Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen

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Corps Borussia Breslau
Wappen
Land
Hochschule
Stiftung
SC
Beitritt zum KSCV
Deputiertenversammlung in Jena, 28. Mai 1855
Suspension
Rekonstitution
SC zu Köln
Band
Zirkel
   Corps Borussia-Breslau zu Köln und Aachen, Zirkel.jpg
Wahlspruch
Virtuti semper corona!
Korporationsverband
Anschrift
Nizzaallee 56
52072 Aachen
Website

Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen ist eine Gemeinschaft von akademisch gebildeten Männern auf Lebenszeit. Sie ist farbentragend. Die Mitglieder bezeichnen sich untereinander als Corpsbrüder. Unter Corpsstudenten werden sie Breslauer Preußen genannt.

Bund[Bearbeiten]

Das Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen besteht aus der gleichnamigen pflichtschlagenden Studentenverbindung, in der die studierenden Corpsbrüder organisiert sind, und aus dem "Bund alter Breslauer Preußen", der die nicht mehr Studierenden, die so genannten Alten Herren, umfasst. Die Studentenverbindung der Jungen gehört zusammen mit den anderen Kösener Corps in Köln dem Kösener Senioren-Convents-Verband KSCV an, und der "Bund alter Breslauer Preußen" ist Mitglied im Verband Alter Corpsstudenten VAC. Alle Mitglieder des Corps – die alten wie die jungen – respektieren das Statut des Corps, die so genannte Constitution, die die Rechte und Pflichten aller Corpsbrüder in der Gemeinschaft der Generationen vorgibt. Das Corps hat etwa 200 Mitglieder, davon etwa 40 Studenten (vor allem in Aachen) und etwa 160 Alumni im In- und Ausland.[1]

Borussia Breslau wurde am 23. November 1819 in Breslau gestiftet und bestand dort als Studentenverbindung bis 1935 an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau und an der Königlichen Technischen Hochschule Breslau, ab 1918 Technischen Hochschule.[2] Seit 1951 ist das Corps an der Universität zu Köln und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen akkreditiert.[3] Obwohl das Corps seinen Corpsbetrieb seit 2004 allein auf Aachen konzentriert, firmiert es weiterhin unter Borussia Breslau zu Köln und Aachen. Es gehört bis heute dem Senioren-Convent SC zu Köln mit Gastrecht beim Corps Hansea Köln und dem dortigen Mensuren-Senioren-Convent MSC an. Zusätzlich ist es in Bonn dem Consenioren-Convent CSC für Mensuren des Kösener Senioren-Convent SC zu Bonn beigeordnet. Geistig-sittlich führt sich Borussia Breslau auf das Schlesische Studentenkränzchen an der Brandenburgischen Universität Frankfurt zurück, das 1787 gegründet die älteste bekannte Vorläuferverbindung des Corps Borussia Breslau ist.

Von 1819 bis 2014 zählt Borussia Breslau etwa 1.200 Corpsbrüder.[4]

Couleur[Bearbeiten]

Das Couleur der Borussia Breslau ist Schwarz-blassrot-weiß auf Silberperkussion. Schwarz und Weiß sind die Landesfarben Preußens. Rot ist die Farbe der Schärpe des Schlesischen Kränzchens in Frankfurt an der Oder. Die Couleur wird von den Corpsbrüdern im Corpsband,[5] in der Corpsmütze und im Corpstönnchen getragen. Die Neumitglieder des Corps, Füchse genannt, tragen das Couleur Schwarz-weiß-schwarz auf Silberperkussion.

Wappen[Bearbeiten]

Borussia-Marsch, 1904

Die Entwicklung des Wappens der Borussia Breslau ist unter Weblinks im anliegenden Album[6] zu sehen. Das Wappen von 1819 macht die Prägung des Corps durch den Deutschen Idealismus deutlich.[7] Borussia Breslau hat zwei Wappensprüche. Einer lautet: Unsern Bund trennt nur der Tod,[8][9] ein schon bei den Studentenorden Ende des 18. Jahrhunderts übliches Treuegelöbnis, das auch beim Schlesischen Kränzchen in Frankfurt an der Oder vorkommt. Der zweite Wappenspruch lautet: Vivant omnes fideles fratres intimo fordere iuncti.[10]

Wahlspruch[Bearbeiten]

Der Wahlspruch der Borussia Breslau lautet Virtuti semper corona![11] Er ist schon beim Schlesischen Kränzchen in Frankfurt an der Oder um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert üblich und führt sich zurück auf die 7. Zeile der 8. Strophe von Friedrich Schillers Ode An die Freude.

Zirkel[Bearbeiten]

Der Zirkel der Borussia Breslau, seit 1860 in seiner heutigen Form, zeigt das B für Borussia, eingebunden in die Buchstaben v für vivat, c für crescat und f für floreat.[12]

Marsch[Bearbeiten]

Der Marsch der Borussia wurde 1904 anlässlich des 85. Stiftungsfestes der Borussia zu Breslau vom damals 26-jährigen Breslauer Preußen Dr. Fritz Barchewitz (1878–1945), Pianist und Kapellmeister, komponiert.[13][14]

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Erinnerungstafel der Stadt Wrocław am ehemaligen Corpshaus in Breslau (Schreibfehler: 1819 statt 1829)

Zweck und Idee des Corps Borussia Breslau sind in seiner Constitution wie folgt festgehalten:

„Als Lebensgemeinschaft will das Corps Borussia Breslau seine Mitglieder in gegenseitiger Achtung und Vertrauen zu aufrichtiger und dauernder Freundschaft verbinden und sie – ohne ihre politische, religiöse und wissenschaftliche Haltung zu beeinflussen – zu ehrenhaften, charakterfesten und tatkräftigen Persönlichkeiten heranbilden. Jeder Corpsbruder soll sich, aufgeschlossen gegenüber allen Werten der Kultur, durch Herzensbildung wie durch Können, durch Individualität wie durch Zivilcourage auszeichnen. Das Corps soll seine Mitglieder so prägen, dass sie sich vorbildlich für die menschliche Gemeinschaft einsetzen.“

Konstitution des Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Stand 31. Mai 1980, S. 4.

