Kalbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kalbach
Kalbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kalbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 25′ N, 9° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 341 m ü. NHN
Fläche: 70,64 km2
Einwohner: 6323 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36148
Vorwahlen: 06655, 09742
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 016
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 12
36148 Kalbach
Website: www.gemeinde-kalbach.de
Bürgermeister: Florian Hölzer (parteilos)
Lage der Gemeinde Kalbach im Landkreis Fulda
EiterfeldBurghaunRasdorfHünfeldNüsttalBad SalzschlirfGroßenlüderFuldaPetersberg (Hessen)HofbieberTann (Rhön)HildersDipperzKünzellPoppenhausen (Wasserkuppe)Ehrenberg (Rhön)Gersfeld (Rhön)EbersburgEichenzellKalbachFliedenHosenfeldNeuhof (bei Fulda)Main-Kinzig-KreisBayernThüringenLandkreis Hersfeld-RotenburgVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild
Blick über das Kalbachtal. Im Hintergrund ist der Kaliberg Neuhof zu sehen

Kalbach ist eine Gemeinde im Landkreis Fulda in Osthessen im Bundesland Hessen in der Bundesrepublik Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalbach liegt in 280 bis 658 Meter Höhe im südlichen Kreisgebiet des Landkreises Fulda bis hin zum Landrücken, dem Bindeglied zwischen Vogelsberg im Nordwesten, der Rhön im Nordosten und dem Spessart im Süden. Der Ort selbst liegt vollständig in der Rhön.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalbach grenzt im Westen an die Gemeinde Flieden, im Nordwesten an die Gemeinde Neuhof, im Nordosten an die Gemeinden Eichenzell und Ebersburg (alle vier im Landkreis Fulda), im Osten an die Gemeinde Motten (Landkreis Bad Kissingen in Bayern), sowie im Süden an die Gemeinde Sinntal und die Stadt Schlüchtern (beide im Main-Kinzig-Kreis).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Eichenried, Heubach, Mittelkalbach, Niederkalbach, Oberkalbach, Uttrichshausen und Veitsteinbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalbach wurde im Jahre 852 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt.

Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

im Zuge der Gebietsreform in Hessen nahm bereits am 1. September 1969 Veitsteinbach die Nachbargemeinde Eichenried auf. Am 31. Dezember 1971 kam Heubach zu Uttrichshausen.[2] Am 1. April 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Niederkalbach und Veitsteinbach in die Gemeinde Mittelkalbach eingegliedert. Diese wurde am 1. August 1972 kraft Landesgesetz mit Oberkalbach und Uttrichshausen zur neuen Großgemeinde Kalbach zusammengeschlossen.[3][4] Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Mittelkalbach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 31 Sitze
  • SPD: 11
  • CDU: 14
  • BfK: 6
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 44,7 14 62,0 19 62,6 19 61,2 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 35,0 11 31,6 10 31,9 10 34,0 11
BfK Bürger für Kalbach[8] 20,2 6
BL Bürgerliste 6,4 2 5,5 2 4,8 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 65,6 59,7 58,2 65,1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian Hölzer (parteilos) wurde am 14. September 2014 mit 62,8 % aller Stimmen zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,9 %.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalbach.png

Mit Urkunde vom 4. April 1976 erteilte der Hessische Minister des Inneren der Gemeinde Kalbach die Genehmigung für die Flagge und das Wappen.

„Das Wappen zeigt hinter einer rechten geteilten Flanke, darin oben in Gold drei rote Sparren, unten in Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz, in Blau über einem erniedrigten, goldenen schräglinken Wellenbalken ein silbernes, siebenzähliges Kastanienblatt.“

Die alte territoriale Zugehörigkeit wird durch die in der Flanke des Schildes übereinander gestellten Wappenbilder von Hanau und Fulda ausgedrückt. Hauptbild des Wappens ist ein siebenzähliges Kastanienblatt, das auf den Waldreichtum der Gemeinde und die sieben Ortsteile anspielt. Beigefügt ist mit Bezug auf das namensgebende Gewässer ein stilisierter Fluss.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der politischen Gemeinde Kalbach umfasst ehemals vier katholische Pfarreien, die wiederum dem Dekanat Neuhof-Großenlüder und dem Pastoralverbund Heilig Geist Kalbach-Neuhof im Bistum Fulda zugeordnet waren. Es sind dies:

  • St. Bonifatius in Uttrichshausen
  • St. Laurentius in Niederkalbach
  • St. Sebastian in Mittelkalbach
  • St. Vitus in Veitsteinbach

Am 21. Februar 2016 wurden die vier bisher selbständigen Kirchengemeinden in einem feierlichen Gottesdienst mit Weihbischof Karlheinz Diez zur neuen Pfarrgemeinde St. Kilian, Kalbach zusammengeführt.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelisch-reformierte Lukasgemeinde Kalbach ist eine Pfarrei der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und hat ihren Sitz in Oberkalbach. Darüber hinaus umfasst das Gebiet der Pfarrei die Kirchorte Heubach und Uttrichshausen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solarpark bei Oberkalbach mit Blick auf die Rhön im Hintergrund

In der Gemeinde Kalbach befindet sich der größte Solarpark im Landkreis Fulda. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von 365 KW und wird von der ÜWAG-Tochter Synergie betrieben.[10]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gebiet der Gemeinde Kalbach verlaufen die Bundesautobahn 7 und die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Der 1298 m lange Kalbachtunnel, die je 773 m langen Tunnel Hartberg und Bornhecke sowie die Kalbach-Talbrücke (364 m) liegen auf dem Gebiet der Gemeinde. Das nördliche Viertel des Landrückentunnels, des mit einer Länge von 10.779 m längsten Tunnels in Deutschland, liegt ebenfalls auf Gemeindegebiet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 376.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 220, § 11 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 394 und 395.
  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  8. Bürger für Kalbach im Internet
  9. Wahl in Kalbach: Florian Hölzer ist neuer Bürgermeister in Fuldaer Zeitung; 14. September 2014, abgerufen am 17. September 2014
  10. Startschuss für Mega-Solaranlage – bis zu 475.000 kWh Strom jährlich In: Osthessennews vom 29. Dezember 2008.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kalbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien