Stadler Flirt

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Stadler FLIRT
RABe 523 der Stadtbahn Zug
RABe 523 der Stadtbahn Zug
Nummerierung: CH: RABe 521, 522, 523, 524, 526, 527, 528
UIC-D: 0426.1, 0427, 0428, 0429, 1429, 2429, 3429, 1430
DB: 429, 1428
NSB: Typ 74, 75, 76
PKP: Baureihe EN75
KM: Baureihe ER75

IT: Baureihe ETR 170 SAD/TT/TI, ETR 330 FG, ETR 340 ST, ETR 350 TPER

Anzahl: 1694 verkauft, Dez. 2018[1]
Hersteller: Stadler Rail
Baujahr(e): seit 2004
Ausmusterung: vereinzelt 2010
Achsformel: je nach Ausführung
Spurweite: 1435 mm
1520 mm
1668 mm[2]
Länge: je nach Ausführung
Höhe: 4185 mm
4120 mm (Flirt 3)[3]
Breite: 2820 – 2880 mm
3200 mm (NSB)
3480 mm (Flirt G)
Radsatzfahrmasse: bis zu 20,0 t (Triebdrehgestelle)[4]
Höchstgeschwindigkeit: 120 bis 200 km/h je nach Ausführung
Stundenleistung: 1300–5200 kW je nach Ausführung
Dauerleistung: 1000–4000 kW je nach Ausführung
Anfahrzugkraft: 200 kN
175 kN (Flirt 3)[3]
240 kN (NSB)
300 kN (Flirt G)
400 kN (SOB VAE)
Stromsystem: 25 kV, 50 Hz
15 kV, 16,7 Hz
3 kV =
1,5 kV =
unterschiedliche Kombinationen und abweichende Werte möglich
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: je nach Ausführung
Sitzplätze: je nach Ausführung
Fußbodenhöhe: 1120 mm
Klassen: 1,2

Die Stadler Flirt (Eigenschreibweise FLIRT für «flinker leichter (früher als innovativer jetzt als Intercity- und) Regional-Triebzug»[5]) sind vom schweizerischen Eisenbahnhersteller Stadler Rail für den Regional- und S-Bahn-Verkehr konstruierte und hergestellte elektrische Niederflurtriebzüge. Seit der dritten Generation werden die Einheiten auch mit dieselelektrischem und Zweikraftantrieb angeboten. Inzwischen erfolgt der Einsatz nicht nur im Regionalverkehr.

Die Grundvariante des Flirt wurde aus dem GTW für die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) entwickelt und trägt die Baureihenbezeichnung RABe 523. Neben den weiteren SBB-Varianten RABe 521, RABe 522 und RABe 524 wurden die Triebzüge vielfach in andere Länder und an diverse Bahnunternehmen verkauft, auch in der Variante RABe 526/527/528.

Die Fahrzeuge weisen geringe Massen sowie hohe Beschleunigungen und Bremsverzögerungen auf. Für Schweizer Verhältnisse ist die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h im Nahverkehrsbereich sehr hoch. Züge bis zu dieser Höchstgeschwindigkeit werden in Deutschland ohne Ausrüstung für Linienzugbeeinflussung zugelassen.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundtyp des Flirt ist die im Auftrag der SBB für die Stadtbahn Zug entwickelte vierteilige Baureihe RABe 523. Die Schwesterbaureihen 521, 522 und 524 unterscheiden sich prinzipiell nur hinsichtlich Traktions­ausrüstung und Zugbeeinflussungssystemen für die Nachbarländer.

Die Antriebsausrüstung des GTW befindet sich im rot markierten Antriebsmodul. Der Steuerwagen rechts hat kein Jakobs-Drehgestell, sondern ist auf den Mittelwagen aufgesattelt.

Der Flirt sieht den neueren Ausführungen des Gelenktriebwagens GTW nicht nur zum Verwechseln ähnlich, auch die Traktionsausrüstung, die Führerstände und die Leittechnik wurden von der aktuellen elektrischen GTW-Baureihe übernommen. Die Fahrmotoren haben gegenüber dem GTW mehr Leistung und Drehmoment.[6] Der Hauptantrieb besteht aus einem IGBT-Pulswechselrichter mit 750 Volt Zwischenkreisspannung. Als spezielle Eigenschaft sind die Hilfsbetriebe im Hauptumrichter integriert. Die Umrichteranlage stammt von ABB und wird am Standort Turgi gefertigt.

Die Antriebsausrüstung des Flirt ist in den beiden Endwagen direkt hinter dem Führerstand über dem rot markierten Triebdrehgestell eingebaut. Der Mittelwagen ist mit Jakobs-Drehgestellen mit den Endwagen verbunden.
Der Stromabnehmer befindet sich auf dem Dach eines Mittelwagens. Stromabnehmer mit Gleichstrom-Wippe eines SBB RABe 524

Zahlreicher sind die Unterschiede zwischen Flirt und GTW: die redundante Antriebsausrüstung (Transformator, Antriebsstromrichter etc.) befindet sich in den Endwagen, direkt hinter dem Führerstand über dem Triebdrehgestell. Daher kann ein Flirt auch beim Ausfall eines Antriebteils aus eigener Kraft weiterfahren. Der Stromabnehmer (ab fünfteiligen und Mehrsystemeinheiten zwei Stück) ist auf dem Dach eines der Mittelwagen angebracht und versorgt beide Antriebseinheiten. Der Transformator befindet sich auf dem Dach über dem Führerstand. Die Wagen sind untereinander durch Jakobs-Drehgestelle verbunden. Es ist möglich, eine Einheit vom vordersten bis zum hintersten Wagen ohne eine Stufe zu durchqueren.[6] Der Flirt wird mit bis zu sechs Mittelwagen (achtteilig) angeboten. Die dieselelektrischen und Zweikrafttriebwagen sind maximal vierteilig erhältlich. Dazu kommt ein Antriebsmodul ähnlich dem der GTW. Dieses Antriebsmodul stützt sich, anders als beim GTW, auf zwei Jakobs-Drehgestellen ab. Im Gegensatz zu den GTW sind die Flirt-Wagenkästen in Aluminium-Leichtbauweise gebaut. Der Niederfluranteil beträgt circa 90 Prozent des Fahrgastraums. Weil unter dem Fahrzeug keine Antriebskomponenten untergebracht sind und der Wagenboden stufen- und podestfrei verläuft, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die Innenraumgestaltung.[6] Eine spezielle Version sind die an Abellio Rail gelieferten zweiteiligen Flirt mit nur einem Triebdrehgestell.

Die Dauerleistung am Rad beträgt normalerweise 500 kW je angetriebener Achse. Bei den Zweispannungszügen von TILO, die in der Schweiz mit 15 kV bei 16,7 Hz und in Italien mit 3 kV Gleichspannung verkehren, war eine neu entwickelte Gleichstromeinspeisung notwendig. Bei den Zweifrequenzfahrzeugen für 15 kV bei 16,7 Hz und 25 kV bei 50 Hz war es einfacher. Im Prinzip ist nur ein zusätzlicher Spannungsabgriff am Transformator notwendig. Die Transformatoren der Flirt-1-Züge für 15 kV wurden von vornherein darauf vorbereitet. Für die mit 3 kV elektrifizierten Streckennetze in Italien und Polen musste hingegen eine komplett neue Gleichstromausrüstung entwickelt werden. Dabei wurde die hohe Leistung der Wechselspannungseinheiten beibehalten. Die hohe Antriebsleistung dürfte ein wesentlicher Faktor für den Verkaufserfolg des Flirt sein. Der sehr ähnlich konzipierte, aber schwächer motorisierte Elf des polnischen Konkurrenten Pesa ist auf dem Markt bedeutend weniger erfolgreich.[6]

Technische Veränderungen beim Flirt 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stirnfront eines Flirt 3 der Nord­WestBahn in Ol­den­burg Hbf (nicht ak­tuelle La­ckie­rung, der­zeit an die ODEG aus­ge­lie­hen)

Mit den 2013 erstmals ausgelieferten Flirt 3 setzte Stadler eine Reihe von technischen Weiterentwicklungen zu den ursprünglichen Versionen des Flirt um. Auffallendste Änderung ist die neugestaltete Front, die auf das Inkrafttreten der Crashnorm DIN EN 15227 zurückzuführen ist: Unter der geklebten Front befinden sich nun Deformationselemente, die dem Triebfahrzeugführer bei Kollisionen einen Überlebensraum garantieren sollen. An den Seiten befindet sich ein Aufkletterschutz, auch die Mittelpufferkupplung wurde hinsichtlich Energieaufnahme bei Kollisionen optimiert. Die Führerstände der Flirt 3 verfügen über separate Einstiegstüren, bei den Vorgängern waren sie nur durch den Fahrgastraum erreichbar.[7]

Gegenüber der ersten Generation wurden die Triebdrehgestelle verändert: Der Raddurchmesser wurde vergrößert, der Achsstand dagegen reduziert. Die Triebdrehgestelle sind damit baugleich mit denen der Stadler Kiss. Optimierungen im Brandschutz erlauben nun das Befahren von Tunneln mit einer Länge von bis zu fünf Kilometern. Optional kann eine Sprinkleranlage eingebaut werden, mit der die Flirt 3 Tunnel mit Längen von bis zu 20 Kilometern befahren dürfen. Die Elektronik wurde ebenfalls aktualisiert, dabei wurde die Ansteuerung der Bremsen überarbeitet und ein Energiesparmodus implementiert, der bei der Abstellung des Fahrzeugs eingeschaltet werden kann.[8]

Technische Veränderungen beim Flirt 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt 4 der BLS in Erlen

Im September 2020 präsentierten Stadler und BLS zusammen den Roll-out des neuen Flirt 4. Die Züge sollen ab 2021 schrittweise bei der BLS in Betrieb gehen und werden von Stadler entwickelte ETCS-Fahrzeuggeräte vom Typ Guardia nutzen. Bei den als RABe 528 bezeichneten sechsteiligen Einheiten befinden sich alle Komponenten des Antriebsstrangs, die Klimaanlagen und Druckluftsysteme auf dem Dach, wo die Module über Wartungsklappen zugänglich sind. Die Trockentransformatoren ohne Ölfüllung weisen geringere innere Verluste auf. Durch Dachstromrichter wurde Raum hinter dem Führerraum zu Gunsten eines höheren Sitzplatzangebots gewonnen. Die Jakobs-Drehgestelle der beiden Endwagen wurden neu entwickelt und können angetrieben sein. Konstruktive Maßnahmen an den Drehgestellen reduzieren den Verschleiß. Anstelle konventioneller Achslenkerlager aus Gummi sind diese nun hydraulisch ausgeführt. Die Verbesserung der radialen Einstellung der Radsätze dient der Reduzierung von Verschleiß der Spurkranz- und Laufflächen. Die Gewährung eines stufenfreien Wagenübergangs über den Jakobs-Motordrehgestellen wurde als konstruktive Herausforderung beschrieben. Die Fahrzeuge werden mit automatischen Kupplungen der Bauart Schwab gekuppelt.[9]

Verkäufe und Herstellung international[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem ersten Zuschlag durch die SBB wurden weitere Fahrzeuge zunächst nach Ungarn, an Schweizer Privatbahnen, nach Deutschland, Algerien, Polen, Italien, und Norwegen verkauft. Zudem wurden nach Estland, Finnland, Weißrussland und Portugal Flirt in Breitspurausführung geliefert. Bis Anfang 2013 wurden 788 Einheiten verkauft.[10] Im August 2015 waren es 1120 verkaufte Triebzüge[11] und im Oktober 2020 mehr als 1900, die in 21 Länder geliefert wurden.[2] 2015 erhielt Stadler Rail jeweils den ersten Auftrag für Flirt-Züge aus den Niederlanden und den Vereinigten Staaten (USA). 2016 folge der erste Auftrag aus Großbritannien.

