Bundestagswahlkreis Pirmasens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wahlkreis 210: Pirmasens
Bundestagswahlkreis 210-2017.svg
Staat Deutschland
Bundesland Rheinland-Pfalz
Wahlkreisnummer 210
Wahlberechtigte 177.697
Wahlbeteiligung 76,0
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Partei CDU
Stimmanteil 36,8
Abgeordnete

Der Wahlkreis Pirmasens (Wahlkreis 210, bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 Wahlkreis 211) ist ein Bundestagswahlkreis in Rheinland-Pfalz. Er umfasst die kreisfreien Städte Pirmasens und Zweibrücken, den Landkreis Südwestpfalz und den Süden des Landkreises Kaiserslautern mit den Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Kaiserslautern-Süd, Landstuhl, und Ramstein-Miesenbach.[1]

Der Wahlkreis besitzt die aktuelle Abgrenzung seit der Wahlkreisreform von 2002, bei der er um den Südteil des Landkreises Kaiserslautern vergrößert wurde. Vorher umfasste er seit 1965 nur Pirmasens und Zweibrücken sowie den heutigen Landkreis Südwestpfalz. Von 1949 bis 1965 hieß der Wahlkreis Zweibrücken und umfasste noch zusätzlich den ehemaligen Landkreis Bergzabern.

Der Wahlkreis wurde bei bislang allen Bundestagswahlen außer 1998 vom jeweiligen Direktkandidaten der CDU gewonnen.

Bundestagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2017 findet am Sonntag, dem 24. September 2017, statt. Wahlberechtigt sind etwa 209.000 Personen. Es werden 10 Parteien antreten. Den Wahlkreis gewann wie zuvor Anita Schäfer von der CDU, durch die jeweiligen Parteienlisten, ziehen Angelika Glöckner von der SPD und Brigitte Freihold von Die Linke in den Bundestag ein.

Bundestagswahl 2017 – WK Pirmasens
(in %)
 %
10
0
n. k.
n. k.
n. k.
n. k.
n. k.
n. k.
n. k.
n. k.
n. k.
Direktkandidat[2] Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Anita Schäfer CDU 36,8 35,8
Angelika Glöckner SPD 28,7 24,7
Sebastian Schäfer FDP 6,7 8,9
Felix Schmidt Bündnis 90/Die Grünen 4,2 4,6
Brigitte Freihold Die Linke 6,1 7,2
Aaron Bastian Schmidt Die Partei 1,4 1,2
Markus Walter NPD 0,6 0,6
Ferdinand Ludwig Weber AfD 12,9 14,1
Martin Eichert Freie Wähler 2,6 1,8

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2013 fand am Sonntag, dem 22. September 2013, statt. Wahlberechtigt waren 180.543 Personen, wovon 128.747 (71,3 %) zur Wahl gingen. Das Direktmandat konnte mit 41,9 % die bisherige Inhaberin Anita Schäfer von der CDU verteidigen.[3]

Es traten 14 Parteien in Rheinland-Pfalz landesweit gegeneinander an. Dies entschied der Landeswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 26. Juli 2013 in Mainz.[4] Damit erhielten alle Parteien eine Zulassung, die fristgerecht bis zum 15. Juli ihre Landeslisten und weitere Unterlagen eingereicht hatten.[5]

Die Reihenfolge der zugelassenen Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich zunächst nach der Zahl der Zweitstimmen, die die jeweilige Partei bei der letzten Bundestagswahl im Land erreicht hat (Listenplätze 1 – 10): CDU, SPD, FDP, GRÜNE, Die Linke, PIRATEN, NPD, REP, ÖDP und MLPD. Neu kandidierende Listen schließen sich in alphabetischer Reihenfolge ihres Namens an (Listenplätze 11 – 14): Alternative für Deutschland (AfD), Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland), Freie Wähler und die Partei der Vernunft.

