Dipperz

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Wappen Deutschlandkarte
Dipperz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dipperz hervorgehoben

Koordinaten: 50° 33′ N, 9° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 30,04 km2
Einwohner: 3520 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36160
Vorwahl: 06657
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Dorfbrunnen 2
36160 Dipperz
Website: www.dipperz.de
Bürgermeister: Klaus-Dieter Vogler (parteilos)
Lage der Gemeinde Dipperz im Landkreis Fulda
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Über dieses Bild

Dipperz ist eine Gemeinde im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dipperz liegt etwa 10 km östlich der Kreisstadt Fulda in der Rhön.

Auf Grund seiner günstigen Lage zur Stadt Fulda und der Nähe zu den Schönheiten der Rhön entwickelte sich Dipperz zu einer beliebten Wohngemeinde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dipperz grenzt im Norden und Osten an die Gemeinde Hofbieber, im Südosten an die Gemeinde Poppenhausen, im Südwesten an die Gemeinde Künzell sowie im Nordwesten an die Gemeinde Petersberg (alle im Landkreis Fulda).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dipperz besteht aus den Ortsteilen Armenhof, Dipperz, Dörmbach, Finkenhain, Friesenhausen, Kohlgrund, Wisselsrod und Wolferts sowie dem Einzelgehöft Alschberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dipperz wurde im Jahre 1261 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Friesenhausen ist jedoch wesentlich älter, die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 824 zurück.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. August 1972 aus den acht bis dahin selbstständigen Gemeinden Armenhof, Dipperz, Dörmbach (Fulda), Finkenhain, Friesenhausen, Kohlgrund, Wisselsrod und Wolferts die neue Gemeinde Dipperz gebildet.[2] Damals betrug die Zahl der Einwohner 2300.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dipperz leben in der Mehrzahl Katholiken. Der Backsteinbau der römisch-katholischen St. Antonius d. Einsiedler u. St. Placidus wurde von 1895 bis 1896 im neoromanischen Stil errichtet, nachdem die Vorgängerkirche dem Dorfbrand von 1892 zum Opfer gefallen war. Für die Kirche schuf der Bildhauer Johannes Kirsch aus Petersberg zwei Plastiken über den Seitenportalen. Der Taufstein ist spätgotisch.[3]

Die Mitglieder der evangelischen Gemeinde, die sich vorher zum Gottesdienst nach Schloss Bieberstein begeben mussten, bauten mit tatkräftiger Unterstützung ihrer katholischen Nachbarn die Michaelskapelle, die am 3. Oktober 1954 eingeweiht wurde. Ihre beiden Glocken stammen vom Hamburger Glockenfriedhof. 1955 wurde Dipperz eigenständige Kirchengemeinde in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Jahr 2007 ging die Gemeinde formalrechtlich in der neuen Evangelischen Kirchengemeinde Bieberstein-Dipperz auf.[4][5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[6] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[7][8][9]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
   
Insgesamt 15 Sitze
  • BLGD: 7
  • FDP: 2
  • CDU: 6
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,4 6 51,5 8 52,6 8 55,6 11 57,1 13
BLGD Bürgerliste Gemeinde Dipperz 46,6 7 48,5 7 47,4 7 44,4 8 42,9 10
FDP Freie Demokratische Partei 15,0 2
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 19 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 67,1 61,7 58,3 59,0 64,5

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der parteilose Klaus-Dieter Vogler ist seit 2008 Bürgermeister in Dipperz. Er wurde in der Stichwahl mit 57,3 Prozent der Stimmen gewählt.[10] Bei der Wiederwahl am 21. September 2014 war er der einzige Bewerber und erreichte 91,4 Prozent.[11]

Ein früherer Bürgermeister war Bernhard Weber (CDU, 1996–2008).[10]

Seit 1993 werden die Bürgermeister in Hessen für sechs Jahre direkt gewählt.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche im Ortsteil Friesenhausen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Mott: Der älteste Taufstein unserer Heimat?/Entdeckung im Dipperzer Pfarrgarten: Das romanische Taufbecken aus der katholischen Schloßkirche ist eine einmalige Kostbarkeit. in: Fuldaer Zeitung, 8. Nov. 1990, S. 10 (Serie: DENK-mal!).
  • Michael Mott: Der Tod eines alten Bauernhauses/Dem Verfall unwiderruflich preisgegeben/Einst des Bauern ganzer Stolz, heute eine Bauruine (Dipperz-Dörmbach). in: Fuldaer Zeitung, 23. April 1992, S. 13 (Serie: DENK-mal!).
  • Michael Mott: Gotische Fischblasen als Zeitzeugen/"Stiefkinder" der Kunstgeschichte: Steine, die viel erzählen könnten/Ein Überbleibsel der alten Dipperzer Kapelle in der Friedhofsmauer. in: Fuldaer Zeitung, 21. Dez. 1995, S. 13 (Serie: DENK-mal!).
  • Literatur über Dipperz nach Register In: Hessische Bibliographie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dipperz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2021 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 220, § 3 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Rhönlexikon: Katholische Pfarrkirche St. Antonius in Dipperz
  4. Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Bieberstein-Dipperz
  5. Heute stellt sich vor: Die ev. Michaelskapelle in Dipperz
  6. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  7. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  8. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  10. a b c Bürgermeister-Direktwahlen in Dipperz. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  11. Bürgermeisterwahl in Dipperz. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen am 24. März 2021.