Die Fahrzeuge werden hauptsächlich an den Standorten Bussnang (Schweiz), Berlin-Wilhelmsruh (Pankow) und Szolnok (Ungarn) gefertigt, die Endmontage findet bei manchen Aufträgen im Land der Auftragsvergabe statt.

Abgeleitete Bauarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Meterspur-Flirt“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Meterspur-Flirt“ der Aare Seeland mobil (ASm). Weil bei Meterspur­fahrzeugen keine niederflurigen Wagenübergänge möglich sind, musste auf Jakobs-Drehgestelle verzichtet werden.

Vom Flirt abgeleitet wurde unter dem Begriff „Meterspur-Flirt“ das Konzept der im Jahr 2009 bestellten meterspurigen Be 4/8 der Aare Seeland mobil (ASm), die auch als „Star“ (Schmalspur-Triebzug für attraktiven Regionalverkehr) bezeichnet werden,[12] und die 2007 bestellten ABe 4/8 „Diamant“ (Dynamischer, innovativer, attraktiver, moderner, agiler Nahverkehrstriebzug) der BDWM Transport.[13][14] Die Triebzüge bestehen aus zwei niederflurigen Endteilen mit Traktionsausrüstung und je einem Triebdrehgestell, die auf den nicht angetriebenen Mittelwagen aufgesattelt sind. Die stark redundante elektrische und pneumatische Ausrüstung befindet sich wie beim Flirt auf dem Dach und direkt hinter dem Führerstand über dem Triebdrehgestell. Auf Jakobs-Drehgestelle wie bei den Flirt wurde verzichtet, weil damit bei Meterspurfahrzeugen keine niederflurigen Wagenübergänge erreichbar sind.[15] Anders als beim Flirt wurden wegen der kleinen Stückzahl Teile des Wagenkastens verschraubt.[12] Ähnlich wie Star und Diamant weisen auch die Westschweizer Meterspurzüge konzeptionelle Gemeinsamkeiten mit dem Flirt auf.[15]

Wink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der GTW-Nachfolger Wink wurde ursprünglich als „Flirtino“ bezeichnet.[16]

Flirt Akku[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2018 stellte Stadler den Prototyp eines Akkutriebwagens auf Basis des Flirt vor. Der dreiteilige Triebzug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.[17] Er kann sowohl im Fahrleitungsbetrieb als auch auf nichtelektrifizierten Strecken verkehren. Geladen werden die Batterien auf elektrifizierten Teilstrecken aus der Fahrleitung oder im Stand über Ladestationen. Die Reichweite im Batteriebetrieb liegt ursprünglich bei bis zu 150 km.[18] Im Jahr 2021 korrigierte Stadler nach Testfahrten unter diversen Bedingungen die Reichweite auf 185 km.[19] 2019 orderte das Land Schleswig-Holstein als erster Kunde 55 zweiteilige Einheiten dieser Bauart.[18] Im Oktober 2019 wurde der entsprechende Liefervertrag unterzeichnet.[20] Zwischen Ende 2022 und Mitte 2024 sollen nach neuem Stand die Züge auf Schleswig-Holsteins Strecken sukzessive in Betrieb genommen werden.[21]

ÖBB-Tunnelrettungsfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bestellten Ende 2020 bei Stadler bis zu 20 dreiteilige Lösch- und Rettungstriebzüge, die mechanisch auf den Flirt-Triebzügen basieren. Sie bestehen aus zwei Endtriebwagen, zwischen denen ein begehbarer Wasserwagen mit 45 m³ Wasservorrat eingereiht ist. Insgesamt stehen pro Einheit 300 Sitz- und Stehplätze zur Verfügung. Die Einheiten sind für eine Geschwindigkeit von 160 km/h zugelassen und können aus der Fahrleitung, dieselelektrisch und aus Akkumulatoren versorgt werden. Im Gegensatz zum Flirt laufen die Einzelwagen auf klassischen Drehgestellen, Jakobs-Drehgestelle gibt es nicht.[22]

Baureihen im Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt 429 der Hessischen Landes­bahn als Main-Sieg-Express in Gießen

In Deutschland befinden sich 450[23] Flirt-Triebzüge in drei verschiedenen Designs im Einsatz: Flirt in der ursprünglich für die Schweizer SBB entwickelten Version, ab 2013 Flirt 3 mit neugestalteter Fahrzeugfront für mehr Crash-Sicherheit und ab 2019 Flirt 3 XL mit verlängerten Wagenkästen; bisher wurde die XL-Version ausschließlich in Deutschland bestellt (Stand: September 2020). Mit dem Flirt ist es den privaten Betreibern erstmals gelungen, der DB große Verkehrsleistungen mit elektrischer Traktion abzuringen.[6]

Die ersten Flirt in Deutschland waren die in der Schweiz immatrikulierten Triebzüge RABe 521 der SBB (bzw. EuroThurbo) auf der Wiesentalbahn und auf dem Seehas (siehe unten). Am 21. Dezember 2005 erteilte das Eisenbahn-Bundesamt die Genehmigung für den Betrieb in Doppeltraktion.[24]

2006 – 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt 3 von Abellio Rail NRW im Abellio-Betriebswerk Hagen, April 2016
Flirt als Baureihe 429 (früher 427) der Deutschen Bahn

Für die cantus Verkehrsgesellschaft, die seit Dezember 2006 das Nord-Ost-Hessen-Netz betreibt, haben deren Muttergesellschaften Hamburger Hochbahn (ab 2007 BeNEX) und Hessische Landesbahn beide je sieben drei- und drei vierteilige Flirt-Züge beschafft.[25] Die 20 Fahrzeuge, die angelehnt an die Baureihenbezeichnungen der DB mit 427 (dreiteilig) bzw. 428 (vierteilig) nummeriert wurden, verkehren auf den Strecken Göttingen – Eichenberg – Kassel, Kassel – Bebra – Fulda, Göttingen – Eschwege – Bebra und Bebra – Eisenach. Da die Fahrzeuge schon Anfang November geliefert wurden, verkehrten sie bis zum Dezember auf der Bahnstrecke Friedberg–Hanau (betrieben von der Hessischen Landesbahn) und auf der KBS 209.60 im Bereich Berlin – Eberswalde (betrieben von der Ostdeutschen Eisenbahn, an der die Hamburger Hochbahn zu 50 % beteiligt ist).

Die Abellio Rail NRW betreibt seit Dezember 2007 mit neun drei- und acht zweiteiligen Flirt-Triebzüge den Regionalverkehr zwischen den Städten Essen, Hagen, Iserlohn und Siegen. Die erstmals bestellte zweiteilige Variante besitzt im Unterschied zu den anderen Varianten nur ein Triebdrehgestell und ist nur für 140 km/h zugelassen.[26] Die Züge gehören der Leasinggesellschaft CB Rail.

Flirt der Keolis Eurobahn in Wanne-Eickel Hbf.

Anfang 2006 hat DB Regio fünf fünfteilige Flirt-Triebzüge für den Verkehr an der Ostseeküste bestellt, die bis zum 15. Dezember 2019 auf den Strecken Rostock – Stralsund – Lietzow – Sassnitz (Hanse-Express), Sassnitz – Stralsund sowie Binz – Lietzow zum Einsatz kamen.[27] Die Fahrzeuge wurden im August 2007 als Baureihe 427/827 geliefert und sind seit dem 9. Dezember 2007 im Einsatz. Anfang 2009 wurden die Flirt der DB in die Baureihe 429 umgezeichnet.[28] Seit Oktober 2020 sind die im Dezember 2019 arbeitslos gewordenen Fahrzeuge auf der RB 17 (Wismar – Ludwigslust) planmäßig unterwegs.

Den bis dahin größten Auftrag in Deutschland erhielt Stadler im Oktober 2006 von der Angel Trains Europa für Keolis. 25 vierteilige Flirt werden seit Ende 2008 von der Eurobahn auf dem Hellweg-Netz in Nordrhein-Westfalen eingesetzt.[29] Das Auftragsvolumen umfasste mehr als 100 Millionen Euro. Weitere 4 vier- und 14 fünfteilige Flirt bestellte Angel Trains im November 2007 bei Stadler. Geleast werden diese Fahrzeuge wiederum von Keolis (Eurobahn) für den Betrieb der Linien RE 3 Rhein-Emscher-Express und RE 13 Maas-Wupper-Express.[30] Seit dem 9. Dezember 2007 bedient die Westfalenbahn das Teutoburger-Wald-Netz mit Flirt-Triebzügen, hierbei handelt es sich um 14 drei- und 5 fünfteilige Züge.[31]

2008 bestellte die Vias 19 Flirt für das gewonnene Rheingaunetz (RMV-Linie 10). Seit Dezember 2010 sind 14 vier- und 5 dreiteilige Fahrzeuge auf der rechtsrheinischen Strecke von Frankfurt über Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz nach Neuwied im Einsatz.[32][33][34] Die Hessische Landesbahn setzt auf der RMV-Linie 40 (Frankfurt – Gießen – Siegen) seit 2010 ebenfalls Flirt-Züge ein. Sechs fünf- und drei dreiteilige Züge wurden im Jahr 2008 für diese Verkehrsleistung bestellt.[35][36] 2020 hatte die HLB zehn fünfteilige Flirt im Bestand.[37] Für den Einsatz auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden ab Dezember 2009 bestellte Alpha Trains fünf dreiteilige Flirt. Geleast und seit 2010 eingesetzt werden diese Triebwagen von der Berchtesgadener Land Bahn.[38]

SBB GmbH RABe 521 201–209: → Abschnitt Schweizerische Bundesbahnen

2011 – 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt 3 der DB Regio Mitte als RE 1 in Mannheim Hbf

Am 7. März 2011 gab Stadler die Bestellung von 7 drei- und 28 sechsteiligen Flirt-Zügen für das E-Netz Rosenheim durch Veolia Verkehr bekannt. Dies sind die ersten in Serie gefertigten Fahrzeuge des Typs Flirt 3.,[39] Ab Dezember 2013 wurden die Züge durch die Bayerische Oberlandbahn (BOB) unter dem Markennamen Meridian zwischen München, Rosenheim, Salzburg und Kufstein eingesetzt,[40] seit 2020 unter dem Namen Bayerische Regiobahn (BRB). Aufgrund von Problemen mit der Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt standen jedoch zum Betriebsbeginn nicht alle Fahrzeuge zur Verfügung.[41] Am 1. August 2014 übernahm Alpha Trains die Züge im Rahmen einer „Sale and Lease Back Transaktion“.[42]

1428 007 der DB Regio als RE 42 in Essen Hbf
Nordbahn, Innenraum 2. Klasse
Ein Nordbahn-Flirt-3 nordwestlich von Hamburg

Am 5. Juli 2011 gab der „Zweckverband SPNV Nord Rheinland-Pfalz“ bekannt, dass die DB Regio Südwest die europaweite Ausschreibung für das „RE-Netz Südwest E-Traktion“ gewonnen habe. Ab Dezember 2014 sollten auf den Strecken RE 1 (Koblenz – Trier (– Luxembourg /) – Saarbrücken – Ludwigshafen – Mannheim), RE 2 (Koblenz – Frankfurt), RE 4 (Frankfurt (Main) – Mainz – Ludwigshafen – Karlsruhe), RE 14 (Frankfurt (Main) – Mainz – Ludwigshafen – Mannheim) 28 fünfteilige Flirt eingesetzt werden.[3] Zwischen Koblenz und Trier (RE 1) sollten die Einheiten gemeinsam mit dem Kiss der CFL gekuppelt verkehren. Der Einsatz geschah nur verzögert.

Seit dem 14. Dezember 2014 werden die Flirt-Züge planmäßig auf allen Strecken des SÜWEX (Südwest-Express) eingesetzt.