Die jungen Studenten, die Aktiven, fechten Bestimmungsmensuren. Die älteren Studenten, die Inaktiven, dienen den Aktiven als Ratgeber.

Das Fechten der Bestimmungsmensuren erfolgte bis 1935 in Breslau mit Glockenschläger und geschieht ab 1951 in Köln mit Korbschläger.

Die Corpsbrüder sind in Freundschaft auf Lebenszeit verbunden, nach dem Studium als Alte Herren.

Jeder Student an einer Hochschule, die akademische Grade verleiht oder Offiziere ausbildet, kann Mitglied bei Borussia Breslau werden, wenn er bereit ist, die Constitution des Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen zu respektieren. Über seine Aufnahme entscheiden die Corpsburschen nach Rücksprache mit dem Corpspräsidium[15]

Geschichte[Bearbeiten]

Kränzianer in Frankfurt, in der Mitte der Schlesische Kränzianer, ein „Vorfahre“ der Corps Borussia Breslau und Silesia Breslau (1803/04)

1786 bis 1819[Bearbeiten]

Die älteste bekannte Vorläuferverbindung der Borussia Breslau ist das Studentenkränzchen an der Alma Mater Viadrina zu Frankfurt (Oder). Geprägt durch den Deutschen Idealismus, wurde dieses Urkränzchen am 3. Juli 1786 zu Lebzeiten Friedrich des Großen von einigen Mitgliedern der freimaurerischen Studentenorden gegründet.[16] Aus dem Urkränzchen ging das Schlesische Kränzchen hervor, das vom 12. April 1787 bis zum 10. August 1811 bestand. Eintragungen auf Studentenpfeifen und in studentischen Stammbüchern weisen die Kette der Studenten vom Schlesischen Kränzchen bis zum späteren Corps Borussia Breslau nach. Diese Verwandtschaft wird obendrein deutlich durch den von beiden getragenen Wahlspruch „virtuti semper corona“.

Nach dem Frieden von Tilsit wurde 1810 die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin gegründet. Die protestantische Alma Mater Viadrina in Frankfurt, gestiftet am 27. April 1506, wurde dadurch überflüssig. Sie wurde am 3. August 1811 mit der katholischen Breslauer Universität Leopoldina, gestiftet am 21. Oktober 1702, zur staatlichen Universitas litterarum Wratislaviensis in der preußischen Provinz Schlesien zusammengelegt. Die Kränzianer des Schlesischen Kränzchens aus Frankfurt zogen oderaufwärts nach Breslau und gründeten dort eine Landsmannschaft Silesia, die vom 11. November 1811 bis 15. Mai 1813 bestand. Die Silesia hatte einige Nachfolgeverbindungen, zuletzt eine Landsmannschaft Teutonia, aus der das Corps Borussia zu Breslau hervorging.[17]

Breslauer Preußen durchreiten das Kaisertor der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität.(Gustav Adolf Closs, 1911)

1819 bis 1933[Bearbeiten]

Das Corps Borussia Breslau wurde am 23. November 1819 von 13 ehemaligen Burschen der tags zuvor aufgelösten Landsmannschaft Teutonia und einigen sonstigen Studenten in Breslau gestiftet. Borussia übernahm dabei die Farben Schwarz-rot-weiß der Teutonia sowie deren Wahlspruch „virtuti semper corona“ und deren Wappensprüche. Innerhalb der Borussia gab es eine Fraktion Silesia, die auch schon bei der Teutonia bestanden hatte. Diese stiftete am 24. Mai 1821 das Corps Silesia zu Breslau. Mit dem Corps Silesia gründete Borussia 1829 (später gezwungenermaßen aufgelöst) und endgültig 1838 den SC zu Breslau, der sich im Gründungsjahr des KSCV 1848 dem Verband anschloss.[18] Als Gründe für die Stiftung der Borussia Breslau sagt die Constitution der Borussia von 1819: „Es ist nötig, das edle Gut der akademischen Freiheit zu bewahren und zu verdienen“ und „Es folgt das Bedürfnis, das Regeln festgesetzt werden, durch deren Inhalt und eifrige Befolgung die akademischen Bürger ihrer akademischen Freiheit wert bleiben“.[19]

Zu Zeiten der Restauration und des Vormärz – vor der Deutschen Revolution von 1848/49 – mit den Karlsbader Beschlüssen und der Demagogenverfolgung, musste Borussia dreimal förmlich suspendieren; sie bestand aber heimlich weiter, 1821–1823, 1824–1829 und 1834–1838. Die Jugend im Corps ließ sich in ihrem Selbstverständnis durch die Staatsmacht nicht niederdrücken. Dieses Selbstverständnis ist romantisch beschrieben, auch von Breslauer Preußen, in den beiden Musen-Almanachen der Universität Breslau von 1842[20] und 1843[21] und den Hopfen-Blüthen von 1848 und 1879.[22] Mit Entstehen des bürgerlichen Vereinslebens ab 1848 identifizierten sich die Alten Herren zunehmend mit ihrem Corps. Am 1. August 1850 fand zum ersten Mal ein Treffen aller ehemaligen Angehörigen der Borussia Breslau statt, ein Studien-Erinnerungsfest, an dem die Alten Herren ihren Zusammenschluss untereinander und zum aktiven Corps dartaten. 1856 schlossen sich die Alten Herren außerhalb Breslaus erstmals in Berlin zusammen. Ab 1871 nahmen die Alten Herren bestimmenden Einfluss auf das Geschehen im Corps. Erst in der Folge der Studentenbewegung der 1960er Jahre verschob sich dieser Einfluss der Alten Herren wieder zugunsten der Jugend.

