Districtus Austriae Controllatus

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DAC-Gebiete, Stand Juli 2019
Weinbaugebiete ohne DAC-Status, Stand Juli 2019

Districtus Austriae Controllatus (DAC) ist eine Herkunftsbezeichnung für gebietstypische Qualitätsweine aus Österreich.[1]

Inhaltsverzeichnis

Ausbau der Herkunftsbezeichnungen in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Herkunft Weinviertel DAC wurde für den Weinjahrgang 2002 erstmals eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung eingeführt. Seither werden unter dieser Bezeichnung besonders gebietstypische Qualitätsweine der Sorte Grüner Veltliner vermarktet. In der Folgezeit wurden für weitere österreichische Weinbaugebiete DAC-Weine definiert. Aktuell gibt es 13 DAC-Gebiete. Noch kein DAC-Status besteht derzeit für die Weinbaugebiete Wachau, Carnuntum, Wagram und Thermenregion sowie für die Freistadt Rust am Neusiedler See. (Stand 2019).[2]

Hintergrund der Einführung des DAC-Systems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International unterscheidet man zwischen dem romanischen und dem germanischen Weinrecht. Während beim germanischen Weinrecht (Deutschland, Österreich vor Einführung der ersten DAC mit Jahrgang 2002) traditionell die Sortenbezeichnung im Vordergrund steht, unterscheidet und charakterisiert das romanische Weinrecht (Italien, Frankreich, Spanien) die Weine nach Herkünften. Nachdem im romanischen System die Weine gemäß ihren Herkünften definiert sind, entspricht die Herkunft quasi einer Weinbeschreibung. Im germanischen Weinrecht hingegen sind mit den einzelnen Herkünften keine spezifischen Weinstile definiert.[2]

Mit der Einführung des DAC-Systems folgt Österreich dem romanischen Bezeichnungsmodell. Nicht mehr primär die Sorten, sondern eindeutig definierte gebietstypische Merkmale stehen bei der Vermarktung im Vordergrund. Österreich verfolgt damit das Ziel, die Herkünfte stärker zu betonen und im internationalen Vergleich ein Wettbewerbsvorteil zu bilden. Angesprochen auf die Frage "Welchen Wein haben Sie getrunken?" reagieren Konsumenten hinsichtlich der Produkte aus romanischen Ländern mit der Antwort "Einen Bordeaux" oder "Einen Rioja". Hinsichtlich österreichischer Weine antworteten Konsumenten bislang "Einen Grünen Veltliner" oder "Einen Blaufränkisch". Nach Forcierung der DAC-Herkünfte wird die Antwort hingegen lauten: "Einen Weinviertel DAC" oder einen "Leithaberg DAC". Es handelt sich dabei um Weine, die geschmacklich unverkennbar typisch für das jeweilige Weinbaugebiet sind. Der Vorteil des DAC-Systems besteht darin, dass Herkunft unverwechselbar macht, während Sorten wie Riesling und Pinot Blanc, aber auch typisch österreichische Sorten wie Grüner Veltliner oder Blaufränkisch auch aus anderen Ländern stammen können.[2][3][4][5]

Entstehung einer DAC-Herkunftsbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich gibt es 17 spezifische Weinbaugebiete: Wachau, Kremstal, Kamptal, Traisental, Wagram, Weinviertel, Carnuntum, Thermenregion, Neusiedlersee, Leithaberg, Rosalia, Mittelburgenland, Eisenberg, Vulkanland Steiermark, Südsteiermark, Weststeiermark und Wien. Seit Einführung des ersten DAC-Weins arbeiten die Weinbauverantwortlichen aller spezifischen Weinbaugebiete an einer Profilierung mit herkunftstypischen Terroir-Weinen. Als erster Schritt werden Fokus-Sorten und gebietstypische Weinstile definiert. Wenn die Weinbauverantwortlichen eines Gebietes zur Ansicht gelangen, dass sein Fokus klar ist und eine oder mehrere Sorten für das Gebiet repräsentativ sein sollen, kann das Regionale Weinkomitee über das Nationale Weinkomitee den DAC-Status eines Gebiets mit einem oder mehreren herkunftstypischen DAC-Weinen beim Landwirtschaftsministerium beantragen. Bislang wurden 13 DAC-Weinbaugebiete per Verordnung in den Gesetzesrang erhoben. In den betreffenden Gebieten dürfen die herkunftstypischen Weine mit dem Namen des Gebiets und dem Zusatz „DAC“ bezeichnet werden. Alle anderen Qualitätsweine tragen als Herkunftsbezeichnung den Namen des Bundeslandes, in dem das DAC-Gebiet liegt (z. B. „Niederösterreich“ statt „Weinviertel“).[6] Somit wird jedem Winzer einerseits viel Raum für Innovation gelassen, andererseits aber einige gebietstypische Herkunftsweine als Archetypen der österreichischen Weinstile propagiert.[7]