ET 413 der Westfalenbahn in Emden Hbf

Am 2. November 2011 verkündete DB Regio ein Rahmenabkommen mit Stadler, Alstom Transport Deutschland und CAF über die Lieferung von bis zu 400 Elektrotriebzügen.[43] Aus diesem Rahmenvertrag wurden 14 vierteilige Flirts zum Einsatz auf der Regionalbahnlinie RE 42 zwischen Münster, Essen und Mönchengladbach im VRR abgerufen.[44] Seit dem 9. Februar 2015 sind die ersten, als Baureihe 1428 bezeichneten, Triebwagen im Planeinsatz.[45]

Am 11. April 2012 erhielt die Nordbahn Eisenbahngesellschaft den Zuschlag für den Betrieb des Regionalnetzes Mitte in Schleswig-Holstein.[46] Hier werden sieben fünf- und acht sechsteilige Flirts eingesetzt.[47] Es standen zum Betriebsstart am 14. Dezember 2014 nur zehn Triebzüge zur Verfügung.

Die Westfalenbahn setzt seit Dezember 2015 fünfzehn vierteilige Flirt auf der Emslandlinie Münster–Rheine–Emden ein, welche von Alpha Trains angemietet wurden.[48][49]

Am 12. Juni 2013 wurde mitgeteilt, dass Abellio 20 fünfteilige Flirt-3-Triebzüge bestellt hat.[50] Die 13 Ein- und 7 Mehrsystemzüge (15 kV, 16,7 Hz / 25 kV, 50 Hz / 1,5 kV Gleichspannung) verkehren seit 2016 auf dem Niederrhein-Netz (Düsseldorf–Arnhem und Wesel–Wuppertal).[51]

Ab 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Flirt 3 XL in der unternehmens­neutralen Lackierung des Verkehrs­verbundes Rhein-Ruhr
Ein FLIRT 3 von bwegt, be­trie­ben von Go-Ahead, am ers­ten re­gu­lär­en Be­triebs­tag in Stutt­gart Hbf.

Für den Betrieb der S-Bahn-Linien S 2, S 3, S 9 und S 28 der S-Bahn Rhein-Ruhr sowie der nordrhein-westfälischen Regionalbahnlinien RB 32, RB 40 und RE 49 ab Dezember 2019 hat Stadler 41 Triebwagen des Typs Flirt 3 XL gebaut, die vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr an den Betreiber dieser Linien, Abellio Rail NRW, vermietet werden (wobei die Linie S 28 weiterhin von der Regiobahn GmbH gefahren wird).[52][53] Der Auftrag unterteilt sich in 17 Drei- und 24 Fünfteiler. Die Triebzüge sind mit 67,6 m beziehungsweise 106,2 m Länge deutlich größer als Flirt-3-Triebzüge und bieten 16 Sitzplätze in der ersten sowie 164 respektive 280 Sitzplätze in der zweiten Klasse. Für schnelleren Fahrgastwechsel erhalten sie zwei 1,8 m breite Türen pro Wagenkasten und Seite. Besonders ist das im Einsatzgebiet unüblich kleine Verhältnis von angetriebenen zu nicht angetriebenen Drehgestellen. Die 3000 kW Antriebsleistung des Fünfteilers sind auf nur zwei von sechs Drehgestellen verteilt, weshalb die Beschleunigung im Vergleich zum Vorgänger Baureihe 422, welche seinerzeit für reinen S-Bahn-Verkehr ausgelegt worden war, deutlich geringer ausfällt.

Für den Betrieb der Lose 2 und 3 der Stuttgarter Netze bestellte 2016 die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland insgesamt 45 Flirt 3, davon 11 drei- und 15 fünfteilige[54] für das Los 2 sowie 9 vier- und 10 sechsteilige[55] für das Los 3.[56] Im November 2018 wurde der erste Triebzug ET 4.02 (1428 016) der Öffentlichkeit vorgestellt.[57]

Im Juli 2020 wurde ein Auftrag zur Ausrüstung der Triebzüge mit ETCS und ATO ausgeschrieben und am 29. Juni 2021 an Alstom vergeben.[58][59][60] In Abstimmung mit DB Netz und aufgrund von Förderbedingungen des Bundes geht die Ausrüstung deutlich über eine einfache ETCS-Ausrüstung hinaus.[61] Die Züge sollen u. a. Level-3-fähig, mit einer Zugintegritätsüberwachung ausgerüstet und für FRMCS vorbereitet werden. Die Ausrüstung eines ersten Triebzugs (First in Class) soll im Oktober 2021 beginnen, der Versuchs- und Vorlaufbetrieb im April 2024 aufgenommen werden. Alle Fahrzeuge sollen bis Januar 2025 mit ETCS Level 2 (nach Baseline 3 Release 2) und ATO (mit statischen Fahrplandaten) ausgerüstet werden. In den Jahren 2026 und 2027 soll die kontinuierliche Inbetriebnahme und Genehmigung nach TSI ZZS 2022 erfolgen und FRMCS in Betrieb genommen werden.[62][63] Die Nachrüstung wird von der Europäischen Union mit Mitteln der Connecting Europe Facility gefördert.[64] Für die First-in-Class-Ausrüstung sollen ab 1. Halbjahr 2022 schrittweise bis zu sieben Triebzüge aus dem Regelbetrieb genommen werden.[63]

Go-Ahead bestellte zusätzlich elf dreiteilige Flirt 3 XL für das Netz 3a „Murr“. Diese Flirt 3 XL ähneln denen der S-Bahn Rhein-Ruhr, haben allerdings nur eine Tür pro Wagenkasten und Seite. Sie besitzen die in Baden-Württemberg übliche Lackierung im bwegt-Design und unterscheiden sich von den anderen Flirt von Go-Ahead durch längere Wagenkästen und etwas breitere Türen. Mit einer Traktionsleistung von 3000 kW erreichen die 67,6 m langen Triebzüge 160 km/h. Sie werden auf der Murrbahn zwischen Stuttgart und Nürnberg eingesetzt.[65]

Ende Mai 2017 erhielt die Keolis-Deutschland-Tochter eurobahn den ersten von acht bestellten fünfteilige Flirt-3-Triebzügen für den Verkehr auf der Strecke Bielefeld–Bad Bentheim–Hengelo. Er bekam die Betriebsnummer ET 4.01 und wird als 2429 011 geführt.[66] Für den Betrieb auf dem Hellweg-Netz nahm Alpha Trains 2018 fünf fünfteilige Flirt-Züge in Betrieb, um die Flotte zu ergänzen.[67]

Für das E-Netz Allgäu hat Go-Ahead 22 vierteilige Flirt-3-Einheiten bestellt. Go-Ahead wird den Betrieb auf dem Netz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 aufnehmen.[68][69]

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 wird Transdev Hannover auf dem Netz der S-Bahn Hannover 64 neue Triebzüge vom Typ Flirt 3 XL einsetzen.[70] Die dreiteiligen Fahrzeuge sind mit jeweils 180 Sitz- sowie 218 Stehplätzen ausgestattet und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Sie werden In Transdev-Farbgebung: Weiß, blaue Schürze und blaues Dach, rote Türen gestaltet. Die Neuwagen haben drei Türen, die Mittelwagen zwei. Sie werden als Baureihe 3427 geführt.[71]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweizerische Bundesbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SBB RABe 521 in Basel Badischer Bahnhof
Zwei SBB RABe 522 Flirt France im Bahnhof Delémont
Innenraum eines SBB RABe 521 auf der Wiesentalbahn

Die Initialbestellung der SBB umfasste 73 vierteilige Einheiten in vier Varianten. Das erste Fahrzeug wurde am 4. Juni 2004 offiziell vorgestellt.[72] Ausgeliefert wurden ab Ende 2004 zwölf Triebzüge der „helvetischen“ Reihe RABe 523 für die Stadtbahn Zug;[73] die parallel entwickelte, deutschlandtaugliche Reihe RABe 521 für die S-Bahn Basel wurde ab Mitte 2005 ausgeliefert.[74][75] Von diesen 30 Fahrzeugen sind rechnerisch zehn Stück für die deutsche Tochter SBB GmbH (Betriebsteil Lörrach, Wiesentalbahn) vorgesehen. Auch die Ablieferung der neun Einheiten für den Seehas im ersten Halbjahr 2006 (siehe nächster Abschnitt) gehörte zu diesem Baulos, während die letzten Fahrzeuge Ende 2006 übernommen wurden.

Ursprünglich von der „Euro Thurbo“ für den Seehas bestellt wurden neun Triebzüge, die ab Anfang 2006 ausgeliefert wurden und ab 1. Mai 2006 bis Mitte Juli 2006 in den Betrieb gingen.[76] Wie alle „Euro Thurbo“-Fahrzeuge hatten sie eine Baureihenbezeichnung im Nummernbereich der Muttergesellschaft Thurbo erhalten, bevor die „Euro Thurbo“ 2005 mit der deutschen SBB GmbH fusionierte. In der Folge gingen die Fahrzeuge ins Eigentum der SBB über und sind dauerhaft an die SBB GmbH vermietet, behielten jedoch zunächst die zugeteilten Betriebsnummern. Ab 2011 erhielten die Einheiten zusammen mit den TSI-Nummern die neue Bezeichnung 521 201 bis 209.

Zulassungsbedingt länger benötigten die Mehrsystemzüge, die ab Anfang 2007 ausgeliefert wurden. Die 19 italientauglichen RABe 524 für das Tochterunternehmen TILO (S-Bahn Tessin) durchliefen das Zulassungsverfahren in Italien und wurden bis Mitte 2008 ausgeliefert.[77] Die 12 frankreichtauglichen RABe 522 wurden im zweiten Halbjahr 2008 fertiggestellt, konnten aber aufgrund geänderter Anforderungen in Frankreich die Zulassung nicht mehr erlangen. Geplant als Ersatz der mit RBDe 562 gebildeten Pendelzüge der S1 der S-Bahn Basel, wurde die S1 ab Dezember 2008 in Basel wieder gebrochen; mangels Gleichspannungsausrüstung kam auch ein Einsatz auf der Strecke Genf–La Plaine (–Bellegarde) nicht in Frage. Stattdessen wurden die ursprünglichen RABe 522 „Flirt Alsace“ für eine Folgebestellung der SBB zu RABe 523 „helvetisiert“.

Eine funktionsfähige Zweifrequenzausführung (RABe 522) wurde bereits durch die provisorische Umrüstung (Hochspannungskabel, Primärspannungswandler, Überspannungsableiter, Umschaltapparate) einer Einheit der Baureihe RABe 521 (Nummer 011) getestet, die zu Demonstrationszwecken nach Ungarn überführt wurde. Aufgrund von provisorischen Bewilligungen seitens Österreichs und Ungarns konnte die gesamte Überführung aus eigener Kraft erfolgen.[78]

Anfang Oktober 2007 wurde der Kauf weiterer zwölf Flirt (RABe 523) für rund 116 Millionen Franken durch die SBB bekanntgegeben.[79] Bestimmt sind acht Fahrzeuge für den Regionalverkehr über die Aargauische Südbahn (Aarau–Rotkreuz), eines für den Ausbau der S2 der Stadtbahn Zug und drei für die S8 der S-Bahn Luzern. Für den „Bau“ dieser Fahrzeuge wurden die faktisch fertiggestellten RABe 522 verwendet, welche schließlich als RABe 523 032–043 neu zugelassen wurden. Implizit wurde damit die Neukonstruktion der bestellten zwölf frankreichtauglichen Flirt ausgelöst.[80]

Im August 2008 gaben die SBB die Bestellung von 19 Flirt RABe 523 für den RER Vaudois,[81] zwei zusätzlichen frankreichtauglichen RABe 522 für die S-Bahn Basel und elf sechsteiligen für TILO RABe 524 101–111 bekannt.[77] Die Auslieferung der RABe 523 013–031 erfolgte ab Mitte 2009 bis Oktober 2010, gefolgt von ersten fünf sechsteiligen Flirt. Von April bis Ende 2011 wurden die übrigen sechsteiligen Flirt und 12 der bestellten 14 „Flirt France“ RABe 522 201–214 ausgeliefert, während zwei für Zulassungsfahrten bei Stadler verblieben und erst Ende 2012 von den SBB übernommen wurden.[82]

Im Gegensatz zu den „Flirt Alsace“ wurden die „Flirt France“ bis Dezember 2012 in Frankreich zugelassen. Allerdings zeigte sich TER Alsace entgegen einer 2004 unterzeichneten Absichtserklärung nicht gewillt, die für 15 kV mit 16,7 Hz und 25 kV mit 50 Hz gebauten und zugelassenen Zweisystem-Flirt für den Betrieb des Abschnitts Basel–Mulhouse der Basler S1 von den SBB zu mieten.[83] Anfänglich nur im Binnenverkehr eingesetzt, kamen die Züge ab August 2014 auf dem neu mit 25 kV und 50 Hz elektrifizierten Abschnitt Genf–La Plaine (–Bellegarde) im Raum Genf zum Einsatz. Per 9. Dezember 2017 erfolgte die Wiederinbetriebnahme der Strecke Delle–Belfort mit 25 kV und 50 Hz, wodurch die neuen durchgehenden Züge zwischen Biel/Bienne und Meroux TGV, von den SBB ebenfalls mit RABe 522 gefahren werden.