Ein Breslauer Preuße mit Zirkel auf dem Tönnchen am früheren Postscheckamt Breslau (Keramik-Relief von Felix Kupsch, 1929) [23]

Schlesien war die katholischste der preußischen Provinzen. Viele junge Schlesier studierten Katholische Theologie und wurden Corpsstudenten. Von den Breslauer Corps hatte Borussia die meisten Priester, Jesuiten und kirchlichen Würdenträger in ihren Reihen. Zudem hatte Breslau eine der größten jüdischen Gemeinden in Preußen. Die Juden in Breslau entwickelten ein jüdisches Bildungsbürgertum, das seine Söhne in die Corps schickte. Beispiele sind die Breslauer Preußen Robert Dalen, vormals Robert Davidson, der beim Kösener Congress oKC 1865 präsidierte, Ernst Remak, Carl Caro und Georg Heimann. Borussia zu Breslau stand exemplarisch für die souveräne Toleranz Preußens.[24] Diese Modernität fand in den 1870er Jahren mit Bismarcks antikatholischem Kulturkampf und durch den aufkommenden Antisemitismus (bis 1945) ein Ende, sodass es in der Folgezeit bei Borussia zu Breslau nur noch vereinzelt katholische und keine jüdischen Aktiven mehr gab. Die katholischen Studenten traten in die katholischen Studentenverbindungen und die jüdischen Studenten in die neu entstehenden jüdischen Studentenverbindungen, wie die pflichtschlagende Viadrina zu Breslau von 1886, ein. Nach dem Ersten Weltkrieg gewann der Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft zunehmend an Schärfe.[25] Auf dem Kösener Congress 1920 stimmten die Corps, so auch Borussia zu Breslau, im Sinne eines Tributs an den durch Antisemitismus geprägten Zeitgeist dafür, jeden jüdischen Geist aus dem Kösener auszuschließen, und ab sofort keine Juden und Judenstämmlinge mehr aufzunehmen. Das wurde auf dem Congress 1921 präzisiert.[26][27] Es ging ausschließlich um Neuaufnahmen; bisherige Corpsmitglieder waren nicht betroffen.

Am 1. Oktober 1910 wurde die Königliche Technische Hochschule Breslau gegründet, von der ab 1918 Studenten bei Borussia aktiv wurden.

Im Jahre 1929 wurde in einem der 20 keramischen Dekorationsmedaillons von Felix Kupsch am neu gebauten, backsteinexpressionistischen Postscheckamt Breslau [28][29][30] der Zirkel der Borussia Breslau verewigt, auf dem Tönnchen eines Studenten, der seinen Monatswechsel bekommt, den Geldbriefträger dankbar umarmend. Entworfen hatte das Postscheckamt Breslau der Breslauer Preuße Lothar Neumann, Regierungsbaumeister und spätere Oberpostbaurat, siehe [31]

1933 bis 1945[Bearbeiten]

Hauptartikel: SC-Kameradschaften
Corpshaus in Breslau: Nach Aufstockung 1910 bis Umbau 1939 (Architekt Karl Klimm, 1897 und Aufstockung 1910)

Die nationalsozialistischen Vorgaben Führerprinzip und Gleichschaltung standen im Widerspruch zu den corpsstudentischen Idealen Conventsprinzip, Differenzierung und Subsidiarität. Im Sinne seiner Vorgaben verfolgte das nationalsozialistische Regime die Indoktrinierung der Studenten in so genannten Kameradschaften mit Führerprinzip, nationalsozialistischen Schulungen und Wehrsport. Die Studenten der herkömmlichen Studentenverbindungen mussten an Schulungen und Wehrsport der SA und SS teilnehmen, so auch die jungen Corpsbrüder der Borussia. Dazu gehörten Marschtraining, Kleinkaliberschießen und Zielwerfen von Keulen (als Ersatz für Handgranaten), solange die Wehrpflicht noch verboten war. Als Unterbringung für die nationalsozialistischen Kameradschaften hatte das Regime die Verbindungshäuser im Auge. Hier sollten die Studenten zur besseren Kontrolle kaserniert werden. Auch war daran gedacht, dass die Kameradschaften auf Dauer die herkömmlichen Studentenverbindungen ersetzen. Am 30. Juni 1933 wurden alle 69 jüdischen Studentenverbindungen im Deutschen Reich für aufgelöst erklärt, und ihre Häuser wurden beschlagnahmt. Das alles ließ bei den anderen Studentenverbindungen die Sorge entstehen, Ähnliches erleiden zu müssen, auch den Verlust des Corpshauses.

Unter Vorgabe des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 erfolgte am 20. Juli 1933 der Grundsatzbeschluss des Allgemeinen Deutschen Waffenrings ADW, dem der KSCV angehörte, dass ein waffenstudentischer Verband nur noch anerkannt wird, wenn „unter seinen Mitgliedern weder Judenstämmlinge noch jüdisch Versippte“ sind. „Judenstämmlinge“ waren Corpsbrüder mit jüdischen Vorfahren, und „jüdisch Versippte“ waren Corpsbrüder mit jüdischstämmigen Frauen. Bezüglich der „jüdisch Versippten“ ging der Grundsatzbeschluss des ADW über das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums hinaus; er folgte hier den weitergehenden Grundsätzen der NSDAP für die Aufnahme von Parteimitgliedern. Dieser Grundsatzbeschluss war ein weiterer Teil des administrierten, rassistischen Antisemitismus Hitlers, der auf dem völkischen, Neid getriebenen Antisemitismus der 1920er Jahre aufsetzte. Obwohl der Beschluss den corpsstudentischen Werten Toleranz und Lebensbund widersprach, wurde er von nahezu allen Corps hingenommen, auch von Borussia Breslau. Jüdische Corpsbrüder gab es nicht bei Borussia zu Breslau, wohl „Judenstämmlinge“ und „jüdisch Versippte“. Acht Alte Herren waren Betroffene. 1934/35 schieden sie aus dem Corps aus und wurden aus der Corpsliste gestrichen. Sie schieden aus, damit der Corpsbetrieb weitergeführt werden konnte und das Corpshaus unangetastet blieb, nahmen an Corpsbrüdertreffen aber weiterhin teil, soweit es ihnen möglich war.[32]