Österreichische DAC-Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher wurden in Österreich per Ministeriumsverordnung die folgenden 13 DAC-Gebiete[8] definiert:

  • Weinviertel DAC
  • Mittelburgenland DAC
  • Traisental DAC
  • Kremstal DAC
  • Kamptal DAC
  • Leithaberg DAC
  • Eisenberg DAC
  • Neusiedlersee DAC
  • Wiener Gemischter Satz DAC
  • Rosalia DAC
  • Vulkanland Steiermark DAC
  • Südsteiermark DAC
  • Weststeiermark DAC

Die Weinbauverantwortlichen dieser 13 Gebiete haben beschlossen, den Namen des Gebietes nur für einen oder wenige besonders gebietstypische Weine zu verwenden und alle anderen Weine nur unter dem Weingutsnamen und dem Namen des jeweiligen Bundeslandes zu etikettieren.[9]

Weinviertel DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinlandschaft bei Falkenstein im Weinviertel

Weinviertel DAC wurde als erstes DAC-Gebiet mit dem Weinjahrgang 2002 eingeführt. Weinviertel DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Weinviertel. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Grüner Veltliner hergestellt sein, die Trauben dafür dürfen ausschließlich im Weinbaugebiet Weinviertel geerntet werden. Die Weine dürfen in den Kategorien „Weinviertel DAC“ und „Weinviertel DAC Reserve“ auf den Markt kommen.[10]

Weine: Weinviertel DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie weisen eine hell- bis grüngelbe Farbe auf und im Geruch ein typisches Sortenbouquet. Der Geschmack ist per Definition fruchtig sowie würzig-pfeffrig und darf weder einen Holz- noch Botrytiston aufweisen. Ein Weinviertel DAC ist ein trockener Grüner Veltliner, der Gehalt an unvergorenem Zucker darf maximal 6 g/l betragen. Der Alkoholgehalt von Weinviertel DAC-Weinen liegt zwischen 12 und 13 % vol. Weinviertel DAC-Weine dürfen nicht vor dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres an Verbraucher abgegeben werden.[10][11]

Weine: Weinviertel DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinviertel DAC Reserve-Weine sind Grüne Veltliner der Premiumstufe. Ebenso wie für Weinviertel DAC-Weine gilt auch für Weinviertel DAC Reserve, dass er das eindeutige gebietstypische Geschmacksprofil eines Grünen Veltliners aus dem Weinviertel aufweisen muss. Darüber hinaus müssen Weinviertel DAC Reserve-Weine folgende Charakteristika aufweisen: trocken, dichte Weinstruktur, langer Abgang und kräftige Stilistik. Ein zarter Botrytis- und Holzton ist zulässig. Der Alkoholgehalt liegt bei mindestens 13 % vol. Ein Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer für Weine mit der Verkehrsbezeichnung „Weinviertel DAC Reserve“ darf nicht vor dem 15. März des auf die Ernte folgenden Jahres gestellt werden. Weinviertel DAC Reserve-Weine werden seit dem Weinjahrgang 2009 angeboten.[10][12]

Mittelburgenland DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinlandschaft bei Horitschon im Mittelburgenland

Die Herkunftsbezeichnung „Mittelburgenland DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2005. Mittelburgenland DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Mittelburgenland, wo der Blaufränkisch die dominierende Sorte ist. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Blaufränkisch hergestellt sein, deren Trauben ausschließlich im Weinbaugebiet Mittelburgenland (politischer Bezirk Oberpullendorf) geerntet wurden. Der Äpfelsäuregehalt darf höchstens 0,5 g/l sein und der Gehalt an unvergorenem Zucker darf maximal 2,5 g/l betragen. Die Weine kommen in den Kategorien „Mittelburgenland DAC“, „Mittelburgenland DAC“ mit Riedenbezeichnung und „Mittelburgenland DAC Reserve“ auf den Markt.[13][14] „Mittelburgenland DAC“, dessen Geschmack und Charakteristik als „sortentypisch, fruchtig, würzig und kräftig“ definiert ist, kann in drei Kategorien in Verkehr gebracht werden.