RABe 523 076 in transN-Lackierung

Folgebestellungen aus dem ursprünglichen Rahmenvertrag erfolgten in den folgenden Jahren nach Bedarf. Von Ende 2012 bis Ende 2013 wurden 13 Flirt RABe 523 044–056 für den Großraum Olten („RegiOlten“) ausgeliefert. Im Laufe des Jahres 2014 wurden weitere 6 sechsteilige Flirt für TILO RABe 524 112–117 sowie 4 vierteilige RABe 524 201–204 an die FMN/Trenord ausgeliefert, welche ebenfalls für TILO RABe 524 201–204 bestimmt sind. Zwischen Ende 2015 und Ende 2016 kamen weitere 10 Einheiten RABe 523 057–066 zur Ablieferung, die der RegiOlten-Version entsprechen. Ab Mitte 2017 wurden nochmals sieben Triebzugeinheiten (RABe 523 067–073) als „RegiOlten“ abgeliefert; vier Züge (074–077) wurden im transN-Design geliefert.

Für den Ausbau des Genfer S-Bahn-Netzes (Neubaustrecke CEVA), unter dem aktualisierten Namen „Léman Express“ wurden weitere 18 „Flirt France LEX“ RABe 522 215–232 bestellt; von Ende 2017 bis Mitte 2018 wurden 9 Stück abgeliefert, die übrigen 9 von Ende 2018 bis Mitte 2019.[84]

Im Frühjahr 2017 wurden 14 vierteilige Flirt „neue Generation“ im Wert von 125 Mio. Fr. für die S-Bahn Waadt bestellt.[85] Sie sollen im Jahr 2021 geliefert werden und erhalten die Nummern 523 101–114.[86] Gleichzeitig haben die SBB die schon früher angekündigte Bestellung von fünf sechsteiligen Zweisystem-Flirt für die Tessiner Tochter TILO ausgelöst. Diese Züge werden seit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnel Ende 2020 benötigt.[87] Sie erhalten die Nummern 524 301–305.[88]

Am 30. November 2018 bestellte die FNM 9 sechsteilige Zweisystem-Flirt 3 für den grenzüberschreitenden Verkehr Italien–Schweiz. Eine erste Tranche von fünf Triebzügen soll bis November 2020 abgeliefert werden, der Rest ab Juli 2021. Sie werden von FNM an Trenord für TILO vermietet. Sie sind mit den bisher bei TILO eingesetzten RABe 524 kuppelbar.[89] Sie werden in der Schweiz als RABe 524 306–314, anschließend an die SBB-Einheiten für TILO, immatrikuliert.[90]

Nach Ablauf der Rekursfrist wurde am 20. Dezember 2018 die Bestellung von sieben vierteiligen Flirt 3 in Fernverkehrsausführung mittels freihändiger Vergabe bekanntgegeben. Die Beschaffung umfasst eine Option über sieben weitere Fahrzeuge. Die von den SBB „Mouette“ (franz. Möwe) getauften Fahrzeuge, sollten ab Dezember 2020 auf der InterRegio-Linie Bern–Neuchâtel–La-Chaux-de-Fonds (IR 66) zum Einsatz kommen, die derzeit von der BLS als RegioExpress (RE) geführt wird.[91] Unterdessen wurde bekannt, dass die genannte Strecke jedoch im Fernverkehr von den BLS betrieben werden wird und die SBB die Züge erst zum Fahrplan 2023 erhalten werden.[92] Ab Dezember 2025 sollen die Fahrzeuge dann auf der neuen InterRegio-Linie BaselBiel eingesetzt werden.[93]

Bezeichnung Zulassung Einsatzgebiet[94] Inbetriebsetzung Achsfolge Bemerkung
SBB RABe 521 001–011 CH/DE Wiesentalbahn 2004–2006 Bo’2’2’2’Bo’
SBB RABe 521 012–030 S-Bahn Basel 2009–2010
SBB RABe 521 201–209 CH/DE Seehas 2009–2010 Bo’2’2’2’Bo’ bis 2011 Thurbo/SBB GmbH RABe 526 651–659
SBB RABe 522 201–214 CH/FR S-Bahn Basel 2011 Bo’2’2’2’Bo’ erste Serie Flirt France
SBB RABe 522 215–232 Léman Express 2017–2019 zweite Serie Flirt France
SBB RABe 523 001–012 CH Stadtbahn Zug 2004–2005 Bo’2’2’2’Bo’ erste Serie
SBB RABe 523 013–031 RER Vaud 2009–2010 zweite Serie
SBB RABe 523 032–043 S-Bahn Luzern 2009–2010 dritte Serie
SBB RABe 523 044–056 RegiOlten 2012–2013 vierte Serie
SBB RABe 523 057–066 2015–2016 fünfte Serie
SBB RABe 523 067–073 2017 sechste Serie
SBB RABe 523 101–114 RER Vaud 2020–2021 Flirt 3 Vaudoise
SBB RABe 524 001–019 CH/IT S-Bahn Tessin 2007–2008 Bo’2’2’2’Bo’ Flirt TILO
SBB RABe 524 101–117 2010–2011 Bo’2’2’2’2’2’Bo’
SBB RABe 524 201–204 2014 Bo’2’2’2’Bo’
SBB RABe 524 301–314 2020–2021 Bo’2’2’2’2’2’Bo’ Flirt 3 TILO
RABe 521 017 mit Werbung für die Fachhochschule Nordwestschweiz

Am 1. November 2017 wurde erstmals ein Flirt der SBB mit einer Ganzwerbung vorgestellt. Der RABe 521 017 trägt Werbung für die Fachhochschule Nordwestschweiz und wurde gleichzeitig auf den Namen Muttenz getauft.[95]

Im Mai 2020 schrieben die SBB mit ihren Tochterfirmen Regionalps und Thurbo die Lieferung von neuen einstöckigen S-Bahn-Zügen aus. Die ersten Züge sollen ab Fahrplanjahr 2026 eingesetzt werden.[94] Die neuen Züge sollen Fahrzeuge ersetzen, die bis Dezember 2035 das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Dazu gehören 82 Flirt der ersten Generation,[94] die vor 2011 gebaut wurden und dannzumal erst 25 Jahre alt sein werden, während davor eine Einsatzdauer von 40 Jahren üblich war. Die Aluminium-Wagenkästen der SBB-Flirt könnten mehr Probleme bereiten, als die Eigentümerin zugibt. Das chemisch aggressive Abwasser der biologischen Toiletten hat den Wagenkästen stark zugesetzt. Stadler konnte sich den Entschädigungsforderungen der SBB nach jahrelangem Streit entziehen.[96]

Am 5. Oktober 2021 gaben die SBB bekannt, dass Stadler sich mit dem «Flirt 4» gegen Angebote von Alstom und Siemens durchsetzen konnte. Der Auftragswert wird auf gut zwei Milliarden Schweizer Franken beziffert und umfasst die Lieferung von 286 Triebzügen in zwei Konfigurationen sowie Optionen auf 224 weitere Züge. Gefordert ist eine Zulassung für die Schweiz, Deutschland und Österreich, sowie allenfalls für Frankreich.[97] Beschafft werden rund 73,5 Meter lange Vierteiler mit je zwei Türen pro Wagenkasten und 146 Sitzplätzen sowie rund 57.8 Meter lange Dreiteiler mit je einer Türe pro Wagenkasten und 134 Sitzplätzen.[98] Die SBB beabsichtigen, mit vorerst 155 bestellten Vierteilern ab Dezember 2027 die letzten lokbespannten Pendelzüge im Regionalverkehr, die 98 modernisierten «Domino» sowie 82 «Flirt 1» (521 001–030, 521 201–209, 523 001–043) abzulösen; als Option sind weitere 174 Züge abrufbar. Bereits ab Dezember 2025 beabsichtigt Regionalps, mit 24 bestellten Vierteilern ihre 16 «Domino» und vier «Nina» zu ersetzten, mit Option über weitere 10 Züge; ab demselben Termin beabsichtigt Thurbo mit 107 bestellten Drei- und Vierteilern, ihre 108 «GTW» der dritten Generation abzulösen, wobei weitere 40 Züge als Option abrufbar sind.

Privatbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vierteiliger SOB-Flirt RABe 526 044 für den Regionalverkehr
Achtteiliger SOB RABe 526 105 „Traverso“, eingesetzt im Fernverkehr
Für den Einsatz im Voralpen-Express erhielten die „Traverso“ der SOB eine gehobene Ausstattung. Unter dem erhöhten Bereich im Hintergrund liegt das Triebdrehgestell, die Tür führt zum Führerstand.

Die Triebzüge des Flirt-Konzeptes wurden auch von verschiedenen Privatbahnen bestellt. Die Schweizerische Südostbahn (SOB) hat elf Triebzüge für den Betrieb der S-Bahn Zürich (S13, S40) und der S-Bahn St. Gallen (S3, S4, S9) bestellt. An diese Bestellung angeschlossen haben sich die Transports Régionaux Neuchâtelois (TRN) mit einem Triebzug.[99] Die zwölf Fahrzeuge wurden von Stadler Altenrhein gefertigt und ab Februar 2007 in Dienst gestellt. Zwei weitere Flirt wurden 2008 durch die TRN bestellt. Im Jahr 2010 wurden aufgrund der Erweiterung der S-Bahn St. Gallen weitere zwölf SOB-Flirt in Auftrag gegeben, die im Laufe des Jahres 2013 abgeliefert wurden. Für das neu strukturierte Verkehrsangebot Fribourg–Bulle wurden von den Transports Publics Fribourgeois (TPF) acht Flirt desselben Typs bestellt.[100] Im Juli 2015 bestellten die Transports Publics Neuchâtelois (transN) vier elektrische Flirt, nachdem der Kanton Neuenburg einen Angebotsausbau des öffentlichen Verkehrs beschlossen hatte. Durch die Flexibilität von Stadler war eine kurze Lieferzeit von nur 16 Monaten für die vierteiligen Regionalzüge möglich.[101]

