Douglas DC-5

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Douglas DC-5
Douglas DC-5
Typ: Transportflugzeug
Entwurfsland: Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: Douglas Aircraft Company
Erstflug: 20. Februar 1939
Indienststellung: 1940
Produktionszeit: 1939 bis 1941
Stückzahl: 12
Douglas DC-5
Douglas R3D-2 beim Einsatz mit US-Marines (1942)

Die Douglas DC-5 ist das am wenigsten bekannte Flugzeug aus der DC-Reihe der Douglas Aircraft Company. Sie war ein Kurzstreckenflugzeug, ausgelegt für 16 bis 22 Passagiere, und hob am 20. Februar 1939 zum Jungfernflug ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedacht war das Flugzeug als Ergänzung der DC-3 und DC-4 auf sehr kurzen Strecken und nicht als Ersatz für die DC-3, wie oft behauptet wurde. Dieser Schulterdecker erregte die Aufmerksamkeit der Fluggesellschaften, und so gingen vor Kriegsausbruch Bestellungen von KLM, der britischen Imperial Airways, der Pennsylvania-Central Airlines und der kolumbianischen SCADTA ein. Auch William Edward Boeing bestellte eine DC-5 als Privatflugzeug, da sein eigenes Unternehmen kein vergleichbares Produkt liefern konnte.

Der Zweite Weltkrieg beendete die Karriere der DC-5 jedoch vorzeitig, und die Fluggesellschaften zogen ihre Bestellungen nach und nach zurück. So wurden nur ein Prototyp, vier DC-5 für die KLM und sieben als R3D bezeichnete Maschinen für die US Navy und das US Marine Corps gebaut. Die niederländischen DC-5 wurden bei der Evakuierung Javas eingesetzt. Eine DC-5 der KLM wurde von den Japanern erbeutet, eine zweite ging durch einen Landeunfall verloren.[1] Die zwei anderen DC-5 der KLM wurden von den United States Army Air Forces übernommen und dort als C-110 bezeichnet. Die letzte C-110 wurde verkauft und tauchte 1948 in Israel auf, wo sie bis zu ihrer Verschrottung 1955 bei den israelischen Luftstreitkräften eingesetzt wurde.

Die DC-5 ging als das „richtige Flugzeug zur falschen Zeit“ in die Geschichte der Douglas Aircraft Company ein. Wäre das Flugzeug mit einer Druckkabine ausgestattet worden, so sagt man, hätte es ein Konkurrenzprodukt zur Convair CV-240 darstellen können. Außerdem wird spekuliert, dass Boeing aus der DC-5 Kenntnisse gewann, die später an Fokker verkauft wurden. Diese Kenntnisse sollen Grundlage für die spätere Fokker F-27 gewesen sein.

Heutzutage existiert keine einzige Douglas DC-5 mehr. Damit ist die DC-5 (nach der Douglas DC-1, von der nur ein Exemplar gebaut wurde) der zweite Flugzeugtyp aus der DC-Reihe, der der Nachwelt nicht erhalten geblieben ist.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine R3D-2 des USMC 1941 beim Absetzen von Fallschirmjägern
DC-5
ziviles Passagierflugzeug, 5 gebaut
R3D-1
militärisches Transportflugzeug für die United States Navy mit 16 Sitzplätzen, 3 gebaut
R3D-2
militärisches Transportflugzeug für das United States Marine Corps mit 22 Sitzplätzen für Fallschirmjäger, 4 gebaut
R3D-3
Bezeichnung für den von der U.S. Navy übernommenen DC-5-Prototyp, der zuvor als persönliches Flugzeug von Willam E. Boeing diente
C-110
Bezeichnung für drei von der USAAF übernommene DC-5

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab fünf Totalverluste.[2]

Eine Maschine ging bei einem Landeunfall zu Bruch, eine weitere wurde bei einem japanischen Luftangriff zerstört.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Spannweite 23,77 m
Länge 18,96 m
Höhe 6,04 m
Flügelfläche 76,55 m2
Maximale Startmasse 9.072 kg
Höchstgeschwindigkeit 325 km/h
Maximale Reichweite 2.575 km
Antrieb 2 Kolbenmotoren Wright GR-1820-F62 mit 900 PS Leistung

Literaturhinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mike Hardy: Douglas Uncommercial. In: Aeroplane Monthly. 24, April 1996, ISSN 0143-7240.
  • Arthur Pearcy: Douglas Propliners DC-1 – DC-7. Airlife, Shrewsbury 1995, ISBN 1-85310-261-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Douglas DC-5 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Boeing, Historical Snapshot, Douglas DC-5
  2. Unfallstatistik DC-5, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 28. Januar 2016.