Hannoversche Westbahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Löhne–Rheine-Emden
Streckennummer (DB): 2992 (Löhne-Rheine)
2931 (Rheine-Emden Süd)
Kursbuchstrecke (DB): 375, 395
Streckenlänge: 176 + 124 = 300 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Zweigleisigkeit: Löhne-Rheine
Rheine–Dörpen
Dörpen-Lehe–Leer Süd
Leer Gbf–Emden Rbf Strw
Betriebsstellen und Strecken[1]
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon exKBHFa.svg
348,6 Emden Süd
BSicon .svgBSicon DST.svgBSicon exSTR.svg
0,0 348,1 Emden Rbf Strw (ab hier zweigleisig)
BSicon .svgBSicon ABZgr.svgBSicon exSTR.svg
nach Emden Bezirksbf
BSicon .svgBSicon eABZg+l.svgBSicon exSTRr.svg
347,8 Emden Rbf (Abzw)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Borssumer Kanal und Verbindungskanal
   
344,4 Petkum
Bahnhof ohne Personenverkehr
339,4 Oldersum
   
331,5 Neermoor
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
328,4 Nüttermoor (Awanst)
Straßenbrücke
A 31
   
Strecke von Oldenburg
Bahnhof, Station
323,1 Leer (Ostfriesland)
Bahnhof ohne Personenverkehr
322,0 Leer (Ostfriesland) Gbf
Brücke über Wasserlauf (groß)
Leda (Strecke eingleisig)
Bahnhof ohne Personenverkehr
320,6 Leer (Ostfriesland) Süd (ab hier zweigleisig)
   
317,1 Westoverledingen Gemeinde (Awanst)
   
ehem. Kleinbahn von Westrhauderfehn
Bahnhof ohne Personenverkehr
315,5 Ihrhove (ehem. PV)
   
Strecke nach Groningen (NL)
   
312,3 Steenfelde
Bahnhof, Station
306,1 Papenburg (Ems)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Papenburger Hafen (Klappbrücke)
Bahnhof, Station
300,8 Aschendorf
Straßenbrücke
B 70
A/D: Überleitstelle, CH: Spurwechsel
296,4 Dörpen-Lehe (Üst)
Straßenbrücke
B401
Brücke über Wasserlauf (groß)
Küstenkanal (Strecke eingleisig)
Bahnhof ohne Personenverkehr
291,5 Dörpen (ehem. auch PV)
Haltepunkt, Haltestelle
290,2 Dörpen
Bahnübergang
B 70
   
287,1 Kluse
   
ehem. Kleinbahnstrecke
Bahnhof, Station
279,0 Lathen Transrapid-Versuchsanlage
   
Hümmlinger Kreisbahn nach Werlte
Bahnhof, Station
270,4 Haren (Ems)
Bahnübergang
B 408
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
267,1 Meppen RWE (Awanst)
   
265,0 Hemsen (Ems)
Straßenbrücke
B 402
Straßenbrücke
B 70
Brücke über Wasserlauf (groß)
Nordradde
   
Strecke von Essen (Oldb)
Bahnhof, Station
260,1 Meppen
   
ehem. Trasse nach Essen (Oldb)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Hase
Haltepunkt, Haltestelle
248,8 Geeste
Straßenbrücke
B 70
   
243,8 Holthausen (Ems) (Abzw)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
242,3 Lingen (Ems) Stadt (Awanst)
BSicon exSTR+l.svgBSicon eKRZu.svgBSicon .svg
ehem. Kleinbahn von Quakenbrück
BSicon exKBHFe.svgBSicon BHF.svgBSicon .svg
239,8 Lingen (Ems)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
236,2 Lingen (Ems) Faserwerke (Awanst)
Straßenbrücke
B 213
Bahnhof ohne Personenverkehr
234,2 Hanekenfähr
Brücke über Wasserlauf (groß)
Ems
   
232,0 Elbergen
Bahnhof, Station
225,6 Leschede
Bahnhof ohne Personenverkehr
223,7 Emsbüren (Awanst)
   
Strecke von Almelo (NL)
Bahnhof, Station
216,7 Salzbergen
BSicon STR+l.svgBSicon KRZu.svgBSicon .svg
Strecke von Quakenbrück
BSicon xABZql.svgBSicon ABZg+r.svgBSicon .svg
ehem. Strecke von Ochtrup
Bahnhof, Station
208,9 Rheine
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, ex von rechts
Strecke nach Münster
BSicon .svgBSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
178,1 Üst Emsbrücke
   