Corpswappen auf Holz von 1860 mit schmiedeeisernem Ring von Lothar Neumann von 1936 (1945 verloren) mit dem Jahr der erzwungenen Suspension 1935, oben rechts

Die Gleichschaltung setzte die Studentenverbindungen und Korporationsverbände ab 1934 zunehmend unter Druck. Sie sollten für die Eingliederung in den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund als einzige studentische Großorganisation gefügig gemacht werden. Diesem Druck konnte der KSCV auf Dauer nicht widerstehen. Er beschloss deshalb am 28. September 1935 als erster studentischer Verband die Selbstauflösung. Am 13. Oktober 1935 folgte die Selbstauflösung des Corps Borussia zu Breslau, offiziell einschließlich seiner Altherrenschaft. Der Arierparagraph des Regimes war weder beim KSCV noch bei Borussia zu Breslau der Grund für die Auflösung.

Faktisch allerdings bestanden bei Borussia Altherrenschaft und Corpshausgenossenschaft weiter. Das Corpshaus blieb den Corpsbrüdern erhalten. Der Altherrenschaft der Borussia gelang es, dass keine nationalsozialistische Kameradschaft das Corpshaus nutzte und dass somit das Corpshaus weiterhin den Corpsbrüdern für Treffen in Couleur alleinig zur Verfügung stand. Das wurde möglich, weil 1938 die Alten Herren der Borussia in ihrer Mehrheit der Altherrenschaft der Kameradschaft „Yorck“ zu Breslau, die aus der Altherrenschaft des Corps Silesia bestand, als Cofinanziers beitraten. Die Kameradschaft Yorck bestand seit 1937 im Corpshaus des Corps Silesia. Sie hatte einen eigenen Zirkel. Die Aktiven der Kameradschaft Yorck, Kameraden genannt, waren bemüht, Traditionen des Kösener Corpsstudententums der Alten Herren aufrechtzuerhalten. Die Ausbildung im Schlägerfechten war Pflicht; Mensuren wurden aber nicht gefochten. Ab 1941 trugen die Kameraden auf den Veranstaltungen von Yorck Zipfel mit den Farben der Silesia und der Borussia.[33] Beim sechsten Stiftungsfest der Kameradschaft Yorck 1943 wurde den Alten Herren vorgegeben, auf dem Festkommers Band und Mütze ihrer Corps zu tragen.[34][35][36] Alte Herren der Borussia nahmen nicht teil. Die Altherrenschaft der Borussia pflegte das Andenken an ihr suspendiertes Corps im eigenen Corpshaus. Dort feierte sie auch Stiftungsfeste der Borussia, bis 1941. 1944 erschien zum letzten Mal die Corpszeitung der Borussia in Breslau. 1945 im Mai verlor Borussia Breslau ihre Heimat in Schlesien. Schlesien wurde polnisch.

1948 bis 1954[Bearbeiten]

Anlässlich des ersten Nachkriegsstiftungsfests der Altherrenschaft der Borussia zu Breslau in Hannover am 2. Oktober 1948 wurden die acht Alten Herren, die 1934/35 das Corps formal verlassen hatten, wieder in die Corpsliste der Borussia zu Breslau aufgenommen. 1949 erschien nach Verlust der Heimat die erste Corps-Zeitung der Borussia zu Breslau in Hannover.

Zur Wiederfindung der Alten Herren der Borussia nach dem Verlust ihrer Breslauer Heimat regte Borussias Kartellcorps Holsatia 1948 eine Vertiefung der Beziehungen zwischen den Altherrenschaften von Holsatia und Borussia an. So wurde den Alten Herren ermöglicht, der Altherrenschaft des anderen Corps als Mitglieder ohne Aufnahme des Bandes beizutreten. Einige Corpsbrüder taten das. Ein gemeinsamer Fünferausschuss empfahl, die sieben jungen Mitglieder der 1947 in Kiel gegründeten Studenten-Segel-Gemeinschaft Holsatia (SSG Holsatia), die heimliche Aktive der 1947 rekonstituierten Holsatia waren, als gemeinsame Aktive der beiden Altherrenschaften zu führen. Anlässlich einer Weihnachtskneipe in Kiel 1948 wurde im Beisein Alter Herren beider Corps den sieben SSG-Mitgliedern das rot-weiß-rote Holsteinerband mit Borussias Schwarz als Perkussion verliehen. In der Öffentlichkeit trugen sie schwarze Seglermützen mit rot-weiß-roten Streifen. In das H von Holsatias Zirkel wurde oben rechts Borussias B eingefügt.[37] Die Aktiven paukten Mensuren und ab 1950 fochten sie fakultativ. Als zunehmend allerorten die Corps wieder entstanden, entschlossen sich auch die Altherrenschaften von Holsatia und Borussia wieder eigene Wege zu gehen. Sie vereinbarten im Mai 1950, dass Holsatia die alten Farben wieder einführte, dass die Altherrenschaft der Borussia das Preußenband an einige Mitglieder der Holsatia, die die schwarze Perkussion getragen hatten, verlieh und dass Holsatia sich in einem Kartellvertrag verpflichtete, Borussia bei ihrer Rekonstitution zu unterstützen. Die Vereinbarung unterschrieben Bernhard Sprengel für Holsatia und Kurt Härtel für Borussia.

