Emden Hauptbahnhof

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Emden Hauptbahnhof
Hauptbahnhof emden.jpg
Blick auf den Emder Hauptbahnhof
Daten
Bahnsteiggleise

5

Abkürzung

HE

IBNR 8001768
Kategorie

3

Eröffnung

1971

Profil auf Bahnhof.de Emden_Hbf
Lage
Ort/Ortsteil

Emden

Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 22′ 8″ N, 7° 11′ 44″ OKoordinaten: 53° 22′ 8″ N, 7° 11′ 44″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Niedersachsen
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Der Emder Hauptbahnhof liegt im nördlichen Teil der Emslandstrecke Norddeich MoleEmdenMünster(–Ruhrgebiet). In Emden zweigt die seit 2006 elektrifizierte Stichstrecke zum Bahnhof Emden Außenhafen, dem zweiten Personenbahnhof der ostfriesischen Seehafenstadt ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau der Eisenbahnstrecke nach Emden begann im Jahre 1852. Der erste Emder Hauptbahnhof entstand 1854 als Hannöverscher Bahnhof nach Plänen des Architekten Conrad Wilhelm Hase[3] etwa zwei Kilometer weiter östlich des heutigen Standortes, nördlich des Neuer Delft. Die Entwürfe für die Nebengebäude fertigte Albert Bolenius. Unter der Preußischen Staatsbahn wurde die Anlage als Emden Süd zum Hauptbahnhof. Am Standort des jetzigen Hauptbahnhof lag ursprünglich die Haltestelle Larrelter Straße, ab 1935 Emden West, im Behördenviertel. Direkt daneben befand sich der Emder Bahnhof der meterspurigen Kreisbahn Emden–Pewsum–Greetsiel.

Während des Zweiten Weltkrieges war die wichtige Industrie- und Hafenstadt Emden Ziel schwerer Luftangriffe. Mehrere Treffer beschädigten dabei auch die Emder Bahnhöfe schwer. Nach Kriegsende ließ die Bahn die Schäden an den vorhandenen Anlagen notdürftig beseitigen und am damaligen Hauptbahnhof ein behelfsmäßiges Gebäude errichten. Am 25. September 1971 legte sie schließlich den Bahnhof Emden Süd still und ließ das Behelfsgebäude noch im selben Jahr abreißen. Lediglich ein Notbahnsteig blieb zunächst erhalten.[4] Der Bahnhof diente in der Folgezeit als Rangierbahnhof. Die letzten Gebäude und Gleise des früheren Hauptbahnhofes wurden 2006 abgerissen, um das Gelände für eine Wohnbebauung vorzubereiten.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dampflok der Baureihe 44 mit Ölfeuerung am Bahnhofsvorplatz

Im Jahre 1971 begann der Ausbau von Emden West zum neuen Hauptbahnhof. Dort entstand ein völlig neues Gebäude, das am 24. Mai 1973 in Betrieb genommen wurde.[5] Der Bahnhof verfügt über den Hausbahnsteig mit Gleis 2 und zwei langen Mittelbahnsteigen mit jeweils zwei Gleisen, beide Bahnsteige haben eine Überdachung, die an Gleis 5 und 6 ist allerdings doppelt so lang wie die an Gleis 3 und 4. Wegen der Untergrundverhältnisse in Emden (Marschboden) werden die einzelnen Gleise über eine Überführung erreicht. Aufgrund des weichen Marschbodens sind Unterführungen relativ kostenintensiv und schwierig. Der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz wurden mit dem Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) in den Jahren 2005/2006 umgestaltet. Der Zugang zum Bahnhof besteht lediglich vom Stadtteil Behördenviertel aus, nicht jedoch vom westlich gelegenen Constantia. Neben den Bahnsteiggleisen finden sich noch zahlreiche Abstellgleise.

Der Güterverkehr wird hauptsächlich im ca. 1500 Meter vom Personenbahnhof entfernten Bahnhofsteil Emden Rangierbahnhof abgewickelt.

Zugangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Täglich fahren Intercitys in Richtung Köln, Konstanz und Leipzig. Regionalzugverbindungen bestehen nach Münster, Norddeich Mole und Hannover. Einzelne Intercitys verkehren nach Berlin und Koblenz. Züge von/nach Bahnhof Emden Außenhafen fahren regelmäßig und sind an die Fähren und Katamarane der Fa. AG Ems nach Borkum (Nordsee) abgestimmt.

Linie Linienverlauf Takt (min)
IC 35 Norddeich Mole – Norddeich – Norden – Emden – Leer – Papenburg – Meppen – Lingen – Rheine – Münster – Recklinghausen – Wanne-Eickel – Gelsenkirchen – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – (Bonn – Andernach – Remagen – Koblenz -) 120
IC 56 Norddeich Mole - Norddeich - Norden -EmdenLeer - OldenburgBremenHannoverBraunschweigMagdeburgHalle (Saale)Leipzig 120
RE 1 Norddeich Mole – EmdenLeer – Oldenburg – Bremen – VerdenNienburg – Neustadt am Rübenberge – Hannover 120
RE 15 (Emden-Außenhafen –) EmdenLeer - Lingen - Rheine – Münster - 060

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Bahnhof von Emden braucht sich nicht hinter den Bahnhöfen von Stuttgart und Leipzig zu verstecken. Nett wäre es, wenn er es trotzdem täte“ (Max Goldt)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Wenz: Bahnwärterhäuser an der Hannoverschen Westbahn - C.W. Hase und die Bauabteilung der Hannöverschen Eisenbahn. Zeitschriftenartikel aus: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen Jg. 20 2000, Nr.1, Abb., Lit., S. 22–26
  2. Michael Schenk: Die Emslandstrecke: Die Eisenbahn zwischen Münster und der Nordsee. Erfurt 2010. ISBN 3866806345. S. 88
  3. Ernst Siebert; Walter Deeters; Bernard Schröer: Geschichte der Stadt Emden von 1750 bis zur Gegenwart (Band VII der Reihe „Ostfriesland im Schutze des Deiches“, herausgegeben von der Deichacht Krummhörn, Pewsum). Verlag Rautenberg, Leer 1980, ohne ISBN, S. 345