177,9 Kümpers (Awanst)
   
173,0 Rodde PV bis Juni 1991
Brücke über Wasserlauf (groß)
Dortmund-Ems-Kanal
Straßenbrücke
A 30
Haltepunkt, Haltestelle
168,2 Hörstel
Brücke über Wasserlauf (groß)
Mittellandkanal
BSicon .svgBSicon ABZg+l.svgBSicon KDSTeq.svg
Hafen Uffeln
Bahnhof, Station
163,8 Ibbenbüren-Esch
BSicon .svgBSicon ABZgl.svgBSicon KDSTeq.svg
Bergwerk Ibbenbüren
Bahnhof, Station
158,6 Ibbenbüren
   
Strecke nach Gütersloh
Haltepunkt, Haltestelle
154,1 Ibbenbüren-Laggenbeck
   
ehem. Perm-Bahn von Hasbergen
Bahnhof ohne Personenverkehr
148,1 Velpe (Westf)
Bahnhof ohne Personenverkehr
142,9 Lotte (Kr Tecklenburg)
   
142,8 Landesgrenze NRW / Nds
Straßenbrücke
A 1
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon STR+l.svg
Tecklenburger Nordbahn von Altenrheine
BSicon .svgBSicon ABZg+l.svgBSicon ABZqr.svg
Strecke von Oldenburg
Bahnhof ohne Personenverkehr
137,4 Osnabrück-Eversburg (Keilbahnhof)
Haltepunkt, Haltestelle
133,7 Osnabrück Altstadt
Bahnhof ohne Personenverkehr
Hannoverscher Bahnhof
BSicon .svgBSicon ABZgl.svgBSicon STR+r.svg
„Kluskurve“ nach Bremen
BSicon ABZq+lr.svgBSicon TBHFu.svgBSicon ABZql+r.svg
132,4 Osnabrück Hbf (Turmbahnhof)
BSicon ABZg+l.svgBSicon ABZgr.svgBSicon STR.svg
„Münsterkurve“ von Münster
BSicon DST.svgBSicon STR.svgBSicon STR.svg
Osnabrück Rbf Fledder
BSicon STR.svgBSicon ABZgl+l.svgBSicon STRr.svg
„Stahlwerkskurve“ bzw. „Schinkelkurve“
BSicon STRl.svgBSicon ABZg+r.svgBSicon .svg
129,3 Lüstringen (Abzw)
Bahnhof, Station
122,4 Wissingen
Haltepunkt, Haltestelle
116,8 Westerhausen (Melle)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
113,4 Melle-Euer Heide (Awanst)
Bahnhof, Station
111,3 Melle
Bahnhof, Station
104,0 Bruchmühlen
   
103,8 Landesgrenze Nds / NRW
   
103,0 Möller (Awanst)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
98,5 Stadt Bünde (Anst) ehem. Ahle (Kr Herford)
   
Strecke von Rahden
Bahnhof, Station
95,2 Bünde (Westf)
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon exKBHFa.svg
90,3 Kirchlengern
BSicon .svgBSicon ABZgr.svgBSicon exSTR.svg
Strecke nach Herford
BSicon STR+l.svgBSicon ABZgr.svgBSicon exABZgl+l.svg
ehem. Wallücker Willem (Schmalspur)
BSicon KRZu.svgBSicon ABZg+r.svgBSicon exSTR.svg
87,8 Löhne (Westf) Gbf West
BSicon ABZg+r.svgBSicon STR.svgBSicon exSTR.svg
Hauptstrecke von Herford
BSicon STR.svgBSicon DST.svgBSicon exSTR.svg
86,8 Löhne (Westf) Gbf
BSicon BHF.svgBSicon DST.svgBSicon exKBHFe.svg
85,3 Löhne (Westf) Pbf
BSicon ABZgr.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Strecke nach Hameln
BSicon STR.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Hauptstrecke nach Minden

Als Hannoversche Westbahn wird die Strecke von Löhne über Rheine nach Emden bezeichnet, mit der die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen Mitte des 19. Jahrhunderts den Westen des Königreiches Hannover erschlossen.

Verlauf und Bau der Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die westliche Erschließung des Königreiches Hannover durch die Eisenbahn begann 1847 mit der Bahnstrecke Hannover–Minden. Dort schloss sich die Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft über Hamm nach Köln an.

Die Hannoversche Westbahn zweigt am Bahnhof Löhne von der Bahnstrecke Minden–Hamm ab und verläuft im Tal von Else und Hase südlich des Wiehengebirges über Bünde und Melle nach Osnabrück. Da das nächste Teilstück von Osnabrück über Ibbenbüren nach Rheine auf westfälischem Gebiet liegt, wurde es vom preußischen Staat gebaut und danach an die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen verpachtet.[2] Von Rheine aus folgt die Strecke dann der Ems in nördlicher Richtung und verläuft über Salzbergen, Lingen (Ems), Meppen und Papenburg nach Emden.

Die Strecke wurde in den Jahren 1854 bis 1856 schrittweise in Betrieb genommen. Zuerst wurde am 24. November 1854 der Abschnitt Emden–Papenburg fertiggestellt. Er befand sich zunächst in einer Insellage, da er noch an keine andere Bahnstrecke angeschlossen war. Mit der Inbetriebnahme des Abschnitts Löhne–Osnabrück am 21. November 1855 wurde an dessen vorläufigem Ende der „Hannöversche Bahnhof“ eröffnet.

Der Abschnitt Papenburg–Lingen folgte am 2. Mai 1856, und am 23. Juni 1856 wurde schließlich das Reststück Osnabrück–Lingen in Betrieb genommen. Gleich mit dem Bau der Strecke wurden auch die zentralen Werkstätten für die Gesamtstrecke in Lingen eingerichtet.

Rheine entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Schon am 27. Juni 1856 wurde die Bahnstrecke Rheine–Münster eröffnet, weitere Strecken siehe Bahnhof Rheine. 1865 wurde durch die Bahnstrecke Almelo–Salzbergen eine Verbindung zum niederländischen Streckennetz geschaffen.

Übergang an Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Deutschen Krieg wurde das Königreich Hannover durch Preußen annektiert. Die Hannöversche Staatsbahn wurde preußisches Eigentum und am 15. Dezember 1866 in vollem Umfang einer königlichen Direktion mit Sitz in Hannover unterstellt. Der Wechsel der Zuständigkeit an die „Königliche Direction der Westfälischen Eisenbahn“ wurde am 1. Mai 1867 beschlossen.[3]

Der Streckenabschnitt zwischen Emden und Rheine (bzw. je nach Lesart bis Salzbergen) wurde dann später ausgegliedert und am 1. Januar 1868 von der Königlich-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft übernommen.[4]

Die Hannoversche Westbahn wird seitdem nicht mehr als eine Einheit betrachtet. Zur weiteren Geschichte siehe die Artikel Bahnstrecke Löhne–Rheine und Emslandstrecke.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesbahndirektion Hannover: 1843-1983. 140 Jahre Eisenbahndirektion Hannover. Hannover o. J. (1983).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Arthur von Mayer: Geschichte und Geographie der Deutschen Eisenbahnen von ihrer Entstehung bis auf die Gegenwart 1890. Band 1. Baensch, Berlin 1891, S. 348. Zitat: „Da diese Verbindungslinie der geographischen Lage nach preussisches Gebiet berühren musste, und andererseits nach Möglichkeit bereits bestehende Linien mit benutzt werden sollten, wurde mit Preussen und der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft dahin Vereinbarung getroffen, dass der hannöversche Staat von der Station Löhne der Köln-Mindener Bahn bis Osnabrück, 47,5 km lang, und weiter von der preussisch-hannöverschen Grenze zwischen Rheine und Salzbergen bis Emden an der Nordsee, 133,5 km lang, baue, während das Zwischenstück von Osnabrück bis zu dem genannten Grenzpunkt seitens der preussischen Staatsbahnverwaltung hergestellt werden sollte. Zur Erzielung eines einheitlichen Betriebes war aber auch diese Theilstrecke von Hannover in Pacht und Betrieb genommen und ihr ausserdem von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft für die Strecke Minden-Löhne das Mitbenutzungsrecht eingeräumt worden.“
  3. www.westbahn.de
  4. H. Kobschätzky, Streckenatlas der deutschen Eisenbahnen 1835-1892, Düsseldorf 1971