Die Rekonstitution des aktiven Corps Borussia Breslau erfolgte am 21. April 1951 in Münster (Westfalen). Am 9. Oktober 1951 wurde der Sitz des Corps Borussia Breslau an die Universität Köln verlegt. Viele Schlesier hatten im Rheinland nach 1945 eine neue Heimat gefunden. 1950 hatte Köln die Patenschaft für das ehemalige Breslau übernommen. Die Universität zu Köln pflegte seit 1951 die Tradition der Breslauer Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Um nach Breslauer Tradition die Verbindung von Studenten der Geisteswissenschaften und der Ingenieurwissenschaften aufrechtzuerhalten – auch im Hinblick auf eine zeitgemäße Altherrenschaft –, wurde ab November 1951 eine Außenstelle des Corps in Aachen an der dortigen Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, der RWTH Aachen, betrieben. Die ersten jungen Breslauer Preußen in Aachen haben bei Corps Montania zu Aachen, WSC[38] hospitiert. Am 31. Juli 1954 wurde Aachen zum zweiten offiziellen Standort des Corps erklärt, und das Corps erhielt den Namen Borussia Breslau zu Köln und Aachen. Den gleichen Weg gingen auch Corps Silesia, Corps Lusatia und Corps Marcomannia, die drei anderen Kösener Corps des ehemaligen SC zu Breslau.

Seit 1954[Bearbeiten]

Fast 50 Jahre hat Borussia Breslau erfolgreich einen aktiven Corpsbetrieb in Köln und Aachen gepflegt, mit zwei Corpshäusern und einem Corpsbus. Corpsburschen-Convente und Veranstaltungen fanden an den Wochenenden abwechselnd in Köln und in Aachen statt. In den 1990er Jahren ließ das studentische Interesse für Studentenverbindungen in Köln nach. Borussia Breslau konzentrierte sich zunehmend auf Aachen, zumal die RWTH Aachen begann, neben den technischen Fakultäten auch geisteswissenschaftliche Fakultäten einzuführen. Seit 2004 gibt es nur noch ein Corpshaus in Aachen.

Die Deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre nahm Einfluss auf Borussia Breslau. Sie fand zu ihrer Beweglichkeit, die sie vor den 1870er Jahren charakterisierte, zurück. 1969 beging Borussia den Festakt anlässlich ihres 150. Stiftungsfestes im Auditorium maximum der RWTH Aachen, mit einer Ansprache des Rektors Herwart Opitz.[39] 1969 fand zum ersten Mal der „Große Geh“ der Borussia Breslau vom Kölner Corpshaus zum Aachener Corpshaus über 75 km statt. Es ist eine Veranstaltung von Breslauer Preußen aller Generationen, die in unregelmäßigen Abständen auf freiwilliger Basis stattfindet, bis heute. 1970/1971 betrieben die jungen Corpsbrüder im Corpshaus der Borussia die Galerie 63, wo junge Künstler ihre Werke vorstellen konnten. 1972 führte Borussia Breslau das Corpspräsidium als Exekutivorgan des Feierlichen Corps-Convents FCC ein. Das Corpspräsidium ist paritätisch mit Aktiven und Alten Herren besetzt unter dem Vorsitz des Vorsitzenden der Altherrenschaft. Die Constitution der Borussia Breslau sagt:

„Das Corpspräsidium hat für eine dauernde Koordinierung zwischen CC und AHV zur Sicherung der Lebensgemeinschaft zu sorgen. Das Corpspräsidium soll, frei von Teilinteressen der Aktiven oder der Alten Herren, in der Zusammensetzung die Vielfalt der Generationen, der Lebensräume und der Interessen widerspiegeln und nach den Leitideen des Corps die Einheit und Geschlossenheit der Corpsbrüder nach innen und außen sichern.“

Konstitution des Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Stand 31. Mai 1980, S. 22
Festakt in der Aula Leopoldina der Universität Breslau 2008

1974 entschied Borussia Breslau in einer namentlichen Befragung aller Corpsbrüder über das Beibehalten der Bestimmungsmensur zur Förderung der Selbsteinschätzung und der Freundschaft. Die Zustimmung erfolgte mit qualifizierter Mehrheit quer durch die Generationen.[40] In den Jahren 2006 bis 2009 tagte die Kommission „Quo Vadis, Borussia?“, besetzt mit Vertretern aller Generationen der Borussia. Es wurden Antworten des Corps auf die Herausforderungen der Globalisierung erarbeitet. Dabei standen als Themen im Vordergrund: Stärke beim Wettbewerb, Teamfähigkeit, Führungsqualität, Offenheit gegenüber anderer Kultur, Nachwuchswerbung auch unter Studenten aus dem Ausland und Mehrwert durch Netzwerk.[41][42]

Häufige Besuche von Breslauer Preußen in Breslau machen die Verbindung der Borussia Breslau zu ihrer früheren Heimat deutlich.[43] Im Jahre 2008 feierte Borussia Breslau zu Köln und Aachen ihr 189. Stiftungsfest in Breslau.[44] Der Festakt fand statt in der historischen Aula Leopoldina der Universität zu Breslau mit Ansprachen der Rektoren Professor Dr. hab. Leszek Pacholski der Universität Breslau[45] und Professor Dr. hab. Tadeusz Luty der Technischen Universität Breslau.[46]

Das Geschehen im aktiven Corps wird regelmäßig veröffentlicht in der Webpräsenz des Corps Borussia Breslau.