RABe528 der BLS im Stadler-Inbetriebsetzungszentrum Erlen

Um das Rollmaterial des Voralpen-Express per Ende 2019 zu ersetzen, bestellte die SOB im Juni 2016 sechs achtteilige Flirt 3 für den Fernverkehr; aufgrund des Streckenprofils mit Neigungen bis 50 ‰ werden diese Einheiten nicht als achtteilige 4/18-Ganzzüge hergestellt, sondern bestehen – ähnlich wie die NSB-Flirt – aus zwei kurzgekuppelten, vierteiligen 4/10-Halbzügen. Um sie von den Regionalverkehrs-Flirt abzuheben, werden sie von der SOB als „Traverso“ bezeichnet. Zeitgleich wurden fünf weitere vierteilige Flirt für den Betrieb der S-Bahn bestellt.[102] Die kupferfarbenen Fernverkehrszüge verfügen über eine bequeme hochwertige Innenraumgestaltung mit zwei Bistrozonen. Die Drehgestelle sind für verschleißarmen Betrieb auf dem kurvenreichen Streckennetz der SOB ausgelegt.[103] Obwohl der Traverso vom Grundkonzept ein Flirt-Zug ist, wird er von den Reisenden als komfortabler wahrgenommen.[104] Für die zukünftigen Gotthard-Bergstreckenzüge Treno Gottardo in Zusammenarbeit mit den SBB löste die SOB im Dezember 2017 eine Option über elf weitere „Traverso“ ein. Im Dezember 2018 löste die SOB eine zweite Option ein: sieben zusätzliche „Traverso“ für die Fernverkehrslinie „Aare Linth“ Chur–Zürich–Bern, die ab Dezember 2021 mit den SBB zusammen betrieben wird, sowie weitere fünf vierteilige Flirt.
→ siehe auch: Abschnitt Rollmaterial im Artikel Voralpen-Express

Am 15. Januar 2018 schloss die BLS AG mit Stadler einen Werkvertrag für die Lieferung von 58 sechsteiligen Flirt-Zügen der neuesten Generation (Flirt 4). Damit sollen drei ältere Fahrzeugtypen ersetzt und die Flotte vereinheitlicht werden. 28 Züge sollen auf den verschiedenen Linien der S-Bahn Bern eingesetzt werden. 30 Züge, die für den RegioExpress-Verkehr bestimmt sind, erhalten in der ersten Klasse eine 2+1-Bestuhlung und eine Verpflegungszone.[105] Die Fahrzeuge sollen bis August 2025 ausgeliefert werden.[106] Mit dem Roll-out im September 2020 wurde der neue Flirt 4 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die BLS bezeichnet diese Züge nach einem öffentlich durchgeführten Wettbewerb als Mika, das für „Moderner, innovativer, kompakter Allroundzug“ steht.[107] Mit den für Niederflurfahrzeuge entwickelten Jakobsmotordrehgestellen ist die neue Flirt-Generation spurtstark und besonders für S-Bahn-Betrieb geeignet. Bei der Ausgestaltung der 105 Meter langen Züge entstand ein offener und modern gestalteter Fahrgastbereich, der den Bedürfnissen von Familien, Pendlern und Touristen entgegenkommt.[108] Die ersten ausgelieferten Züge verkehren seit dem 10. Mai 2021 auf der InterRegio-Linie 66 Bern–Neuchâtel –La-Chaux-de-Fonds.[109][110]

Bezeichnung Einsatzgebiet Inbetriebsetzung Achsfolge Bemerkung
RABe 526 041–051 (SOB) S-Bahn St. Gallen
S13 und S40 S-Bahn Zürich
2007 – 2008 Bo’2’2’2’Bo’ erste Serie
RABe 526 052–063 (SOB) 2013 zweite Serie
RABe 526 001–005 (SOB) Verstärkung Voralpen-Express und S13, S40 2019 Bo’2’2’2’Bo’ Flirt 3, erste Serie
RABe 526 006–010 (SOB) Verstärkung Treno Gottardo und S13, S40 2021 Bo’2’2’2’Bo’ Flirt 3, zweite Serie
RABe 526 101/201–106/206
SOB „Traverso“
Voralpen-Express 2019 Bo’2’2’2’Bo’ + Bo’2’2’2’Bo’ Flirt 3, erste Serie
RABe 526 107/207–117/217
SOB „Traverso“
Treno Gottardo 2020–2021 Flirt 3, zweite Serie
RABe 526 118/218–124/224
SOB „Traverso“
Aare Linth 2021 Flirt 3, dritte Serie
RABe 523 074–077 (TRN) 2017 Bo’2’2’2’Bo’ entsprechen SBB RABe 523 067–073
RABe 527 331 (TRN) 2007 Bo’2’2’2’Bo’ erste Serie
RABe 527 332–333 (TRN) 2009 zweite Serie
RABe 527 191–194 (TPF) 2011 Bo’2’2’2’Bo’ erste Serie
RABe 527 195–198 (TPF) 2014 zweite Serie
RABe 528 101–130
BLS „Mika“
RegioExpress-Linien 2020–2021 Bo’Bo'2’2’2’Bo’Bo' Flirt 4
RABe 528 201–228
BLS „Mika“
S-Bahn Bern 2021– Flirt 4

Algerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2006 erhielt Stadler Rail den Zuschlag für die Lieferung von 64 vierteiligen Flirt an die Algerische Staatsbahn (SNTF), die sie im S-Bahn-Netz Algier seit dem 3. Mai 2009 fahrplanmäßig einsetzt. Das gesamte Auftragsvolumen belief sich auf rund 600 Millionen Schweizer Franken und umfasste neben der Herstellung (komplette Fertigung in Bussnang) die Wartung und die Lieferung von Ersatzteilen. Die Ablieferung der Fahrzeuge begann Mitte 2008 und dauerte bis Ende 2010.[111] Dabei wurden die Fahrzeuge mit RoRo-Schiffen von Savona nach Algier trajektiert.[112] Da mit einem hohen Verkehrsaufkommen gerechnet wurde, ist der vierteilige Triebzug mit bis zu 1000 Stehplätzen und acht Türen je Fahrzeugseite speziell dafür ausgerüstet. Außerdem können bis zu vier Einheiten gekuppelt werden.[113]

Aserbaidschan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aserbaidschanischen Eisenbahn (ADY) bestellten 2019 zehn fünfteilige Flirt-Züge. Vier Züge werden dieselelektrisch angetrieben und im Interregio-Verkehr eingesetzt, sechs Züge verkehren elektrisch. Davon kommen drei im Interregio-Verkehr und drei als Regio zum Einsatz.[114]

Estland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Flirt-ET im Balti jaam in Tallinn

Zwischen 2013 und Sommer 2014 lieferte Stadler 18 elektrische (für circa 80 Millionen Euro) und 20 dieselelektrische Triebzüge mit einer Spurweite von 1520 mm an die estnische Eisenbahn (Markenname: Elron).[115][116][117] Die elektrischen Triebwagen sind für Gleichspannung von 3 kV ausgelegt. Sie haben die bisherige Triebwageneinheiten, die zwischen 1960 und 1990 gebaut wurden, ersetzt und dem Tallinner Nahverkehr (eine Art S-Bahn-System) ein neues Gesicht verliehen. Baugleiche Dieseltriebzüge lösten auf den übrigen inländischen Strecken die bis dahin eingesetzten Triebwagenzüge ab.

Aufgrund ihrer orangen Farbe werden die Züge in Estland im Volksmund auch „Möhrchen“ genannt.[118]

Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sm5 in Helsinki

Für den Schienennahverkehr in der Region Helsinki hat die finnische Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge Pääkaupunkiseudun Junakalusto (JKOY), die unter anderem von der Finnischen Staatsbahn VR mitgetragen wird, als Ergebnis einer Ausschreibung, über die am 31. August 2006 entschieden wurde, auf dem Flirt basierende S-Bahn-Züge (Bezeichnung Sm5) bei Stadler bestellt. Das Auftragsvolumen liegt bei 190 Millionen Euro und umfasst die Lieferung von 32 vierteiligen Triebzügen (25 Kilovolt bei 50 Hertz) ab 2009, die erstmals in einer 1520-mm-Breitspurausführung gebaut werden.[119] Im März 2012 wurden die zwölf in Betrieb befindlichen Züge für eine Woche abgestellt, nachdem Korrosion am Hauptschalter in drei Zügen Kurzschlüsse verursacht hatte.[120]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Betrieb des „East Anglia“-Netzes im Osten und Nordostens Londons bestellte Abellio Greater Anglia im Oktober 2016 insgesamt 58 Flirt-Triebzüge, aufgeteilt in 20 elektrische und 38 zweikraftfähige Einheiten.[121][122] Die 20 zwölfteiligen Flirt UK der Klasse 745 kommen auf der InterCity-Strecke zwischen London und Norwich und auf dem Stansted Express zum Flughafen Stansted zum Einsatz. Um 236 m Länge zu erreichen, sind diese Züge aus sechs zweiteiligen Kompositionen zusammengesetzt. Für den Einsatz auf einigen wichtigen regionalen Verbindungen in der Region East Anglia, die nur teilweise elektrifiziert sind, kommen 14 dreiteilige und 24 vierteilige Flirt UK der Klasse 755 mit Zweikraftantrieb hinzu, die elektrisch mit 25 kV Fahrleitungsspannung oder mit Dieselantrieb verkehren können. Die Fahrzeuge wurden ab 2019 ausgeliefert, wobei die Betriebsaufnahme der Zweikrafteinheiten mit erheblichen Betriebsstörungen verbunden war. Als Ursache machte Stadler eine regional veraltete Infrastruktur aus.[123]

Keolis Amey setzt ab 2022 elf vierteilige (+ Powerpack) dieselelektrische Flirt UK in Wales ein. Die Züge sind mit einer Fußbodenhöhe von 960 mm an das örtliche Eisenbahnnetz angepasst und 80 m lang.[124] Neben diesen Dieseltriebwagen wurden weitere sieben dreiteilige und 17 vierteilige trimodale Züge bestellt. In deren Antriebsmodul sind neben Dieselmotoren und Generationen noch "Traktionsbatterien" untergebracht. Diese Traktionsbatterien liefern die Antriebsenergie und werden aus der Fahrleitung oder von den Dieselgeneratoren gespeist. So kann einerseits möglichst wenig mit Dieselantrieb gefahren werden, anderseits aber die Elektrifizierungskosten für die Strecken in Südwales reduziert werden, da problematische Abschnitte wie nicht profilfreie Tunnel im Batteriebetrieb zurückgelegt werden können und deshalb keine Oberleitung benötigt wird. Ab 2023 sollen die Züge eingesetzt werden.[125]

In den bimodalen und trimodalen Zügen ist wie beim Stadler Wink ein eigenes Traktionsmodul (Powerpack) eingereiht, in dem Dieselmotoren und deren Generatoren untergebracht sind. Dieses Modul ist mit einem Mittelgang ausgestattet und stützt sich auf beiden Seiten auf jeweils ein Jakobsdrehgestell ab. Durch die Trennung von Antrieb und Fahrgastraum sollen Vibrationen und Lärm für die Fahrgäste reduziert werden.[126]

Dreiteiliger Flirt UK Klasse 755

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ETR 343 der Sistemi Territoriali

Für den Regionalverkehr auf der Strecke Venezia Mestre – Adria unterzeichnete Stadler am 26. September 2006 mit Sistemi Territoriali einen Auftrag für die Lieferung von zwei elektrischen Flirt in vierteiliger Ausführung. Diese wurden 2010 ausgeliefert und als ETR 340 (ETR: Elettrotreno) bezeichnet. Sie verkehren im Rahmen des Sistema Ferroviario Metropolitano Regionale zwischen Mira Buse und Venezia Santa Lucia auf der neu elektrifizierten Strecke. Zudem wurde eine weitere Ausschreibung für drei dreiteilige Flirt bei der Ferrovie del Gargano für die Region Apulien gewonnen. Diese Triebzüge werden als ETR 330 bezeichnet.[127]

