Bogenjagd

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Bogenjägerin
Compoundbogen PSE Firestorm Lite
Bogenfischen am Gard/Frankreich

Die Jagd mit Pfeil und Bogen (Bogenjagd[1]) wurde über viele Jahrtausende von Menschen verschiedenster Kulturen zum Nahrungserwerb betrieben. Einige indigene Völker jagen bis heute mit dem Bogen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Entwicklung der Armbrust und sehr viel leistungsfähigeren Gewehren wurde die Bogenjagd ungebräuchlich.

Sie kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika wieder in Mode. Besonders aktiv waren dabei der Arzt Saxton Pope und der Journalist Art Young, die sich auf Anregung des Yahi Indianers Ishi intensiv mit den indianischen Methoden der Jagd und dem Bau von Jagdbögen befassten.

Heute wird die Bogenjagd mit den unterschiedlichsten Bögen durchgeführt, in der Mehrzahl kommen jedoch moderne Compound-Bögen zum Einsatz.

Rechtliche Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland, Österreich, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Irland, Island, Griechenland und in Rumänien ist die Jagd mit dem Bogen generell verboten[2], in den meisten anderen europäischen Ländern erlaubt.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegner der Bogenjagd führen oft das Argument des Tierschutzes an, wonach das Erlegen eines Tieres mit dem Bogen dem Tier mehr Leiden zufüge als ein Gewehrschuss.

Demgegenüber weisen Bogenjäger darauf hin, dass ein Pfeiltreffer wesentlich weniger Gewebeschäden verursacht und im Gegensatz zur Kugel seine Energie nicht in das umliegende Gewebe abgibt, was theoretisch eine geringere Schmerzentwicklung nach sich ziehen sollte (in der Jagd verwendet man gerne Teilmantelgeschosse, welche im Gegensatz zu Vollmantelgeschossen aufpilzen und so schwerere Verletzungen verursachen, das getroffene Tier schocken und in der Regel schneller stoppen).

Ein Pfeiltreffer in die tödliche Zone (Herz und Lungenflügel; sog. Blattschuss) zieht laut Bogenjagdbefürwortern den sofortigen Tod aufgrund des hohen Blutverlusts und der kollabierenden Lunge nach sich. Der Deutsche Bogenjagdverband weist außerdem darauf hin, dass nach einer durch einen Jagdpfeil verursachten Schnittverletzung am Herzen oder den herznahen Blutgefäßen bei einem ca. 70 kg schweren Tier mit ungefähr 5 l Blut bereits nach zehn Herzschlägen der Tod eintrete (man geht allgemein davon aus, dass ein Blutverlust von 40 % sofortige Bewusstlosigkeit und Tod zur Folge hat).

Eine Alternative zur Bogenjagd findet sich im Parcours[4] ein, wo nicht auf lebendige Tiere, sondern Attrappen geschossen wird. Eignen wird sich diese Möglichkeit vor allem für Personen, welche das Jagen mit dem Bogen als Hobby durchführen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haseder S. 116
  2. Bundesjagdgesetz § 19 Sachliche Verbote (1) Verboten ist 1. mit Schrot, Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen, auch als Fangschuß, auf Schalenwild und Seehunde zu schießen;
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBogenjagd in Europa. Abgerufen am 1. Februar 2010.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBogenschiessen in Parcours. Abgerufen am 27. März 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bogenjagd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien