Arminia Bielefeld (Frauenfußball)

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Arminia Bielefeld
(Frauenfußball)
Vereinswappen von Arminia Bielefeld
Basisdaten
Name Deutscher Sportclub
Arminia Bielefeld e.V.
Sitz Bielefeld, NRW
Gründung 3. Mai 1905 (Verein)
1975 (Abteilung)
Farben schwarz-weiß-blau
Präsident Hans-Jürgen Laufer
Website arminia-Bielefeld-frauen.de
Erste Mannschaft
Trainer Markus Wuckel
Stadion Waldstadion Quelle
Plätze n.b.
Liga 2. Bundesliga Nord
2016/17 5. Platz
Heim
Auswärts

Arminia Bielefeld (vollständiger Name: Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld e.V.) ist ein Sportverein aus Bielefeld. Die Frauenfußballabteilung besteht seit 1975. Die erste Mannschaft schaffte im Jahre 2016 den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre (1975 bis 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1975 wurde eine Abteilung für Frauen- und Mädchenfußball gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, genügend Spielerinnen für die Mannschaften zu finden, wurden die DSC-Mädchen Ende der 1970er Jahre regelmäßig Kreismeister und -pokalsieger. Im Jahre 1980 gelang der Frauenmannschaft schließlich der Aufstieg in die Bezirksliga. 1982 folgte der Abstieg, als es durch zahlreiche Schwangerschaften innerhalb der Mannschaft zu personellen Engpässen kam. Dennoch gelang der sofortige Wiederaufstieg, dem ein Durchmarsch in die Landesliga folgte. Im Nachwuchsbereich konnte die Arminia zwischen 1985 und 1995 mangels Spielerinnen keine Teams stellen.[1]

Der ersten Mannschaft gelang im Jahre 1990 gelang erstmals der Aufstieg in die seinerzeit drittklassige Verbandsliga Westfalen, die höchste westfälische Frauenliga.[1] Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg gelang den Armininen im Jahre 2003 der Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Die Mannschaft konnte sich nun in der Verbandsliga, die 2008 in Westfalenliga umbenannt wurde, etablieren. Ein Jahr nach dem Aufstieg übernahm Markus Wuckel, der für die Männermannschaft der Arminia gespielt und vier Einsätze für die Fußballnationalmannschaft der DDR absolviert hatte, das Traineramt.[2]

Weg in die 2. Bundesliga (2009 bis 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2009 und 2010 wurden die Bielefelderinnen jeweils Vizemeister hinter dem 1. FFC Recklinghausen bzw. Sportfreunde Siegen. Den größten Erfolg im Pokal erreichte die Mannschaft im Jahre 2010, als sie in das Finale um den Westfalenpokal einzog. Das Endspiel in der SchücoArena konnten jedoch die Gäste des 1. FFC Recklinghausen mit 4:1 für sich entscheiden. Damit qualifizierte sich die Mannschaft für den DFB-Pokal der Frauen. In der ersten Runde traf die Arminia auf den Zweitligisten SV Victoria Gersten und unterlag mit 1:10.

Anfang der 2010er Jahre rutschten die Bielefelderinnen ins Mittelmaß der Westfalenliga zurück. In der Saison 2014/14 übernahm die Mannschaft am neunten Spieltag verstärkt durch die ehemaligen polnischen Erstligaspielerinnen Kamila Kmiecik und Symela Ciesielska die Tabellenführung und gaben diese nicht mehr her. Fortuna Freudenberg wurde im Saisonverlauf mit 13:0 geschlagen. Schließlich sicherte sich das Team am drittletzten Spieltag mit einem 8:0-Sieg bei Westfalia Hagen die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga West.[3]

In der Regionalligasaison 2015/16 standen die Bielefelderinnen erneut an der Tabellenspitze und sicherten sich am drittletzten Spieltag durch einen 4:0-Sieg über die zweite Mannschaft des MSV Duisburg den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Während der gesamten Saison blieben die Bielefelderinnen ungeschlagen und erzielten dabei 124 Tore, davon entfielen 33 auf Maxine Birker, die damit Torschützenkönigin wurde. Die Sportfreunde Siegen wurden im Saisonverlauf mit 10:1, der SV Budberg gar mit 11:0 besiegt.[4]

Gegenwart (seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord wechselte die Mannschaft in das Queller Waldstadion. Im DFB-Pokal 2016/17 erreichten die Bielefelderinnen nach Siegen beim FC Viktoria 1889 Berlin (0:5) und gegen den FSV Gütersloh 2009 (6:2) das Achtelfinale. Dort unterlag die Mannschaft dem Bundesligisten VfL Wolfsburg nur knapp mit 0:2.[5] Derweil gerieten die Bielefelderinnen in der Zweitligasaison 2016/17 nie in Abstiegsgefahr und erreichten Platz fünf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Vivien Brandt DeutschlandDeutschland
12 Ülkay Kollu DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
24 Anna Müller DeutschlandDeutschland
13 Grit Bender DeutschlandDeutschland
20 Chantal Campos Chavero DeutschlandDeutschland
16 Sandra Hausberger OsterreichÖsterreich
03 Lara Hohm DeutschlandDeutschland
05 Veweziwa Kotjipati NamibiaNamibia
17 Lena Schulte DeutschlandDeutschland
04 Tanja Thormälen DeutschlandDeutschland
19 Malin Wilckens DeutschlandDeutschland
02 Oliwia Wos DeutschlandDeutschland
14 Annabel Jäger DeutschlandDeutschland
10 Thalea Kiezewski DeutschlandDeutschland
09 Nina Lange DeutschlandDeutschland
11 Laura Liedmeier DeutschlandDeutschland
15 Celine Preuß DeutschlandDeutschland
18 Moana Fabienne Rahe DeutschlandDeutschland
02 Neele Schubert DeutschlandDeutschland
08 Valentina Vogt DeutschlandDeutschland
22 Maxine Birker DeutschlandDeutschland
23 Sarah Grünheid DeutschlandDeutschland
06 Julia Holke DeutschlandDeutschland

