Dürrröhrsdorf-Dittersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach
Dürrröhrsdorf-Dittersbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach hervorgehoben
51.03333333333314240Koordinaten: 51° 2′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 43,52 km²
Einwohner: 4287 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01833
Vorwahl: 035026
Kfz-Kennzeichen: PIR, DW, FTL, SEB
Gemeindeschlüssel: 14 6 28 100
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 122
01833 Dürrröhrsdorf-Dittersbach
Webpräsenz: www.duerrroehrsdorf-dittersbach.de
Bürgermeister: Jochen Frank (UB)
Lage der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Altenberg (Erzgebirge) Bad Gottleuba-Berggießhübel Bad Schandau Bahretal Bannewitz Dippoldiswalde Dohma Dohna Dorfhain Dürrröhrsdorf-Dittersbach Freital Glashütte Gohrisch Hartmannsdorf-Reichenau Heidenau Hermsdorf Klingenberg Hohnstein Sebnitz Königstein (Sächsische Schweiz) Kreischa Liebstadt Lohmen Müglitztal Neustadt in Sachsen Pirna Klingenberg Rabenau Rathen Rathmannsdorf Reinhardtsdorf-Schöna Rosenthal-Bielatal Dippoldiswalde Sebnitz Sebnitz Stadt Wehlen Struppen Stolpen Tharandt Wilsdruff Sachsen Tschechien Landkreis Bautzen Dresden Landkreis Meißen Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Dürrröhrsdorf-Dittersbach ist eine Gemeinde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach liegt zwischen Dresden, Pirna und Stolpen im Tal der Wesenitz, ihren Nebentälern und den umliegenden Hochflächen. Westlich von Dittersbach steigt das Gelände zum Schönfelder Hochland hin an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben den beiden namengebenden Orten Dürrröhrsdorf und Dittersbach aus den Ortsteilen Dobra, Elbersdorf, Porschendorf, Stürza, Wilschdorf und Wünschendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Rathaus von Dürrröhrsdorf-Dittersbach in Dürrröhrsdorf

Die Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach entstand 1965 durch den Zusammenschluss von Dürrröhrsdorf und Dittersbach. Zum 1. Januar 1994 wurden die Gemeinden Porschendorf (mit Elbersdorf), Stürza (mit Dobra) und Wünschendorf eingemeindet, fünf Jahre später auch Wilschdorf.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,13 % zu folgendem Ergebnis:[2]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
Unabhängige Bürger 42,27 % 7
CDU 27,56 % 5
Wählervereinigung Wesenitztal 17,81 % 3
Freie Wählergemeinschaft Dobra 7,19 % 1

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Die Partnergemeinden von Dürrröhrsdorf-Dittersbach sind Frickingen, Obersontheim und Böttingen. Sie liegen alle in Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Belvedere[Bearbeiten]

Das Belvedere auf der Schönen Höhe

Besondere Sehenswürdigkeit ist das „Belvedere“ auf der „Schönen Höhe“, ein Turm mit von Carl Gottlieb Peschel gemalten Fresken zu Werken von Johann Wolfgang Goethe, gestiftet vom Dresdner Kunstförderer und Goethe-Verehrer Johann Gottlob von Quandt.[3] Im Turm gibt es eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes Dittersbach. Von hier aus kann man über den Ortsteil Elbersdorf ins Tal der Wesenitz hinabsteigen.

Schloss[Bearbeiten]

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Dittersbacher Schloss mit seinem Gut und öffentlicher Parkanlage. Das einst vom Verfall bedrohte Schloss wird zurzeit durch einen privaten Investor restauriert.

Kirche[Bearbeiten]

Die Dittersbacher Kirche wurde im Jahr 1662 (wieder)errichtet, nachdem die alte Kirche und das Pfarrhaus 1660 einem Brand zum Opfer gefallen waren. Im Jahr 1722 wurde der Turm fertiggestellt und dabei das Kirchenschiff in den Turm hinein verlängert und 1726 erfolgte der Einbau einer einmanualigen Orgel von Gottfried Silbermann.[4]

Dittersbacher Jahrmarkt[Bearbeiten]

Der Markt findet seit 1668 immer am Sonntag nach Bartholomäus (24. August) am letzten Augustwochenende statt. In einer alten Überlieferung heißt es, dass der Jahrmarkt einst im Ortsteil Stürza stattfand. Allerdings soll er nach Dittersbach verlegt worden sein, weil zwei Schuhmacher auf dem Stürzaer Markt im Handelsstreit einander erschlugen. Heute präsentieren sich die verschiedensten Gewerbe auf dem Markt. Den Abschluss des Jahrmarktes bildet ein Höhenfeuerwerk am Dienstag nach dem Marktwochenende.[5]

Die Lage des Marktes hat sicher nicht unwesentlich zur Erhaltung dieses traditionellen Jahrmarktes beigetragen, liegt er doch in unmittelbarer Nähe zweier sich kreuzender Handelsstraßen – der von Halle nach Böhmen führenden Salzstraße und der Budissinischen Land- und Poststraße, der heutigen B6.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Dürrröhrsdorf

Dürrröhrsdorf-Dittersbach liegt im Verkehrsverbund Oberelbe. Der Bahnhof Dürrröhrsdorf liegt an den Bahnstrecken Kamenz–Pirna, Neustadt–Dürrröhrsdorf und ehemals an der Bahnstrecke Dürrröhrsdorf–Weißig. In der Relation Pirna – Dürrröhrsdorf – Neustadt (Sachs)SebnitzBad Schandau verkehren Regionalzüge auf dem Sächsische-Schweiz-Ring der Städtebahn Sachsen. Der Abschnitt Arnsdorf – Dürrröhrsdorf der Bahnstrecke Kamenz – Pirna mit dem Haltepunkt Dittersbach (b Dürrröhrsdorf) ist am 1. Februar 2007 stillgelegt worden.

Vom Ortsteil Wilschdorf aus fährt die Buslinie 261 der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna – Sebnitz nach Dresden Hbf.

Am nördlichen Rande des Gemeindegebietes verläuft die Bundesstraße 6 Dresden – Bautzen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Gottfried Haase (* 1923 in Dürrröhrsdorf), ehemaliger Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg (SPD)

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Gottlob von Quandt: Eine Sammlung von Beiträgen zum Leben des Kunstmäzens, Förderers der deutschen Romantiker und Vorstand des Sächsischen Kunstvereins. Dürrröhrsdorf-Dittersbach 1986

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dürrröhrsdorf-Dittersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Website der Gemeinde
  3. Bettina Vaupel: Gar treu bis an das Grab. Das Belvedere auf Dittersbachs „Schöner Höhe“, Monumente Online 1.2012
  4. Orgelporträt auf der Webseite der Gottfried Silbermann-Gesellschaft, abgerufen am 9. April 2013.
  5. Offizielle Website (abgerufen am 6. Januar 2010)