Weine: Mittelburgenland DAC (unter allfälliger Angabe der Zusatzbezeichnung „Classic“)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser Kategorie erfolgt der Ausbau der Weine in traditionellen großen Eichenfässern (wobei die Weine keinen bis kaum merklichen Holzton aufweisen dürfen) oder im Stahltank. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12,5 % vol. und maximal 13 % vol. Die Weine dieser Kategorie dürfen nicht vor dem 1. August des auf die Ernte folgenden Jahres an Verbraucher abgegeben werden.[13]

Weine: Mittelburgenland DAC mit Angabe einer Riede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser Kategorie erfolgt der Ausbau der Weine in traditionellen großen Eichenfässern oder in gebrauchten Barriques (wobei die Weine keinen oder höchstens einen leichten Holzton aufweisen). Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 13 % vol. und maximal 13,5 % vol. Die Weine dieser Kategorie dürfen nicht vor dem 1. Oktober des auf die Ernte folgenden Jahres an Verbraucher abgegeben werden.[13]

Weine: Mittelburgenland DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser Kategorie erfolgt der Ausbau der Weine in traditionellen großen Eichenfässern oder in Barriques (wobei die Weine per definitionem einen merkbaren bis dominierenden Holzton aufweisen). Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 13 % vol. Die Weine dieser Kategorie dürfen nicht vor dem 1. März des auf die Ernte zweitfolgenden Jahres an Verbraucher abgegeben werden.[13]

Traisental DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunftsbezeichnung „Traisental DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2006. Traisental DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Traisental, wo der Grüne Veltliner und der Riesling die dominierende Sorte sind. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Grüner Veltliner oder Riesling hergestellt sein, deren Trauben ausschließlich aus im Weinbaugebiet Traisental geerntet wurden. Sie werden in den Kategorien „Traisental DAC“, „Traisental DAC“ mit Ortsangabe, „Traisental DAC“ mit Riedenbezeichnung oder „Traisental DAC Reserve“ vermarktet.[15][16]

Weine: Traisental DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Weinjahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 11,5 % vol. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat der Bezeichnung „trocken“ zu entsprechen.[15][16]

Weine: Traisental DAC mit Ortsangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12 % vol.[15][16]

Weine: Traisental DAC mit Ortsangabe und Riedenbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12,5 % vol.[15][16]

Weine: Traisental DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Charakteristik aufzuweisen: kräftige Stilistik, ausgeprägter Gebietscharakter, dicht und lang im Abgang; ein zarter Botrytis- oder Holzton ist zulässig. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 13 % vol.[15][16]

Kremstal DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinlandschaft vor der Burgruine Senftenberg im Kremstal

Die Herkunftsbezeichnung „Kremstal DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2007. Kremstal DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Kremstal, wo der Grüne Veltliner und der Riesling die Leitsorten sind. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Grüner Veltliner oder Riesling hergestellt sein, deren Trauben im Weinbaugebiet Kremstal geerntet wurden. Sie kommen als „Kremstal DAC“, „Kremstal DAC“ mit Ortsangabe, „Kremstal DAC“ mit Riedenbezeichnung oder „Kremstal DAC Reserve“ auf den Markt.[17][18]

Weine: Kremstal DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12 % vol.[17][18]

Weine: Kremstal DAC mit Ortsangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12 % vol.[17][18]

Weine: Kremstal DAC mit Ortsangabe und Riedenbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12,5 % vol.[17][18]

Weine: Kremstal DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Charakteristik aufzuweisen: kräftige Stilistik, ausgeprägten Gebietscharakter, dicht und lang im Abgang; ein zarter Botrytis- und Holzton ist zulässig. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 13 % vol.[17][18]

Kamptal DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Heiligenstein zählt zu den bedeutendsten Weinbergslagen im Kamptal

Die Herkunftsbezeichnung „Kamptal DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2008. Kamptal DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Kamptal, wo der Grüne Veltliner und der Riesling die Leitsorten sind. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Grüner Veltliner oder Riesling hergestellt sein, deren Trauben ausschließlich im Weinbaugebiet Kamptal geerntet wurden. Sie werden in den Kategorien „Kamptal DAC“, „Kamptal DAC“ mit Ortsangabe, „Kamptal DAC“ mit Riedenbezeichnung oder „Kamptal DAC Reserve“ vermarktet.[19][20]

Weine: Kamptal DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 11,5 % vol.[19][20]

Weine: Kamptal DAC mit Ortsangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12 % vol.[19][20]

Weine: Kamptal DAC mit Ortsangabe und Riedenbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12,5 % vol.[19][20]