Direktkandidat[6] Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Anita Schäfer CDU 45,9 43,7
Angelika Glöckner SPD 32,2 28,0
Steven Wink FDP 2,8 5,1
Felix Schmidt Bündnis 90/Die Grünen 4,1 4,7
Frank Eschrich Die Linke 6,0 6,5
Birgit Wenzel Piratenpartei 2,7 2,4
Ricarda Riefling NPD 1,9 1,7
Heinz Karl Hinkel Die Republikaner 1,5 1,0
ÖDP 0,2
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) 0,0
AfD 4,3
Bürgerbewegung pro Deutschland 0,2
Martin Eichert Freie Wähler 2,9 1,6
Partei der Vernunft 0,4

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Anita Schäfer CDU 39,4 34,5 37,0
Sabine Wilhelm SPD 27,1 22,7 32,4
Heinz-Walter Roth FDP 11,1 15,3 10,6
Fred Konrad Bündnis 90/Die Grünen 7,0 6,7 5,1
Frank Eschrich Die Linke. 12,6 13,3 8,6
REP 1,3 2,1
Markus Walter NPD 2,8 2,0 2,1
PBC 0,3 0,4
FAMILIE 1,5 1,6
MLPD 0,0 0,1
PIRATEN 2,0 -
ödp 0,3 -

Frühere Wahlkreissieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Name Partei Erststimmen
2017 Anita Schäfer CDU 36,8 %
2013 Anita Schäfer CDU 45,9 %
2009 Anita Schäfer CDU 39,4 %
2005 Anita Schäfer CDU 42,4 %
2002 Anita Schäfer CDU 45,1 %
1998 Lydia Westrich SPD 45,7 %
1994 Klaus-Dieter Uelhoff CDU 44,9 %
1990 Klaus-Dieter Uelhoff CDU 46,3 %
1987 Klaus-Dieter Uelhoff CDU 49,2 %
1983 Werner Marx CDU 53,8 %
1980 Werner Marx CDU 49,8 %
1976 Werner Marx CDU 51,6 %
1972 Werner Marx CDU 47,2 %
1969 Josef Becker CDU 47,1 %
1965 Josef Becker CDU 48,6 %
1961 Josef Becker CDU 46,4 %
1957 Josef Becker CDU 52,1 %
1953 Josef Becker CDU 49,0 %
1949 Josef Becker CDU 46,6 %

Wahlkreisgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Wahlkreisname Gebiet
1949 14 Zweibrücken Pirmasens, Zweibrücken, Landkreis Pirmasens, Landkreis Zweibrücken, Landkreis Bergzabern
1953–1961 161 Zweibrücken
1965–1969 162 Pirmasens Pirmasens, Zweibrücken, Landkreis Pirmasens, Landkreis Zweibrücken
1972–1976 162 Pirmasens Pirmasens, Zweibrücken, Landkreis Pirmasens
1980–1998 160 Pirmasens Pirmasens, Zweibrücken, Landkreis Pirmasens
2002 213 Pirmasens Pirmasens, Zweibrücken, Landkreis Südwestpfalz, vom Landkreis Kaiserslautern die Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Kaiserslautern-Süd, Landstuhl und Ramstein-Miesenbach
2005 212 Pirmasens
2009–2013 211 Pirmasens
seit 2017 210 Pirmasens

Der ehemalige Landkreis Zweibrücken wurde 1972 in den Landkreis Pirmasens eingegliedert. Der Landkreis Pirmasens wurde 1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung
  2. Bekanntmachung des Wahlkreisleiters aufgerufen am 17. September 2017
  3. Pirmasens, Wahlkreis – Vorläufiges Ergebnis (Memento des Originals vom 9. November 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.rlp.de vom 22. September 2013; 20:50 Uhr
  4. 14 Parteien treten zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages an (Memento des Originals vom 7. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.rlp.de Pressemitteilung des Landeswahlleiters vom 26. Juli 2013
  5. 14 Parteien treten in Rheinland-Pfalz bei Bundestagswahl an auf allgemeine-zeitung.de vom 26. Juli 2013
  6. Bekanntmachung des Wahlkreisleiters (Memento des Originals vom 1. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.rlp.de als PDF-Datei vom 26. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]