Burg Arberg

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Burg Arberg
Entstehungszeit: Vermutlich 11. Jahrhundert
Burgentyp: Ortslage, Motte
Erhaltungszustand: Burgstall, Baufragmente, Mauerreste
Ort: Arberg
Geographische Lage 49° 8′ 28,9″ N, 10° 37′ 4,6″ OKoordinaten: 49° 8′ 28,9″ N, 10° 37′ 4,6″ O
Burg Arberg (Bayern)
Burg Arberg

Die Burg Arberg ist eine abgegangene Turmhügelburg (Motte) unmittelbar südöstlich der Kirche in Arberg (Schlossweg 21) im Landkreis Ansbach in Bayern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich wurde die Burg im 11. Jahrhundert durch die Herren von Arberg erbaut und 1229 mit „H(einrich) de Arberch“ erwähnt. Er ist möglicherweise identisch mit Heinrich dem Schenken des Bischofs von Eichstätt. Jung erwähnt eine Urkunde aus dem Jahr 1338 die mit „Markolf der Schenke von Arberch Ritter und Magret sin elichin wirtin und auch ich Conrad Lorer sin bruder und Sophie min elichin wirtin“ etwas über die damalige Schenkenfamilie verrät.[1] Gewin erwähnt neben den beiden genannten Brüdern Markolf und Conrad noch einen dritten Bruder namens Heinrich.[2] Nach dem Tod Chunrads (IV.), genannt Schenk von Arberg, ging das Schenkenamt auf Rudiger Schenk von Arberg über. Er starb 1397. Danach ging die Burghut üder die Burg Arberg an Heinrich Schenk von Leutershausen über. Dieser hatte seinen Sitz jedoch nicht auf Burg Arberg, sondern auf dem nahegegenen Lochhof, auch bekannt als Eybburg, bei Kleinlellenfeld. Wilhelm I. Schenk von Arberg nannte sich auch von Lochhof (1395–1429).[3] Im 14. und 15. Jahrhundert war die Burg Sitz der Pfleger und Kastner des Amtes Arberg bzw. des späteren Pflegamtes Arberg-Ornbau.[4] Um 1815 wurde die Burg abgebrochen.

Von der ehemals von tiefen Gräben geschützten runden Mottenalge zeugen noch Baufragmente und Mauerreste.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag zu Burg Arberg in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Ferdinand Jung: Miscellanea, Band 1, S. 29
  2. J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964, S. 80ff
  3. J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964, S. 185
  4. Markt Arberg - Geschichte (Memento des Originals vom 28. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arberg.de bei arberg.de