Bubikon

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Bubikon
Wappen von Bubikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Hinwilw
BFS-Nr.: 0112i1f3f4
Postleitzahl: 8608 Bubikon
8633 Wolfhausen
Koordinaten: 704550 / 236344Koordinaten: 47° 16′ 11″ N, 8° 49′ 13″ O; CH1903: 704550 / 236344
Höhe: 509 m ü. M.
Fläche: 11,58 km²
Einwohner: 7200 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 622 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
11 % (31. Dezember 2016)[2]
Gemeindepräsidentin: Andrea Keller (parteilos)
Website: www.bubikon.ch
Ansicht vom Batzberg auf Bubikon (im Hintergrund)

Ansicht vom Batzberg auf Bubikon (im Hintergrund)

Karte
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Über dieses Bild
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Bubikon (veraltet Bubigheim[3]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Hinwil des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild von 1922, aufgenommen aus 500 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Zur Gemeinde Bubikon (seit 1884) gehören die Dörfer Bubikon und Wolfhausen sowie die Weiler Barenberg (östlich von Wolfhausen), Berlikon (südlich von Wolfhausen), Bürg (nördlich von Wolfhausen), Lanzacher (nordwestlich von Bubikon), Wändhüslen (nördlich von Bubikon) und Widenswil (zwischen Bubikon und Wolfhausen).[4]

Das Gemeindegebiet liegt an der Wasserscheide zwischen Glatt und Zürichsee. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet ist der Hombergchropf (zwischen Bubikon und Bürg) mit 568 m; der tiefste Punkt ist die Schwarz, die das Gemeindegebiet nach Westen (Rüti ZH) verlässt, mit 480 m.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Geviert: 1 in Rot ein durchgehendes silbernes Kreuz, 2 und 3 in Gold ein schwarzes lateinisches B, 4 in Schwarz ein silbernes Gabelkreuz

Das Wappen der Gemeinde Bubikon wird schon in der Chronik des Johannes Stumpf (1548), der Pfarrer und Prior im Ritterhaus zu Bubikon war, dargestellt. Das Wappen erscheint noch in der Grüninger Standesscheibe von 1595, und in einer Bannerträgerscheibe von 1627. David Herrliberger führt in seiner Helvetischen Topographie (1765) allerdings wieder das alte Komtureiwappen auf. Im Zuge der Bereigung der Zürcher Gemeindewappen schlug die heraldische Kommission die Übernahme dieses älteren und einfacheren Wappens vor, der Gemeinderat lehnte aber ab, und das "traditionsreichere" Wappen mit dem Johanniterkreuz wurde am 14. Januar 1926 als offizielles Gemeindewappen eingeführt.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 262
1850 1'591
1870 1'489
1900 1'555
1920 1'809
1950 2'265
1970 3'244
2000 5'424
2005 5'759
2010[6] 6'573
2011[7] 6'771
2012 6'856
2014 6'979
2016 7'119
2018 7'335

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2011 gehörten 45 Prozent der Bevölkerung der evangelisch-reformierten Kirche und 26,2 Prozent der römisch-katholischen Kirche an.[8] In Bubikon gibt es auch eine Freie Evangelische Gemeinde[9] und die Martus-Gemeinde.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsidentin ist Andrea Keller, parteilos (Stand 2018).

Christine Bernet war von 2014 bis 2018 Gemeindepräsidentin, FBV (Freie Bürger-Vereinigung Bubikon).

Bruno Franceschini war von 2002 bis 2014 Gemeindepräsident und gehörte der FBV (Freie Bürger-Vereinigung Bubikon) an.[11]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besitzt neben wichtigen Durchgangsstrassen einen Anschluss an die Oberlandautobahn (A53) Richtung Zürich und Rapperswil SG.

Auch der Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel ist hervorragend. So besitzt die Gemeinde einen Bahnhof an der S-Bahn Zürich mit viertelstündigen Verbindungen der Linien S 5 und S 15 :

Es existieren folgende Buslinien, die durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) bedient werden:

Früher war Bubikon ein Eisenbahnknotenpunkt, hier kreuzten sich die Linien der Vereinigten Schweizerbahnen mit der Uerikon-Bauma-Bahn und gewährten in alle vier Himmelsrichtungen Anschluss, so nach HinwilBauma, Rüti ZHRapperswil SG, Wolfhausen–Uerikon und WetzikonZürich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem Nagelfluhsporn im Südosten der Gemeinde steht das Ritterhaus Bubikon. Es wurde 1192 von Diethelm V. von Toggenburg dem Johanniterorden geschenkt und wurde anschliessend zur Kommende ausgebaut. Als Zürich 1525 die Klöster und Orden aufhob, waren die Johanniterkommenden Wädenswil und Bubikon nicht betroffen; jedoch übernahm Zürich von 1528 bis 1532 in Bubikon die Verwaltung.[12] 1570 wurde das Haus letztmals erweitert und ist heute die besterhaltene Johanniterkomturei Europas. Das Haus ist im Besitz der 1936 gegründeten Ritterhausgesellschaft Bubikon, die es unterhält und ein Museum über die Geschichte der Kreuzzüge und der Ritterorden betreibt.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Schmid-Kunz (* 1964), Volksmusiker, Tanzleiter und Kulturmanager
  • Bligg (* 1976), Rapper, wuchs in Wolfhausen und in Schwamendingen auf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Bührer (Hrsg.): Bubikon—Wolfhausen Zwei Dörfer — eine Gemeinde Band 1, Gemeinde Bubikon (1981) (pdf).
  • Max Bührer, Kurt Schmid, Jakob Zollinger: Bubikon-Wolfhausen im Wandel der Zeit. Druckerei Wetzikon AG, 1981–83. ISBN 3-85981-118-5.
  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.
  • Kurt Schmid: Bubikon (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2003.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bubikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 20. September 2017.
  3. Im 18. Jh. gelegentlich im Zusammenhang der Johanniter-Kommende. Der Ortsname ist erstmals 811 belegt, als Puapinchova (Schmid 2003).
  4. Jakob Zollinger, "Dörfer, Weiler und Höfe" in Bührer (Hrsg.) Bubikon—Wolfhausen (1981), S. 111–154.
  5. Die Bereinigung der zürcher Gemeindewappen (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 49), 1977, S. 37.
  6. http://www.bubikon.ch/documents/Einwohnerzahlen_Werte.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.bubikon.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 27. Februar 2012).
  7. http://www.bubikon.ch/documents/Einwohnerzahlen_Werte.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.bubikon.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 27. Februar 2012).
  8. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  9. Archivlink (Memento des Originals vom 2. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.feg.ch (abgerufen am 27. Februar 2012).
  10. http://www.martus.ch/ (abgerufen am 27. Februar 2012).
  11. http://www.zol.ch/bezirk-hinwil/bubikon/Franceschini-geht-nach-zwoelf--Jahren-ist-Schluss---/story/22383689
  12. Boris Bauer: Die Rückgabe der Kommende Bubikon an den Johanniterorden; in: Querblicke, Zürcher Reformationsgeschichten, hrsg. von Peter Niederhäuser und Regula Schmid; Chronos Verlag, Zürich 2019; 203 S., ill. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 86); ISBN 978-3-0340-1498-4, S. 138–143.