbochum Kirche – Laer Mitte – Bochum-Werne – Bochum-Langendreer West S-Bahn-Logo.svg – Langendreer Amt – Knappschaftskrankenhaus 30 min
346 BO-Wattenscheid Freiheitstr. – August-Bebel-Platz – Höntrop Kirche – WAT-Höntrop S-Bahn – Eppendorf In der Mark – Munscheid – BO-Weitmar – Querenburg, Ruhr-Universität Stadtbahn – Querenburg, Hustadt Stadtbahn – Hochschule Bochum 30 min
352 Bochum-Hofstede – Feldsieper Str. Stadtbahn – Hamme – Stahlhausen Wattenscheider Str. – Eppendorf Mitte – Narzissenstr. 60 min
355 Bochum-Dahlhausen S-Bahn-Logo.svg – Dahlhausen Im Berge – Oberdahlhausen – Eppendorf Mitte – Bärendorf – Bergmannsheil – Bochum-Ehrenfeld S-Bahn-Logo.svg – Bochumer Verein/Jahrhunderthalle – Bochum West Bf RWB Bahnhof.svg – Bochum Rathaus Stadtbahn – Bochum Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Lohring – Laer Mitte – Bochum-Werne – Bochum-Langendreer West S-Bahn-Logo.svg – Langendreer Amt – Knappschaftskrankenhaus – Sportplatz Papenholz 30 min
365 Bochum Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Bochum Rathaus Stadtbahn – Schauspielhaus – Bergmannsheil – Werk Eickhoff – Bärendorf – Weitmar Mitte – Munscheid – Eppendorf In der Mark – WAT-Höntrop S-Bahn – Höntrop Kirche – Wattenscheid Bf RWB Bahnhof.svg – Wattenscheid August-Bebel-Platz (← Leithe) – Wattenscheid, Ottostr. 30 min

Es gibt verschiedene Sportvereine. Der SV Schwarz Weiß Eppendorf 1935 stieg in der Saison 2006/2007 in die Bezirksliga, 2009/2010 stieg dann in die Landesliga auf. Weitere Vereine sind der FC Neuruhrort und die Sportvereinigung Eppendorf 1885, der Eppendorfer Heimatverein e.V., der das Heimatmuseum Eppendorf und das alljährliche Osterfeuer organisiert, sowie eine Kolpingsfamilie und seit 1953 einen Pfadfinderstamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG).

Zwischen Eppendorf und Höntrop führt der Bergbauwanderweg Wattenscheid entlang.

Im August 2007 wurde in Eppendorf ein Seniorenheim eröffnet, das nach Elsa Brändström benannte „Elsa-Brändström-Haus“.

Im Ortszentrum wurde im Juni 2018, nach 16 Monaten Bauzeit, der neue Kreisverkehr eröffnet.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eppendorf (Bochum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2017 ([1]).
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum.
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 232.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 329.
  5. WAZ vom 13. Juni 2018 (online)