Zu- und Abgänge zur Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Sandra Hausberger (Werder Bremen)
Julia Holke (eigene Jugend)
Nina Lange (Herforder SV)
Anna Müller (eigene Jugend)
Neele Schubert (eigene Jugend)
Valentina Vogt (Herforder SV)
Oliwia Wos (Herforder SV)
Karolina Bochra (Karriereende)
Symela Ciesielska (unbekannt)
Lena Göllner (pausiert)

Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimspielstätte von Arminias Frauenmannschaft ist seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga das Waldstadion im Stadtteil Quelle. Das Stadion liegt an der Marienfelder Straße östlich der Gesamtschule Quelle. Der Umzug nach Quelle war nötig geworden, da in der 2. Bundesliga keine Kunstrasenplätze erlaubt sind. Weitere Nutzer des Waldstadions sind der TuS Quelle sowie verschiedene Jugendmannschaften von Arminia Bielefeld. Zuvor spielte die Mannschaft auf dem Sportplatz Stadtheide an der Schillerstraße. Der Kunstrasenplatz ist die sportliche Heimat des Vereins SCE Rot-Weiss Bielefeld. Für das DFB-Pokalspiel gegen den SV Victoria Gersten wichen die Bielefelderinnen in das Stadion Rußheide aus, da im DFB-Pokal der Frauen keine Spiele auf Kunstrasen erlaubt sind. Das Westfalenpokalendspiel im Jahre 2010 gegen den 1. FFC Recklinghausen sowie das DFB-Pokalspiel 2016 gegen den FSV Gütersloh 2009 fanden in der SchücoArena statt.

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Frauenmannschaft schaffte im Jahre 2009 den Aufstieg in die Landesliga, die nach nur einem Jahr wieder nach unten verlassen werden musste. Seitdem tritt die Mannschaft in der Bezirksliga an. Die B-Juniorinnen spielten von 2010 bis 2014 in der Westfalenliga und treten seitdem in der Bezirksliga an.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisonbilanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Level Platz S U N Tore Punkte
2001/02 Landesliga, Gr. 2 IV 6. 9 1 10 37:39 28
2002/03 Landesliga, Gr. 2 IV 1. 15 2 3 66:22 47
2003/04 Verbandsliga Westfalen III 5. 14 6 8 84:62 48
2004/05 Verbandsliga Westfalen IV 5. 13 4 9 79:41 43
2005/06 Verbandsliga Westfalen IV 10. 6 8 10 43:51 26
2006/07 Verbandsliga Westfalen IV 6. 9 1 12 49:69 28
2007/08 Verbandsliga Westfalen IV 5. 13 8 9 59:43 41
2008/09 Westfalenliga IV 2. 19 2 5 91:26 59
2009/10 Westfalenliga IV 2. 20 4 4 81:35 64
2010/11 Westfalenliga IV 4. 15 4 7 64:45 49
2011/12 Westfalenliga IV 5. 13 4 9 58:59 43
2012/13 Westfalenliga IV 10. 9 3 14 48:71 30
2013/14 Westfalenliga IV 7. 16 5 9 86:52 53
2014/15 Westfalenliga IV 1. 26 1 3 135:38 79
2015/16 Regionalliga West III 1. 21 5 0 124:23 68
2016/17 2. Bundesliga II 5. 10 2 10 44:54 32

DFB-Pokalspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Runde Partie Ergebnis Spielort
2010/11 1 Arminia - SV Victoria Gersten 1:10 Stadion Rußheide
2016/17 1 FC Viktoria 1889 Berlin - Arminia 0:5
2 Arminia - FSV Gütersloh 2009 6:2 SchücoArena
Achtelfinale Arminia - VfL Wolfsburg 0:2 SchücoArena

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jens Kirschneck, Marcus Uhlig, Volker Backes, Olaf Bentkämper, Julien Lecoeur: Arminia Bielefeld – 100 Jahre Leidenschaft. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-479-0, S. 67.
  2. Matthias Arnhold: Markus Wuckel - Goals in International Matches. RSSSF, abgerufen am 5. Juni 2015 (englisch).
  3. Frauen machen Aufstieg perfekt. Arminia Bielefeld, abgerufen am 5. Juni 2015.
  4. Durchmarsch mit neuem "100-Tore-Sturm". WFLV, abgerufen am 11. Juni 2016.
  5. Großer Kampf wird nicht belohnt. Arminia Bielefeld, abgerufen am 3. Dezember 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]