Südtiroler Flirt auf Testfahrt in der Schweiz

Ausgehend von einer Ausschreibung der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) im März 2007 wurden am 27. Juni 2007 Verträge über acht Flirt im Gesamtwert von knapp 60 Millionen Euro unterzeichnet. Eine allfällige Folgebeschaffung wird mittels einer nicht näher bezifferten Optionsvereinbarung offen gehalten. Die acht Triebzüge für den Regionalverkehr in der Provinz Bozen sind seit Dezember 2008 im Einsatz. Sie bestanden aus vier vierteiligen (ETR 155-001 bis 004, TSI-Nummern je Kastenelement 94 83 4 155 001–016) und vier sechsteiligen (ETR 170-001 bis 004, 94 83 4 170 001–024) Flirt mit Zweispannungsausrüstung für den Betrieb unter 3 Kilovolt Gleich- und 15 Kilovolt Wechselspannung mit 16,7 Hertz. Seit Dezember 2008 sind die Triebzüge als Verdichtungen zu den FS-Zügen auf dem Südtiroler Streckennetz Meran–Bozen, Bozen–Franzensfeste und Franzensfeste–Innichen (Pustertalbahn) im Einsatz. Mit der Zulassung für Österreich werden durchgehende Fahrten durchs Pustertal bis nach Lienz respektive über die Brennerbahn bis nach Innsbruck realisiert. Äußerlich entsprechen die Flirt den bestehenden Diesel-GTW der Vinschgerbahn Meran–Mals.[128] Ende 2011 wurde die Option über den Ankauf von weiteren acht Flirts gezogen. Außerdem wurden die vier bereits verkehrenden vierteiligen Triebwagen durch jeweils zwei Zwischenwagen verlängert. Die Lieferung und Inbetriebnahme dieser zweiten Bestellung begann Mitte 2013, die ersten Einsätze nach Innsbruck erfolgten zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013.,[129][130] nach Lienz zum Fahrplanwechsel Dezember 2014.[131] 2017 wurden sieben weitere sechsteilige Flirt geliefert.[132][133] Sie sind als Dreisystemeinheiten konzipiert, damit sie auf der ab 2021 mit 25 kV bei 50 Hz elektrifizierten Vinschgaubahn verkehren können.[134]

Seit September 2009 kommen bei Ferrotramviaria in Apulien vierteilige elektrische Flirt-Züge auf den Strecken Bari–Lecce und Bari–Barletta Zum Einsatz. Zwei Flirt mit der Bezeichnung ETR 341 verfügen nur über Plätze der ersten Klasse, zwei ETR 342 mit zweiter Klasse werden im Regionalverkehr eingesetzt.[135] Am 12. Juli 2016 kollidierten beim Eisenbahnunfall von Andria zwei Flirt von Ferrotramviaria frontal.

Antriebsmodul mit zwei Dieselmotoren der Flirt im Aostatal

Trasporto Passeggeri Emilia-Romagna (TPER) erhielt 2013 zwölf ETR 350 für 3000 Volt Gleichstrom, die in Zusammenarbeit mit Ansaldobreda hergestellt wurden.[136] Im Jahr 2014 wurden mit Mitteln des Metropolitan Railway Service für die Stadt Bologna weitere sieben Züge beschafft.[137] Die Region Emilia-Romagna kaufte 2015 nochmals sechs Einheiten.[138]

Trentino Trasporti erhielt 2014 zwei ETR 170 109–110 als Teil der zweiten Serie der Südtiroler Flirt.[139]

Die ersten Zweikraft-Flirt wurden im Mai 2015 von der Region Aostatal bestellt. Fünf dreiteilige Züge mit einer Antriebsleistung von 2600 Kilowatt (im Fahrleitungsbetrieb mit 3 Kilovolt) bzw. 700 Kilowatt (mit Dieselantrieb) werden ab 2018 ausgeliefert. Im Dieselbetrieb beträgt die Höchstgeschwindigkeit 140 km/h, unter Oberleitung 160 km/h. Optional sind fünf weitere Züge und eine Verlängerung der Wartung um drei auf acht Jahre vereinbart worden.[140][141]

Für die FNM in Mailand und die Ente Autonomo Volturno (EAV) in Neapel werden ab 2021 dreiteilige Niederflur-Dieseltriebzüge[142] mit der Flirt 4-Front ausgeliefert. Diese Züge erreichen 140 km/h, sind 66,8 m lang und erhalten 151 Sitzplätze. Ab 2021 sollen 30 Fahrzeuge der FNM und fünf Fahrzeuge der EAV verkehren.[143][144]

TILO ETR 524.0 (RABe 524): → Abschnitt Schweizerische Bundesbahnen

Kanada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2021 ist die Lieferung von sieben vierteiligen dieselelektrischen Flirt-Zügen für die Stadt Ottawa vorgesehen. Die 120 km/h schnellen Triebzüge wurden speziell an das raue kanadische Klima angepasst. Der Auftrag ist Teil der Erweiterung der O-Train Trillium Line in Ottawa. Dabei wird die Trillium Line um acht Stationen erweitert und an den internationalen Flughafen von Ottawa angebunden. Im Gegensatz zu den USA, wo der Buy America Act einen Fertigungsanteil von mindestens 60 Prozent im Land vorschreibt, stellt Stadler die Züge für Ottawa in der Schweiz her.[145]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arriva RE 18-Mehrsystem­trieb­wagen des Typs Stadler Flirt 3 in Aachen Hauptbahnhof nach Maastricht.

Im April 2015 erhielt Stadler Rail von den Nederlandse Spoorwegen (NS), den ehemaligen Niederländische Staatsbahnen einen Auftrag für 58 Flirt-Züge, davon 33 drei- und 24 vierteilige Züge.[146] Der Kontraktwert dieser Bestellung beträgt insgesamt etwa 280 Millionen Euro. Die Auslieferung begann bereits 2016 und im September 2017 waren alle als Sprinter-Züge in Betrieb gegangen.[147][148]

Im Mai 2014 bestellte die NS-Tochter Abellio sechs zweiteilige elektrische Flirt für den Dienst auf der Strecke GoudaAlphen Die Züge bieten einen hohen Fahrgastkomfort und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.[149]

Für den Einsatz in der Provinz Limburg beschaffte die Arriva Nederland 38 Triebzüge des Typs Stadler Flirt 3, die ab 2016 in Betrieb gingen. Zum Einsatz kommen dort 15 zwei- und 13 dreiteilige Fahrzeugkompositionen. Weitere 8 dreiteilige Flirt in Mehrsystemausstattung werden seit 2020 von Arriva NL auf der grenzüberschreitenden LIMAX-Linie zwischen Maastricht und Aachen eingesetzt.[150][151]

Die NS-Flirts sowie die zweiteiligen von Arriva Nederland werden seit Ende 2016 als sogenannte Sprinter-Züge eingesetzt und sind mit USB-Anschlüssen, Steckdosen, einem Reisendeninformationssystem und mit der ERTMS-Zugbeeinflussung ausgestattet.[152]

Im März 2016 verkaufte Stadler Rail weitere 16 Züge des Typs Flirt in die Niederlande an Keolis Nederland (damaliger Name Syntus) zum Gesamtpreis von 125 Millionen Euro. Mit den 9 dreiteiligen und 7 vierteiligen Zügen bedient die Betreibergesellschaft seit Ende 2017 die Linien ZwolleKampen und Zwolle–Enschede.[153][154]

Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt der NSB

Am 19. August 2008 erhielt Stadler von den Norges Statsbaner (NSB) den Auftrag für die Lieferung von 50 fünfteiligen Triebzügen mit einer Option für 100 weitere Einheiten. Die Züge sollen als Lokalzugvariante Type 75 im Großraum Oslo sowie für mittellange Strecken im gesamten südlichen Norwegen eingesetzt werden. Die Fahrzeuge sind eine für die klimatischen Bedingungen in Norwegen konzipierte Weiterentwicklung des Flirt mit abweichendem Kopfdesign. Der fünfteilige Zug besteht im Prinzip aus einem Zweiteiler (2’2’Bo’) und einem Dreiteiler (Bo‘2‘2’Bo’), verfügt also über eine dritte Antriebseinheit im Mittelteil des Zuges.[155][156] Das Fahrzeugkonzept ist auf eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. Das Auftragsvolumen betrug rund 640 Millionen Schweizer Franken.

Für den Betrieb auf der norwegischen ETCS-Pilotstrecke Østfoldbanen wurden neun Triebzüge mit ETCS Level 2 ausgerüstet.[157]

Für weitere Details siehe unter:

2018 bestellte Norske tog AS 14 sechsteilige bimodale. Die BMU-Züge werden elektrifizierte und nicht elektrifizierte Strecken im nördlichen Teil des norwegischen Schienennetzes bedienen. Sie Züge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h im elektrischen und 160 km/h im Dieselbetrieb zugelassen. Zusätzlich sind die Züge mit Akkumulatoren zur Speicherung von Bremsenergie im Dieselbetrieb ausgestattet, um beim Beschleunigen zusätzliche Energie bereitzustellen.[158]

Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt ER75-214 der Koleje Mazowieckie (KM)
Flirt 3 als Baureihe ED160 von PKP Intercity

Als Resultat einer Ausschreibung in Polen konnten Ende Juni 2006 die Verträge für 14 vierteilige Flirt für den Verkehr in den Regionen Masowien (zehn Einheiten)[159] und Schlesien (vier Einheiten) in Polen unterzeichnet werden.[160] Das Auftragsvolumen belief sich auf rund 100 Millionen Schweizer Franken und umfasste auch Serviceleistungen und die Schulung des Personals. Die Ablieferung der Fahrzeuge erfolgte zwischen Herbst 2007 und Ende 2008. Mit dem Gewinn der Ausschreibung einher ging der Entscheid von Stadler Rail, im polnischen Siedlce eine Tochtergesellschaft für die Endmontage der Züge zu gründen. Einerseits wird dadurch versucht, sich auf dem polnischen Markt zu etablieren und weitere Fahrzeuge zu verkaufen, andererseits ist es damit möglich, die Kosten gegenüber einer vollständigen Fertigung in der Schweiz oder in Deutschland zu senken.
Am 18. August 2010 entgleiste in Katowice der schlesische Flirt EN75-003 und stürzte einen Damm hinunter, wobei fünf Personen verletzt und der Zug schwer beschädigt wurde.[161]

Ab Frühling 2014 wurden 20 zweiteilige Flirt 3 für den Verkehr im Großraum Łódź (Łódzka Kolej Aglomeracyjna ŁKA) geliefert. Diese Züge erreichen 160 km/h. Die Wartung während 15 Jahren ist in der 180 Millionen Franken teuren Bestellung mitinbegriffen.[162]

2015 nahm PKP Intercity 20 achtteilige elektrische Flirt 3 für den Fernverkehr Polens in Betrieb. Die Triebzüge in Fernverkehrsausführung sind mit Wagen erster und zweiter Klasse sowie mit einem Bistroabteil ausgestattet.[163] Der Kauf umfasst einen Wartungsvertrag über 15 Jahre. Die Montage erfolgte im Werk in Siedlce und bei Newag. Einzelne Bauteile wie Drehgestelle und Antriebskomponenten werden in der Schweiz gefertigt.[164] 2019 bestellte PKP Intercity weitere zwölf Triebzüge ED160 einschließlich der Instandhaltung über 15 Jahre.[165]

Im Januar 2018 schlossen Koleje Mazowieckie und Stadler Polska eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von 71 elektrischen Flirt ab. Die Vereinbarung umfasst eine 15-jährige Flottenwartung. Die Bestellung ist die größte Auftrag für den Kauf von Schienenfahrzeugen in der Geschichte der polnischen Eisenbahnen. Die im Werk Siedlce hergestellten Züge werden in sechs Serien geliefert.[166]

Portugal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die staatlichen Comboios de Portugal (CP) bestellten 2020 zehn elektrische und zwölf Zweikrafttriebzüge. Sie bestehen aus drei Aluminium-Wagenkasten und sind 63,2 beziehungsweise 74,4 Meter (Zweikraftfahrzeuge) lang. Die Fahrzeuge für die CP sind die ersten Flirt für die Iberische Breitspur.[2]

Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MTR Express FLIRT

Die private Bahngesellschaft MTR Express, eine Tochter der Hongkonger MTR Corporation, betreibt auf der Strecke Stockholm – Göteborg seit März 2015 ein Fernverkehrsangebot in Konkurrenz zu den Schwedischen Staatsbahnen (SJ).[167] Dafür wurden im November 2013 sechs fünfteilige Flirt-Züge im Wert von rund 85 Millionen Schweizer Franken bestellt. Die Züge sind für eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt und auf die schwedischen Winterbedingungen abgestimmt.[168][169] Die Übergabe der Züge erfolgte seit Oktober 2014.[170] Die in Schweden als Baureihe MTR X74[171] geführten Züge haben nur eine Wagenklasse[167] und bieten Internetzugang per WLAN an allen Plätzen.[172]

Serbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirt für die Železnice Srbije auf der Innotrans 2014

Die Serbischen Eisenbahnen (ŽS) bestellten 21 vierteilige Flirt-3-Einheiten. Stadler setzte sich gegen die Konkurrenten Alstom und Siemens durch und erhielt im März 2013 den Auftrag im Wert von rund 100 Millionen Euro. Die in den Jahren 2015 und 2016 gelieferten Einheiten werden im Regionalverkehr eingesetzt. In jedem Wagenkasten gibt es eine Tür pro Seite, eine vierteilige Einheit weist 234 Sitzplätze auf. Die Züge wurden mit dem in Serbien üblichen punktförmigen Zugbeeinflussungssystem Indusi geliefert, wobei eine Nachrüstung auf ETCS möglich ist.[173]

Slowenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieselelektrischer Flirt 610/615 der Slowenischen Eisenbahn

Im April 2018 schlossen die Slowenische Eisenbahn (SŽ) und Stadler Rail einen Rahmenvertrag über 52 Triebzüge vom Typ Flirt sowie KISS. Die ersten 26 Triebzüge wurden direkt abgerufen und wie folgt aufgeteilt: elf vierteilige elektrische und fünf dreiteilige dieselelektrische Flirt 3 sowie zehn dreiteilige KISS 3. Die dieselelektrischen Flirt werden auf eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt, die elektrischen auf 160 km/h. Sie werden dreisystemfähig mit 3 kV Gleich- (Slowenien und Italien) sowie 15 kV Wechselspannung für Österreich und 25 kV für Kroatien ausgelegt.[174][175]

Die Option für die restlichen 26 Triebzüge wurde im Mai 2019 eingelöst. Es sollen weitere zehn vierteilige elektrische und 16 dreiteilige dieselelektrische Flirt-Einheiten geliefert werden. Im Zuge der Einlösung dieser Option wurde die Gesamtbestellung der elektrischen Flirt von Flirt 3 zu Flirt 4 geändert. Die Flirt 4 werden in die Baureihen 510 eingeordnet, die Flirt 3 in die 610 und die KISS in die Baureihe 313.[176][177]

Die Testfahrten für die Baureihe 610 dauerten von April bis August 2020. Die Erprobung der Baureihe 510 wurde Ende Oktober/Anfang November 2020 begonnen.[178][179] Seit Januar 2021 befindet sich die Baureihe 610 im regulären Fahrgastbetrieb.[177]

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Cercanías-Netze in Madrid und Barcelona bestellte die Renfe 59 Breitspurzüge (1668 mm) im Wert von fast einer Milliarde Euro bei Stadler. Zwei Versionen sollen ab 2024 geliefert werden: 24 Züge mit einer Länge von 100 und 35 Züge mit einer von 200 m. Alle Triebzüge bestehen aus einstöckigen und doppelstöckigen Wagen und können bei Bedarf um einzelne Wagen verlängert bzw. verkürzt werden. Damit variiert ihre Länge zwischen 100 und 120 m und zwischen 160 und 240 m. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.[180]

Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2010 unterschrieb das Unternehmen Leo Express einen Vertrag über die Lieferung von fünf fünfteiligen Flirt-Triebzügen (160 km/h, 2000 kW, 3 kV Gleichspannung). Diese Züge werden auf der Strecke PragOstrava eingesetzt. Der Betrieb wurde im Dezember 2012 aufgenommen. Jeder Zug bietet 237 Sitzplätze in drei Wagenklassen (6 Premium, 19 Business, 212 Economy) und einen rollstuhlgerechten Bereich, Mahlzeiten werden am Platz serviert. Im Unterschied zu den Nahverkehrsvarianten gibt es nur vier einfachbreite Einstiegtüren auf jeder Seite.[181][182]

Ungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MÁV

MÁV 5341 in Szob

Für den Regionalverkehr der MÁV-Start um Budapest erhielt Stadler Rail 2006 den Zuschlag für die Lieferung und den Unterhalt von 30 vierteiligen Zügen.[183]Der Auftrag beinhaltete eine Option auf 30 weitere Züge und hätte ursprünglich mit dem ungarischen Partner Ganz Transelektro ausgeführt werden sollen. Aufgrund von internen Veränderungen bei Ganz konnte dieses Vorhaben nicht umgesetzt werden. Stattdessen übernahm die eigens dafür gegründete Tochtergesellschaft Stadler Ungarn die Umsetzung des Auftrags.

Die Option wurde 2007 eingelöst, und die letzten der sechzig Triebzüge wurden im Februar 2010 ausgeliefert.[184] Zudem ermöglichte dies den Aufbau des Stadler-Werkes Szolnok in Ungarn, das 2009 in Betrieb ging und die letzten sieben Triebzüge endmontierte.

Die Fahrzeuge trugen in Ungarn die MÁV-Bezeichnung BVpmot-BDpx-Bpx-BVpmot (altes Bezeichnungsschema, nur an den Seiten angeschrieben) 5341 001–060 (neues Bezeichnungsschema bis 2014/2015). Seit der Umnummerierung 2014/2015 werden die Triebwagen als Baureihe 415 geführt (415 001 ff, A-D-C-B-Teile: 1415 001, 4415 001, 3415 001, 2415 001[185]). Ihre Wartung erfolgt im Stadler-Werk in Pusztaszabolcs.

GySEV

Flirt 415 505 der GySEV

Als zweiter Kunde in Ungarn bestellte im Oktober 2012 die ungarisch-österreichische Privatbahn GySEV vier Flirt-Triebzüge.[186] Zwei dieser Züge nahmen bereits am 15. Dezember 2013 den Verkehr auf der Bahnstrecke Sopron–Szentgotthárd auf.[187]

GySEV und MÁV

Einen weiteren Auftrag über sechs Triebzüge erteilte die GySEV im Februar 2013 zusammen mit der MÁV, welche 42 Züge orderte. Die Auslieferung erfolgte ab Herbst 2014 bis Spätsommer 2015. Alle 48 Flirt-Triebzüge wurden mit Fahrzeuggeräten für die Zugbeeinflussung ETCS Level 2 ausgerüstet. Für den Bau der Aluminiumwagenkästen wurde 2012 das Werk in Szolnok ausgebaut.[188]

MÁV

Am 23. Juni 2015 wurden von der MÁV in einem weiteren Auftrag 21 Triebzüge nachbestellt.[189] Insgesamt wurden nach Ungarn 133 Züge verkauft. Die allgemeine Wartung der GYSEV-Züge (Nummerierung: 415 500 – 509[190][191]) findet in Sopron statt, ihr Spitzname ist „Sport szelet“ nach der Ähnlichkeit der Farbgestaltung mit der Verpackung des Schokoriegels. Die neueren Züge (Nummerierung: 415 061 – 123[192]) der MÁV-Start sind im Betriebswerk Istvántelek beheimatet.[193]

GySEV

Die GySEV bestellte im September 2016 zehn Flirt 3, deren Auslieferung von November 2017 bis Mitte 2019 erfolgte.[194][195] Die vierteiligen Einheiten können auch mit den bereits vorhandenen Flirt in Mehrfachtraktion verkehren.[196] Im erneut ausgebauten Stadler-Werk in Szolnok wurden neben den Wagenkasten auch die Drehgestelle hergestellt; die Endmontage erfolgte im Werk Siedlce in Polen.[197]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 verkaufte Stadler erstmals Flirt-Triebwagen in die USA. Die texanische Forth Worth Transportation Authority setzt sie seit Januar 2019 auf der neugebauten TEXRail-Strecke zwischen Forth Worth und Dallas/Fort Worth International Airport (DFW) ein.[198][199] Es folgten Aufträge von weiteren Bahnbetreibern in Texas: CapMetro in Austin, Denton County Transportation Authority in Lewisville und 2019 von Dallas Area Rapid Transit (DART). Letztere sollen ab Ende 2022 auf der „Silver Line“ in Betrieb gehen.[200][201] Um die Wertschöpfungsvorschriften des Buy America Act zu erfüllen, eröffnete Stadler für die Endfertigung dieser Züge ein Werk in Salt Lake City.[202]

Voraussichtlich ab 2024 wird ein wasserstoffangetriebener Triebzug vom Typ Stadler Flirt auf der Bahnstrecke San Bernardino–Redlands eingesetzt, auf der 2022 der Reiseverkehr mit drei Dieseltriebwagen des Typs Stadler Flirt wieder aufgenommen werden soll.[203][204]

Weißrussland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißrussischer EPM-002-Triebzug (Stadler G)
Weißrussischer EPG-001-Triebzug

2010 gewann Stadler die Ausschreibung von zehn vierteiligen Triebzügen (25 kV, 50 Hz) für die weißrussische Belaruskaja tschyhunka (BC).[205] Die Züge haben mit 1520 mm dieselbe Spurweite wie die finnischen Triebzüge, sie nutzen ebenfalls die größere Fahrzeugbegrenzung aus. Sechs Züge wurden für den S-Bahn-Verkehr der Hauptstadt Minsk ausgestattet,[206] die anderen vier Züge wurden mit komfortablerer Ausstattung geliefert und im Interregio-Verkehr zwischen großen Städten eingesetzt.[207] Die Auslieferung erfolgte zwischen 2010 und 2011.

Im Dezember 2012 bestellte die BC sechs fünfteilige Triebzüge für lange Regionalstrecken, mit höherem Komfort als die S-Bahn-Züge und mehr Stauraum für Gepäck. Die Züge wurden zwischen 2013 und 2014 ausgeliefert.[208][209]

2015 und 2016 wurden zwei Prototypen einer komplett neuen Bauart für die BC gefertigt. Diese als Flirt G (Eigenschreibweise: FlirtG) bezeichneten Fahrzeuge sind mit 3480 mm Wagenkastenbreite nochmals breiter als die bisherige Breitspurvarianten mit 3200 mm, die erste realisierte siebenteilige Variante erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Das Design des Frontmoduls wurde überarbeitet.[210]

Am 17. Januar 2019 gab Stadler die Bestellung von 10 fünfteiligen Flirt bekannt. Diese werden auf den Flirt G mit breitem Wagenkasten basieren, werden allerdings nur auf 160 km/h Höchstgeschwindigkeit ausgelegt. Vorgesehen sind der Einbau von WiFi und Mobilfunkverstärkern, sowie Verpflegungsautomaten. Jede 93 Meter lange Einheit wird 16 Plätze erster Klasse und 244 Plätze zweiter Klasse (in 3+2-Bestuhlung) anbieten; geplant sind drei Toiletten, davon eine rollstuhlgängig.[211] Die Ablieferung ist ab 2020 vorgesehen.

Variantenübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadler bezeichnet nach dem Vorbild der Schweizer Serienbezeichnungen die verschiedenen Varianten mit einem x/y, wobei x die Anzahl der angetriebenen Achsen angibt und y die Anzahl der Achsen insgesamt. Als Gliedertriebzug mit Jakobsdrehgestellen hat ein Flirt immer ein Drehgestell mit je zwei Achsen mehr, als er aus Wageneinheiten besteht. Ein Typ 4/12 ist also ein Fünfteiler mit vier angetriebenen Achsen, ein 3/8 ein Dreiteiler mit drei angetriebenen Achsen.