Weine: Kamptal DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Charakteristik aufzuweisen: kräftige Stilistik, ausgeprägten Gebietscharakter, dicht und lang im Abgang; ein zarter Botrytis- und Holzton ist zulässig. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 13 % vol.[19][20]

Leithaberg DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ried Streifling am Leithagebirge bei Purbach

Seit dem 1. September 2010 werden herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Leithaberg (politischer Bezirk Eisenstadt Umgebung, Freistadt Eisenstadt und politische Gemeinden Jois und Winden) unter der Bezeichnung „Leithaberg DAC“ vermarktet. Auf die Einführung von „Leithaberg DAC Rot“ für den Jahrgang 2008 folgte die Einführung von „Leithaberg DAC Weiß“ für den Jahrgang 2009.[21][22]

Wegen der im Gebiet vorhandenen Sortenvielfalt wurde für Leithaberg DAC eine entsprechende Anzahl an Sorten zugelassen. Die Weine müssen ausschließlich aus Trauben bereitet worden sein, die im Weinbaugebiet Leithaberg geerntet wurden. Der Alkoholgehalt muss mindestens 12,5 % vol. betragen. Der Gehalt an unvergorenem Zucker muss der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Die Weine haben per definitionem folgende Charakteristik aufzuweisen: Im Geschmack regionstypisch, engmaschig, würzig, elegant und mineralisch, darf kein bis kaum merkbarer Holzton verspürbar sein. Vom Geruch her müssen sie ein regionstypisches Bouquet aufweisen, weiters sollen sie fruchtig, würzig und frisch sein, bei zugleich untergeordneter Primärfrucht.[21][23]

Weine: Leithaberg DAC Rot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Äpfelsäuregehalt darf bei Leithaberg DAC Rotwein höchstens 0,5 g/l betragen. Der Gehalt an unvergorenem Zucker muss bei rotem Leithaberg DAC weniger als 2,5 g/l betragen. Er besteht immer aus der Sorte Blaufränkisch (ein bezeichnungsunschädlicher Verschnitt – das heißt, ein Anteil einer anderen Sorte von 15 % – ist zu tolerieren, wenn die Verschnittpartner St. Laurent, Zweigelt oder Pinot Noir sind). Leithaberg DAC Rot muss im Holzfass ausgebaut werden. Die Einreichung zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer darf ab 1. Mai des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen.[23]

Weine: Leithaberg DAC Weiß[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leithaberg DAC Weißweine müssen aus den Qualitätswein-Rebsorten Pinot Blanc (Weißburgunder), Chardonnay, Neuburger, Grüner Veltliner oder aus einem Verschnitt dieser Rebsorten bereitet worden sein. Weißer Leithaberg DAC darf ab 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer eingereicht werden.[23] Weißer Leithaberg DAC kommt erst nach einer Lagerung von einem Jahr auf den Markt.[24]

Eisenberg DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gaaser Weinberg mit für die Region typischen Kellerstöckeln in Eberau im Weinbaugebiet Eisenberg DAC

Die Herkunftsbezeichnung „Eisenberg DAC“ besteht für Reserveweine seit dem Jahrgang 2008 und für klassische Weine seit dem Jahrgang 2009. Eisenberg DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Eisenberg (politische Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf). Hier ist der Blaufränkische die Leitsorte. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Blaufränkisch hergestellt sein, deren Trauben ausschließlich im Weinbaugebiet Eisenberg geerntet wurden. Jeglicher Verschnitt mit einer anderen Rebsorte ist unzulässig.[25][26]

Weine: Eisenberg DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack sortentypisch, fruchtig, mineralisch-würzig, im Geruch typisches, erfrischendes Sortenbouquet, die Farbe ist ein gedecktes kräftiges Rot. Der Ausbau der Weine erfolgt mit keinem bis kaum merkbaren Holzton. Der Alkoholgehalt muss mindestens 12 % vol. betragen und der Gehalt an unvergorenem Zucker maximal 4 g/l. Die Weine dürfen nicht vor dem 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres an Verbraucher abgegeben werden.[25][26]

Weine: Eisenberg DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack sortentypisch, fruchtig, mineralisch-würzig, kräftig, mit Potential. Der Ausbau der Weine erfolgt in traditionellen großen Holzfässern oder in Barriques. Der Alkoholgehalt muss mindestens 13 % vol. betragen und der Gehalt an unvergorenem Zucker maximal 4 g/l. Die Weine dürfen nicht vor dem 1. März des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres an Verbraucher abgegeben werden.[25][26]

Neusiedlersee DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Neusiedler See vom Norden gesehen mit umgebender Kulturlandschaft

Die Herkunftsbezeichnung „Neusiedlersee DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2011. Neusiedlersee DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Neusiedlersee, wo der Zweigelt die Haupt- und Leitsorte ist. Die Weine müssen ausschließlich aus Trauben bereitet worden sein, die im Weinbaugebiet Neusiedlersee geerntet wurden. Der politische Bezirk Neusiedl am See mit Ausnahme der Gemeinden Winden und Jois bildet das Weinbaugebiet Neusiedlersee.[27][28]

Weine: Neusiedlersee DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie werden aus Zweigelt bereitet (ein bezeichnungsunschädlicher Verschnitt von 15 % ist zu tolerieren) und haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack sortentypisch, fruchtig und würzig, im Geruch müssen sie das typische Sortenbouquet aufweisen, die Farbe ist ein gedecktes kräftiges Rot. Der Ausbau der Weine erfolgt „klassisch“ in großen Holzfässern oder in Stahltanks. Der Alkoholgehalt muss mindestens 12 % vol. betragen und der Gehalt an unvergorenem Zucker maximal 4 g/l. Der Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer darf ab dem 1. Februar des auf die Ernte folgenden Jahres gestellt werden.[27][28]

Weine: Neusiedlersee DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neusiedlersee DAC Reserve-Weine sind vielschichtige, kräftige Zweigelt oder Zweigelt-dominierte Cuvées mit einem klaren Aromaspektrum von der Schwarzkirsche über Brombeere bis hin zu Holunderbeeren (die Weine müssen mindestens 60 % Zweigelt-Anteil aufweisen, der Verschnitt darf nur mit autochthonen Rebsorten als Cuvéepartner erfolgen). Weine dieser Kategorie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack sortentypisch, fruchtig, würzig und kräftig, im Geruch müssen sie das typische Sortenbouquet aufweisen, die Farbe ist ein gedecktes kräftiges Rot. Der Ausbau der Weine erfolgt in traditionellen großen Holzfässern oder in Barriques. Der Alkoholgehalt muss mindestens 13 % vol. betragen. Der Gehalt an unvergorenem Zucker darf maximal 4 g/l betragen. Der Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer kann ab dem 1. Februar des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres gestellt werden.[27][28]

Wiener Gemischter Satz DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ried Obere Schos am Nussberg mit Blick auf die Donau

Die Herkunftsbezeichnung „Wiener Gemischter Satz DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2013. Wiener Gemischter Satz DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Wien. Es handelt sich dabei immer um Weißweine. Die solcherart bezeichneten Weine müssen aus Wiener Weingärten stammen, die zumindest mit drei Rebsorten bepflanzt sein müssen, die gemeinsam gelesen und verarbeitet werden. Der größte Sortenanteil hat nicht höher als 50 % zu sein, der drittgrößte Sortenanteil hat zumindest 10 % zu umfassen. Die Weingärten müssen im Kataster des Wiener Rebflächenverzeichnisses als Wiener Gemischter Satz eingetragen sein. Wiener Gemischter Satz DAC kommt in zwei Kategorien auf den Markt: mit oder ohne Riedenbezeichnung.[29][30]

Weine: Wiener Gemischter Satz DAC ohne nähere Herkunftsbezeichnung als "Wien" (ohne Riedenbezeichnung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie weisen keinen stark wahrnehmbaren Holzton auf und haben der Geschmacksangabe „trocken“ zu entsprechen. Der Alkoholgehalt beträgt maximal 12,5 % vol. Der Verkauf erfolgt ab dem 1. Dezember des Erntejahres.[29][30]

Weine: Wiener Gemischter Satz DAC mit näherer Herkunftsbezeichnung als "Wien" (mit Großlagen-, Ortsteil- oder Riedenbezeichnung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 12,5 % vol. Der Wein muss nicht der Geschmacksangabe „trocken“ entsprechen. Der Verkauf erfolgt ab dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres.[29][30]

Rosalia DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Forchtenstein ist das markanteste Wahrzeichen im Rosaliengebirge, auf das sich der Terminus „Rosalia DAC“ bezieht

Die Herkunftsbezeichnung „Rosalia DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2017. Rosalia DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Rosalia (politischer Bezirk Mattersburg). Die Trauben für die solcherart bezeichneten Weine müssen ausschließlich aus Trauben bereitet worden sein, die im Weinbaugebiet Rosalia geerntet wurden. Der Wein kann unter einer den drei Kategorien „Rosalia DAC“, „Rosalia DAC Reserve“ und „Rosalia DAC Rosé“ in Verkehr gebracht werden.[31][32]

Weine: Rosalia DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Blaufränkisch oder Zweigelt bereitet worden sein. Sie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack finessenreich, fruchtig, würzig und aromatisch, im Geruch müssen sie vielschichtig sein und das regionstypische Bouquet aufweisen, der Farbton ist ein kräftiges dunkles Rot. Der Ausbau der Weine erfolgt in Holzfässern oder in Stahltanks. Der Alkoholgehalt muss mindestens 12 % vol. betragen und der Gehalt an unvergorenem Zucker maximal 4 g/l. Die Angabe einer Riedenbezeichnung ist nicht zulässig. Der Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer darf ab dem 1. Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres gestellt werden.[31][32]

Weine: Rosalia DAC Reserve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie müssen aus der Qualitätswein-Rebsorte Blaufränkisch oder Zweigelt bereitet worden sein. Sie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack finessenreich, fruchtig, würzig und aromatisch, im Geruch müssen sie vielschichtig sein und das regionstypische Bouquet aufweisen, der Farbton ist ein kräftiges dunkles Rot. Der Ausbau der Weine erfolgt in Holzfässern oder in Stahltanks. Der Alkoholgehalt muss mindestens 13 % vol. betragen und der Gehalt an unvergorenem Zucker darf 4 g/l. Bei Weinen dieser Kategorie ist die Angabe einer Riedenbezeichnung zulässig.[31][32]

Weine: Rosalia DAC Rosé[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie müssen aus einer oder mehreren roten Qualitätswein-Rebsorten bereitet worden sein, wobei die Angabe einer Rebsorte am Etikett unzulässig ist. Sie haben folgende Gebietscharakteristik aufzuweisen: im Geschmack frisch, fruchtig und würzig, im Geruch müssen sie über ein Bouquet nach roten Beeren verfügen. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat der Bezeichnung „trocken“ zu entsprechen. Hinsichtlich des Alkoholgehalts gibt es keine Unter- oder Obergrenzen. Der Ausbau der Weine erfolgt in Holzfässern oder in Stahltanks. Die Angabe einer Riedenbezeichnung ist zulässig.[31][32]

Vulkanland Steiermark DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinrieden bei Klöch im Steirischen Vulkanland

Die Herkunftsbezeichnung „Vulkanland Steiermark DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2018 mit den Stufen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein. Vulkanland Steiermark DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark. Der Vielfalt des Gebiets entsprechend dürfen folgende Rebsorten verwendet werden: Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Verschnitte daraus. Auf Gebietsweinebene bleibt das breite Sortenspektrum erhalten, wobei auf der Orts- und Riedenebene der Fokus auf lokal vorherrschenden Leitsorten liegt.[33] Das Weinbaugebiet für Vulkanland Steiermark DAC entspricht den politischen Bezirken Südoststeiermark, Hartberg/Fürstenfeld, Weiz, sowie den Gemeinden des Bezirkes Leibnitz links der Mur.[34][35]

Weine: Vulkanland Steiermark DAC (Gebietsweine)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie dürfen nur aus handgelesenen Trauben der Sorten Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Verschnitten daraus bereitet worden sein. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Die Weine dürfen nicht vor dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden; ausgenommen davon sind Weine der Rebsorte Welschriesling.[34][35]

Weine: Vulkanland Steiermark DAC mit Ortsangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weine haben aus den ortsübergreifenden Weinbaugemeinden Klöch, Straden, St. Peter, Tieschen, St. Anna, Kapfenstein, Riegersburg oder Oststeiermark zu stammen. Die Weine müssen ausschließlich aus handgelesenen Trauben bereitet worden sein. Sauvignon Blanc und Weißburgunder sind die Leitsorten für die Oststeiermark, für Riegersburg, Kapfenstein, St. Anna und St. Peter. In Tieschen sind Sauvignon Blancs und Burgundercuvées als Ortsweine zugelassen. Leitsorten für Klöch sind Sauvignon Blanc und Traminer. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Klöcher Traminer darf auch der Bezeichnung „halbtrocken“ entsprechen. „Vulkanland Steiermark DAC“ mit der Ortsangabe Klöch und aus der Rebsorte Traminer darf auch als Prädikatswein in Verkehr gesetzt werden; in diesem Fall besteht keine Grenze für den Gehalt an unvergorenem Zucker. Der frühestmögliche Verkaufstermin ist der 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres.[34][35]

