Darius Kasparaitis

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Flag of Lithunia and Russia.png Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Darius Kasparaitis Eishockeyspieler
Darius Kasparaitis
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 16. Oktober 1972
Geburtsort Elektrėnai, Litauische SSR
Größe 180 cm
Gewicht 98 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1992, 1. Runde, 5. Position
New York Islanders
Spielerkarriere
1986–1992 HK Dynamo Moskau
1992–1996 New York Islanders
1996–2002 Pittsburgh Penguins
2002 Colorado Avalanche
2002–2007 New York Rangers
2004–2005 Ak Bars Kasan
2007–2009 SKA Sankt Petersburg
seit 2014 Hockey Punks Vilnius

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Darius Wladowitsch Kasparaitis (russisch Дарюс Владович Каспарайтис; * 16. Oktober 1972 in Elektrėnai, Litauische SSR) ist ein litauischer Eishockeyspieler und -trainer mit russischer und US-amerikanischer Staatsangehörigkeit. Während seiner aktiven Karriere bestritt er zwischen 1992 und 2007 über 850 Spiele für die New York Islanders, Pittsburgh Penguins, Colorado Avalanche und New York Rangers in der National Hockey League.

Im Alter von 41 Jahren, rund fünf Jahre nach seinem offiziellen Karriereende, schloss er sich als Spieler dem litauischen Erstligisten Hockey Punks Vilnius an.

Karriere[Bearbeiten]

Darius Kasparaitis begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Nachwuchsabteilung des HK Dynamo Moskau, für dessen Profimannschaft er in der Saison 1988/89 sein Debüt in der Wysschaja Liga, der höchsten sowjetischen Spielklasse, gab. Mit der Mannschaft wurde er in der Spielzeit 1990/91 sowjetischer Meister sowie in der Saison 1991/92 GUS-Meister. Anschließend wurde er im NHL Entry Draft 1992 in der ersten Runde als insgesamt fünfter Spieler von den New York Islanders ausgewählt. Zunächst begann der Verteidiger die Saison 1992/93 erneut bei Dynamo Moskau in der neu gegründeten Internationalen Hockey-Liga. In dieser erzielte er sieben Spielen ein Tor und drei Vorlagen, woraufhin ihn die New York Islanders nach Nordamerika beorderten. Bis zum Ende der Spielzeit erzielte er in seinem Rookiejahr in der National Hockey League in insgesamt 97 Spielen vier Tore und 22 Vorlagen und erreichte mit seiner Mannschaft das Conference-Finale, in dem er mit seiner Mannschaft dem späteren Stanley Cup-Sieger Canadiens de Montréal unterlag. Auch in der Folgezeit gehörte er zu den Stammkräften bei den Islanders.

Nachdem er auch die Saison 1996/97 bei den New York Islanders begonnen hatte, wurde er am 17. November 1996 zusammen mit Andreas Johansson im Tausch gegen Bryan Smolinski an die Pittsburgh Penguins abgegeben. Mit diesen erreichte er in der Saison 2000/01 ebenfalls das Conference-Finale. Kurz vor Ende der Trade Deadline wurde er im März 2002 im Tausch gegen Ville Nieminen und Rick Berry zum amtierenden Stanley Cup-Sieger Colorado Avalanche transferiert. Mit den „Avs“ kam er in der Saison 2001/02 ebenfalls nicht über das Conference-Finale hinaus. Insgesamt gab er für Colorado in 32 Spielen drei Torvorlagen. Anschließend erhielt er einen Vertrag als Free Agent bei den New York Rangers, bei denen er zwei Jahre lang zu den Führungsspielern gehörte, ehe er während des Lockouts die Saison 2004/05 bei Ak Bars Kasan in der russischen Superliga verbrachte. Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der NHL, kehrte er zu den New York Rangers zurück, bei denen er in der Saison 2006/07 nur noch sporadisch in der NHL zum Einsatz kam und stattdessen zwölf Mal für deren Farmteam Hartford Wolf Pack in der American Hockey League spielte. Bei diesen begann er auch die Saison 2007/08, wechselte jedoch bereits nach nur vier Spielen zum SKA Sankt Petersburg in die russische Superliga. In Sankt Petersburg beendete er im Anschluss an die Saison 2008/09 in der neu gegründeten Kontinentalen Hockey-Liga im Alter von 37 Jahren seine Karriere.

