Brunnadern SG

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SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Brunnadernf zu vermeiden.
Brunnadern
Wappen von Brunnadern
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Toggenburgw
Politische Gemeinde: Neckertali2
Postleitzahl: 9125
Koordinaten: 728083 / 243879Koordinaten: 47° 20′ 0″ N, 9° 8′ 0″ O; CH1903: 728083 / 243879
Höhe: 660 m ü. M.
Fläche: 6,69 km²
Einwohner: 951 (23. Februar 2008)
Einwohnerdichte: 142 Einw. pro km²
Website: www.brunnadern.ch
Brunnadern SG

Brunnadern SG

Karte
Brunnadern SG (Schweiz)
Brunnadern SG
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2009

Brunnadern ist eine Ortschaft in der politischen Gemeinde Neckertal im Wahlkreis Toggenburg des Kantons St. Gallen in der Schweiz.

Das Dorf Brunnadern und die Fraktionen Chrüzweg, Spreitenbach, Furt (teilweise Mogelsberg) und Taa liegen in der Talsohle des Necker am Nordfuss der Wasserfluh. Das übrige Gebiet ist stark gefächert und hügelig, mit den Fraktionen Bitzi, Waldschwil, Vögelisegg, Steig, Haselacker, Schwendi, Niderwil, Reitenberg, Homberg und Hinteregg. 1377 erste namentliche Erwähnung als Brunadran.

In der Abstimmung vom 21. Oktober 2007 stimmten die Einwohner Brunnaderns, das bis dahin eine eigenständige politische Gemeinde war, für eine Fusion mit Mogelsberg und St. Peterzell zur neuen Gemeinde Neckertal per 1. Januar 2009. Die damaligen Nachbargemeinden waren Oberhelfenschwil, Wattwil, Hemberg und Mogelsberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spät besiedelt und bis ins 18. Jahrhundert ohne Siedlungszentrum, stand das Gebiet im Spätmittelalter unter Herrschaft der Grafschaft von Toggenburg und gelangte mit dem Toggenburg 1468 an die Fürstabtei St. Gallen. Es war aufgeteilt in die Gerichte Hemberg und Neckertal. Eine mittelalterliche Kapelle wurde 1461 durch einen Neubau ersetzt, sie gehörte zur Pfarrei Oberhelfenschwil. 1528 wandten sich die Einwohner dem evangenlischen Kultus zu. Erst 1708 entstand eine eigene Pfarrei, die Kirche erbaute 1763 Hans Ulrich Grubenmann. 1803 schlossen sich die Weiler und Dorfteile zur politischen Gemeinde Brunnadern zusammen.

Zahlreiche typische Toggenburger Bauernhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert stehen noch in Spreitenbach, Furt und im Dorf. Eine Wanderschule ist 1745 erwähnt, 1874 vereinigten sich die Schulgemeinde Dorf und Reitenberg. Nach Ausbreitung der Hausweberei und -spinnerei im 17.–18. Jahrhundert entstanden im 19. Jahrhundert grössere Textilbetriebe: eine Spinnerei und Färberei im Dorf, Webereien im Dorf, in Furt und in Spreitenbach. Aus Letzterer entwickelte sich 1872 eine Nudelfabrik. Die ab 1850 aufgebaute Stickereiindustrie erlebte ihren Höhepunkt um 1880 und brach in den 1920er Jahren zusammen. Kleinbäuerliche Familienbetriebe, Gewerbe, Kleinindustrie und Tourismus prägten den Ort ab 1945. 1910 wurde Brunnadern Station der Bodensee-Toggenburg-Bahn und 1912 Ausgangsstation der Postautolinie nach St. Peterzell und Waldstatt. Die 1956 gegründete Sekundarschulgemeinde B.-Oberhelfenschwil-Mogelsberg unterhält seit 1977 das Oberstufenzentrum Necker. 1971 wurde das Evangelische Alters- und Pflegeheim eröffnet. Ende des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl der bäuerlichen Betriebe ab, jene der Beschäftigten im 2. und 3. Sektor zu.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1803 930
1827 781
1850 931
1900 710
1950 735
1970 587
2000 917

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brunnadern SG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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