Weine: Vulkanland Steiermark DAC mit Riedenbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie dürfen nur aus handgelesenen Trauben der Sorten Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Verschnitten daraus bereitet worden sein. Der Wein hat aus einer im Weinbaukataster eingetragenen Ried (mit Angabe der dazugehörigen Flächenbasis für die jeweilige Rebsorte) zu stammen. Ein Verschnitt von höchstens 15 % mit Vulkanland Steiermark DAC aus angrenzenden Gemeinden ist zulässig. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling, Gelber Muskateller und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Der frühestmögliche Verkaufstermin ist der 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres.[34][35]

Südsteiermark DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinlandschaft mit Klapotetz im Sausal in der Südsteiermark

Die Herkunftsbezeichnung „Vulkanland Steiermark DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2018. Südsteiermark DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine mit Herkunftsprofil aus dem Weinbaugebiet Südsteiermark. Der Vielfalt des Gebiets entsprechend dürfen folgende Rebsorten verwendet werden: Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées daraus. Auf Gebietsweinebene bleibt das breite Sortenspektrum erhalten, wobei auf der Orts- und Riedenebene der Fokus auf lokal vorherrschenden Leitsorten liegt.[33] Das Weinbaugebiet für Südsteiermark DAC entspricht dem politischen Bezirk Leibnitz ohne die Gemeindegebiete links der Mur.[36][37]

Weine: Südsteiermark DAC (Gebietsweine)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie müssen ausschließlich aus handgelesenen Trauben bereitet worden sein, die im Weinbaugebiet Südsteiermark geerntet wurden. Es dürfen nur folgende Rebsorten verwendet werden: Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Verschnitte daraus. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Die Weine dürfen nicht vor dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden; ausgenommen davon sind Weine der Rebsorte Welschriesling.[36][37]

Weine: Südsteiermark DAC mit Ortsangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weine haben aus den ortsübergreifenden Weinbaugemeinden Kitzeck-Sausal, Eichberg, Leutschach, Gamlitz oder Ehrenhausen zu stammen. Die Weine müssen ausschließlich aus handgelesenen Trauben bereitet worden sein. Leitsorten für die Orte Eichberg, Leutschach und Gamlitz sind jeweils Sauvignon Blanc und Gelber Muskateller. Kitzeck-Sausal setzt auf Sauvignon Blanc und Riesling. Für Ehrenhausen sind Sauvignon Blanc und Morillon die Leitsorten. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Der frühestmögliche Verkaufstermin ist der 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres.[36][37]

Weine: Südsteiermark DAC mit Riedenbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie dürfen nur aus handgelesenen Trauben der Sorten Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Verschnitten daraus bereitet worden sein. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling, Gelber Muskateller und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Der frühestmögliche Verkaufstermin ist der 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres.[36][37]

Weststeiermark DAC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinrieden bei Greisdorf in der Weststeiermark

Die Herkunftsbezeichnung „Weststeiermark DAC“ besteht seit dem Weinjahrgang 2018. Weststeiermark DAC ist die Bezeichnung für herkunftstypische Qualitätsweine mit Herkunftsprofil aus dem Weinbaugebiet Weststeiermark. Der Vielfalt des Gebiets entsprechend dürfen folgende Rebsorten verwendet werden: Blauer Wildbacher (als Schilcher), Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées daraus. Auf Gebietsweinebene bleibt das breite Sortenspektrum erhalten, wobei auf der Orts- und Riedenebene der Fokus auf lokal vorherrschenden Leitsorten liegt.[33] Das Weinbaugebiet für Weststeiermark DAC entspricht den politischen Bezirken Deutschlandsberg, Voitsberg, Graz und Graz-Umgebung.[38][39]

Weine: Weststeiermark DAC (Gebietsweine)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie müssen ausschließlich aus handgelesenen Trauben bereitet worden sein, die im Weinbaugebiet Weststeiermark geerntet wurden. Es dürfen nur folgende Rebsorten verwendet werden: Blauer Wildbacher (als Schilcher), Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées daraus. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Bei Weststeiermark DAC der Kategorie Gebietswein mit der traditionellen Bezeichnung „Schilcher“ ist dieser als „Schilcher Klassik“ anzugeben. Die Weine dürfen nicht vor dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden; ausgenommen davon sind als Schilcher ausgebauter Blauer Wildbacher und Weine der Rebsorte Welschriesling.[38][39]

Weine: Weststeiermark DAC mit Ortsangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weine haben aus den ortsübergreifenden Weinbaugemeinden Ligist, Stainz, Deutschlandsberg oder Eibiswald zu stammen. Die dort vorherrschenden Leitsorten sind Blauer Wildbacher (als Schilcher) und Sauvignon Blanc. Die Weine müssen ausschließlich aus handgelesenen Trauben bereitet worden sein. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Der frühestmögliche Verkaufstermin ist, außer bei Schilcher, der 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres.[38][39]