Corpshäuser[Bearbeiten]

Siehe auch: Korporationshaus

Bis 1879 trafen sich die Breslauer Preußen in den Kretscham „Zum Walfisch“, „Zum grünen Kürbis“, „Zum Goldenen Baum“, „Villa Nova“ oder in Kaffee- und Gasthäusern wie „Zur Hoffnung“, „Zum Storch“.[47] Ab 1879 tagten sie in einem Hofgebäude der „Weberbauerschen Brauerei“, wo sie einen eigenen Kneipraum hatten, mit Corps Marcomannia im selben Haus. Auch kamen sie im Fürstensaal des „Schweidnitzer Kellers“ zusammen.

Corpshaus in Aachen 2005

1897 bezog Borussia ihr erstes Corpshaus in Breslau, Neue Gasse 6 (heute ul. Nowa 6), einen Neubau nahe der Liebichshöhe nach den Plänen des Architekten Karl Klimm im Stil des Historismus.[48], Abbildungen siehe [49]. Es war das erste Haus seiner Art in Breslau. Das Corpshaus sollte den Zusammenhalt der Corpsbrüder fördern, vor allem durch Kneipen mit den Alten Herren aus Breslau und Umgebung – an fünf Tagen in der Woche und als Sonntagsfrühschoppen. Wohnräume hatte das Corpshaus nicht, wohl Gesellschaftsräume und einen hohen Festsaal, alle wandgetäfelt. Auch war das Corpshaus das Aushängeschild einer selbstbewussten Altherrenschaft, geprägt durch den Wilhelminismus bis in die 1930er Jahre. 1910 wurde das Corpshaus um ein Stockwerk erhöht. 1934 wurde im Nachbarhaus eine Wohnetage angemietet und mit dem Corpshaus verbunden, um dem vom Nazi-Regime verordneten Kameradschaftsgedanken gerecht zu werden. Corpshaus des Corps Borussia zu Breslau, einstöckig mit Villencharakter, Neue Gasse 6 (heute ul. Nowa 6) (mit dem Bauleitungen Architekten Ratsmaurermeister Simon) mit Gesellschaftsräumen und einem Festsaal, alle wandgetäfelt; 1910 Aufstockung mit einem zweiten Stockwerk zu einem stattlichen Bau, ebenfalls nach Plänen von Karl Klimm, 1939 Einziehen einer Decke im Festsaal zur Schaffung von Wohnräumen nach Plänen von Lothar Neumann. [50]. Das Corpshaus blieb beim Kampf um die Festung Breslau am Ende des Zweiten Weltkriegs unzerstört. Es wird heute als Wohn- und Bürohaus genutzt, unter anderem fürsorglich von den polnischen Pfadfindern [51], und wird immer wieder von den Breslauer Preußen besucht.

1955 wurde in Köln im Haus Ubierring 21 eine Zweizimmerwohnung als Corpswohnung angemietet.

1957 erwarb Borussia Breslau in Aachen in der Nizzaallee 63, am Lousberg ein anmutig elegantes, bürgerliches Reihenhaus im späten Jugendstil (1910), den vormaligen Wohnsitz des Aachener Tuchfabrikanten und Bibliophilen [52] Dr. Alexander Schippen (1899 - 1975), und bezog es als Aachener Corpshaus.[53] Es war zu Fuß 15 Minuten von der Technischen Hochschule entfernt. Das Haus wurde 2003 verkauft.

1967 bezog Borussia Breslau in Köln ihr neu erbautes Kölner Corpshaus in Köln-Lindenthal Amalienstraße 5 in fußläufiger Nähe zur Universität.[53] Das Haus wurde 2001 verkauft. Ein 1983 im Garten des Corpshauses gepflanzter Mammutbaum erinnert an die Borussia in Köln.

2004 bezog Borussia Breslau das nunmehrige, neu erbaute Aachener Corpshaus in der Nizzaallee 56, auf einem Grundstück mit altem Baumbestand ebenfalls am Aachener Lousberg, 20 Fuß-Minuten von der Technischen Hochschule entfernt.[54] Das Corpshaus zeigt mit seinem schwarzen Dach, seinem roten Anstrich und seinen weißen Fenstern die Farben der Borussia Breslau.

Verhältniscorps[Bearbeiten]

Kartell
Holsatia (1924, befreundet seit 1890)
Befreundete
Rhenania Würzburg (1875)
Franconia-Jena (1891)
Albertina (1955)
Franconia München (1957)
Guestphalia Berlin (1964)
Guestphalia Halle (1890–1920, 1994)
Guestfalia Greifswald (~1840–1877), für beide Seiten das älteste Verhältnis.

Borussia Breslau zu Köln und Aachen gehört zum grünen Kreis im KSCV.

Breslauer Preußen[Bearbeiten]

Aufgeführt sind in alphabetischer Reihenfolge nur verstorbene Breslauer Preußen.

Abkürzungen siehe unten

Leopold Pelldram 1865
Gustav Freytag (Maler: Karl Stauffer-Bern) 1887
Waldemar Dyhrenfurth 1880
Gustav Dickhuth (Bildhauer: Oskar Rassau) 1892
Georg Heimann mit seiner Tochter Paula von Reznicek etwa 1925
Robert Schwarz (Maler: Curtius Schulten) 1962

Abkürzungen
MdHdA = Mitglied des Hauses der Abgeordneten = Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
MdHH = Mitglied des Herrenhauses = Mitglied des Preußischen Herrenhauses
MdR = Mitglied des Reichstages (Deutsches Kaiserreich) oder des Reichstages (Weimarer Republik)

Träger der Klinggräff-Medaille[Bearbeiten]

Mit der Klinggräff-Medaille des Stiftervereins Alter Corpsstudenten wurden ausgezeichnet:

