Gelsenkirchen Hauptbahnhof

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gelsenkirchen Hauptbahnhof
Der nächtliche Gelsenkirchener Hauptbahnhof vom Taxistand aus gesehen
Der nächtliche Gelsenkirchener Hauptbahnhof vom Taxistand aus gesehen
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung EG
IBNR 8000118
Kategorie 2
Eröffnung 1847
Profil auf Bahnhof.de Gelsenkirchen_Hbf
Lage
Stadt/Gemeinde Gelsenkirchen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 30′ 16″ N, 7° 6′ 5″ OKoordinaten: 51° 30′ 16″ N, 7° 6′ 5″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16i16i18

Der Hauptbahnhof Gelsenkirchen ist ein Fernbahnhof der Deutschen Bahn. Die Strecken aus Oberhausen und Essen verlaufen ab hier gemeinsam bis Wanne-Eickel Hauptbahnhof und verzweigen sich dort nach Münster oder in Richtung Dortmund. Der Gelsenkirchener Hauptbahnhof ist an zehn Bahnstrecken angebunden, davon sechs mit Personenverkehr. Im Betriebsstellenverzeichnis hat er das Kürzel EG. Die Anschrift ist Bahnhofsvorplatz 10, 45879 Gelsenkirchen.

Mehr als 35.000 Menschen halten sich täglich im Hauptbahnhof der Stadt Gelsenkirchen auf – gut die Hälfte davon sind Fahrgäste der Deutschen Bahn. Dies kann nur schwer abgegrenzt werden, da die Station an einer Fußgängerzone liegt und hier Verknüpfung zum Nahverkehr in Gelsenkirchen besteht. Der Fahrplan umfasst 402 Personenzüge fast aller Gattungen bis hin zum Intercity. Die Bahnsteige sind an der westlichen Hälfte überdacht. Die Gleise 4/5 und 6/7 verfügen zudem über Fahrtreppen und seit dem Frühjahr 2006 sind sämtliche Bahnsteige mit Aufzügen erreichbar, die Station ist barrierefrei.

Zwischen Mai 2005 und Juni 2006 wurde der Bahnhof komplett umgestaltet und erhielt so ein neues Aussehen. Er wird mit mehreren Kameras videoüberwacht, außerdem ist er Station der Deutschen Fußballroute NRW (Tafel am Nordausgang).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1847 bis 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postamt und Hauptbahnhof im Jahre 1924

Der Bahnhof Gelsenkirchen wurde 1847 zusammen mit der Cöln-Mindener Eisenbahn eröffnet.

Gelsenkirchen Hauptbahnhof vor 1938

Der Hauptbahnhof wurde seither zwei Mal grundlegend neu gebaut. Das erste Mal geschah dies 1904, weil die Kapazitäten des alten Bahnhofes nicht mehr ausreichten. Er ist seitdem ein Hauptbahnhof. Im Zuge dieser Baumaßnahme wurden die bis dato ebenerdig liegenden Gleise angehoben, damit der zunehmende Straßenverkehr von Gelsenkirchen nach Bochum ungehindert den Hauptbahnhof passieren konnte.

Der zweite Neubau wurde von 1982 bis 1983 durchgeführt. Dieser zweite Neubau war und ist auch heute noch immer stark umstritten. Ein beim Abriss des Bahnhofsgebäudes von 1904 sichergestelltes Bauteil sowie eine Darstellung seines Umrisses wurde allerdings am Südausgang eingebaut. Das Fenster mit Gelsenkirchener Wirtschaftszweigen fand an der Fassade eines Geschäftshauses am Ende der Fußgängerzone Bahnhofstraße Verwendung. Während des zweiten Neubaus wurde auch das Bahnhofscenter errichtet, welches heute einheitliche Öffnungszeiten (von 8 bis 20 Uhr) bietet (Gastronomie ausgenommen).

Der Hauptbahnhof Gelsenkirchen heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Vorbereitung auf die FIFA WM 2006 wurde der Hauptbahnhof umgebaut. Der Bahnhof selbst hat ein vollkommen neues Gesicht erhalten. In den Umbau des Hauptbahnhofes wurden etwa 15 Millionen Euro investiert. Dazu wurden unter anderem folgende Baumaßnahmen durchgeführt:

  • Sanierung der Bahnsteige (mit Blindenleitsystem und Aufzügen)
  • Erweiterung des Bahnsteigs 1 für eine Klimaanlage
  • Umgestaltung der Passage
    • Reisezentrum direkt an der Verteilerebene
    • Taxistand nah am Bahnhof
    • Aufzüge zu den Bahnsteigen
    • neue Ladenlokale für Einzelhandel und Gastronomie
  • Umbau des U-Bahnhofes; Absenken der noch nicht angepassten Abschnitte der Bahnsteige, um den Stadionverkehr (Gelsenkirchen HbfVELTINS Arena) mit einer Doppeltraktion durchführen zu können.

