Dave (Film)

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Film
Deutscher Titel Dave
Originaltitel Dave
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Ivan Reitman
Drehbuch Gary Ross
Produktion
Musik James Newton Howard
Kamera Adam Greenberg
Schnitt Sheldon Kahn
Besetzung

Dave ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Ivan Reitman aus dem Jahr 1993, in der ein Double des US-Präsidenten plötzlich tatsächlich dessen Job übernehmen muss. Die Hauptrollen spielen Kevin Kline und Sigourney Weaver.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jobvermittler David „Dave“ Kovic wird als Doppelgänger des US-Präsidenten William Harrison „Bill“ Mitchell engagiert, um diesen nach einem Auftritt in Washington, D.C. zu doubeln. Da der Präsident währenddessen bei einem Schäferstündchen mit einer seiner Sekretärinnen einen Schlaganfall erleidet, irreparable Hirnschäden davonträgt und im Koma liegt, entwickeln der Stabschef des Weißen Hauses – Robert „Bob“ Alexander – und der Pressesprecher – Alan Reed – einen Plan, in dem Dave so lange als Präsident bleiben solle, bis der Vizepräsident Gary Nance entmachtet und Alexander zum neuen Vizepräsidenten ernannt wird. Später soll Alexander das Amt des Präsidenten übernehmen, wenn Mitchell für tot erklärt wird.

Dave wird jedoch zunehmend selbstständig, er will weitreichende soziale Reformen durchführen. Dabei wird er von seinem Freund Murray Blum und auch der First Lady Ellen Mitchell unterstützt. Ellen stellt fest, dass sie mehr Gemeinsamkeiten mit Dave hat als mit ihrem echten, untreuen Ehemann. Vizepräsident Nance erweist sich als ein anständiger Mensch, der die Reformen begrüßt.

Alexander ist zunehmend erbost über Daves Alleingänge und bezichtigt den Präsidenten öffentlich mehrerer vor Jahren stattgefundener illegaler Handlungen. In einer Rede vor dem Kongress gibt Dave diese Taten zu, veröffentlicht aber zusätzlich Beweise, dass Alexander an den kriminellen Machenschaften beteiligt war. Er simuliert einen Schlaganfall mitten in der Rede; auf dem Weg ins Krankenhaus wird er durch Mitchell ersetzt.

Kurz darauf stirbt der Präsident im Koma, Nance wird als neuer Präsident vereidigt und verspricht die Fortführung der Reformen. Ellen besucht Dave, der inzwischen für ein öffentliches Amt in seiner Heimatstadt kandidiert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Kritiker) 95%[5]
Metacritic (Kritiker) 76/100[6]

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Der US-amerikanische Kritik-Aggregator Rotten Tomatoes klassifiziert den Film als „Zertifiziert Frisch“[5] und Metacritic erfasst „Hauptsächlich Wohlwollende“[6] Kritiken.

Der Filmdienst schrieb, der Film sei eine „Komödie im Stil des Altmeisters Frank Capra, die dem Überdruß an Parteien und Politik Ausdruck verleiht“. Er sei „unterhaltsam und voller ironischer Schlaglichter.“[7]

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der Film sei ein „gekonnter Mix aus Märchen, Romanze und Komödie“, den Gastauftritte echter Politiker und Persönlichkeiten wie Jay Leno, Arnold Schwarzenegger und Oliver Stone „veredeln“ würden. Er biete „Spaß mit Biß“.[8]

Im Buch Die Chronik des Films wurde der Film wie folgt beschrieben: „»Dave« ist eine wunderbare Verwechslungskomödie, die ihre politische Kritik zwar ganz schwerelos anbringt, dadurch aber nichts von ihrer Ernsthaftigkeit verliert.“ Und weiterhin: „Die Qualität des Films zeigt sich vor allem in der Spiellaune des Ensembles, das bis in die Nebenrollen hinein großartig besetzt ist.“[9]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll. Des Weiteren wurde der Film bei den folgenden Auszeichnungen bedacht:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dave. Box Office Mojo, abgerufen am 21. September 2019 (englisch).
  2. Die erfolgreichsten Filme in Deutschland 1993. In: insidekino.com. Abgerufen am 21. September 2019.
  3. Richard Schickel: The Beltway Follies. In: time.com. 10. Mai 1993, abgerufen am 21. September 2019.
  4. Chris McGreal: Helen Thomas, veteran reporter: why she had to resign. In: theguardian.com. 9. Juni 2010, abgerufen am 21. September 2019 (englisch).
  5. a b Dave. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 29. November 2022 (englisch, 61 erfasste Kritiken).
  6. a b Dave. In: Metacritic. CBS, abgerufen am 7. Februar 2023 (englisch, 30 erfasste Kritiken).
  7. Dave. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 21. September 2019.
  8. Dave. In: cinema. Abgerufen am 21. September 2019.
  9. Die Chronik des Films, Chronik Verlag, Gütersloh/München 1994, ISBN 3-86047-132-5.