  • Dr.-Ing. Hendrik Hoeck (2004)
  • Dr. mont. Michael Skorianz, früher des Erz, (2014), auch Träger des “Willy Korf Award for Young Excellence”.[58][59]

Literatur[Bearbeiten]

  • Constitution der Silesia zu Frankfurt (Oder) aus dem Jahr 1797. Einst und Jetzt, Sonderheft 1981, S. 54–55
  • Alfred Methner, Georg Lustig: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau. Breslau 1911
  • Heinrich Bonnenberg, Hermann Sternagel-Haase, Alfred Methner, Georg Lustig: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau. Die ersten 100 Jahre 1819–1919, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Köln 1984.
  • Hermann Sternagel-Haase: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau, Band II: 1919–1951, Köln 1987.
  • Johann Hermann Müller-Tschirnhaus: Geschichte des Corps Silesia 1837–1897, Breslau 1897, und 2. Auflage, Breslau 1931.
  • Wolfgang Kraus: Corpsgeschichte der Guestfalia zu Greifswald. Hagenow i. Meckl., 1927
  • Leopold Biermer: Beiträge zur Entwicklungsgeschichte des Corps Borussia Breslau, jetzt zu Köln und Aachen, Uelzen, 1969
  • Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken, Hilden, 2007, ISBN 3933892244, S. 38-39.
  • Hans-Joachim Weber: Erinnerungen an Breslauer Korporationen. Eine Postkarte aus dem Jahre 1911, zur hundertjährigen Jubelfeier der Universität Breslau. Einst und Jetzt 11 (1966), S. 91–104.
  • Gustav von Amstetter und And.: Beiträge zur Geschichte der Breslauer Burschenschaft in Schlesische Provinzialblätter von Philomathie zu Oppeln, Wissenschaftlicher Verein zu Breslau, Verband der Schlesischen Turnvereine. Sechster Band Herausgegeben von Th. Oelsner Breslau 1867 abgerufen bei Google Google Books
  • Klaus Neuhaus: Studentenpostkarten aus Münster. Eine anschauliche Geschichte Münsteraner Studentenlebens. Schernfeld 1993, S. 31.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Corps Borussia Breslau zu Köln und Aachen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. am 1. August 2014: 39 Studenten + 167 Alumni = 206 Mitglieder
  2. Heinrich Bonnenberg, Hermann Sternagel-Haase, Alfred Methner, Georg Lustig: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau, Die ersten 100 Jahre 1819–1919, Zweite überarbeitete und erweiterte Auflage, Aachen/Köln 1984
  3. Hermann Sternagel-Haase: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau, Band II: 1919–1951, Köln/Aachen 1987
  4. Kurt Härtel, Herrmann Sternagel-Haase, Klaus Schimmelpfennig: Verzeichnis der Mitglieder des Corps Borussia Breslau mit kleiner Chronik 1819–2013, Bochum, 2013
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Couleur#Gestaltung_und_Trageweise
  6. Bilder in Commons
  7. Wappenteile aus dem Gedicht An die Freude von Friedrich Schiller achte Strophe: Festen Mut in schwerem Leiden (Im Wappen: VIRTUS), Hülfe, wo die Unschuld weint,
 Ewigkeit geschwornen Eiden (Im Wappen: EGE), Wahrheit gegen Freund und Feind (Im Wappen: VERITAS), Männerstolz vor Königsthronen, – Brüder, gält’ es Gut und Blut – Dem Verdienste seine Kronen
 (Wahlspruch: VIRTUTI SEMPER CORONA), Untergang der Lügenbrut!
  8. im Wappen als U B T N D T
  9. Beiträge zur Geschichte der Breslauer Burschenschaft auf der Seite 292 das Wappen der Teutonia 1818
  10. Deutsch: Hoch leben mögen alle treuen Brüder, die durch ein inniges Band verbunden sind. Der Wahlspruch geht ebenfalls auf die Studentenorden und Kränzchen zurück, allerdings ohne die Wörter omnes fideles, die nach den Jahren der politischen Verfolgung, den 1820er und 1830er Jahren der Restauration, hinzukamen, in Erinnerung an alle Corpsbrüder, die treu zueinander und zu ihrem Bund gestanden haben.
  11. häufig nur als v s c vermerkt
  12. zu deutsch: lebe, wachse und blühe
  13. Heinrich Bonnenberg et al., Festmarsch, dem Corps Borussia zu Breslau zugeeignet von Dr. Fritz Barchewitz 1904, Nachdruck 2014
  14. als elektronische Fassung: http://borussiabreslau.de/intern
  15. siehe unten unter Kapitel "Seit 1954" dritter Absatz
  16. Günter Bäro: Festkommers zur Stiftung des Frankfurter Kränzchen vor 225 Jahren, Berliner Märker, Breslauer Preußen und Schlesier trafen sich in Frankfurt (Oder), Deutsche Corpszeitung CORPS, Ausgabe 4/2011, Seite 21
  17. Beiträge zur Geschichte der Breslauer Burschenschaft, S. 156 f., 197, 292 ff. in Schlesische Provinzialblätter erschienen 1867
  18. Winkel, Gustav Gotthilf; Kösener SC.-Kalender. Taschenbuch für den Kösener Corpsstudenten, 28. Ausgabe, Leipzig 1925, Seite 10
  19. Die Constitution der Borussia von 1819, Constitutionen der Corps III, Einst und Jetzt, Sonderheft 1988, Seite 17
  20. Studenten Musen-Almanach für das Jahr 1842 Enthaltend Gedichte von im Jahre 1841 in Breslau Studierender (wahrscheinlicher Herausgeber der Breslauer Preuße Christian Ankelein), Leopold Freund, Breslau 1842
