Corps Silvania Dresden

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Corps Silvania Tharandt zu Dresden

Wappen Zirkel
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Basisdaten
Hochschulort: Dresden
Hochschule/n: TU Dresden, Forstliche Hochschule Tharandt
Stiftungsdatum: 19. Mai 1859
Korporationsverband: Kösener Senioren-Convents-Verband
Zuständiger SC: SC zu Dresden
Farbenstatus: farbentragend
Farben:
Fuchsenfarben:
Mütze: weiß, im Sommer Stürmer
Art des Bundes: Männerbund
Stellung zur Mensur: pflichtschlagend
Wahlspruch: Neminem time, neminem laede!
Website: www.silvania.de

Das Corps Silvania Tharandt zu Dresden ist eine pflichtschlagende und couleurtragende Studentenverbindung im Kösener SC-Verband.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bund wurde am 19. Mai 1859[1] an der Forstlichen Hochschule Tharandt gegründet. Die Farben sind buchentriebgrün-weiß-gold, die Fuchsfarben buchentriebgrün-weiß auf goldener Perkussion. Im Sommer wird ein weißer Stürmer getragen.

Der Wahlspruch lautet: Neminem laede, neminem time.

Von 1848 bis 1851 bestand in Tharandt bereits das Corps Silvania I (erloschene Corps) mit den Farben grün-rot-weiß, dessen Farben im Wappen der heutigen Silvania fortbestehen[2]. Die Silvania I unterhielt seit ihrer Gründung eine enge Beziehung zu den Corps an der nahegelegenen Bergakademie Freiberg. So bestand um 1850 herum ein Kartell mit dem Corps Franconia Freiberg (damals noch mit den Farben grün-weiß-rot; heute Corps Franconia Fribergensis im Weinheimer Senioren-Convent).

Am 18. Januar 1923 wurde Silvania in den KSCV recipiert. Am 10. Oktober 1935 stellte sie unter dem Druck des NS-Regimes den Aktivenbetrieb ein. Die Alten Herren bildeten gemeinsam mit der Altherrenschaft des Corps Hercynia und der Tharandter Tischgesellschaft Zum Burgkeller die Kameradschaft "Hermann Löns", die vermutlich bis Kriegsende bestand.[3] Da eine Rekonstitution in Tharandt auch nach Kriegsende ausgeschlossen war, übernahm 1953 das Corps Arminia München bis zur Deutschen Wiedervereinigung die Traditionspflege der Silvania.[4] Sie nahm am 10. Juli 1958 die meisten noch lebenden Mitglieder der Silvania auf. Vier Mitglieder erhielten stattdessen zwischen 1957 und 1959 das Band des Corps Franconia Fribergensis.[5]

1987 entstand in Tharandt die Idee einer Wiederbelebung der Studentenverbindung. Diese nannte sich 1989 noch Burschenschaft Silvania. Aufgrund von Streitigkeiten mit der alten Silvania um die Annahme des Corps-Status spaltete sich 1990 die Forstakademische Jagdcorporation Cervidia zu Tharandt (im WJSC) ab.[6][7]

2009 verlegte das Corps von Tharandt nach Dresden. Es ist das erste Kösener Corps in der Landeshauptstadt Sachsens. Bei seiner Tradition und der langen Suspension hat es vor allem Forstmeister in seinen Reihen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Träger der Klinggräff-Medaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Klinggräff-Medaille des Stiftervereins Alter Corpsstudenten wurden ausgezeichnet:

  • Rüdiger B. Richter (1993)
  • Anton Anthofer (2015)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Hauser: „Silentium im Walde!“ Der Waldpauktag des Corps Silvania Tharandt. Studentica Helvetica, 13. Jg., 1997, Nr. 25.
  • Corps Silvania Tharandt, in: Michael Doeberl, Otto Scheel, Wilhelm Schlink, Hans Sperl, Eduard Spranger, Hans Bitter und Paul Frank (Hrsg.): Das akademische Deutschland, Bd. 2. Berlin 1931, S. 1026.
  • Paulgerhard Gladen: Silvania Tharandt, in: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken. WJK-Verlag, Hilden 2007, ISBN=978-3-933892-24-9, S. 157.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Hans Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 155.
  2. Rüdiger Burkhard Richter: Die Matrikel des Corps Silvania I an der Forstakademie zu Tharandt und ihrer Vorläufer seit 1838. In: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung 64 (2019), S. 223–232.
  3. Erich Bauer: Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937–1945. In: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung 1 (1956), S. 34.
  4. Friedrich Westhäuser: Geschichte des Corps Arminia. München 1979.
  5. Corpsliste Corps Franconia in Freiberg, Sachsen, 5. März 1838 bis 27. Oktober 1935, und Corps Franconia Fribergensis zu Aachen seit 28. November 1953, Stand Sommersemester 1985, S. 29
  6. Forstakademische Jagdcorporation Cervidia zu Tharandt: Geschichte.
  7. Studentenrat der TU Dresden: AUSGEFUXT – Kritik an studentischen Verbindungen. Teil 2: Dresdner Verbindungen. Dezember 2017. (Memento des Originals vom 26. Januar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stura.tu-dresden.de