Die für die jüngsten Bestellungen vorgesehenen Fahrzeuge (DB Regio, nordbahn und Veolia) werden von Stadler als „Flirt 3“ bezeichnet.[212] Diese unterscheiden sich von der ursprünglichen Variante vor allem dadurch, dass in dem „Flirt 3“ eine entsprechend der EN 15227 gestaltete crashoptimierte Front verbaut ist. Da künftig vermehrt Bauteile auch in anderen Baureihen aus dem Hause Stadler verwendet werden können sollen, orientiert sich diese eher am Stadler KISS und dem „NSB-Flirt“ als an dem „Flirt France“, dessen Front ebenfalls schon crashoptimiert ist. Das bei den nun angebotenen dieselelektrischen und Zweikraftversionen eingefügte Antriebsmodul mit dem Dieselmotor sitzt auf zwei Jakobsdrehgestellen.

Die technischen Daten der individuellen Baureihen können von den hier gemachten technischen Angaben abweichen, abhängig von der Fahrzeugausstattung. Die folgenden Angaben basieren auf Datenblättern des Herstellers.

Fahrzeugdaten
zweiteilig dreiteilig vierteilig fünfteilig sechsteilig siebenteilig achtteilig
Be­zeich­nung 0426.1
Abellio: ET 22
ŁKA: 2140
0427
Cantus: 427/827
Abellio: ET 23
eurobahn: ET 8.xx
BLB: ET 130 ff
HLB: 427
VIAS: 301 ff
Veolia: ET 351 ff

GoAhead BW ET 3.xx

3427(FLIRT 3XL)

Abellio/VRR

GoAhead BW ET 9.xx

SBB: RABe 521–524
SOB: RABe 526
TPF/TRN: RABe 527
MÁV: 5341
0428
Cantus: 428/828
eurobahn: ET/EM 5.XX/6.XX
VIAS: 401 ff
STA: ETR-155
JKOY: Sm5
KM: ER75
: EN75
ŽS: 413
DB: 1428/1828

SOB: Voralpen-Express (VAE)

GoAhead BW ET 4.xx


DB: 429
eurobahn: ET/EM 7.xx/9.xx
HLB: 429
1429
Nordbahn: ET 5.01–07
Abellio: ET 25 22xx

2429
eurobahn: ET 4.xx
Abellio: ET 25 23xx

GoAhead BW ET 5.xx


3429(FLIRT 3XL)
Abellio/VRR

1430
Veolia: ET 301 ff
SBB: RABe 524L
Nordbahn ET 6.01–08
NSB: Typ 74

GoAhead BW ET 6.xx

BC: Flirt G PKP IC: ED160

SOB: Traverso

Bau­jahr ab 2006 ab 2004 ab 2004 ab 2007 ab 2008 2015–2016 ab 2014
Achs­folge Bo’2’2’
ŁKA: Bo‘2‘Bo‘
Bo’2’2’Bo’
HLB/VIAS/Veolia: Bo’2’2’(1A)
Bo’2’2’2’Bo’ Bo’2’2’2’2’Bo’
NSB: Bo’2’2’ + Bo’2’2’Bo’
Bo’2’2’2’2’2’Bo’ Bo’2’2’2’Bo’+
2’2’2’Bo’
Bo’2’2’2’2’+
2’2’2’2’Bo’
SOB: Bo’2’2’2’Bo’+
Bo’2’2’2’Bo’
Leer­masse 76 t
ŁKA:90 t
100 t 120 t
131 t[213]
JKOY: 132 t
145 t (Nordbahn: 156 t) 170 t (Nordbahn: 179 t) 270 t PKP: 257 t
Länge 42.066 mm
ŁKA: 45.700 mm
58.166 mm
58.600 mm (Flirt 3)
67.600 mm (Flirt 3XL)
74.266 mm
74 700 mm (Flirt 3)
JKOY: 75.200 mm
ŽS: 77.100 mm
90.378 mm
90 800 mm (Flirt 3)
106.200 mm (Flirt 3XL)
106.278 mm
106.900 mm (Flirt 3)
134.500 mm PKP: 152.900 mm (Flirt 3)
SOB: 150.200 mm (Flirt 3)
Breite 2880 mm
JKOY/NSB: 3200 mm
ŁKA/ŽS: 2820 mm

FLIRT 3XL: 2882 mm

3480 mm 2820 mm
Höhe 4185 mm
JKOY: 4400 mm

FLIRT 3XL: 4270 mm

4600 mm 4120 mm
Fußboden­höhe Hochflur: 1120 mm, Niederflur: siehe Einstiegshöhe 700/900/1240 mm 1180 mm
Einstiegs­höhe 580 mm bzw. 780 mm
JKOY: 600 mm
600 mm 1180 mm

SOB: 780 mm

Sitz­platz­anzahl circa 116 circa 181 circa 219 circa 274–300
DB 429/829: 274
circa 333 382 PKP: 354
SOB: 361
Sitzplatzanzahl kann je nach Bestellung um ±20 Plätze variieren
Höchst­ge­schwin­digkeit 140 km/h
ŁKA: 160 km/h
160 km/h 160 km/h
SNTF: 120 km/h
160 km/h
NSB: 200 km/h
160 km/h 200 km/h 160 km/h
Dauer­leistung am Rad 1000 kW
ŁKA: 1400 kW
2000 kW
HLB/VIAS/Veolia: 1500 kW
2000 kW 2000 kW
NSB: 3000 kW
2000 kW 3000 kW 2000 kW
SOB: 4000 kW
Max. Leistung am Rad 1300 kW
ŁKA: 1800 kW
2600 kW
HLB/VIAS: 1950 kW

Abellio/VRR(Flirt3XL): 3000 kW

2600 kW 2600 kW
NSB: 4500 kW

Abellio/VRR(Flirt3XL): 3000 kW

2600 kW 3900 kW 3000 kW
SOB: 5200 kW
Anfahr­be­schleu­ni­gung 0,83 m/s²
ŁKA: 1,1 m/s²
1,19 m/s²
1,2 m/s²
HLB/VIAS: 1,01 m/s²
1,00 m/s²
1,2 m/s²
0,87 m/s² 0,80 m/s²[214] 0,9 m/s² 0,6 m/s²

SOB: 1,1 m/s²

Quellen [26][73][27][128][119][35][34][156][163][162][207][206][103][54][55][215]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • «Flirt» für Stadtbahn Zug und S-Bahn Basel. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 11/2002, ISSN 1421-2811, S. 506–509.
  • Gelenktriebwagen RABe 526 für die Regionalverkehr Mittelland AG. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 11/2003, ISSN 1421-2811, S. 498–503.
  • Sven Klein: Der «flinke, leichte, innovative Regional-Triebzug» für die SBB. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 1/2005, ISSN 1421-2811, S. 18–26.
  • Michael Wiegleb, Kuno Schmid, Edgar Keller, Peter Daehler: Stadtlers Mehrsystem-Triebzug Flirt für die TILO. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, 2006, ISSN 1421-2811, S. 490–497.
  • Karsten Wagner & Alois Starlinger Flirt3. Präsentation durch Stadler Rail AG, Grazer Schienenfahrzeugtagung 2014 (PDF, 36 Seiten).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stadler Flirt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Griesser Kym: Stadler in Zahlen: Vom KMU zum Weltkonzern mit 8000 Mitarbeitern. In: St. Galler Tagblatt (Online) vom 7. Dezember 2018.
  2. a b c Stadler liefert den Bestseller FLIRT erstmals auf die iberische Halbinsel. Medienmitteilung vom 21. Oktober 2010
  3. a b c Elektrischer Niederflurtriebzug FLIRT für die DB Regio AG (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) Datenblatt von Stadler Rail (PDF; 1,0 MB)
  4. lokifahrer.ch
  5. Stadler Produkte: FLIRT 160
  6. a b c d e Theo Weiss: Stadler – Von der Stollenlokomotive zum Doppelstockzug. Minirex, Luzern 2010, ISBN 978-3-907014-33-2, S. 9380–88.
  7. Karsten Wagner & Alois Starlinger: Flirt3. Präsentation durch Stadler Rail AG, Grazer Schienenfahrzeugtagung 2014 (PDF, 36 Seiten).
  8. Katrin Goullon: Auf der Schiene des Erfolgs – Der Flirt in 3. Generation. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 1+2/2015, S. 46–52.
  9. Feierlicher Roll-out auf bls.ch, abgerufen am 12. Oktober 2020
  10. Zweiteilige Flirt für Polen. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2, 2013, S. 85.
  11. Start in das neue Ausbildungsjahr beim Schienenfahrzeughersteller Stadler Pankow. (Memento vom 5. September 2015 im Internet Archive) 5. September 2015; Stadler Pankow GmbH
  12. a b Daniel Fankhauser, Urs Wieser: Niederflur-Gelenktriebzüge Be 4/8 Star für die Aare – Seeland mobil AG. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 3/2010, S. 147–153.
  13. Matthias Rellstab: 14 Züge für die BDWM. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 8-9/2007, S. 370.
  14. Walter von Andrian: Diamant für BDWM Transport AG vorgestellt. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2/2010, S. 94–95.
  15. a b Jürg Lüthard, Urs Wieser: Neue Triebzüge für Westschweizer Meterspurbahnen. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 6/2016, S. 301–307.
  16. DB Arriva bestellt für die Niederlande Züge mit innovativem Antriebskonzept für 170 Millionen Euro. Presseinformation auf der Website der DB vom 14. November 2017
  17. Pressemeldung Stadler: Stadler: Flirt Akku in Berlin vorgestellt. In: lok-report.de. 25. Oktober 2018, abgerufen am 22. Juli 2019.
  18. a b Tilmann Post: Neuer Elektro-Zug weckt Hoffnung. In: kn-online.de. 22. Juli 2019, abgerufen am 22. Juli 2019.
  19. Stadler korrigiert E-Reichweite seines Akku-Zugs nach oben. In: electrive.net. 31. März 2021, abgerufen am 31. März 2021.
  20. Ab 2022 sollen Akku-Elektrozüge durchs Land rollen. In: ndr.de. 14. Oktober 2019, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  21. NDR vom 11. Februar 2021, Abruf 16. Februar 2021
  22. Stadler liefert neue ÖBB-Tunnelrettungsfahrzeuge. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2/2021, S. 75.
  23. Christian Milankovic: „Unsere Züge fahren stabil“. In: Stuttgarter Nachrichten. Band 75, 25. September 2020 (online).
  24. Meldung Flirt auch in Deutschland für Doppeltraktion zugelassen. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 2/2006, ISSN 1421-2811, S. 84.
  25. Elektrischer Niederflurtriebzug FLIRT für die cantus Verkehrsgesellschaft mbH (Memento vom 25. Dezember 2014 im Internet Archive) Datenblatt von Stadler Rail (PDF; 1,4 MB)
  26. a b Elektrischer Niederflurtriebzug FLIRT für die Abellio GmbH (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) Datenblatt von Stadler Rail (PDF; 1,1 MB)
  27. a b Elektrischer Niederflurtriebzug FLIRT für die DB Regio AG (Memento vom 16. Dezember 2015 im Internet Archive) Datenblatt von Stadler Rail (PDF; 0,2 MB)
  28. Drehscheibe Online: DB Flirts nun umgezeichnet, 16. Januar 2009
  29. Elektrischer Niederflurtriebzug FLIRT für die Eurobahn, Deutschland (Memento vom 25. Dezember 2014 im Internet Archive) Datenblatt von Stadler Rail (PDF; 1,0 MB)
  30. Eurailpress: Angel Trains: 18 Flirt für Keolis 16. November 2007. Archiviert vom Original am 3. März 2012.
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