  21. Musen-Almanach der Universität Breslau auf 1843 – Herausgegeben von Dr. Freytag, Bei Leopold Freund (Beim Herausgeber handelt es sich um den Breslauer Preußen Gustav Freytag)
  22. Hopfen-Blüthen, Flandern und Brabants fröhlichen Zechern gewidmet, Breslau: Selbstverl. 1848, und 2. Auflage mit Anh., Breslau: Köhler, 1879
  23. https://www.google.de/maps/@51.107241,17.043716,3a,37.5y,14.88h,105.05t/data=!3m4!1e1!3m2!1sII60lxdxbKAYgJKdfFd3sQ!2e0
  24. Till van Rahden, Juden und andere Breslauer, Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Band 139, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2000
  25. Till van Rahden, Juden und andere Breslauer, Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Band 139, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2000
  26. [Protokoll über den] Kösener Kongress 1921, Frankfurt am Main 1921, S. 17–18.
  27. Winkel, Gustav Gotthilf; Kösener SC-Kalender. Taschenbuch für den Kösener Corpsstudenten, 28. Ausgabe, Leipzig 1925, Auf Seite 9 findet sich der Satz: Seit den Kösener Congressen von 1920 und 1921 steht der Kösener SC auf arischer Grundlage.
  28. Bernhard Stephan:Das neue Postscheckamt in Breslau, Schlesische Monatshefte, 1929, Seite 355; http://www.dbc.wroc.pl/dlibra/plain-content?id=6439
  29. Lothar Neumann: Das Postscheckamt in Breslau, Deutsche Bauzeitung, 65. Jahr., 1931, Seite 61: http://delibra.bg.polsl.pl/Content/13795/no9_10.pdf
  30. Hans Koepf: Deutsche Baukunst. Von der Römerzeit bis zur Gegenwart, Dt. Fachzeitschrift- und Fachbuch-Verlag, 1956
  31. https://www.google.de/maps/@51.107629,17.045273,3a,75y,295.44h,93.74t/data=!3m4!1e1!3m2!1sT5-8s27ikSqRH-27pn_12w!2e0
  32. Heinrich Bonnenberg, Rede anlässlich des Festaktes zum 175. Stiftungsfest der Borussia Breslau zu Köln und Aachen im Krönungssaal des Aachener Rathauses am 17. Juni 1994, Corps-Zeitung der Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Köln/Aachen, Heft 87 (1994), S. 46
  33. Bilder in Commons
  34. Corps-Zeitung der Borussia zu Breslau, Heft 43, 1944, S. 8
  35. Hermann Sternagel-Haase: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau, Band II: 1919–1951, Köln 1987, S. 104 unten
  36. Manuel Weskamp, Peter-Philipp Schmitt, In Opposition mit Band und Schläger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gesellschaft, 29. Mai 2013, http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/verbindungen-im-dritten-reich-in-opposition-mit-band-und-schlaeger-12199887.html
  37. [Kurt] Härtel I, Preußenzeitung 1952, in: Sternagel-Haase, S. 116–120
  38. http://www.montania.de/de/
  39. Corps-Zeitung der Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Köln/Aachen, Heft 63, 1970, Seite 14
  40. Corps-Zeitung der Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Köln/Aachen, Heft 67, 1974, Seite 4
  41. Heinrich Bonnenberg, Umformatieren, Corps-Zeitung der Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Köln/Aachen, Heft 99, 2006, S. 45.
  42. Quo Vadis, Borussia?, Corps-Zeitung der Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Köln/Aachen, Heft 100, 2007, S. 136.
  43. http://www.kulturwerk-schlesien.de/m_2431 [Tradition der Alma mater weiter gewährt (Schlesischer Kulturspiegel 46/2001)]
  44. Jörg Naumann: Borussia Breslau zu Köln und Aachen feierte 189. Stiftungsfest in der Heimatstadt ihrer Gründung, Deutsche Corpszeitung CORPS, Ausgabe 3/2008, S. 21.
  45. https://international.uni.wroc.pl/en/welcome-rector/contact-0
  46. http://www.portal.pwr.edu.pl/info_podstawowe,242.dhtml
  47. Die Breslauer Kretschmereien, Festschrift aus Anlass der 100-jährigen Wiederkehr der Erhebung Preußens gegen Napoleon, Breslau, 1913
  48. Heinz Gelhoit: Das Korporationswesen in Breslau 1811–1938, Hilden, 2009, S. 122.
  49. http://dolny-slask.org.pl/521572,Wroclaw,Siedziba_Komendy_Choragwi_Dolnoslaskiej_ZHP.html
  50. Heinrich Bonnenberg et.a.: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau - Die ersten 100 Jahre 1819-1919, Aachen/Köln, 1984, S. 281
  51. https://en.wikipedia.org/wiki/Olga_Drahonowska-Małkowska
  52. http://www.verlagfaste.de/sites/default/files/kulturmagazin/K_192_Leseprobe_2.pdf
  53. a b Corps-Zeitung der Borussia Breslau zu Köln und Aachen, Köln, Heft 51, 1958, S. 16.
  54. Jörg Naumann: Borussia Breslau baut ein neues Haus in Aachen, Deutsche Corpszeitung CORPS, Ausgabe 4/2004, S. 22.
  55. http://www.ruhrverband.de/ueber-uns/historie/kurzchronik/, siehe 1973
  56. Deutsche Biographie: http://www.deutsche-biographie.de/sfz66284.html
  57. Heinrich Bonnenberg, Hermann Sternagel-Haase, Alfred Methner, Georg Lustig: Geschichte des Corps Borussia zu Breslau, Die ersten 100 Jahre 1819–1919, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Aachen/Köln 1984, Seite 185
  58. http://www.thyssenkrupp-steel-europe.com/en/presse/pressrelease.jsp?cid=2778074
  59. CORPS Magazin, Die Klinggräff-Medaille bedeutet Spitzenleistung, 3/2014, Seite 40