Weine: Weststeiermark DAC mit Riedenbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weine dieser Kategorie dürfen nur aus handgelesenen Trauben der Sorten Blauer Wildbacher (als Schilcher), Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées daraus bereitet worden sein. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat höchstens 4 g/l zu betragen; Riesling, Gelber Muskateller und Traminer müssen der Bezeichnung „trocken“ entsprechen. Der frühestmögliche Verkaufstermin ist, außer bei Schilcher, der 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres.[38][39]

Weinbaugebiete ohne DAC-Regelungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keine DAC-Regelungen bestehen derzeit für die Weinbaugebiete Carnuntum, Thermenregion, Wachau und Wagram sowie für die Freistadt Rust. Auch für die Weinbaugebiete in der Weinbauregion Bergland (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) bestehen keine DAC-Regelungen (Stand 2019).[40]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Brockhaus Wein. Rebsorten, Degustation, Weinbau, Kellertechnik, internationale Anbaugebiete. Hrsg. von der Lexikonredaktion des Verlags F.A. Brockhaus, Mannheim/ Leipzig 2005, ISBN 3-7653-0281-3, S. 143f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Brockhaus Wein. Rebsorten, Degustation, Weinbau, Kellertechnik, internationale Anbaugebiete. Hrsg. von der Lexikonredaktion des Verlags F.A. Brockhaus, Mannheim/ Leipzig 2005, ISBN 3-7653-0281-3, S. 143.
  2. a b c DAC – Districtus Austriae Controllatus auf oesterreichwein.at
  3. Romanisches System auf oesterreichwein.at
  4. Der Brockhaus Wein. Rebsorten, Degustation, Weinbau, Kellertechnik, internationale Anbaugebiete. Hrsg. von der Lexikonredaktion des Verlags F.A. Brockhaus, Mannheim/ Leipzig 2005, ISBN 3-7653-0281-3, S. 143f.
  5. Klaus Egle: Der österreichische Wein. Das große Handbuch. Pichler Verlag, Wien/ Graz/ Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-85431-403-5, S. 49.
  6. Vinaria Weinguide 2018/19, Edition LW Media, Krems 2018, ISBN 978-3-9504163-8-1, S. 568.
  7. Strategie des Herkunftsmarketings auf oesterreichwein.at
  8. DAC-Gebiete auf oesterreichwein.at
  9. DAC-Wein: Was ist das? auf oesterreichwein.at
  10. a b c Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Weinviertel"
  11. Weinviertel DAC auf www.weinviertel dac
  12. Weinviertel Die Kriterien für Weinviertel DAC Reserve auf www.weinvierteldac.at
  13. a b c d Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Mittelburgenland"
  14. Mittelburgenland DAC auf blaufraenkischland.at
  15. a b c d e Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Traisental"
  16. a b c d e Traisental DAC auf oesterreichwein.at
  17. a b c d e Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Kremstal"
  18. a b c d e Kremstal DAC auf oesterreichwein.at
  19. a b c d e Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Kamptal"
  20. a b c d e Kamptal DAC auf oesterreichwein.at
  21. a b Leithaberg DAC auf oesterreichwein.at
  22. Johann Werfring: Vinophiles Beben in Transleithanien. In: Wiener Zeitung. 21. August 2015, Beilage „Wiener Journal“, S. 22f.
  23. a b c Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Leithaberg"
  24. Tiefgang auf leithaberg.at
  25. a b c Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Eisenberg"
  26. a b c Eisenberg DAC auf oesterreichwein.at
  27. a b c Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Neusiedlersee"
  28. a b c Neusiedlersee DAC auf oesterreichwein.at
  29. a b c Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Wiener Gemischter Satz"
  30. a b c Wiener Gemischter Satz DAC auf oesterreichwein.at
  31. a b c d Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Rosalia"
  32. a b c d Rosalia DAC auf oesterreichwein.at
  33. a b c Weinbaugebiete – Steiermark auf oesterreichwein.at
  34. a b c d Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Vulkanland Steiermark"
  35. a b c d Vulkanland Steiermark DAC auf oesterreichwein.at
  36. a b c d Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Südsteiermark"
  37. a b c d Südsteiermark DAC auf oesterreichwein.at
  38. a b c d Rechtsinformationssystem des Bundes – DAC Verordnung "Weststeiermark"
  39. a b c d Weststeiermark DAC auf oesterreichwein.at
  40. Infos zu DAC auf oesterreichwein.at