Nach seinem Karriereende als aktiver Spieler wurde Kasparaitis zur Saison 2010/11 Assistenztrainer bei seinem Ex-Klub SKA Sankt Petersburg aus der KHL. In dieser Position war er bis zu seiner Entlassung am 22. Dezember 2010 tätig. Rund fünf Jahre nach seinem offiziellen Karriereende schloss sich der mittlerweile 41-jährige Kasparaitis Anfang Februar 2014 dem litauischen Erstligisten Hockey Punks Vilnius als Spieler an.[1]

International[Bearbeiten]

Für die Sowjetunion nahm Kasparaitis im Juniorenbereich an der U18-Junioren-Europameisterschaft 1990 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1991 teil. Bei der U18-EM 1990 gewann er mit seiner Mannschaft die Silbermedaille und wurde selbst in das All-Star Team des Turniers gewählt. 1991 gewann er bei der U20-WM mit der Sowjetunion ebenfalls die Silbermedaille. Mit dem Vereinten Team wurde er bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville Olympiasieger. Nach dem Olympiasieg wurde er als Verdienter Meister des Sports Russlands ausgezeichnet. Für Russland nahm er an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1992, bei der er mit seiner Mannschaft Weltmeister und als bester Verteidiger des Turniers ausgezeichnet wurde sowie den Weltmeisterschaften 1992 und 1996 sowie beim World Cup of Hockey 2004 teil. Zudem stand er im Aufgebot Russlands bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano, 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin. Bei den Winterspielen 1998 gewann er mit den Russen die Silber-, bei den Winterspielen 2002 die Bronzemedaille.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga GP G A Pts PIM GP G A Pts PIM
1988/89 HK Dynamo Moskau WYL 3 0 0 0 0
1989/90 HK Dynamo Moskau WYL 1 0 0 0 0
1990/91 HK Dynamo Moskau WYL 17 0 1 1 10
1990/91 HK Dynamo Moskau-2 3. Liga 16 3 - 3 -
1991/92 HK Dynamo Moskau WYL 24 1 7 8 8 7 1 3 4 6
1991/92 HK Dynamo Moskau-2 3. Liga 8 2 1 3 8
1992/93 HK Dynamo Moskau IHL 7 1 3 4 8
1992/93 New York Islanders NHL 79 4 17 21 166 18 0 5 5 31
1993/94 New York Islanders NHL 76 1 10 11 142 4 0 0 0 8
1994/95 New York Islanders NHL 13 0 1 1 22
1995/96 New York Islanders NHL 46 1 7 8 93
1996/97 New York Islanders NHL 18 0 5 5 16
Pittsburgh Penguins NHL 57 2 16 18 84 5 0 0 0 6
1997/98 Pittsburgh Penguins NHL 81 4 8 12 127 5 0 0 0 8
1998/99 Pittsburgh Penguins NHL 48 1 4 5 70
1999/00 Pittsburgh Penguins NHL 73 3 12 15 146 11 1 1 2 10
2000/01 Pittsburgh Penguins NHL 77 3 16 19 111 17 1 1 2 26
2001/02 Pittsburgh Penguins NHL 69 2 12 14 123
Colorado Avalanche NHL 11 0 0 0 19 21 0 3 3 18
2002/03 New York Rangers NHL 80 3 11 14 85
2003/04 New York Rangers NHL 44 1 9 10 48
2004/05 Ak Bars Kasan RSL 28 1 3 4 118 3 0 0 0 6
2005/06 New York Rangers NHL 67 0 6 6 97 2 0 0 0 0
2006/07 New York Rangers NHL 24 2 2 4 30
2006/07 Hartford Wolf Pack AHL 12 0 3 3 8
2007/08 Hartford Wolf Pack AHL 4 1 0 1 4
2007/08 SKA Sankt Petersburg RSL 33 1 4 5 83 8 0 2 2 4
2008/09 SKA Sankt Petersburg KHL 26 0 1 1 34
2013/14 Hockey Punks Vilnius Litauische Eishockeyliga
Wysschaja Liga gesamt 52 2 11 13 24
IHL gesamt 7 1 3 4 8
Superliga gesamt 61 2 7 9 198 11 0 2 2 55
KHL gesamt 26 0 1 1 34
AHL gesamt 16 1 3 4 12
NHL gesamt 863 27 136 163 1379 83 2 10 12 107

International[Bearbeiten]

Vertrat die UdSSR bei:

Vertrat das Vereinte Team bei:

Vertrat die GUS bei:

Vertrat Russland bei:

Jahr Team Veranstaltung GP G A Pts PIM
1990 UdSSR U18-EM 6 1 6 7 12
1991 UdSSR U20-WM 6 1 3 4 16
1992 UdSSR/GUS[2] U20-WM 7 1 5 6 8
1992 Vereintes Team Oly 8 0 2 2 2
1992 GUS WM 6 2 1 3 4
1996 Russland WM 8 0 2 2 2
1996 Russland WC 5 0 2 2 14
1998 Russland Oly 6 0 2 2 6
2002 Russland Oly 6 1 0 1 4
2004 Russland WCup 4 0 1 1 8
2006 Russland Oly 8 0 2 2 8
Junioren gesamt 19 3 14 17 36
Herren gesamt 51 3 12 15 48

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Дарюс Каспарайтис в 41 год дебютировал в чемпионате Литвы по хоккею (russisch), abgerufen am 5. Februar 2014
  2. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion während des Turniers wurde die Mannschaft in Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) umbenannt

Weblinks[Bearbeiten]