Chamonix NG Cars

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chamonix NG Cars
Logo
Rechtsform Empresa privada
Gründung 1987
Auflösung 2011
Sitz São Paulo, Brasilien
Branche Automobilindustrie
Website www.chamonixng.com.br

Chamonix NG Cars war ein in São Paulo ansässiger brasilianischer Automobilhersteller. Bis zur Insolvenz im Jahr 2011[1] war Chamonix Indústria e Comércio Ltda. in Jarinu (SP) beheimatet. Das NG im Firmennamen steht für New Generation. Die Firma wurde 1987 von Milton Masteguin und Chuck Beck gegründet. Masteguin hatte sich vorher beim Automobilhersteller Puma schon einen Namen als Konstrukteur von Rennwagen gemacht.

Ein Großteil der Fahrzeugproduktion wurde in die USA (unter dem Namen Beck), nach Japan, Europa, Lateinamerika und in den mittleren Osten exportiert. In Deutschland wird der Chamonix 550 von Gehrke ClassicCars[2] in Ketsch montiert und als Komplettfahrzeug vertrieben wie auch als Bausatz geliefert.[3]

Konstruktionen auf Porsche-Basis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den ersten Blick vom Original kaum zu unterscheiden: Nachbau eines Porsche 550

Wie bereits vorher in ihrem US-amerikanischen Unternehmen Chuck Beck wurden nun auch in Brasilien Nachbauten von historischen Porsche-Fahrzeugen hergestellt.

Das erste Modell der Marke war der Spyder 550.

1992 folgte das Modell Spyder 550 S. Die Motorenleistung des S-Modells mit 2 Liter Hubraum beträgt 125 PS.

Kaum ein Jahr später, im Jahr 1993, wurde der Speedster 356 mit Motoren von 62 oder 120 PS angeboten.

Weiterhin erhielt Chamonix eine Lizenz für den Nachbau des Porsche-Modells Super 90. Er wird wahlweise mit einem 1,6-Liter-Motor mit 62 PS oder einem 1,9-Liter-Motor mit 120 PS angeboten.

Im Jahr 2000 stieg Chamonix mit den Modellen 356 R und 550 R erstmals in die Rennszene ein. Der 550 R hat einen VW-Motor mit 1,8 Liter Hubraum, der mit Turbolader 300 PS abgibt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chamonix war an der Entwicklung des Lobini H1, einem Roadster von Lobini, beteiligt und liefert die Fiberglaskarosserien für diese Fahrzeuge.

Chamonix entwickelte das Konzeptfahrzeug Fiat Dobló Rallye auf Basis des entsprechenden Fiat-Serienmodells.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitschrift Autokatalog, Jahrgänge 1993–2007 (Vereinigte-Motor Verlage GmbH & Co. KG, Stuttgart)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage von Gehrke-Classic-Cars, Importeur von Chamonix-Fahrzeugen. Abgerufen am 10. Mai 2016.
  2. Der Spiegel, aufgerufen am 8. Oktober 2010.
  3. http://www.automobilbau-scheib.de