Das Johannes-Evangelium

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Dieser Artikel erläutert den Film „Das Johannesevangelium“; zum biblischen Buch siehe Evangelium nach Johannes.
Filmdaten
Deutscher Titel Das Johannes-Evangelium
Originaltitel The Gospel of John
Produktionsland Kanada, UK
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 180 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Philip Saville
Drehbuch John Goldsmith
Produktion Garth H. Drabinsky,
Chris Chrisafis
Musik Jeff Danna
Kamera Miroslaw Baszak
Schnitt Michel Arcand,
Ron Wisman Jr.
Besetzung

Der Film Das Johannes-Evangelium erzählt das Leben Jesu von Nazaret aus der Sicht seines Apostels Johannes und setzt seinen Schwerpunkt auf das von ihm verfasste Johannesevangelium.

Handlung[Bearbeiten]

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Der Film erzählt wie das Johannesevangelium nichts von der Geburt Christi, sondern beginnt erst, als Johannes der Täufer Jesus im Jordan tauft.

Auch seine Wunder und Predigten werden ausschließlich dem Johannesevangelium entnommen, so unter anderem die Auferweckung des Lazarus, der Gang Jesu über den See Genezareth, die wundersame Brotvermehrung, die Heilung eines Blinden und eines Lahmen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Für den TV-Zweiteiler, der bis dato noch nie im deutschsprachigen Fernsehen zu sehen war, wurden 75 Hauptdarsteller und knapp 2000 Statisten verpflichtet. Gedreht wurde nicht in Marokko, wie es bei den meisten Bibelverfilmungen der Fall ist, sondern in Spanien und Kanada. Die Innenaufnahmen entstanden in einem Studio in Ontario, Kanada und die Außenaufnahmen nahe Málaga, Spanien. Bemerkenswert ist auch die Musik. Der Komponist verzichtet dabei großteils auf moderne Instrumente und verwendete hauptsächlich Instrumente, wie sie zur Zeit Christi in Judäa gespielt wurden. Ein Novum ist auch die Erzählerstimme (im Original Christopher Plummer), die aus dem Off die Ereignisse erzählt, obwohl sie im Augenblick zu sehen sind. Die Dialoge werden selbstverständlich von den Schauspielern gesprochen.

Im Herbst 2005 erschien der Film auf DVD.

Kritiken[Bearbeiten]

Viele Kritiker hielten den Film für langatmig und uninspiriert. So bemängelte Owen Gleiberman von Entertainment Weekly, es sei „kaum ein Hauch des Geistes, des Herzbluts und der Leidenschaft“ der besten Jesus-Verfilmungen enthalten.[1] Erik Lundegaard von der Seattle Times befand, die Erzählung sei „geradlinig und einfallslos“ und daher kaum einprägsam.[2] David Sterritt vom Christian Science Monitor urteilte: „Abgesehen von einigen Szenen, die an die andächtige Schönheit eines Renaissancegemäldes erinnern, sind die Filmgestaltung und die Darstellungen schrecklich steif“ und werden „sicher der erzählten, zeitlosen Geschichte nicht gerecht“.[3]

Dagegen hielten andere den Film für eindrucksvoll. Eric Harrison vom Houston Chronicle schrieb, der Film sei „eine gewaltige Erfahrung“ und „Die Bilder des Films bleiben hängen“.[4] Ruthe Stein vom San Francisco Chronicle befand, der Film zeige sich „überraschend robust“.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2004 gewann der Film einen Epiphany Prize bei den MovieGuide Awards. Er wurde zweimal bei den kanadischen Genie Awards nominiert. Eine weitere Nominierung gab es durch die Directors Guild of Canada.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Owen Gleiberman: The Gospel of John, Entertainment Weekly, 12. November 2003
  2. Erik Lundegaard: Bland 'Gospel of John' is no 'Passion,' for better and worse, The Seattle Times, 2. April 2004
  3. David Sterritt: The Gospel of John (PG-13), The Christian Science Monitor, 13. November 2003
  4. Eric Harrison: The Gospel of John, Houston Chronicle, 24. Oktober 2003
  5. Ruthe Stein: Epic 'Gospel' a literal but robust Jesus story, San Francisco Chronicle February 13, 2004