Seit Mitte Mai 2006 ist der Umbau des Hauptbahnhofs großenteils fertiggestellt. Die offizielle Eröffnung fand am 8. Juni 2006 statt.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein ICE3 am Hauptbahnhof Gelsenkirchen

Im Fahrplanjahr 2012/2013 des Schienenpersonenfernverkehrs ist der Hauptbahnhof Gelsenkirchen Systemhalt einer Intercity-Linie der Deutschen Bahn.

Außerdem hält seit Juli 2012 der Hamburg-Köln-Express in Gelsenkirchen.

Linie Linienverlauf Takt
IC 35 Norddeich Mole – Rheine – Münster – Gelsenkirchen – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn - Koblenz - (einzelne Züge bis Stuttgart oder Konstanz) 120 min
HKX Hamburg-Altona – Osnabrück – Münster – Gelsenkirchen – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln einmal täglich (Fr–So)

Darüber hinaus wird der Bahnhof von einzelnen Zügen anderer Intercity-Linien sowie von Verstärkungszügen im Wochenendverkehr angefahren.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RB 46 Glückauf-Bahn in Gelsenkirchen Hbf

Die folgenden Linien des Schienenpersonennahverkehrs halten am Hauptbahnhof Gelsenkirchen:

Linie Verlauf Takt
RE 2 Rhein-Haard-Express:
Münster (Westf) Hbf – Münster-Albachten – Bösensell – Nottuln-Appelhülsen – Buldern – Dülmen – Sythen – Haltern am See – Marl-Sinsen – Recklinghausen Hbf – Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf – Essen Hbf – Mülheim (Ruhr) Hbf – Duisburg Hbf – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RE 3 Rhein-Emscher-Express:
Düsseldorf Hbf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg Hbf – Oberhausen Hbf – Essen-Altenessen – Gelsenkirchen Hbf – Wanne-Eickel Hbf – Herne – Castrop-Rauxel Hbf – Dortmund-Mengede – Dortmund Hbf – Dortmund-Scharnhorst – Dortmund-Kurl – Kamen-Methler – Kamen – Nordbögge – Hamm (Westf)
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RE 42 Niers-Haard-Express:
Münster (Westf) Hbf – Münster-Albachten – Bösensell – Nottuln-Appelhülsen – Buldern – Dülmen – Sythen – Haltern am See – Marl-Sinsen – Recklinghausen Hbf – Recklinghausen Süd – Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf – Essen Hbf – Mülheim (Ruhr) Hbf – Duisburg Hbf – Rheinhausen – Krefeld-Uerdingen – Krefeld Hbf – Viersen – Mönchengladbach Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min
RB 46 Glückauf-Bahn:
Gelsenkirchen Hbf – Wanne-Eickel Hbf – Bochum-Riemke – Bochum-Hamme – Bochum West – Bochum Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
30 min
S 2 Hauptlinienweg Dortmund–Duisburg: Dortmund Hbf – Dortmund-Dorstfeld – Dortmund-Wischlingen – Dortmund-Huckarde – Dortmund-Westerfilde – Dortmund-Nette/Oestrich – Dortmund-Mengede – Castrop-Rauxel Hbf – Herne – Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf hier Abzweig nach Essen – Essen Zollverein Nord – Essen-Altenessen – Essen-Bergeborbeck – Essen-Dellwig – Oberhausen Hbf – Duisburg Hbf
Abzweig Gelsenkirchen–Essen Hbf: Gelsenkirchen Hbf – Gelsenkirchen-Rotthausen – Essen-Kray Nord – Essen Hbf
20/40 min (Dortmund–Gelsenkirchen)
60 min (je beide Äste)

Die Linien RE 2 und RB 42 bilden zusammen einen annähernden Halbstundentakt auf der Strecke Münster–Essen.

Insgesamt halten in Gelsenkirchen täglich knapp 350 Züge des Nah- und Fernverkehrs.

Bus und Straßenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtbahnhaltestelle Gelsenkirchen Hauptbahnhof mit der Linie 302

Weiterhin halten folgende Straßenbahn- und Buslinien am Hauptbahnhof Gelsenkirchen:

Verwaltung und Management[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbahnhof Gelsenkirchen sowie etwa ein Dutzend weiterer Bahnhöfe in der Region, darunter auch in Nachbarstädten wie Herne, Gladbeck und Castrop-Rauxel, ist dem Bahnhofsmanagement Essen unterstellt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gelsenkirchen Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

Weitere Belege: