SGS Essen

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SGS Essen
Vereinswappen der SGS Essen
Basisdaten
Name Sportgemeinschaft Essen-
Schönebeck 19/68 e.V.
Sitz Essen, Nordrhein-Westfalen
Gründung 2000
Präsident Ulrich Meier
Website www.sgs-essen.de
Erste Mannschaft
Trainer Daniel Kraus
Stadion Stadion Essen
Plätze 20.650
Liga Bundesliga
2016/17 6. Platz
Heim
Auswärts

Die Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck 19/68 e.V., kurz SGS Essen, ist ein Sportverein aus Essen. Der Verein entstammt einer Fusion aus den Vereinen VfB Borbeck und SC Grün-Weiß Schönebeck aus dem Jahr 2000. Aushängeschild der SG Essen-Schönebeck ist die Frauenfußballmannschaft, die seit 2004 in der Bundesliga spielt. Bis zur Saison 2012/13 traten alle Frauen- und Mädchenmannschaften unter dem Namen SG Essen-Schönebeck an.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. März 1973 wurde beim SC Grün-Weiß Schönebeck eine Frauenfußball-Abteilung gegründet. 1976 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga Niederrhein, damals die höchste Spielklasse. Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg wurde 1992 der Wiederaufstieg gefeiert. Fünf Jahre später schaffte man erstmals den Sprung in die Regionalliga, aus der man jedoch sofort wieder abstieg. Mit einer stark verjüngten Mannschaft schaffte man den direkten Wiederaufstieg und wurde auf Anhieb Vizemeister. Nach einem weiteren zweiten Platz rutschte man ins Mittelfeld zurück und musste 2003 lange um den Klassenerhalt zittern.

Logo der SG Essen-Schönebeck bis zum Sommer 2012

Ein Jahr später wurde die Mannschaft völlig überraschend Meister der Regionalliga West. Die mittlerweile von Ralf Agolli trainierte Mannschaft konnte sich durch eine Reihe von ehemaligen Spielerinnen des FCR 2001 Duisburg verstärken und ging mit dem Ziel sich für die neue 2. Bundesliga zu qualifizieren in die Saison. Nach einer erfolgreichen Aufstiegsrunde schaffte der Verein den Sprung in der Bundesliga. Dort konnte man sich in den ersten zwei Jahren etablieren. Hinter den Spitzenclubs aus Frankfurt und Potsdam hat man den dritthöchsten Zuschauerschnitt der Liga.

2007 erreichte die SGS erstmals das Halbfinale im DFB-Pokal. Gegner war der Lokalrivale FCR 2001 Duisburg. Vor 3.750 Zuschauern (die höchste Zuschauerzahl der Vereinsgeschichte) hielten die Essenerinnen lange mit, mussten sich aber nach Verlängerung mit 5:1 geschlagen geben. Die Partie wurde live vom WDR übertragen. In der Bundesligasaison konnte sich der Verein wegen vielen Verletzungen nicht verbessern.

Nachdem die Mannschaft in der Saison 2008/09 mit dem fünften Rang die beste Platzierung der Vereinsgeschichte erlangte, mussten die Essenerinnen ein Jahr später bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern. Ein 1:1 beim direkten Konkurrenten SC Freiburg sicherte den weiteren Verbleib in der Bundesliga. Der Vertrag mit Trainer Agolli wurde nach Saisonende einvernehmlich aufgelöst.[2] Die Saison 2010/11 bescherte der SGS eine weitere Spielzeit im Abstiegskampf unter ihrem neuen Trainer Markus Högner, die mit dem 9. Platz um einen Platz besser beendet werden konnte als die Vorsaison. Ein Jahr später führte Högner seine Mannschaft auf Rang fünf. Auch in den folgenden Jahren wurde ein Platz im Mittelfeld erreicht.

Ein Höhepunkt war das Erreichen des DFB-Pokal-Finals 2014, das aber mit 0:3 gegen den 1. FFC Frankfurt verloren ging.


Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
26 Lena Pauels DeutschlandDeutschland
12 Jil Strüngmann DeutschlandDeutschland
01 Lisa Weiß DeutschlandDeutschland
022 Nina Brüggemann DeutschlandDeutschland
03 Franziska Wenzel DeutschlandDeutschland
04 Jana Feldkamp DeutschlandDeutschland
06 Vanessa Martini DeutschlandDeutschland
07 Sarah Freutel DeutschlandDeutschland
14 Isabel Hochstein DeutschlandDeutschland
18 Lena Ostermeier DeutschlandDeutschland
25 Henrike Sahlmann DeutschlandDeutschland
10 Linda Dallmann DeutschlandDeutschland
11 Irini Ioannidou DeutschlandDeutschlandGriechenlandGriechenland
15 Janina Meißner DeutschlandDeutschland
16 Jacqueline Klasen DeutschlandDeutschland
21 Ina Lehmann DeutschlandDeutschland
23 Sara Doorsoun DeutschlandDeutschland
08 Madeline Gier DeutschlandDeutschland
09 Kirsten Nesse DeutschlandDeutschland
13 Charline Hartmann DeutschlandDeutschland
17 Margarita Gidion DeutschlandDeutschland
24 Lea Schüller DeutschlandDeutschland

Zu- und Abgänge zur Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Kozue Andō (1. FFC Frankfurt)
Nina Brüggemann (BV Cloppenburg)
Kirsten Nesse (Herforder SV)
Sabrina Dörpinghaus (SGS Essen II)
Caroline Hamann (SGS Essen II)
Dominique Janssen (Arsenal LFC)
Katharina Leiding (Sportinvalide)
Kari Närdemann (Tennessee Tech Golden Eagles)
Isabelle Wolf (FSV Gütersloh 2009)

Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1. Frauenmannschaft trug ihre Heimspiele seit dem Bundesligaaufstieg 2004 im Sportpark Am Hallo aus. Als Trainingsgelände dient die Helmut-Rahn-Sportanlage in Essen-Frohnhausen. Die restlichen Mannschaften spielen und trainieren in der Bezirkssportanlage Ardelhütte auf einem älteren und auf einem im November 2011 fertiggestellten Kunstrasen. Da diese Anlage nicht den Anforderungen der Frauen-Bundesliga entspricht, wurden die Bundesligaspiele im Sportpark Am Hallo ausgetragen. Seit der Saison 2012/13 trägt die SGS ihre Heimspiele im neu gebauten Stadion Essen aus.

Nachwuchsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus finanziellen Gründen legt der Verein großen Wert auf die Nachwuchsarbeit. Ab der Saison 2007/08 geht der Verein eine Kooperation mit der Gesamtschule Bockmühle ein. An der Schule sollen zwei Eingangsklassen mit talentierten Spielerinnen eingerichtet werden. Die U-17-Juniorinnen spielen in der U-17-Bundesliga West/Südwest.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Beste Torschützin Zuschauerschnitt
1990/91 Landesliga 7. nicht bekannt 30:35 18:22 nicht qualifiziert
1991/92 Landesliga 2. nicht bekannt 48:17 32:12 nicht qualifiziert
1992/93 Verbandsliga Niederrhein 5. nicht bekannt 36:36 22:18 nicht qualifiziert
1993/94 Verbandsliga Niederrhein 8. nicht bekannt 32:34 18:26 nicht qualifiziert
1994/95 Verbandsliga Niederrhein 6. nicht bekannt 54:43 24:20 nicht qualifiziert
1995/96 Verbandsliga Niederrhein 1. nicht bekannt 70:24 50 nicht qualifiziert
1996/97 Regionalliga West 13. 1 3 20 18:81 6 nicht qualifiziert
1997/98 Verbandsliga Niederrhein 3. nicht bekannt 72:24 58 nicht qualifiziert
1998/99 Verbandsliga Niederrhein 1. nicht bekannt 77:20 54 nicht qualifiziert
1999/00 Regionalliga West 2. 15 2 5 68:32 47 nicht qualifiziert
2000/01 Regionalliga West 2. 17 1 2 82:23 52 Achtelfinale
2001/02 Regionalliga West 6. 11 5 8 51:37 38 nicht qualifiziert
2002/03 Regionalliga West 10. 10 1 13 43:49 31 nicht qualifiziert
2003/04 Regionalliga West 1. 18 4 2 68:14 58 nicht qualifiziert
2004/05 Bundesliga 10. 6 2 14 28:63 20 Viertelfinale Charline Hartmann (12) 786
2005/06 Bundesliga 6. 9 3 10 44:49 30 2. Runde Charline Hartmann (16) 804
2006/07 Bundesliga 6. 10 2 10 55:42 32 Halbfinale Charline Hartmann (18) 1.198
2007/08 Bundesliga 7. 9 6 7 43:40 33 2. Runde Melanie Hoffmann
Stefanie Weichelt (je 10)
1.186
2008/09 Bundesliga 5. 9 3 10 46:39 30 Viertelfinale Melanie Hoffmann (12) 829
2009/10 Bundesliga 10. 3 7 12 25:58 16 Halbfinale Kyra Malinowski (5) 806
2010/11 Bundesliga 9. 5 5 12 27:50 20 Viertelfinale Melanie Hoffmann (8) 759
2011/12 Bundesliga 5. 9 4 9 30:28 31 2. Runde Charline Hartmann (6) 1.016
2012/13 Bundesliga 6. 8 6 8 26:30 30 2. Runde Sabrina Dörpinghaus (5) 901
2013/14 Bundesliga 6. 8 3 11 37:42 27 Finale Charline Hartmann (13) 940
2014/15 Bundesliga 5. 8 4 10 32:36 28 Achtelfinale Lea Schüller (7) 1.038
2015/16 Bundesliga 5. 10 2 10 39:37 32 Achtelfinale Charline Hartmann (11) 1.134
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2. Frauenmannschaft schaffte 2006 den Aufstieg in die Regionalliga West. Nach dem Abstieg im Jahre 2011 gelang der sofortige Wiederaufstieg. Da die SGS Essen verstärkt als Ausbildungsverein fungiert, ist zur Saison 2012/13 die U23 als Regionalligateam eingerichtet worden. Die 3. Mannschaft spielt in der Landesliga. Die U17 ist Gründungsmitglied in der Juniorinnen-Bundesliga. Alle Herrenmannschaften nehmen lediglich am Kreisspielbetrieb teil.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.framba.de/content/index.php?option=com_content&view=article&id=3271%3Aalles-neu-in-essen&catid=118%3Abundesliga
  2. dfb.de: Essen-Schönebeck und Agolli gehen getrennte Wege

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SGS Essen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien